Aktien von NVIDIA, Tesla & Co. im Blick: Warum die "Magnificent 7" nicht mehr unbesiegbar sind

02.02.2026 03:16:17

Die "Magnificent 7" galten lange als unangefochtene Treiber des US-Technologiemarkts. Warum einige Tech-Giganten den Anschluss verlieren könnten.

• NVIDIA überzeugt 2025 mit starkem Umsatz- und Gewinnwachstum
• Alphabet steigert seinen Umsatz dank KI-Lösungen
• Tesla liegt im Bereich der Robotaxis hinter Konkurrenten

Die sogenannten "Magnificent 7" galten als treibende Kraft des technologischen Wandels und der Börsenrally der vergangenen Jahre. Zu dieser Elite gehören die US-Tech-Giganten Alphabet, Amazon, Apple, Meta Platforms, Microsoft, NVIDIA und Tesla - Unternehmen, die die Aktienmärkte nicht nur bewegen, sondern maßgeblich prägen.

Sie haben gemeinsam einen Anteil von rund 30 Prozent am S&P 500 und hinterlassen auch in globalen Indizes wie dem MSCI World deutliche Spuren. Ihr Erfolg gründet vor allem auf Innovationskraft, globaler Reichweite und ihrer technologischen Vorreiterrolle - insbesondere im Bereich der künstlichen Intelligenz und Cloud-Computing.

Big Tech im KI-Zeitalter

Fortune zufolge offenbar sich 2025 eine deutliche Diskrepanz innerhalb der Gruppe:

Microsoft, Apple und Meta Platforms hinkten dem Gesamtmarkt etwas hinterher, während Amazon kaum nennenswert zulegen konnte. Auch der Elektroautohersteller Tesla kämpft mit Herausforderungen: Wie Elon Musk am 22. Januar 2026 in einem Post auf X (ehemals Twitter) berichtete, habe Tesla Robotaxi-Fahrten in Austin, Texas ohne Sicherheitsfahrer gestartet. Jedoch liegt Tesla in diesem Bereich hinter einigen seiner Konkurrenten zurück: Alphabets Waymo führt derzeit den US-Markt mit seinem Robotaxi-Dienst an.

Ganz anders sieht es bei Alphabet selbst aus: Das Unternehmen sticht klar hervor und gehört zu den größten Gewinnern unter den Big-Tech-Aktien, so Fortune. Der Unterschied zwischen den Unternehmen hängt eng mit dem Erfolg im Bereich der künstlichen Intelligenz zusammen: In den vergangenen zwei Jahren haben Microsoft, Apple, Meta Platforms, Amazon und Alphabet massiv in KI investiert, doch bislang scheint es nur Alphabet gelungen zu sein, diese Investitionen erfolgreich in Wachstum umzusetzen, heißt es weiter.

Dem Wall Street Journal zufolge erklärte David Bahnsen, Chief Investment Officer bei der Bahnsen Group, die Korrelation zwischen den Aktien sei zusammengebrochen und das Einzige, was die Unternehmen noch gemeinsam hätten, sei ihre Bewertung als Billionenunternehmen.

NVIDIA und Alphabet glänzen mit starker Performance

Laut Unternehmensangaben steigerte NVIDIA im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 seinen Umsatz auf knapp 57 Milliarden US-Dollar - ein Plus von rund 62 Prozent gegenüber dem Vorjahr - und steigerte den Nettogewinn im Jahresvergleich um 65 Prozent. NVIDIA zufolge legte besonders das Rechenzentrum-Segment im dritten Quartal mit 51,2 Milliarden US-Dollar und einem Plus von 66 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum stark zu. Wachstumstreiber sind unter anderem die GPUs der Blackwell-Serie, welche Bestwerte bei Leistung und Effizienz erzielten. Durch Partnerschaften unter anderem mit OpenAI, Google Cloud, Microsoft, Oracle, xAI und Intel und Investitionen in Supercomputer stärkt das US-Unternehmen seine Position im KI-Sektor.

Laut NVIDIA wird die globale KI-Infrastruktur weiter ausgebaut: In den USA, Großbritannien, Deutschland und Südkorea kommen dabei modernste Rechenzentrum- und KI-Systeme zum Einsatz - oft in Zusammenarbeit mit staatlichen und industriellen Partnern wie der Deutschen Telekom oder Samsung. NVIDIA nimmt demnach eine zentrale Rolle beim Ausbau der globalen KI-Infrastrukturen ein.

Alphabet konnte laut eigenen Angaben im dritten Quartal 2025 wichtige Meilensteine erreichen: Der Konzernumsatz stieg um 16 Prozent auf 102,3 Milliarden US-Dollar. Alle großen Geschäftsbereiche trugen zum Wachstum bei, allen voran Google Cloud, das seinen Umsatz um 34 Prozent auf 15,2 Milliarden US-Dollar steigern konnte - angetrieben vom Ausbau der Cloud-Plattform, KI-Infrastruktur und Lösungen im Bereich der generativen KI. Auch Google Services legte deutlich zu und erzielte mit 87,1 Milliarden US-Dollar ein Umsatzplus von 14 Prozent.

Sind die "Magnificent 7" noch "magnificent"?

Insgesamt hat sich 2025 gezeigt, dass die Mag 7 nicht mehr als geschlossene Erfolgsgemeinschaft auftreten: Tesla liegt mit seinen Robotaxis hinter der Konkurrenz auf dem US-Markt zurück, Alphabet und NVIDIA profitieren von erfolgreichen KI-Investitionen und Amazon, Apple, Microsoft und Meta Platforms fallen spürbar zurück. Wie Michael Hartnett, der Stratege der Bank of America, laut dem Wall Street Journal betont, seien die nächsten Mag 7 die Unternehmen, die zeigen können, dass die Einführung von KI ihre Geschäftsmodelle grundlegend verändere.

Redaktion finanzen.net

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