Deutsche Bank-Ausblick auf Aktien, Zinsen & Co. 2026: Volatil, aber chancenreich
• Die Deutsche Bank sieht den S&P 500 Ende 2026 bei 8.000 Punkten
• Die rasante Investition in künstliche Intelligenz werde weiterhin die Marktstimmung dominieren
• Deutschland sei nach Jahren der Stagnation für einen der bedeutendsten Aufschwünge unter den großen Volkswirtschaften positioniert
KI bleibt der dominierende Faktor
In ihrem am 24. November 2025 veröffentlichten World Outlook erklären Jim Reid und David Folkerts-Landau von Deutsche Bank Research, dass 2026 alles andere als langweilig werde. Obwohl Handelszölle weiterhin ein Thema seien, dominiere die rasante Investition in künstliche Intelligenz die Marktstimmung. Angesichts des technologischen Fortschritts sei es schwer vorstellbar, dass dies nicht zu bedeutenden Produktivitätsgewinnen führe, so die Analysten.
Allerdings warnt die Bank auch vor Schwankungen. Die Märkte könnten zwischen Boom- und Bust-Narrativen hin- und herpendeln. Anleger sollten sich auf anhaltende Volatilität einstellen. Die endgültigen Gewinner und Verlierer würden von einem komplexen Zusammenspiel verschiedener Faktoren abhängen, von denen viele erst nach 2026 sichtbar werden könnten.
Wachstum verlagert sich - USA und Deutschland im Aufwind
Das globale Wachstum werde 2026 in realen Zahlen den Jahren 2024 und 2025 ähneln, doch die Quellen dieses Wachstums verschieben sich. Die USA dürften wieder an Fahrt gewinnen, da Handelsunsicherheiten nachlassen, Steuersenkungen die Haushaltseinkommen stützen und das Wachstum über KI-bezogene Investitionen hinaus breiter werde.
Deutschland sei nach Jahren der Stagnation für einen der bedeutendsten Aufschwünge unter den großen Volkswirtschaften positioniert - dank neu entfesselter fiskalischer Impulse. Die Ökonomen der Bank erwarten ein BIP-Wachstum von 1,5 Prozent in Deutschland für 2026, getrieben durch eine expansive Fiskalpolitik, höhere Staatsausgaben und eine Erholung des privaten Konsums.
In Asien werde sich Chinas Wachstum auf 4,5 Prozent verlangsamen, während Indien seinen strukturellen Aufstieg fortsetze und voraussichtlich 2026 Japan als viertgrößte Volkswirtschaft überholen werde.
S&P 500 bei 8.000 - die bullishste Prognose an der Wall Street
Mit Blick auf die Aktienmärkte nennt die Deutsche Bank ein Kursziel von 8.000 Punkten für den S&P 500 zum Jahresende 2026. Die Aktienstrategien unter der Leitung von Binky Chadha erwarten, dass der Gewinnzyklus über die Mega-Cap-Technologiewerte hinaus breiter werde. Der Gewinn pro Aktie des S&P 500 solle auf 320 US-Dollar steigen - ein Plus von 14 Prozent.
Wie aus dem Bericht hervorgeht, sieht die Bank die Positionierung diskretionärer US-Investoren als Quelle für weiteres Aufwärtspotenzial. Bei der Geldpolitik erwartet die Deutsche Bank von der Federal Reserve nur noch zwei weitere Zinssenkungen vor einer Pause. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen werde Ende 2026 bei 4,45 Prozent liegen. Der Höhenflug des US-Dollars dürfte hingegen nachlassen.
Mit dem Kursziel von 8.000 Punkten hat die Deutsche Bank eine der optimistischsten Prognosen unter den großen Wall-Street-Häusern. JPMorgan hält dieses Niveau ebenfalls für erreichbar, allerdings nur in einem Bull-Case-Szenario bei weiteren Zinssenkungen. Im Basisszenario sieht JPMorgan den Index bei 7.500 Punkten. Morgan Stanley liegt mit 7.800 Punkten dazwischen, Goldman Sachs bei 7.600 Punkten.
D. Maier / Redaktion finanzen.net
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