DWS-Aktie legt zu: Deutsche-Bank-Tochter hebt Mittelfristziele an - Sonderdividende im Blick

29.01.2026 17:59:00

Die Deutsche-Bank-Tochter DWS hat 2025 ihre Ziele übertroffen und legt die Latte für die kommenden Jahre höher.

Zudem sollen die Aktionäre im Jahr 2027 eine Sonderdividende erhalten, wie der Fondsanbieter überraschend am Mittwochabend in Frankfurt mitteilte. Laut der neuen Mittelfristplanung soll der Gewinn je Aktie bis 2028 nun jährlich um 10 bis 15 Prozent wachsen.

Bisher hatte sich DWS-Chef Stefan Hoops für 2026 und 2027 eine Steigerung um zehn Prozent vorgenommen. Im vergangenen Jahr trieb DWS den Gewinn je Aktie auf 4,64 Euro nach oben und übertraf damit ihre eigene Zielmarke von 4,50 Euro.

Anleger zeigten sich erfreut.

Die DWS-Aktie legte zweistellig bis auf das Rekordhoch von 65,10 Euro zu. Das Niveau konnte das Papier nicht ganz halten, letztlich stieg es noch um 10,11 Prozent auf 64,30 Euro. Der Fondsanbieter wird damit an der Börse mit 12,3 Milliarden Euro bewertet. Die Deutsche Bank hält knapp 80 Prozent der Anteile.

Um den Gewinn weiter zu steigern, will DWS die Kosten im Griff halten. So sollen die Kosten des Unternehmens im Jahr 2027 weniger als 55 Prozent der Erträge aufzehren. Im vergangenen Jahr drückte die DWS das Verhältnis von Aufwand zu Erträgen bereits auf 58 Prozent und damit stärker als geplant.

2025 war für DWS ein Rekordjahr dank eines stark gestiegenen Zuflusses von Anlegergeldern. Die Erträge kletterten um 14 Prozent auf 3,16 Milliarden Euro. Da die Kosten kaum zulegten, zog der Gewinn vor Steuern um 39 Prozent auf 1,32 Milliarden Euro. Das verwaltete Vermögen stieg um 73 Milliarden Euro auf knapp 1,1 Billionen Euro an. Die Dividende für das vergangene Geschäftsjahr soll um 80 Cent auf 3 Euro erhöht werden.

RBC belässt DWS auf 'Outperform' - Ziel 60 Euro

Die kanadische Bank RBC hat die Einstufung für DWS auf "Outperform" mit einem Kursziel von 60 Euro belassen. Mit dem vorab veröffentlichten Gewinn je Aktie für 2025 habe die Fondstochter der Deutschen Bank die Erwartungen übertroffen, zudem habe DWS die Prognosen erhöht und für 2027 eine Sonderausschüttung angepeilt, schrieb Mandeep Jagpal am Mittwoch nach den Eckdaten. Es sei ihm zu diesem Zeitpunkt nicht ganz klar, was zur gestiegenen Zuversicht des Managements geführt habe. Nettozuflüsse bei alternativen Vermögenswerten sowie eine ungewöhnliche Kostendisziplin seien mögliche Gründe. Ein höheres Marktniveau mit Blick auf 2026 stütze sicher auch.

FRANKFURT (dpa-AFX)

Bildquelle: DWS, Olga P Galkina / Shutterstock.com

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