Goldpreis: Hochspannung vor US-Arbeitsmarktdaten

09.01.2026 07:55:38

Im frühen Freitagshandel zeigte sich der Goldpreis erholt. Neue Impulse könnte er am Nachmittag erhalten.

von Jörg Bernhard

Dann steht nämlich der Dezemberbericht des US-Arbeitsministeriums zur Bekanntgabe an. Laut einer von Trading Economics veröffentlichten Umfrage unter Analysten wird bei der Arbeitslosenrate ein Rückgang von 4,6 auf 4,5 Prozent erwartet und bei der Zahl neu Geschaffener Stellen ein Minus von 64.000 auf 60.000. In den kommenden Handelstagen könnte an den Goldmärkten allerdings Verkaufsdruck aufkommen, da die jährliche Neugewichtung des Bloomberg Commodity Index beginnt und dabei die Gewichtung von Edelmetallen reduziert wird. Am Abend dürften sich die Marktakteure zudem für den Commitments-of-Traders-Report der US-Aufsichtsbehörde CFTC (21.30 Uhr) stark interessieren. Dieser informiert einmal pro Woche über die Stimmung der verschiedenen Marktakteure bei Gold-Futures und zeigt auf, wie sich die beiden Margin-Erhöhungen Ende Dezember konkret ausgewirkt haben. Trotz dieser kurzfristigen Belastungsfaktoren bleiben die mittelfristigen Aussichten positiv. So erwarten die Analysten von HSBC, dass der Goldpreis angesichts geopolitischer Risiken, einer steigenden Verschuldung und einer starken Nachfrage bis zum ersten Halbjahr 2026 auf etwa 5.000 Dollar steigen könnte.

Am Freitagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit erholten Notierungen. Bis 7.45 Uhr (MEZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Februar) um 23,10 auf 4.483,80 Dollar pro Feinunze.

Rohöl: Auf erhöhtem Niveau stabil

Die Ölpreise tendierten im frühen Freitagshandel den zweiten Tag in Folge bergauf und steuerten auf ihren dritten Wochengewinn zu. Unsicherheiten über die künftige Versorgung aus Venezuela sowie zunehmende Sorgen über mögliche Produktionsausfälle infolge der Unruhen im Iran waren hierfür hauptverantwortlich. Engpässe bei den Lieferströmen sanktionierten Öls sowie relativ stabile Nachfragesignale wirken dem Hintergrund eines für 2026 erwarteten Überangebots somit zumindest kurzfristig entgegen. Außerdem wird gegen 19.00 Uhr die im Ölsektor tätige US-Dienstleistungsfirma Baker Hughes ihren Wochenbericht über die nordamerikanischen Bohraktivitäten kommunizieren und dadurch für erhöhte Aufmerksamkeit an den Energiemärkten sorgen. In der vergangenen Woche wurde mit 412 US-Ölbohranlagen ein leichter Anstieg gemeldet.

Am Freitagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit höheren Notierungen. Bis gegen 7.45 Uhr (MEZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Future um 0,55 auf 58,31 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,63 auf 62,62 Dollar anzog.


Redaktion finanzen.net

Bildquelle: farbled / Shutterstock.com, Brian A Jackson / Shutterstock.com, FikMik / Shutterstock.com

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