Softbank und Intel arbeiten bei Memorychips der nächsten Generation zusammen - So reagieren die Aktien

03.02.2026 11:04:00

Nachdem SoftBank bereits im August 2025 mit einem 2-Milliarden-Dollar-Investment bei Intel eingestiegen ist, erreicht die technologische Zusammenarbeit nun ihre operative Phase.

• Intel + SAIMEMORY entwickeln nächste Speichergeneration ZAM
• Prototypen bis 2027 geplant
• Markteinführung bis 2029

Die Zusammenarbeit zwischen dem US-Chipriesen Intel und dem japanischen Technologie-Investor SoftBank hat sich in den letzten Monaten von losen Verhandlungen zu einer milliardenschweren Partnerschaft entwickelt. Nun treibt die japanische SoftBank den Einstieg in die nächste Speicherchip-Generation voran: Die Tochter SAIMEMORY Corp. hat zum Wochenstart eine Kooperationsvereinbarung mit dem US-Chipkonzern Intel unterzeichnet. Das gemeinsame Ziel: Den massiven Energieverbrauch moderner KI-Systeme und die begrenzte Bandbreite herkömmlicher Speicherlösungen in Angriff zu nehmen.

Z-Angle Memory (ZAM): Die HBM-Alternative

Das Kernstück der Partnerschaft ist die Entwicklung und Vermarktung der Z-Angle Operation Memory Technology (ZAM). Diese neue Klasse von gestapeltem DRAM (Dynamic Random Access Memory) wird als leistungsstarke und hocheffiziente Alternative zum aktuellen Industriestandard High Bandwidth Memory (HBM) positioniert. "Herkömmliche Speicherarchitekturen genügen den Anforderungen der KI nicht mehr", betont Dr. Joshua Fryman, Intel Fellow und CTO von Intel Government Technologies in einem Blogbeitrag von Intel.

Straffer Zeitplan

Die Kooperation ist langfristig angelegt und folgt einem straffen Fahrplan, um die Dominanz der aktuellen Marktführer herauszufordern: Laut Pressemitteilungen der beiden Unternehmen werden Prototypen bis März 2027 erwartet, der geplante Beginn der Großserienfertigung und kommerziellen Auslieferung an Betreiber von KI-Rechenzentren wird voraussichtlich im Geschäftsjahr 2029 anlaufen.

Was Investoren im Blick behalten sollten

Für Intel-Aktionäre ist die Kooperation ein klares Signal, dass das Unternehmen technologisch wieder in die Offensive geht. Durch die Partnerschaft mit SoftBank sichert sich Intel nicht nur Kapital, sondern auch einen direkten Zugang zum Ökosystem von ARM - ebenfalls eine SoftBank-Tochter - und OpenAI. SoftBank hingegen wandelt sich unter Masayoshi Son endgültig vom reinen Investor zum aktiven Gestalter der KI-Infrastruktur.

Am Markt kamen die Nachrichten bereits gut an: Die Softbank-Aktie schloss an der Börse in Japan 5,13 Prozent höher bei 4.300 JPY. Auch die Intel-Titel legten vorbörslich an der NASDAQ um 2,07 Prozent auf 49,82 US-Dollar zu.

Redaktion finanzen.net

Bildquelle: winhorse/iStock

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