Alleingang?

Commerzbank-Aktie zwischen Übernahmefantasie und Eigenständigkeit

14.01.26 19:30 Uhr

Commerzbank-Aktie im Spannungsfeld: Stand-Alone-Strategie vs. UniCredit-Spekulationen | finanzen.net

Commerzbank-CEO Bettina Orlopp will beim German Investment Seminar in New York zeigen, dass die Bank operativ stark genug für den Alleingang ist.

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• Hohe Bewertung bremst UniCredit-Ambitionen
• Investorenforum in New York: Stand-Alone-Strategie im Fokus
• Jahresbilanz 2026 als entscheidender Prüfstein?

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Die Commerzbank-Aktie steht derzeit unter intensiver Beobachtung von Anlegern. Auslöser sind vor allem die jüngsten Aussagen von UniCredit-CEO Andrea Orcel, die Zweifel an einer zeitnahen Vollübernahme durch UniCredit nähren. Wie unter anderem Börse Express berichtet, hat dieser kürzlich eine Übernahme unter den aktuellen Bewertungsbedingungen als wirtschaftlich unvernünftig erklärt. Orcel hätte betont, dass die hohe Bewertung der Commerzbank eine zentrale Hürde für einen Aufkauf darstellt, obwohl UniCredit inzwischen knapp 29 Prozent der Anteile hält.

Bewertungslücke bremst Übernahmepläne

Orcel verwies auf die Bewertungsdiskrepanz: Die Commerzbank sei deutlich teurer bewertet als UniCredit. UniCredit dürfte kaum bereit sein, einen hohen Aufschlag für die restlichen Anteile zu zahlen, so die Einschätzung von Experten laut mehrerer Medienberichte.

Die Commerzbank steht damit vor einem Geduldsspiel: Die hohe Bewertung spiegelt laut Experten das Vertrauen in die Stand-Alone-Strategie wider, gleichzeitig reduziert sie aber die Attraktivität des Instituts als Übernahmeziel. Sollte die Übernahmefantasie weiter abnehmen, könnte die Aktie unter Druck geraten - vor allem, wenn die operativen Ergebnisse die hohen Erwartungen nicht erfüllen.

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Der Übernahmeprozess zieht sich bereits seit Herbst 2024 hin. Das Bundeskartellamt hatte im April 2025 zwar grünes Licht für eine weitere Beteiligungsaufstockung der UniCredit gegeben, eine finale Entscheidung steht jedoch noch aus.

Commerzbank als Finanzplattform für DAX-Schwergewichte

Zusätzlich stärkt die Commerzbank ihre Position als Vermittler zwischen deutschen Unternehmen und internationalen Investoren. Beim German Investment Seminar, das vom 12.- 14. Januar 2026 stattfindet und gemeinsam mit ODDO BHF veranstaltet wird, treffen sich DAX-Schwergewichte mit institutionellen Anlegern.

CEO Bettina Orlopp würde beim German Investment Seminar 2026 zeigen, dass die Bank operativ stark genug für den Alleingang ist, wie Stock-World berichtet. Zentral bleibt die Frage: Wie glaubwürdig ist diese Standalone-Strategie angesichts eines Großaktionärs mit Übernahmeabsichten?

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So reagiert die Aktie

Die Aktie notiert3 am Mittwoch im XETRA-Handel 0,73 Prozent höher bei 36,03 Euro. Der Kurs liegt - getragen vor allem von Übernahmefantasien - auf Jahressicht rund 110 Prozent im Plus. Ein entscheidender Termin ist der 11. Februar 2026, wenn die Commerzbank ihre Jahresbilanz vorlegt. Dann wird sich zeigen, ob die Stand-Alone-Strategie von CEO Orlopp den Markt überzeugt.

Redaktion finanzen.net

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Bildquellen: Frank Gaertner / Shutterstock.com, Commerzbank AG

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