Aktien von RENK, Rheinmetall, HENSOLDT, TKMS, CSG & OHB: So bewegen sich die Rüstungstitel

29.01.2026 20:27:00

Schon seit Monaten stehen Rüstungswerte verstärkt im Fokus der Anleger. So steht es um RENK, Rheinmetall, HENSOLDT & Co. am Donnerstag.

• RENK, Rheinmetall & Co. schwächeln
• Verteidigungswerte profitieren längerfristig von hohen Staatsausgaben
• Börsengang von CSG und strategische Gespräche rücken Sektor weiterhin in den Fokus

Rüstungstitel im Fokus

Im XETRA-Handel am Donnerstag notierte die RENK-Aktie letztlich 5,07 Prozent tiefer bei 54,90 Euro. Die Rheinmetall-Aktie verlor derweil 2,68 Prozent auf 1.795,50 Euro. Für die Aktien von HENSOLDT ging es 2,37 Prozent runter auf 84,55 Euro. TKMS-Papiere gaben derweil um 3,74 Prozent auf 96,55 Euro nach. Für die Titel des seit kurzem an der Börse notierten Rüstungskonzerns CSG ging es an der Euronext unterdessen zwischenzeitlich 4,11 Prozent abwärts auf 31,39 Euro. Die Anteile des Bremer Satellitenspezialisten OHB, der sich zuletzt in Verhandlungen mit Rheinmetall befand, notierte am Donnerstag im XETRA-Handel daneben schlussendlich 4,15 Prozent im Minus bei 277,00 Euro.

Geopolitische Lage als Kurstreiber

Schon seit Monaten profitieren Rüstungswerte von hohen Staatsausgaben für Verteidigung aufgrund der geopolitischen Lage. Bis vor kurzem hatten Verteidigungswerte zusätzlich Auftrieb erhalten, nachdem US-Präsident Trump im Konflikt um Grönland anfangs sogar einen militärischen Einsatz nicht kategorisch ausgeschlossen hatte. Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos zeichnete sich jedoch eine unerwartete Kehrtwende ab. Dort verständigten sich Trump und Nato-Generalsekretär Mark Rutte auf Leitlinien für ein mögliches späteres Abkommen. Den europäischen Rüstungssektor belastete die am Gesamtmarkt spürbare Erleichterung über Donald Trumps Kehrtwende.

Börsengang von CSG

Daneben feierte der Rüstungskonzern CSG kürzlich seine Erstnotiz auf dem Börsenparkett. CSG hat sich für den Börsengang einen Zeitpunkt ausgesucht, der aus strategischer Sicht günstig erscheint, da europäische Rüstungswerte derzeit stark gefragt sind. Der anhaltende Krieg Russlands gegen die Ukraine sowie zusätzliche geopolitische Spannungen, unter anderem in Venezuela und im Iran, haben ebenso wie Zweifel an der künftigen Stabilität der NATO vor allem in Europa zu deutlich erhöhten Verteidigungsausgaben geführt.

Gespräche zwischen Rheinmetall und OHB

Derweil treibt Rheinmetall seine strategische Weiterentwicklung deutlich voran: Der Rüstungskonzern aus Düsseldorf befindet sich in Gesprächen mit dem Bremer Raumfahrtunternehmen OHB über eine weitreichende Zusammenarbeit. Gemeinsam wollen sich die Firmen um ein groß angelegtes Vorhaben der Bundeswehr bemühen, bei dem es um den Aufbau eines eigenständigen, satellitengestützten Kommunikationssystems im niedrigen Erdorbit geht. Nach Angaben aus Branchenkreisen soll damit eine unabhängige Lösung entstehen, die nicht auf kommerzielle Anbieter wie SpaceX angewiesen ist.

Redaktion finanzen.net

Bildquelle: RENK Group AG

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