Goldpreis: Erhöhte Spannung vor US-Inflationsdaten
von Jörg Bernhard
Vor dem Hintergrund zunehmender geopolitischer und wirtschaftlicher Unsicherheiten setzten auf dem erhöhten Niveau Gewinnmitnahmen ein. Zur Erinnerung: Am Vortag kletterte die Krisenwährung um mehr als zwei Prozent, nachdem die Trump-Regierung eine strafrechtliche Untersuchung gegen den Vorsitzenden der US-Notenbank Jerome Powell eingeleitet hatte. Zusätzliche geopolitische Sorgen schürte US-Präsident Trump am Montag mit der Ankündigung, dass jedes Land, das Geschäfte mit dem Iran macht, mit einem 25-prozentigen Zoll auf den Handel mit den USA belegt werde. Die Unruhen im Iran fallen in eine Phase, in der Trump international Stärke demonstriert: Er hat den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro festgesetzt und spricht darüber, Grönland durch Kauf oder notfalls mit Gewalt zu übernehmen. Außerdem hob die Citigroup ihre Drei-Monats-Preisziele auf 5.000 Dollar an. Zur Begründung verwies sie auf eine starke Investitionsdynamik und darauf, dass die Vielzahl der Kaufargumente voraussichtlich auch im ersten Quartal intakt bleiben werde. Für erhöhte Spannung sorgen nun die anstehenden US-Inflationsdaten (14.30 Uhr). Laut von Trading Economics veröffentlichten Umfragen unter Analysten sollen die Teuerungsrate bei 2,7 Prozent p.a. verharren und die Kernrate von 2,6 auf 2,7 Prozent p.a. gestiegen sein.
Am Dienstagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit nachgebenden Notierungen. Bis 7.45 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Februar) um 30,70 auf 4.584,00 Dollar pro Feinunze.
Rohöl: Höchster Stand seit sieben Wochen
Derzeit wird an den Ölmärkten befürchtet, dass die Ölexporte Irans zurückgehen könnten, weil das sanktionierte OPEC-Mitglied hart gegen regierungsfeindliche Demonstrationen vorgeht. Die Aussicht auf steigende Liefermengen aus Venezuela, einem weiteren sanktionierten OPEC-Land, bremste allerdings die Preissteigerung etwas ab. Die US-Bank Goldman Sachs erklärte in einer Notiz, dass die Ölpreise 2026 tendenziell sinken könnten, sobald neues Angebot verfügbar werde und ein Marktüberschuss entstehe. Dennoch würden geopolitische Risiken im Zusammenhang mit Russland, Venezuela und Iran weiterhin die Volatilität beeinflussen.
Am Dienstagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit höheren Notierungen. Bis gegen 7.45 Uhr (MEZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Future um 0,37 auf 59,87 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,36 auf 64,23 Dollar anzog.
Redaktion finanzen.net
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