Liquidationsrisiko: Diese 3 Altcoins könnten Trader im Januar 2026 teuer zu stehen kommen

12.01.2026 21:34:00

Am Kryptomarkt drohen im Januar 2026 millionenschwere Liquidationen bei gehebelten Positionen. Besonders drei Altcoins stehen laut Analysedaten im Fokus.

• Derivate-Händler haben Ende Dezember 2025 verstärkt Long-Positionen in Altcoins aufgebaut
• Solana könnte bei einem Kurs von 110 USD Liquidationen von über 880 Millionen USD auslösen
• Die SOL-ETF-Zuflüsse lagen Ende Dezember 93 Prozent unter dem Niveau der Startwoche

Solana: Schwache ETF-Zuflüsse als Warnsignal

Wie aus einer Analyse von BeInCrypto vom 30. Dezember 2025 hervorgeht, zeigt die Liquidationskarte von Solana (SOL) ein deutliches Ungleichgewicht. Die gesamten Long-Liquidationen liegen deutlich höher als die Short-Liquidationen. Zwar gilt der Januar historisch als starker Monat für die Kursentwicklung von SOL, und eine bullische RSI-Divergenz signalisiert Erholungspotenzial. Dennoch könnten Long-Trader ohne Gewinnmitnahmen anfällig werden.

Daten von SoSoValue zeigen, dass die SOL-ETFs Ende Dezember 2025 ihren schwächsten wöchentlichen Zufluss seit dem Start verzeichneten. Mit nur 13,14 Millionen US-Dollar lagen die Nettozuflüsse mehr als 93 Prozent unter dem Niveau der Startwoche von fast 200 Millionen US-Dollar. Dieser starke Rückgang deutet auf eine sinkende Nachfrage bei SOL-ETFs hin, was Druck auf den Kurs ausüben könnte. Fällt SOL auf 110 US-Dollar, könnten die gesamten Long-Liquidationen laut Coinglass über 880 Millionen US-Dollar betragen.

Zcash: Nach 70-Prozent-Rally droht Korrektur

Bei Zcash (ZEC) zeigt die Liquidationskarte ebenfalls, dass Trader ihr Kapital stark auf Long-Positionen setzen und dabei Leverage nutzen. Der Coin legte im Dezember 2025 eine beeindruckende Rally hin und stieg von etwa 300 auf über 500 US-Dollar - ein Plus von mehr als 70 Prozent. Diese Entwicklung hat viele Anleger in Long-Positionen gelockt. Nach einem solch starken Anstieg ist jedoch technisch gesehen eine Korrektur möglich, bei der der Kurs auf ein früheres Widerstandsniveau zurückfallen könnte.

Laut BeInCrypto reduzieren sogenannte ZEC-Wale bereits ihr Risiko. Nach dem starken Anstieg wächst die Vorsicht unter Großinvestoren. Gewinnmitnahmen von Käufern aus dem frühen Dezember könnten Verkaufsdruck erzeugen und Long-Positionen in Gefahr bringen. Fällt ZEC auf den Bereich von 466 US-Dollar, könnten Long-Positionen mit mehr als 78 Millionen US-Dollar liquidiert werden.

Chainlink: Steigende Börsenreserven deuten auf Verkaufsdruck

Viele Trader sind überzeugt, dass sich Chainlink (LINK) vom Kursniveau um 12 US-Dollar bald erholt. Sie haben erhebliches Kapital und Leverage in Long-Positionen investiert. Daten von CryptoQuant zeigen jedoch ein kritisches Signal: Die LINK-Reserven auf Binance sind im Dezember 2025 stetig angestiegen. Der Sieben-Tage-Durchschnitt hatte Ende Dezember 2025 einen zweimonatigen Abwärtstrend beendet und begann wieder nach oben zu drehen.

Diese Veränderung deutet laut der Analyse darauf hin, dass LINK-Halter sich darauf vorbereiten könnten, ihre Coins zu verkaufen, sobald der Kurs Anzeichen einer Erholung zeigt. Die Liquidationskarte zeigt, dass bei einem LINK-Kurs von 11 US-Dollar die kumulierten Long-Liquidationen laut Coinglass-Daten ungefähr 40 Millionen US-Dollar erreichen könnten.

D. Maier / Redaktion finanzen.net

Bildquelle: Stanslavs / Shutterstock.com, Chinnapong / Shutterstock.com

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