adidas-Aktie tiefrot: Das sind die Belastungsfaktoren zum Wochenstart
• Zollsorgen belasten Kosten und Nachfrage
• Analystenbewertungen fallen unterschiedlich aus
• Marktstimmung verstärkt Kursdruck
Die adidas-Aktie kämpfte mit starkem Kursdruck und gab am Montag im XETRA-Handel letztlich 5,19 Prozent auf 151,55 Euro ab. Bereits zuvor war der Jahresstart holprig verlaufen: 2026 hatten Anleger bereits ein Minus von rund neun Prozent in ihren Depots.
Zolldrohungen aus den USA belasten
Als starker Belastungsfaktor erweisen sich neue Hiobsbotschaften von der Zollfront. Am Wochenende hatte es neue Zolldrohungen von Donald Trump gegeben, daraufhin waren dann mögliche Gegenmaßnahmen von Seiten der EU diskutiert worden. adidas leidet unter Zöllen vor allem durch höhere Importkosten in den USA, seinem zweitwichtigsten Markt.
Der Großteil der adidas-Produktion erfolgt in Asien, woher Waren in die USA importiert werden. US-Zölle, verstärkt durch die Politik von Präsident Trump, erhöhen diese Kosten. Indirekt schwächen Zölle die Kaufkraft der Verbraucher und machen Händler vorsichtig bei Bestellungen, was das Wachstum in Nordamerika bremst.
UBS hält an Kaufempfehlung fest - BoA wird pessimistischer
Ungeachtet des jüngsten Gegenwinds für die adidas-Aktie hält die Schweizer Großbank UBS an ihrer Kaufempfehlung für den Titel fest. Zwar senkte das Finanzhaus sein Kursziel von 274 auf 256 Euro, rät aber weiterhin dazu, die Aktie in die Depots aufzunehmen. Nach einem für die gesamte Branche schwierigen Jahr 2025 dürfte der Sportartikelkonzern wie üblich mit eher vorsichtigen Zielen ans neue Jahr 2026 herangehen und lediglich ein Wachstum im hohen einstelligen Prozentbereich avisieren, schrieb Robert Krankowski in einer am Freitag vorliegenden Studie. Selbst das würde aber reichen, um eine Gewinnmarge vor Zinsen und Steuern von rund 10 Prozent zu erreichen. Dies sowie die aktuelle Bewertung der Aktien ließen das Chance-Risiko-Profil attraktiv erscheinen, so der Experte weiter.
Thierry Cota, Experte der Bank of America, zeigt sich unterdessen für die adidas-Aktie weitaus weniger positiv gestimmt. Er prognostiziert, dass der Umsatz von adidas im Schlussquartal 2025 die Markterwartung verfehlt hat, wie dpa berichtet. Mit dieser Einschätzung belastete er die zollbedingt ohnehin schwache Anlegerstimmung weiter.
Redaktion finanzen.net
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