3M-Aktie verliert deutlich: Starker Abschluss 2025 - doch der Ausblick enttäuscht
Für die neue Zwölfmonatsperiode hat sich das Management um Konzernchef William Brown vorgenommen, den bereinigten Gewinn auf 8,50 bis 8,70 US-Dollar je Aktie (ca 7,30-7,48 Euro) zu steigern, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Dies wäre zwar im besten Fall ein Plus von knapp acht Prozent im Vergleich zum Vorjahr, Analysten hatten aber in der Mitte der Spanne mehr erwartet.
Im New Yorker Handel sackt die 3M-Aktie zeitweise um 7,33 Prozent auf 155.51 Dollar ab. 2025 hatte das Papier um etwa ein Fünftel zugelegt und sich damit besser als der S&P 500 entwickelt.
2025 hatte der Hersteller unter anderem von Post-It-Zetteln, Klebebändern und Gehörschutz seinen Gewinn vor Sondereffekten noch um 10,4 Prozent auf 8,06 Dollar je Aktie gesteigert. Damit übertraf der Konzern wiederum leicht die Erwartungen von Analysten, und auch im Schlussquartal lief es besser als gedacht.
Seinen Umsatz konnte 3M im vergangenen Jahr leicht um 1,5 Prozent auf 24,9 Milliarden Dollar verbessern - das Geschäft mit den problematischen Ewigkeitschemikalien (PFAS) herausgerechnet betrug das Plus knapp drei Prozent. 2026 soll sich das Wachstum noch beschleunigen, bereinigt ist ein Umsatzzuwachs von rund vier Prozent angepeilt.
An der Börse hatte die 3M-Aktie allein in den vergangenen zwölf Monaten rund ein Fünftel zugelegt. Die Investoren honorierten den Sanierungskurs von Chef Bill Brown, der seit Mai 2024 an der Spitze steht. Der Manager hatte nach seinem Antritt ein Sanierungspaket angestoßen, um den lange schwächelnden Konzern wieder auf Kurs zu bringen.
Unter anderem kürzte 3M unter Brown seine Kosten durch verschlankte Strukturen, auch die Lieferketten wurden überarbeitet und Produktion verlagert. Zudem wurden neue Produkte eingeführt, die weltweite Wachstumstrends bedienen. Zugleich suchte Brown in den vergangenen Monaten aktiv nach Verkaufsoptionen für den Mischkonzern, da sich 3M aus wachstumsschwachen Geschäften zurückziehen will.
/tav/err/jha/
ST. PAUL (dpa-AFX)
Bildquelle: create jobs 51 / Shutterstock