Deutsche Telekom-Aktie tiefer: 52-Wochen-Tief bleibt in Sichtweite
• Deutsche-Telekom-Aktie nahe am 52-Wochen-Tief
• T-Mobile-US-Kurs schwach, Analysten bleiben dennoch optimistisch
• Kursziele liegen deutlich über dem aktuellen Marktniveau
0,11 Prozent verliert die Aktie der Deutschen Telekom im XETRA-Handel. Damit kostet der Titel rund 27,03 Euro und fällt erneut in Richtung seines 52-Wochen-Tiefs, das bei 25,99 Euro liegt.
Schwache Aktienperformance
Seit Jahresbeginn haben Anleger ein Minus von 2,75 Prozent in ihren Depots, auf Sicht der letzten zwölf Monate ging es sogar um 9,76 Prozent abwärts. Von den Kurshöhen von rund 36 Euro, die noch im März 2025 zu sehen waren, ist die Aktie zwischenzeitlich weit entfernt.
US-Tochter als Belastungsfaktor?
Das Kerngeschäft des DAX-Unternehmens umfasst in Deutschland rund 40 Prozent der Einnahmen aus fester Mobilfunkdominanz (über 50 Mio. Kunden) und Glasfaser-Ausbau. International glänzt die US-Tochter T-Mobile US mit aggressivem Wachstum in 5G und Prepaid-Tarifen, was den Großteil des Gewinnanstiegs treibt. Doch ausgerechnet hier dürfte einer der Gründe für die schwache Kursperformance der Deutsche Telekom-Aktie zu finden sein, denn die US-Tochter hat seit Jahresbeginn bereits 8,38 Prozent an Wert verloren und liegt auf Zwölfmonatssicht an der NASDAQ sogar satte 16 Prozent im Minus.
Analysten gehen nicht mit Kursentwicklung konform
Für die Analystengemeinde ist dies aber offenbar kein Grund, ihre Bewertungen für die Aktie der Deutschen Telekom nach unten anzupassen. Sowohl die UBS, als auch Barclays und JPMorgan halten an ihren Kaufempfehlungen für die Aktie fest. Und auch ihre Kursziele liegen deutlich über dem aktuellen Kursniveau: Die Analysten der Schweizer Großbank trauen dem Anteilsschein bis zu 35,70 Euro zu und bewerten die Aussichten im europäischen Telekomsektor weiterhin als gut.
Die britische Investmentbank Barclays hat sogar ein Kursziel von 40 Euro vergeben - man habe nach Gesprächen mit Vertretern der großen deutschen Telekommunikationsunternehmenden den Eindruck gewonnen, dass sich der Wettbewerbsdruck im vierten Quartal nicht erhöht habe und sehe sogar erste Anzeichen, dass dieser 2026 nachlassen könnte.
Bei JPMorgan ist man mit einem Kursziel von 39 Euro für die Kursentwicklung der Aktie ebenso deutlich zuversichtlicher als die Anleger, hier blieb das "Overweight"-Rating zuletzt bestehen.
Redaktion finanzen.net
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