TUI-Aktie bleibt volatil: Analysten zeigen sich uneins über Kurspotenzial
• TUI erwartet für 2026 nur moderates Wachstum
• Konzern kündigt Dividende und Kostensenkungen an
• Analysten bleiben gespalten mit Kurszielen
Der Touristikkonzern TUI blickt mit gedämpftem Optimismus auf das Jahr 2026. Wie schon Mitte Dezember bekannt gegeben wurde, rechnet der Reiseriese für das laufende Geschäftsjahr mit einem moderaten Umsatzwachstum von lediglich 2 bis 4 Prozent. Als positives Signal für Investoren kündigte TUI eine Dividende von 0,10 EUR je Aktie an. Diese Maßnahme zielt darauf ab, den Aktienkurs zu stützen und Anleger trotz der vorsichtigen Prognose bei der Stange zu halten.
Dies gelingt aber nur bedingt. Zwar stieg der Aktienkurs auf Monatssicht um über sechs Prozent, auf Wochensicht verlor er hingegen etwa ein Prozent. Am heutigen Donnerstag gibt die Aktie via XETRA zeitweise um 0,40 Prozent auf 8,99 Euro ab.
Kostensenkungen und Flottenerneuerung als Gegenstrategie
Um dem herausfordernden Marktumfeld zu begegnen, hat TUI ein umfassendes Kostensenkungsprogramm angekündigt. Der Schwerpunkt liegt dabei besonders auf dem Airline-Bereich, wo Effizienzsteigerungen geplant sind. Gleichzeitig investiert der Konzern in die Modernisierung seiner Flotte mit der geplanten Anschaffung von 20 neuen Boeing-Flugzeugen. TUI-Vorstandschef Sebastian Ebel äußerte sich unzufrieden mit dem aktuellen Kursniveau und betonte die Notwendigkeit von "Effizienzsteigerungen in allen Segmenten", um die Rentabilität zu verbessern.
Analysten mit stark divergierenden Einschätzungen
Die Experteneinschätzungen zur TUI-Aktie könnten unterschiedlicher kaum sein. Während Barclays die Aktie auf "Overweight" einstuft und das Kursziel sogar von 11,75 auf 12 Euro angehoben hat, bleibt Bernstein Research deutlich zurückhaltender. Die Analysten von Bernstein bewerten TUI mit "Neutral" (Market-Perform) und einem Kursziel von lediglich 7,90 Euro.
Redaktion finanzen.net
Bildquelle: Tupungato / Shutterstock.com, TUI Cruises GmbH