DAX kann sich nicht für eine Richtung entscheiden - 25.000-Punkte-Marke vorerst außer Reichweite
Der DAX startete 0,26 Prozent fester bei 24.845,59 Punkten. Kurz ging es in die Gewinnzone, bevor er wieder abfiel. Im Verlauf pendelt das Börsenbarometer in einer engen Range um die Nulllinie, zuletzt waren wieder leichte Tendenzen zur Verlustzone auszumachen.
Der letzte DAX-Rekord
Am 13. Januar hatte der DAX bei 25.507,79 Punkten ein Allzeithoch markiert und damit erstmals in seiner Geschichte die Schwelle von 25.500 Punkten überschritten. Letztlich war er an diesem Tag bei 25.420,66 Zählern in den Feierabend gegangen, was einen neuen Rekord auf Schlusskursbasis bedeutete.
Goldpreiserholung und geopolitische Spannungen im Fokus
Am deutschen Aktienmarkt lässt die Nervosität der vergangenen Tage mit teils starken Kursschwankungen allmählich nach. Nachdem die kräftige Korrektur bei Gold und Silber in der Vorwoche auch die Börsen belastet hatte, setzen beide Edelmetalle ihre Erholung fort.
Anleger dürften am Mittwoch zudem aufmerksam die Gespräche zwischen russischen und ukrainischen Unterhändlern in Abu Dhabi verfolgen, von denen Impulse für ein mögliches Kriegsende erhofft werden. Zudem sorgt die Meldung für Aufmerksamkeit, wonach das US-Militär offenbar eine iranische Aufklärungsdrohne nahe der Südküste des Landes abgeschossen hat.
Technologiesektor im Blick
Von einer nicht leicht unter einen Hut zu bringenden Nachrichtenlage sprechen Händler. Die US-Vorgaben seien stark negativ, allerdings beschränkt auf den Software-Sektor. Dieser war extrem unter Druck geraten durch Sorgen, das profitable Mietmodell (SaaS) für Software könne von KI-Agenten abgelöst werden. Die Aktien im Sektor brachen um 4 bis 9 Prozent ein. Der Druck sollte aber isoliert auf die Tech-Werte bleiben.
Am Mittwoch richten sich die Blicke auf die Quartalszahlen von Infineon sowie nach Börsenschluss in den USA auf die Ergebnisse des Google-Mutterkonzerns Alphabet.
US-Teilshutdown beendet
Positive Nachrichten kommen dagegen von der US-Politik. Dort hat man den kurzen Shutdown schon wieder beenden können. Da der offizielle US-Arbeitsmarktbericht für Januar dennoch nicht am Freitag veröffentlicht werden kann, sind alle Augen auf die US-Daten am Mittwochnachmittag gerichtet. Mit dem ISM-Service-Index und seiner Job-Komponente steht dann der wichtigste Indikator für den US-Arbeitsmarkt an. Daneben wird auch noch der ADP-Arbeitsmarktbericht veröffentlicht.
Redaktion finanzen.net / Dow Jones / dpa-AFX
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