Rekordrally der NVIDIA-Aktie vor dem Aus? Warum der KI-Gigant 2026 ins Straucheln geraten könnte

21.01.2026 03:45:01

Die NVIDIA-Aktie galt lange als unaufhaltsamer Gewinner des KI-Booms - doch 2026 mehren sich laut vieler Experten die Risiken.

• Wachsende Konkurrenz bedroht NVIDIAs Marktmacht
• Sinkende Margen erhöhen den Druck auf die Aktie
• Zweifel an der Nachhaltigkeit des KI-Booms

Die NVIDIA-Aktie, eines der wertvollsten Unternehmen der Welt, steht zu Beginn des Jahres 2026 vor größeren Herausforderungen als je zuvor. Seit dem Rekordhoch am 29. Oktober 2025 bei 212,19 US-Dollar ist die Aktie um über 16 Prozent auf zuletzt 178,07 US-Dollar gefallen (Stand: Schlusskurs vom 20. Januar 2026). Anleger fragen sich daher zunehmend: Können die Ausgaben für Künstliche Intelligenz und NVIDIAs Marktdominanz nachhaltig bleiben?

NVIDIA-Aktie unter Druck: Stärkere Konkurrenz im Chipmarkt

NVIDIA kontrolliert laut Bloomberg aktuell über 90 Prozent des Marktes für KI-Beschleuniger. Doch der Wettbewerb zieht an. Advanced Micro Devices (AMD) konnte bedeutende Rechenzentrum-Aufträge von OpenAI und Oracle gewinnen, und auch Big-Tech-Firmen wie Alphabet, Amazon, Meta und Microsoft entwickeln eigene Chips, um die teuren NVIDIA-Produkte zu umgehen. Analyst Michael O’Rourke warnt gemäß Bloomberg: "Die Leute werden günstigere Chips verwenden, wenn sie können. […] Es wird deutlich, dass es eine Herausforderung sein wird, einen Marktanteil von 90 % zu halten."

Gleichzeitig steigt die Nachfrage nach maßgeschneiderten Chips, etwa bei Alphabet, Broadcom, das für große KI-Plattformen kundenspezifische Beschleuniger baut. NVIDIA kontert, indem es Groqs Low-Latency-Inference-Technologie lizenziert und Groq-Prozessoren sowie Architekturkonzepte in seine KI-Factory-Plattform sowie zukünftige Produkte einbindet, wie aus einer Pressemitteilung vom 24. Dezember 2025 hervorgeht. Damit sollen latenzkritische Inference-Workloads optimal bedient werden.

Gewinnmargen und Bewertung im Fokus

Investoren achten besonders auf NVIDIAs Bruttomarge, da ein Rückgang die Attraktivität der Aktie stark beeinflussen könnte. Nach Angaben von Bloomberg sank die Bruttomarge 2026 auf voraussichtlich 71,2 Prozent, nachdem sie in den Jahren 2024 und 2025 bei rund 75 Prozent lag. NVIDIA plant jedoch, sie 2027 wieder auf etwa 75 Prozent anzuheben. Gleichzeitig bleibt die Aktie mit dem 25-fachen des erwarteten Gewinns in den nächsten 12 Monaten vergleichsweise günstig bewertet - günstiger als viele S&P 500-Aktien und fast alle Magnificent Seven wie Bloomberg betont.

"NVIDIA wird bewertet, als ob der Zyklus beendet wäre, als ob niemand KI einsetzen würde, als ob es viele Stolpersteine geben würde", wird Vivek Arya, Halbleiteranalyst bei der Bank of America von Bloomberg zitiert. "Das ist aus Sicht eines Investors die Gelegenheit und natürlich sehr unterschiedlich zu dem, was wir auf dem Höhepunkt des Internet-Zyklus gesehen haben," fügte er hinzu.

Zukunftsaussichten für NVIDIA-Aktie: Kommt 2026 die Trendwende?

NVIDIA bleibt trotz wachsender Konkurrenz und Margenrisiken ein zentraler Player im KI-Chipmarkt. CEO Jensen Huang kündigte auf der CES 2026 zudem bereits die bevorstehende Einführung der neuen Rubin-Chips an: "Die Nachfrage nach NVIDIA-GPUs schießt in die Höhe. Sie schießt in die Höhe, weil sich die Modelle jedes Jahr um den Faktor zehn, eine Größenordnung, erhöhen." Dennoch: Die Kombination aus steigender Konkurrenz, wachsenden Kundeninvestitionen und sensiblen Margen macht die Aktie 2026 laut einigen Experten riskanter denn je.

Bettina Schneider / Redaktion finanzen.net

Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.

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