IBM-Aktie 2026: Potenzial für eine Outperformance in der Quantencomputer-Branche

13.01.2026 22:38:00

Die Quantencomputer-Branche hat in den letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht. Nun könnte IBM der große Gewinner sein.

• Quantencomputer-Aktien legten 2025 stark zu und IBM investierte in Cloud, KI und Quantencomputing
• IBM setzt auf weitere Fortschritte im Quantenbereich in den kommenden Jahren
• Stabiles Wachstum und Profitabilität machen IBM für 2026 attraktiv

Im Jahr 2025 erlebten Quantencomputer-Aktien einen regelrechten Höhenflug. Startups wie Rigetti Computing und D-Wave Quantum legten in nur zwölf Monaten um mehr als 600 Prozent zu. Auch die Google-Mutter Alphabet konnte mit einem Plus von fast 90 Prozent glänzen. Zwar sei der Erfolg hier stärker auf künstliche Intelligenz zurückzuführen, doch der Willow-Chip hält Alphabet weiterhin an der Spitze der Quantenindustrie, so ein Bericht auf The Motley Fool.

Neuer Rückenwind für IBM

IBM litt, laut The Motley Fool, während der gesamten 2010er-Jahre, da die traditionellen Technologiebereiche des Unternehmens nicht mehr wuchsen. Unter der Leitung von CEO Arvind Krishna habe IBM jedoch neuen Rückenwind bekommen, indem der Fokus auf Cloud-Computing und künstliche Intelligenz gelegt wurde, heißt es weiter.

Ein großer Teil der Unternehmensaktivitäten konzentrierte sich zusätzlich auf Quantencomputing. Bereits im Jahr 2016 bot IBM erstmals öffentlich über die Cloud Zugang zu einem Quantencomputer an. Zwar handelte es sich dabei um eine experimentelle Maschine, doch 2019 stellte das Unternehmen mit dem IBM Q System One seinen ersten kommerziell nutzbaren Quantencomputer vor. Danach setzten sich die Fortschritte seither fort: Im November 2025 kündigte das Unternehmen den IBM Quantum Nighthawk an. Der 120-Qubit-Computer kann Schaltungen mit 30 Prozent höherer Komplexität ausführen und gleichzeitig die Fehlerraten niedrig halten.

Rückblick auf 2025

Ein weiterer Faktor, der IBM-Aktien im Quantenbereich attraktiv mache, ist, laut The Motley Fool, die Stabilität des Unternehmens und die Rückkehr zu Wachstum. In den ersten neun Monaten des Jahres 2025 erzielte IBM einen Umsatz von fast 48 Milliarden US-Dollar, was einem Wachstum von 6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht. Im gleichen Zeitraum erzielte IBM einen Nettogewinn von fast 5 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 61 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wobei die meisten Zuwächsen aus laufenden Geschäften und Investitionen resultieren.

Diese Verbesserungen führten dazu, dass der Aktienkurs von IBM im letzten Jahr um fast 35 Prozent gestiegen ist. Zwar sei das Kurs-Gewinn-Verhältnis von 36 nicht günstig, doch es hebt sich dadurch hervor, dass IBM überhaupt ein Earnings Multiple aufweist, so The Motley Fool. Dies fehle bei den meisten Quanten-Startups. Außerdem sei das Kurs-Umsatz-Verhältnis von etwas über 4 im Vergleich zu Startups mit dreistelligen KUV-Werten ein Schnäppchen. Deren Aktien könnten laut dem Bericht leicht fallen, sobald Anleger solche hohen Umsatzmultiplikatoren infrage stellen.

Auch im Vergleich mit Alphabet schneidet IBM gut ab, weil das KUV von Alphabet bei 10 liegt und die Bewertung damit teuer ist. IBM verfügt über eine Marktkapitalisierung von 285 Milliarden US-Dollar und zählt damit zu den Megacaps. Dennoch ist dies nur ein kleiner Bruchteil der Größe von Alphabet. Angesichts des Wachstums in den Bereichen Cloud, KI und letztlich auch Quantencomputing sollte IBM mit seinem Aktienkurs auf Erfolgskurs bleiben, so The Motley Fool weiter.

IBMs Zukunftspläne

Außerdem hat IBM die Vision, dass bis Ende 2026 der sogenannte Quantum Advantage erreicht werden soll, also die Fähigkeit, Probleme besser zu lösen als mit klassischen Methoden allein, wie aus der Unternehmenseigenen Roadmap hervorgeht.

Zudem plant IBM bis 2029 den ersten fehlerresistenten Quantencomputer zu liefern. Dies erfordere die Entwicklung einer Architektur, die Fehler effizient korrigieren kann - ein Problem, das die Quantenindustrie seit Langem herausfordere.

Ausblick 2026

Laut The Motley Fool sei IBM die Quantencomputing-Aktie mit der größten Erfolgsaussicht für 2026. Obwohl IBM nicht über die Größe von Alphabet oder das Wachstumspotenzial seiner Startup-Konkurrenten verfügt, sollten Investoren bedenken, dass Quantencomputing weiterhin ein unbekannter Bereich sei und wahrscheinlich nur einen kleinen Teil von IBMs Umsatz ausmache. Dies deute darauf hin, dass die Technologie eher ein Beitrag als ein Haupttreiber der IBM-Aktie im Jahr 2026 sein wird. Allerdings stehe auch Alphabet vor einer ähnlichen Herausforderung im Quantenbereich und die enorme Größe könnte das zukünftige Wachstum bremsen.

Aktien von Unternehmen wie Rigetti und D-Wave Quantum haben bereits 2025 einen Großteil ihres Wachstums realisiert und ein dreistelliges Kurs-Umsatz-Verhältnis könnte weiteres kurzfristiges Wachstum begrenzen und sogar zu Verkaufsdruck führen.

Im Gegensatz dazu bleibt IBM im Quantenbereich innovativ, und die Profitabilität des Unternehmens ermöglicht es, weiterhin in Forschung und Entwicklung zu investieren. Angesichts der Kombination aus technologischen Fortschritten im Quantencomputing und finanzieller Stärke scheint IBM sowohl für eine führende Position in der Branche als auch für Aktienkurswachstum im Jahr 2026 gut aufgestellt zu sein.

Redaktion finanzen.net

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Bildquelle: Tomasz Bidermann / Shutterstock.com, JuliusKielaitis / Shutterstock.com

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