Mutares-Aktie steigt: Übernahme von Sabic-Geschäft - Verkauf von Kalzip

08.01.2026 17:56:00

Die Beteiligungsgesellschaft Mutares will ihr Spezialchemie- und Materialgeschäft durch eine Übernahme kräftig ausbauen.

Zudem teilte Mutares am Donnerstag den Verkauf des Portfoliounternehmens Kalzip mit. Nach zunächst moderaten Kursgewinnen notierte die Aktie zuletzt ein Prozent im Minus. In den vergangenen zwölf Monaten hat sie aber ein Viertel an Wert gewonnen.

Das im SDAX gelistete Münchener Unternehmen will vom saudi-arabischen Chemie- und Metallkonzern Sabic den Geschäftsbereich Engineering Thermoplastics (ETP) in Amerika und Europa übernehmen. Der Unternehmenswert der Geschäfte liege bei 450 Millionen US-Dollar (rund 384 Mio Euro), teilte Mutares mit. Die Transaktion soll im zweiten Halbjahr abgeschlossen sein.

Der Umsatz des Zielobjekts liegt den Mutares-Angaben zufolge bei 2,5 Milliarden Dollar. Damit wäre der Kauf gemessen am Erlös die größte Transaktion in der Geschichte von Mutares. Das Unternehmen wurde 2008 gegründet und kam zuletzt auf einen Börsenwert von rund 670 Millionen Euro.

Zudem hat Mutares eine Vereinbarung zum Verkauf der Portfoliogesellschaft Kalzip an die Tremco Construction Products Group unterzeichnet. Der Abschluss der Transaktion inklusive der Kaufpreiszahlung wird für das zweite Quartal erwartet. Finanzielle Details nannte Mutares nicht. Im vergangenen Jahr setzte der Anbieter von Aluminium-Dach- und Fassadensystemen mit gut 180 Mitarbeitern rund 75 Millionen Euro um.

Mutares konsolidiert nach Erholung - Portfolio-Transaktionen

Die Aktien von Mutares haben am Donnerstag nur anfangs an ihre jüngste Erholungsrally angeknüpft. Die Ankündigungen einer größeren Übernahme sowie des Verkaufs eines Portfoliounternehmens lieferten am Ende keine frischen Impulse. Seit Mitte November hatten Mutares in der Spitze mehr als ein Drittel an Wert gewonnen, nun machten Anleger erst einmal Kasse.

Im XETRA-Handel gewannen die Titel am Donnerstag letztlich 0,63 Prozent auf 32,10 Euro. Es fehlte der Schwung, um erstmals seit Monaten die 32-Euro-Marke zu knacken.

MÜNCHEN/FRANKFURT (dpa-AFX)

Bildquelle: Postmodern Studio / Shutterstock.com

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