Goldpreis und Ölpreis

Goldpreis: Seitwärtstendenz auf erhöhtem Niveau

16.01.26 07:40 Uhr

Goldpreis im Wartemodus: Stabilität auf hohem Niveau | finanzen.net

Der Goldpreis weitete seine Verluste im frühen Freitagshandel aus, nachdem stärker als erwartet ausgefallene US-Wirtschaftsdaten zu einer nachlassenden Zinshoffnung führte.

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von Jörg Bernhard

Mittlerweile deutet das FedWatch-Tool des Terminbörsenbetreibers CME Group darauf hin, dass die nächste Zinssenkung erst im Juni erfolgen wir. Ein starker Dollar sowie nachlassende geopolitische Spannungen haben die Nachfrage nach dem sicheren Hafen Gold zusätzlich verringert. Die am gestrigen Donnerstag veröffentlichten Daten des US-Arbeitsministeriums zeigten, dass die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gegenüber dem Vormonat mit 198.000 niedriger als erwartet ausgefallen waren. Laut einer von Trading Economics veröffentlichten Umfrage unter Analysten wurden 215.000 neue Arbeitslose prognostiziert. Am Nachmittag könnte der Goldpreis neue Impulse durch die anstehenden Zahlen zur Industrieproduktion sowie die Reden diverser US-Notenbanker erfahren. Am Abend dürften sich die Marktakteure noch für den Commitments-of-Traders-Report der US-Aufsichtsbehörde CFTC (21.30 Uhr) stark interessieren. Dieser informiert einmal pro Woche über die Stimmung der verschiedenen Marktakteure an den Terminmärkten.

Am Freitagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit nachgebenden Notierungen. Bis 7.30 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Februar) um 12,80 auf 4.610,90 Dollar pro Feinunze.

Rohöl: Schwächer wegen Iran

Nachlassende geopolitische Spannungen im Iran haben die Sorgen um das Ölangebot und wichtige Transportrouten (Golf von Oman) abflauen lassen und den Ölpreis leicht geschwächt. In Kombination mit der Aussicht auf steigende Ölmengen aus Venezuela überwiegen derzeit die skeptischen Stimmen hinsichtlich der weiteren Perspektiven des Ölpreises. Die im Ölsektor tätige US-Dienstleistungsfirma Baker Hughes wird um 19.00 Uhr ihren Wochenbericht über die nordamerikanischen Bohraktivitäten kommunizieren und dürfte dadurch für zusätzliche Aufmerksamkeit an den Energiemärkten sorgen. In der vergangenen Woche wurde mit 409 US-Ölbohranlagen das Niveau des Vorjahres um 15 Prozent unterschritten.

Am Freitagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit etwas schwächeren Notierungen. Bis gegen 7.30 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Future um 0,19 auf 59,00 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,24 auf 63,52 Dollar zurückfiel.


Redaktion finanzen.net

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