Nach Amazon-Bilanz: KI-Sorgen bleiben hartnäckig - DAX steigt ins Plus - Vorsicht oberstes Gebot
Mit einem kleinen Abschlag von 0,16 Prozent bei 24.452,15 Punkten ging der DAX in den Freitagshandel. Danach bewegt er sich weiter in einer engen Range um den Vortagesschlusskurs, mit Ausschlägen in beide Richtungen. Derzeit sind kleine Gewinne zu sehen.
Der letzte DAX-Rekord
Am 13. Januar hatte der DAX bei 25.507,79 Punkten ein Allzeithoch markiert und damit erstmals in seiner Geschichte die Schwelle von 25.500 Punkten überschritten. Letztlich war er an diesem Tag bei 25.420,66 Zählern in den Feierabend gegangen, was einen neuen Rekord auf Schlusskursbasis bedeutete.
Amazon-Zahlen und KI-Sorgen im Fokus
Im nachbörslichen US-Handel zeigt sich mit dem zweistelligen Kursrutsch bei Amazon nun aber, wie hartnäckig gerade die KI-Sorgen der Anleger sind. Der Handelsriese will in diesem Jahr rund 200 Milliarden Dollar unter anderem in KI, Chips, Robotik und Satelliten stecken. Damit liegt Amazon noch über der bereits riesigen Zahl der Google-Mutter Alphabet vom Mittwoch.
"Der KI-Investitions-Kater verwandelt sich gerade in eine wilde Flucht", kommentierte Stephen Innes von SPI Asset Management. Die Anlegerstimmung erscheine gerade wie das Negativ des Booms von 2021. "Die Anleger wollen schnellere Ergebnisse sehen", stimmte der Jefferies-Branchenexperte Brent Thill mit Blick auf Amazon zu. Neben der Diskussion, ob und wann sich die immensen Investitionen in KI auszahlen, belastet viele Unternehmen auch das Thema KI-Konkurrenz.
Was die geopolitischen Krisenherde betrifft, könnte es am Freitag erste Bewegungen geben. Der Iran will heute nach eigenen Angaben mit den USA neue Verhandlungen beginnen.
Redaktion finanzen.net / Dow Jones / dpa-AFX
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