Goldpreis und Ölpreis

Goldpreis: Gewinnmitnahmen sorgen für technische Korrektur

15.01.26 07:43 Uhr

Verschnaufpause beim Gold: Rekordjagd endet vorerst in technischer Korrektur | finanzen.net

Nach drei Handelstagen mit Rekordhochs setzten im frühen Donnerstagshandel Gewinnmitnahmen ein.

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von Jörg Bernhard

Gemäßigtere Töne von US-Präsident Donald Trump gegenüber dem Vorsitzenden der US-Notenbank Fed sowie in Bezug auf ein potenzielles Vorgehen gegen den Iran belasteten die Nachfrage nach dem sicheren Hafen Gold. Während Irans Führung versucht, die schlimmsten innenpolitischen Unruhen seit der Revolution von 1979 einzudämmen, drohte Teheran mit Angriffen auf US-Militärbasen in der Region, um Trumps wiederholte Drohungen einer militärischen Intervention abzuschrecken. Am Nachmittag dürften sich die Marktakteure für die wöchentlichen Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe stark interessieren. Laut einer von Trading Economics veröffentlichten Umfrage unter Analysten sollen sich diese von 208.000 auf 215.000 erhöht haben. Neue Impulse könnte aber auch der anstehende Konjunkturausblick der Philadelphia Fed sowie die angekündigten Reden diverser US-Notenbanker liefern. Die aktuell zu beobachtende technische Korrektur sollten Anleger als gesunde Konsolidierung in einem nach wie vor intakten Aufwärtstrend interpretieren.

Am Donnerstagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit rückläufigen Notierungen. Bis 7.30 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Februar) um 26,40 auf 4.609,30 Dollar pro Feinunze.

Rohöl: Markanter Preisrutsch

Im frühen Donnerstagshandel ging es mit dem Ölpreis zeitweise um mehr als zwei Prozent bergab. Der gestiegene Verkaufsdruck basierte auf der Erwartung, dass die USA keine militärischen Maßnahmen gegen den Iran ergreifen werden. Auf die Stimmung drückte zudem die unerwartete Entwicklung bei den in den USA gelagerten Ölmengen. Statt eines von Analysten prognostizierten Rückgangs um 2,2 Millionen Barrel meldete die US-Energiebehörde EIA einen Anstieg um 3,4 Millionen Barrel. Dass Venezuela damit begonnen hat, die unter einem US-Embargo vorgenommene Förderkürzungen wieder rückgängig zu machen, belastete den Ölpreis ebenfalls. Hinsichtlich der künftig zu erwartenden Nachfrage erklärte die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) am gestrigen Mittwoch, dass die Ölnachfrage im Jahr 2027 voraussichtlich in einem ähnlichen Tempo steigen werde wie in diesem Jahr. Sie veröffentlichte Daten, die für 2026 auf ein nahezu ausgeglichenes Verhältnis von Angebot und Nachfrage hindeuten. Bislang war an den Ölmärkten davon ausgegangen worden, dass ein Überangebot drohe.

Am Donnerstagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit fallenden Notierungen. Bis gegen 7.30 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Future um 1,74 auf 60,28 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 1,85 auf 64,67 Dollar zurückfiel.


Redaktion finanzen.net

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