Bilanzen machen Kurse: DAX beendet Handel auf tiefrotem Terrain - Schwergewicht SAP belastet
Der DAX begann die Donnerstagssitzung mit einem Abschlag von 0,51 Prozent bei 24.697,38 Punkten. Im weiteren Verlauf bewegt er sich weiter unterhalb der Nulllinie und baute die Verluste aus. Am späten Nachmittag wurden die Abschläge noch einmal größer. Letztlich ging es 2,07 Prozent auf 24.309,46 Punkten nach unten.
Der letzte DAX-Rekord
Am 13. Januar hatte der DAX bei 25.507,79 Punkten ein Allzeithoch markiert und damit erstmals in seiner Geschichte die Schwelle von 25.500 Punkten überschritten. Letztlich war er an diesem Tag bei 25.420,66 Zählern in den Feierabend gegangen, was einen neuen Rekord auf Schlusskursbasis bedeutete.
Fed-Zinsentscheid und Berichtssaison im Fokus
Vor allem belastet von massiven Verlusten der schwergewichtigen SAP-Aktie hat der DAX am Donnerstag nachgegeben. Der Softwarekonzern hatte mit seinen Quartalszahlen und dem Ausblick enttäuscht. Die US-Notenbanksitzung vom Vorabend ließ die Anleger hingegen kalt, da die Fed den Leitzins erwartungsgemäß unverändert ließ. Im Blick steht hier weiterhin die Unabhängigkeit der Fed, die sich der Angriffe von US-Präsident Donald Trump erwehren muss.
Als weitere Belastungsfaktoren für den deutschen Aktienmarkt nannten Marktstrategen wieder zunehmende geopolitische Spannungen, erhebliche Preisanstiege bei Energieträgern und den zunehmend starken Euro zum US-Dollar. "Insbesondere der Iran-Konflikt schwebt wie ein Damoklesschwert über den Köpfen der Anleger und belastet die Risikobereitschaft. Zusätzlich sorgt die unklare Gemengelage rund um den Konflikt um Grönland für Verunsicherung. Solange belastbare Signale zur geopolitischen Entwicklung ausbleiben, dürfte die Vorsicht an den Aktienmärkten anhalten", kommentierte Marktexperte Timo Emden von Emden Research.
Redaktion finanzen.net / dpa-AFX
Bildquelle: Stonel / Shutterstock.com