05.02.2008 17:10
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UBS buy (SEB AG)

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Der Analyst der SEB, Manfred Jakob, stuft die Aktie von UBS (ISIN CH0024899483/ WKN UB0BL6) mit "buy" ein.

Das Unternehmen habe die Zahlen zum 3. Quartal 2007 präsentiert: Nettoverlust -726 Mio. CHF (2007: +2,20 Mrd. CHF). Die Investmentsparte habe einen Vorsteuerverlust von 3,68 Mrd. CHF nach einem Gewinn von 1,08 Mrd. CHF verzeichnet. Am 10.12.07 habe UBS vermeldet, dass für Q4 eine zusätzliche Abschreibung in Höhe von 10 Mrd. USD verbucht werden müsse. Diese falle nun aber höher als erwartet aus. Mit den vorläufigen Zahlen (1. Berechnung) sei in Q4 eine Abschreibung in Höhe von 14 Mrd. CHF verbucht worden (nach den 4,4 Mrd. CHF für Q3). Damit werde ein Jahresverlust von 4,4 Mrd. CHF erwartet. Allein im Schlussquartal dürfte damit ein Verlust von 12,5 Mrd. CHF angefallen sein. Auf die Positionen im US-Markt für Subprime-Hypothekenkredite würden 12 Mrd. USD entfallen, 2 Mrd. USD würden aus anderen Beständen hinzukommen, die mit dem US-Immobilienmarkt in Verbindung stünden.

Am 10. Dezember habe die UBS das Maßnahmenpaket zur Stärkung der Kapitalbasis bekannt gegeben. Das BIZ-Kernkapital (Tier 1) solle um rd. 19,4 Mrd. CHF erhöht werden. UBS wolle neues Kapital in Höhe von 13 Mrd. CHF über eine Pflicht-Wandelanleihe bei Großinvestoren (Staatsfonds aus Singapur und dem Nahen Osten) aufnehmen. Die Bardividende werde ausgesetzt. Moody’s habe im Anschluss an die Ankündigung der Kapitalmaßnahmen das bisherige Rating bestätigt: Finanzstabilitäts-Rating bleibe bei "B+", das Senior-Debt-Rating bei "Aaa". Der Ausblick sei "stabil". Fitch habe das langfristige Emittenten-Ausfall-Rating auf "AA" von "AA+" gesenkt.

Trotz des erwarteten Jahres-Verlustes für 2007 habe die UBS vor allem dank der weltweit dominanten Stellung im Wealth-Managment-Bereich eine gute Ausgangsbasis, um ab 2008 wieder Tritt zu fassen. Die externe rasche Kapitalzufuhr zeige, dass der Name UBS weltweit ein Standing habe. Hiermit sei ein Beweis erbracht worden - und dies, obwohl sich die Lage um die Folgen der Subprimekrise wider Erwarten zuletzt verschärft habe.

Das Vertrauen der Bank sei aufs Neue erschüttert. Nachdem UBS erst am 10.12. gewarnt habe, dass aufgrund einer zusätzlichen Abschreibung in Höhe von 10 Mrd. USD ein Jahresverlust drohen dürfte, sei dies nun gewiss bzw. es falle krasser aus als vorher eingeschätzt. Gemäß den neuen Vorab-Zahlen (vom 30.01.) seien in Q4 Abschreibungen von rd. 14 Mrd. USD angefallen. Damit drohe ein Nettoverlust von etwa 4,4 Mrd. CHF für 2007 (nach dem Rekord von 11,3 Mrd. CHF für 2006). Allein für Q4 werde ein Rekordverlust in Höhe von 12,5 Mrd. CHF erwartet! Auch wenn bereits Milliardenbeträge abgeschrieben worden seien, sei nach wie vor nicht ausgeschlossen, ob nicht noch weitere Abschreibungen drohen würden. Eine weitere Folgebelastung sei: Vor allem dürften die Kundenumsätze nun auch in anderen Bereichen in nächster Zeit eher etwas moderater ausfallen. Die Sparte Investmentbanking stehe vor einer größeren Restrukturierung. Die Kapitalmaßnahmen würden den Gewinn je Aktie verwässern. Aktionärsklagen würden drohen.

Infolge der neuerlichen Negativmeldung passen die Analysten der SEB die Gewinne und das Kursziel von 64 CHF auf 53 CHF an und vergeben für die UBS-Aktie das Rating "buy". (Analyse vom 05.02.2008) (05.02.2008/ac/a/a)
Analyse-Datum: 05.02.2008

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