ASML-Aktie legt zu: Analyst bekräftigt "Outperform" - Höhere Nachfrage nach Lithographiesystemen erwartet
• TSMC plant höhere Investitionen, Produktion hochentwickelter Logikchips soll steigen
• Stärkung der Nachfrage nach ASML-Equipment erwartet
• Analysten bekräftigen Kaufempfehlung für ASML-Aktie
Taiwan Semicondutor Manufacturing (TSMC) gab am Donnerstag im Rahmen der Bilanzvorlage bekannt, dass man für das Geschäftsjahr 2026 Kapitalausgaben in Höhe von 52 bis 56 Milliarden US-Dollar plane. Das ist laut "Investing.com" etwa 32 Prozent mehr als der Mittelwert der für 2025 geplanten Ausgaben. Die Erhöhung untermauert die strategische Ausrichtung des Unternehmens auf fortschrittliche Fertigungstechnologien und spiegelt eine robuste Nachfrage nach High-End-Halbleitern wider.
Bernstein bekräftigt Rating für ASML nach TSMC-Prognose
Bernstein-Analysten David Dai hat auf diese Prognose laut "Investing.com" mit der Bestätigung des "Outperform"-Ratings für den niederländischen Chipmaschinenbauer ASML reagiert. Sein Kursziel für die ASML-Aktie liegt bei 1.300 Euro und signalisiert damit noch ein kräftiges Aufwärtspotenzial für den Titel. Am Freitag stand der Anteilsschein von ASML an der EURONEXT in Amsterdam letztlich 1,46 Prozent höher bei 1.166,20 Euro.
TSMCs gesteigerte Investitionen gingen einher mit einem prognostizierten Umsatzwachstum von etwa 30 Prozent im Jahresvergleich bei einer Investitionsintensität von rund 33 Prozent, so der Analyst laut der Nachrichtenseite. Gleichzeitig habe TSMC den Anteil seiner Produktion im Bereich hochentwickelter Logikprozesse von 70 auf bis zu 80 Prozent erhöht. Diese Prozesse gehören zu den anspruchsvollsten und kapitalkräftigsten Segmenten der Halbleiterfertigung - und dort liegt auch die größte Nachfrage nach modernsten Fertigungsanlagen wie Lithographiesystemen, die ASML liefert.
Warum ASML profitieren dürfte
ASML ist der weltweit führende Anbieter von Lithographiesystemen, insbesondere der sogenannten EUV-Maschinen (Extreme Ultraviolet Lithography), die für die Produktion modernster Chips unverzichtbar sind. Die Aufstockung von TSMCs Investitionsplan wird von Marktbeobachtern als Stärkung der Nachfrage nach ASML-Equipment interpretiert, weil gerade die fortschrittlichen Logikprozesse eine hohe "Lithographie-Intensität" aufweisen. Bernstein erwartet, dass das Wachstum bei High-End-Chip-Ausrüstung im Jahr 2026 rund 30 Prozent betragen dürfte, wobei für die Jahre 2028/29 eine weitere Beschleunigung der Nachfrage erwartet werde.
Analyst Dai hob laut "Investing.com" zudem hervor, dass die Konzentration von TSMCs Kapazitätserweiterungen auf die modernsten Fertigungsknoten N3 und N2 ASML besonders zugutekomme, da diese Prozesse eine im Branchenvergleich höhere Abhängigkeit von Lithographiesystemen aufweisen. Zudem könne der Umsatz von ASML mit TSMC-Geschäften im Zuge dieser Entwicklung deutlich stärker wachsen als bislang vom Markt erwartet.
Auch andere Analysten zuversichtlich für ASML
Neben Bernstein zeigten sich auch andere Experten infolge der TSMC-Ankündigungen optimistisch für ASML und hoben ihre Kursziele teilweise an. So empfahl Wells Fargo-Analyst Joseph Quatrochi die an der NASDAQ gelistete ASML-Aktie laut "TipRanks" in einer Analyse vom Donnerstag weiterhin zum Kauf und stockte sein Kursziel von 1.140 US-Dollar auf 1.450 US-Dollar auf. Auch die Experten von KGI Securities bekräftigten am Donnerstag ihr "Buy"-Rating mit einem Kursziel von 1.415 US-Dollar.
Redaktion finanzen.net
Bildquelle: ASML