Ryanair-Aktie im Blick: Droht eine überraschende Übernahme durch Tesla CEO-Musk?

20.01.2026 20:55:00

Elon Musk sorgt erneut für Aufsehen: Nach einem Schlagabtausch mit Ryanair-Chef Michael O'Leary denkt er offenbar über den Kauf der Billigfluggesellschaft nach.

Elon Musk erwägt Kauf von Ryanair
• Schlagabtausch mit Ryanair-CEO
• Diskussion über Starlink-WiFi auf Flugzeugen

Elon Musk sorgt erneut für Schlagzeilen in der Luftfahrtbranche. Der Tesla- und SpaceX-Chef spielt mit dem Gedanken, die Billigfluggesellschaft Ryanair zu kaufen. Die Idee entstand nach einem öffentlichen Schlagabtausch mit Ryanair-CEO Michael O'Leary, der Musks Vorschläge für die Integration von Starlink in Flugzeuge scharf kritisierte.

Vom Spott zum Kaufgedanken: Starlink im Flugzeug?

Im Podcast "The Hard Shoulder" von Newstalk vom 16. Januar 2026 erklärte O'Leary: "Ich würde Elon Musk überhaupt keine Aufmerksamkeit schenken, er ist ein Idiot. Sehr wohlhabend, aber er ist immer noch ein Idiot". O'Leary kritisierte insbesondere die hohen Kosten für die Installation von Starlink-Antennen auf Ryanair-Flugzeugen, die laut seinen Angaben zwischen 200 und 250 Millionen US-Dollar pro Jahr liegen würden. Seiner Meinung nach seien Musks Dienste schlichtweg unerschwinglich.

Viele andere Airlines - unter anderem die Lufthansa - machen ihre Maschinen gerade fit für Starlink.

Die Reaktion von Musk ließ nicht lange auf sich warten. Er bezeichnete O'Leary öffentlich als "einen absoluten Idioten" und fügte hinzu: "Feuert ihn." Kurz darauf schlug ein Nutzer auf der Plattform X vor, Musk solle Ryanair kaufen und O'Leary entlassen - eine Idee, die Musk mit "Gute Idee" kommentierte.

Auf einen ironischen X-Post des Ryanair-Accounts, der die Einführung von WLAN auf Flugzeugen ablehnte, reagierte Musk erneut und deutete an, dass er Ryanair übernehmen und eine Person namens Ryan an die Spitze setzen könnte. "Wie viel würde es kosten, euch zu kaufen?" schrieb er und fügte hinzu: "Ich möchte wirklich einen Ryan an die Spitze von Ryan Air setzen. Es ist euer Schicksal." Kurz darauf startete Musk eine Umfrage auf seinem X-Profil, ob er Ryanair kaufen solle.

Mit einem aktuellen Marktwert von rund 30 Milliarden Euro wäre Ryanair für Musk als reichsten Menschen der Welt durchaus erschwinglich - allerdings dürfen nach EU-Regeln nur Europäer Mehrheitseigentümer von Fluggesellschaften in der Union sein. Ryanair kommt aus Irland.

In der Umfrage sprachen sich gut drei Viertel der über 900.000 Teilnehmer für den Kauf der Fluggesellschaft aus. Die Befragungen, die Musk bei X anstößt, fallen meistens zu seinen Gunsten aus, allein schon, weil viele seiner Kritiker X verließen oder nicht mehr mit seinem Account interagieren, der hauptsächlich rechte politische Botschaften verbreitet.

Reich durch Aktien

Musk scherzte einst auch über einen Kauf von Twitter, bevor er den Kurznachrichtendienst 2022 für rund 44 Milliarden Dollar kaufte und in X unbenannte. Sein Vermögen wird vom Finanzdienst Bloomberg aktuell auf 681 Milliarden Dollar geschätzt. Es besteht hauptsächlich aus Aktien des von ihm geführten Elektroauto-Herstellers Tesla und seiner SpaceX-Beteiligung. Zu einer Umfrage griff Musk unter anderem auch, bevor er kurz nach dem Twitter-Kauf den Account des damaligen Ex-Präsidenten Donald Trump wiederherstellte.

Finanzielle und strategische Perspektiven

Für Musk könnte der Kauf von Ryanair ein strategisches Investment darstellen, um Starlink flächendeckend in der kommerziellen Luftfahrt zu etablieren. Experten sehen jedoch erhebliche Herausforderungen: Neben den hohen Installationskosten müssten regulatorische Hürden und die Zustimmung der Aktionäre überwunden werden. Ryanair bleibt damit weiter in der Schlagzeilen- und Spekulationszone.

Ob Musk mit seiner kontroversen Ideen die Märkte bewegen kann bleibt abzuwarten - bisher reagierte der Anteilschein der Billigfluggesellschaft jedoch gelassen und schloss an der Börse in Dublin zuletzt mit einem minimalen Aufschlag von 0,10 Prozent bei 28,83 Euro. Am Dienstag verlor er schlussendlich 1,18 Prozent auf 28,49 Euro.

Redaktion finanzen.net mit Material von dpa-AFX

Bildquelle: Markus Mainka / Shutterstock.com

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