Goldpreis: Rekordfahrt der Krisenwährung setzt sich fort
von Jörg Bernhard
Verantwortlich hierfür waren etwas schwächer als erwartete US-Inflationsdaten, die die Erwartungen auf bevorstehende Zinssenkungen weiter festigten. Die US-Kerninflation stieg im Dezember um 2,6 Prozent p.a. und blieb damit leicht unter den Erwartungen der Analysten. US-Präsident Donald Trump nutzte die Inflationsdaten und bekräftigte erneut seine Forderung an den Vorsitzenden der US-Notenbank Jerome Powell, die Zinsen "deutlich" zu senken. Dies hatte die Sorgen um die Unabhängigkeit der Fed sowie um das Vertrauen in US-Vermögenswerte verstärkt und die Nachfrage nach dem sicheren Hafen Gold zusätzlich angeheizt. Mittlerweile deutet das FedWatch-Tool des Terminbörsenbetreibers CME Group darauf hin, dass Zinssenkungen erst Mitte Juni erfolgen werden. Die Wahrscheinlichkeit für dieses Szenario beläuft sich aktuell auf fast 70 Prozent. Für Rückenwind sorgten beim Goldpreis aber auch wachsende geopolitische Risiken, insbesondere im Iran. So rief Trump die Iraner dazu auf, weiter zu protestieren, und erklärte, "Hilfe sei unterwegs", während das Land die größten Demonstrationen seit Jahren erlebte.
Am Mittwochmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit steigenden Notierungen. Bis 8.30 Uhr (MEZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Februar) um 46,90 auf 4.646,00 Dollar pro Feinunze.
Rohöl: Korrektur nach mehrtägiger Rally
Der Ölpreis tendierte zur Wochenmitte in etwas tiefere Regionen, da Venezuela die Ölexporte wieder aufnahm und die in den USA gelagerten Ölmengen unerwartet angestiegen sind. Statt eines prognostizierten Lagerrückgangs in Höhe von zwei Millionen Barrel meldete das American Petroleum Institute ein Lagerplus von 5,3 Millionen. Anhaltende Sorgen über mögliche Lieferausfälle aus dem Iran infolge tödlicher ziviler Unruhen auf dem Markt, minderten an den Ölmärkten allerdings den Verkaufsdruck.
Am Mittwochmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit schwächeren Notierungen. Bis gegen 8.30 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Future um 0,38 auf 60,77 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,38 auf 65,09 Dollar zurückfiel.
Redaktion finanzen.net
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