NVIDIA-Aktie als Vorbild: Mizuho-Analyst erkennt Parallelen bei Quantencomputing-Aktien

05.01.2026 20:09:00

Ein Mizuho-Analyst sieht im Quantencomputing das Potenzial für eine ähnliche Entwicklung wie bei NVIDIA - und empfiehlt drei Aktien mit ambitionierten Kurszielen.

• Mizuho sieht Quantencomputing-Markt bis 2035 bei 205 Milliarden US-Dollar
• Quantencomputing könnte 10.000-fache Leistungssteigerung ermöglichen
• Analyst vergleicht das Potenzial der Branche mit der frühen Entwicklung von NVIDIA

Quantencomputing als nächste große Compute-Revolution

Mizuho Securities hat am 11. Dezember 2025 die Coverage für drei Quantencomputing-Unternehmen mit jeweils einer Outperform-Bewertung initiiert. Wie MarketWatch unter Berufung auf eine Analystennotiz berichtete, sieht Analyst Vijay Rakesh in der Branche das Potenzial, sich von einem rund 1 Milliarde US-Dollar großen Markt im Jahr 2025 auf etwa 205 Milliarden US-Dollar bis 2035 zu entwickeln - eine Verhundertfachung in zehn Jahren.

Rakesh bezeichnete Quantencomputing in der Notiz als "The Next Big Compute Revolution". Die Technologie verspreche eine grundlegende Transformation im Hochleistungsrechnen und könne eine Leistungssteigerung von mehr als dem 10.000-fachen gegenüber klassischen Computern ermöglichen. Als Anwendungsgebiete nannte der Analyst unter anderem Kryptografie und maschinelles Lernen - Bereiche, in denen herkömmliche Computer an ihre Grenzen stoßen.

Drei Aktien mit unterschiedlichen Ansätzen

Mizuho empfiehlt drei Unternehmen, die jeweils einen eigenen technologischen Ansatz verfolgen:

IonQ erhält das höchste Kursziel von 90 US-Dollar. Das Unternehmen nutzt die sogenannte Trapped-Ion-Technologie, die sich durch niedrige Fehlerraten und lange Kohärenzzeiten auszeichnet. Mit einer Marktkapitalisierung von mehr als 17 Milliarden US-Dollar ist IonQ das größte der drei Unternehmen.

Rigetti Computing bewertet Rakesh mit einem Kursziel von 50 US-Dollar. Das Unternehmen sei mit seinem supraleitenden Ansatz ein direkter Konkurrent von IBM und Google. Rigetti verfüge über mehr als 450 Millionen US-Dollar an liquiden Mitteln, was laut dem Analysten ausreichen könnte, um den Betrieb bis mindestens 2030 zu finanzieren. Langfristig könnte Rigetti etwa 10 Prozent des Quantencomputing-Marktes erobern.

D-Wave Quantum erhält ein Kursziel von 46 US-Dollar. Rakesh bezeichnet das Unternehmen als "unbestrittenen Marktführer" im Bereich Quantum Annealing - eine Technologie, die sich besonders für Optimierungsprobleme eignet. Auch D-Wave könnte langfristig etwa 10 Prozent des Marktes ausmachen.

Langfristiges Potenzial trotz kurzfristiger Unsicherheiten

Der Gesamtumsatz aller drei Unternehmen dürfte 2025 bei lediglich rund 140 Millionen US-Dollar liegen. Die kurzfristigen Erlöse könnten "unregelmäßig" ausfallen, da sich die Technologie noch größtenteils in der Forschungs- und Entwicklungsphase befinde. Für Anleger, die nach dem nächsten NVIDIA suchten, biete der Sektor dennoch exponentielles Wachstumspotenzial bis 2035.

Alle drei Unternehmen haben in jüngster Zeit ihre Partnerschaften und Kundenbeziehungen ausgebaut. IonQ ist auf Cloud-Plattformen wie Amazons AWS Braket, Microsoft Azure und Google Cloud verfügbar. Rigetti arbeitet unter anderem mit NVIDIA an einer Integration für hybride Quanten-KI-Systeme. D-Wave hat laut Investing.com eine neue Geschäftseinheit für US-Regierungskunden gegründet.

D. Maier / Redaktion finanzen.net

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