Aktien von Rheinmetall, RENK, HENSOLDT und TKMS im Blick: Geopolitische Spannungen stützen Rüstungswerte

13.01.2026 19:33:00

Geopolitische Spannungen und steigende Verteidigungsausgaben rücken deutsche Rüstungsaktien erneut in den Fokus. Neue Kooperationen und anhaltende Konflikte prägen das Marktumfeld.

• TKMS profitiert von Fortschritten in der deutsch-indischen Rüstungskooperation
• Rheinmetall, HENSOLDT und RENK bleiben im Spannungsfeld globaler Konflikte
• Deutsche Rüstungswerte erleben fulminanten Start in das Börsenjahr 2026

Internationale Sicherheitslage rückt erneut in den Fokus

Die Aktien deutscher Rüstungsunternehmen stehen weiterhin unter dem Eindruck einer sich zuspitzenden geopolitischen Lage. Einem Bericht von Investing.com zufolge haben sich Verteidigungsausgaben von kurzfristigen Reaktionen auf einzelne Krisen zu einem festen Bestandteil staatlicher Strategie entwickelt.

Demnach treiben anhaltende Konflikte in der Ukraine, im Nahen Osten sowie zunehmende strategische Spannungen in der Arktis und im indo-pazifischen Raum langfristige Beschaffungsprogramme voran. Diese strukturelle Verschiebung scheint sich auch an den Kapitalmärkten niederzuschlagen, da sicherheitspolitische Prioritäten zunehmend planbar in nationale Haushalte integriert werden und Rüstungswerte davon profitieren.

Deutsch-indische Kooperation sorgt für Bewegung bei TKMS

Zusätzliche Impulse erhält der Sektor durch internationale Rüstungskooperationen. Wie die dpa berichtet, wollen Deutschland und Indien ihre Zusammenarbeit im Verteidigungsbereich ausbauen. Im Raum steht unter anderem ein Projekt, bei dem thyssenkrupp Marine Systems sechs U-Boote in Mumbai bauen soll.

Konkrete Verträge wurden bislang zwar nicht unterzeichnet, die Unterzeichnung einer entsprechenden Vereinbarung wird jedoch erwartet. Vor dem Hintergrund steigender globaler Sicherheitsausgaben werten Anleger die Gespräche als Signal für mögliche Folgeaufträge und eine vertiefte industrielle Zusammenarbeit.

Rheinmetall liefert Panzer an Ukraine

Auch der Krieg in der Ukraine bleibt ein zentraler Belastungs- und zugleich Nachfragefaktor für den Rüstungssektor. Wie das in Düsseldorf ansässige Unternehmen mitteilte, liefert Rheinmetall Schützenpanzer des Typs Lynx an die Ukraine. Die Finanzierung erfolgt durch die Bundesrepublik Deutschland, weitere Produktionslose könnten folgen.

Die anhaltenden Waffenlieferungen verdeutlichen, wie stark sicherheitspolitische Entwicklungen die Auftragslage der Branche beeinflussen und warum Verteidigungsausgaben derzeit eine hohe politische Priorität genießen.

Uneinheitliche Kursentwicklung bei deutschen Rüstungswerten

Im noch jungen Börsenjahr 2026 ging es für die Rüstungstitel bereits kräftig nach oben. So legte Rheinmetall, RENK und HENSOLDT über 20 Prozent zu, während TKMS sogar über 40 Prozent gewann.

Am Dienstag zeigten sich die Aktien der großen deutschen Rüstungswerte jedoch uneinheitlich: Rheinmetall-Papiere gewannen via XETRA 0,74 Prozent auf 1.904,00 Euro. HENSOLDT notierte unverändert bei 92,00 Euro. RENK gab 1,9 Prozent auf 64,96 Euro nach. Deutlich stärker präsentierte sich thyssenkrupp Marine Systems mit einem Plus von 2,86 Prozent auf 95,40 Euro.

Redaktion finanzen.net

Bildquelle: Tobias Arhelger / Shutterstock.com, RENK Group AG, HENSOLDT, Oliver Hoffmann / Shutterstock.com

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