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Kapitallebensversicherung im Check – Tipps für Ihre finanzielle Sicherheit

Eine Kapitallebensversicherung kann mehr sein als nur eine Absicherung im Todesfall. Sie kann auch eine Möglichkeit sein, für Ihre Zukunft als Ergänzung zur Rentenversicherung zu sparen oder für Ihre Hinterbliebenen ein finanzielles Polster zu schaffen. Doch bevor Sie sich für eine Lebensversicherung entscheiden, sollten Sie sich gut informieren und verschiedene Angebote vergleichen. Wir haben den Check gemacht! Erfahren Sie, worauf Sie bei der Wahl einer Police achten sollten und wie Sie das für Sie passende Angebot finden. Das Wichtigste in Kürze sowie unsere redaktionellen Empfehlungen für eine fundierte Entscheidung gibt es direkt zu Beginn!

Aktualisiert am

Kapitallebensversicherung – Das Wichtigste in Kürze

  • Änderungen in Ihrer Lebenssituation, wie zum Beispiel die Geburt eines Kindes oder ein Karrierewechsel, können eine Anpassung der Versicherung erfordern. Überprüfen Sie regelmäßig Ihre Kapitallebensversicherung und passen Sie diese gegebenenfalls an Ihre Bedürfnisse an.
  • Produktempfehlung: Eine günstige Alternative zur Kapitallebensversicherung ist die Risikolebensversicherung von CosmosDirekt* ist geprüft und ausgezeichnet u.a. von FocusMoney als „Bester Risikoschutz“ (Ausgabe 16/2023) und hat ebenfalls von der WirtschaftsWoche die Bestenote „sehr gut“ (WirtschaftsWoche 18.07.2023) erhalten.
  • Eine Kapitallebensversicherung bietet finanzielle Sicherheit im Todesfall und kann auch als Sparform für das Renten-Alter genutzt werden.
  • Kennen Sie schon alle Vorteile und Nachteile? Vor dem Abschluss sollten außerdem wichtige Kriterien wie Kosten, Rendite und Steuerregelungen beachtet werden.
  • Hinweis: Kapitallebensversicherungen werden aufgrund des Niedrigzinsumfeldes der letzten Jahrzehnte und gesetzlicher Änderungen in den 2000er-Jahren kaum noch Angeboten. (Stand 11/2023)

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Kapitallebensversicherung?

Eine Kapitallebensversicherung ist eine Art der Lebensversicherung, bei der Kapital über Jahre angespart wird, indem der Versicherungsnehmer in regelmäßigen Abständen Beiträge an die Versicherungsgesellschaft zahlt. Diese Einzahlungen werden von der Gesellschaft angelegt und verzinst. Dazu kann noch eine Überschussbeteiligung hinzukommen. Am Ende der Laufzeit vom Vertrag oder im Todesfall des Versicherungsnehmers wird eine vorher vereinbarte Versicherungssumme ausgezahlt. Die Höhe der Versicherungssumme und die Laufzeit werden bei Vertragsabschluss vereinbart und können im Laufe der Zeit angepasst werden. Im Todesfall wird das Kapital an die Hinterbliebenen ausgezahlt. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, die angesparte Summe auch vorzeitig auszahlen zu lassen. Die KLV bietet damit sowohl eine Absicherung im Todesfall als auch eine Möglichkeit für die Rente.

Kapitallebensversicherung – Vorteile und Nachteile

Eine Kapitallebensversicherung kann für viele Menschen eine sinnvolle Form der Altersvorsorge sein. Einer der größten Vorteile ist die garantierte Kapitalauszahlung im Todesfall, die eine wichtige finanzielle Absicherung für Hinterbliebene darstellt. Darüber hinaus kann eine KLV auch als Form der Sparanlage als Ergänzung zur Rentenversicherung dienen, da sie einen Teil der Beiträge in einen Sparanteil investiert. Die Rendite ist in der Regel niedriger als bei anderen Anlageformen wie Aktien oder Fonds, aber dafür ist das Risiko auch geringer. Eine Kapitallebensversicherung kann auch eine gewisse Steuerersparnis bieten, da die Einlagen unter bestimmten Umständen steuerlich absetzbar sind. Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit, die Versicherung um Zusatzleistungen wie Unfallversicherung oder Berufsunfähigkeitsversicherung zu erweitern.

Obwohl eine Kapital-Lebensversicherung für viele Menschen eine attraktive Option zur Altersvorsorge darstellt, gibt es auch einige Nachteile zu beachten. Einer der größten Nachteile liegt in den hohen Kosten, die mit der Versicherung verbunden sind. Dazu gehören Abschluss- und Verwaltungskosten, die sich negativ auf die Rendite auswirken können. Zudem sind Kapitallebensversicherungen in der Regel weniger flexibel als andere Formen der Renten-Vorsorge, was Änderungen an der Versicherung schwierig machen kann. Auch die Rendite einer KLV ist oft geringer als bei anderen Anlageformen wie Aktien oder Fonds. Darüber hinaus können die Vertragsbedingungen der Versicherung oft undurchsichtig und kompliziert sein, was es schwierig macht, die Kosten und Bedingungen vollständig zu verstehen. Schließlich gibt es auch ein Risiko der Insolvenz des Versicherers, was zu Verzögerungen oder Einschränkungen bei der Auszahlung der Versicherungsleistungen führen kann.

Kapitalbildende Lebensversicherung: Die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick

Anleger, die sich zum ersten Mal mit einer Kapitallebensversicherung beschäftigen, stehen häufig vor einem großen Fragezeichen: Was sollte man alles beim Vertrag beachten? Ist die KLV geeignet, um die Rente aufzustocken? Was für einen Ertrag kann man erwarten? Wie viele Jahre sollte man die Lebensversicherung besparen? Wir haben Ihnen die häufigsten Fragen und natürlich auch die passenden Antworten zusammengefasst!

Wie werden Beiträge berechnet?

Die Beiträge einer Kapitallebensversicherung basieren auf verschiedenen Faktoren, wie zum Beispiel dem Eintrittsalter des Versicherten, der Höhe der Versicherungssumme, der gewünschten Laufzeit und dem Gesundheitszustand des Versicherten. In der Regel werden die Prämien auf der Grundlage von Sterbetafeln und Risikoberechnungen durch den Versicherer festgelegt. Darüber hinaus fließen auch Kosten und Gebühren des Versicherers in die Beitragsberechnung ein. Je nach Vertrag können ebenso weitere Faktoren wie Überschussbeteiligungen, Boni und Abschlussprovisionen die Beiträge beeinflussen. Die Prämien einer KLV sind in der Regel konstant über die Laufzeit hinweg, es gibt aber auch flexible Tarife, bei denen die Beiträge angepasst werden können.

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Kosten, Gebühren und Steuern bei Kapitallebensversicherungen

Bei Kapitallebensversicherungen ist es wichtig, die anfallenden Kosten, Gebühren und Steuern genau zu beachten, da diese die Rendite der Versicherung mindern können.

Zu beachten sind insbesondere die Abschlusskosten, die je nach Versicherung sehr hoch sein können und direkt von den eingezahlten Beiträgen abgezogen werden. In der Regel liegen sie zwischen 2 Prozent und 5 Prozent der Versicherungssumme. Auch die Verwaltungskosten sind zu berücksichtigen, die von der Versicherungsgesellschaft erhoben werden und entweder jährlich oder auch monatlich anfallen können. Diese Kosten mindern die Rendite und sollten daher nicht unterschätzt werden.

Je nachdem, welches Risiko der Versicherungsschutz abdeckt, können auch zusätzliche Kosten in Form von Risikoprämien anfallen. So ist beispielsweise bei Berufen mit höherem Risiko eine höhere Risikoprämie zu entrichten. Darüber hinaus unterliegen Kapitallebensversicherungen der Abgeltungssteuer. Bei Kapitalauszahlung ist daher eine Abgeltungssteuer plus Solidaritätszuschlag auf die Kapitalerträge zu entrichten. Allerdings gibt es hierbei Freibeträge, die zu einer Steuerersparnis führen können.

Auch die Kündigung einer KLV kann mit hohen Stornokosten verbunden sein, die einen erheblichen Teil des angesparten Kapitals ausmachen können. Daher ist es wichtig, die Kündigungsbedingungen genau zu prüfen und gegebenenfalls Alternativen in Erwägung zu ziehen, bevor eine solche Entscheidung getroffen wird.

Wie funktioniert die Auszahlung einer Kapitallebensversicherung?

Eine Kapitallebensversicherung dient in erster Linie der Absicherung der Familie oder Hinterbliebenen. Die Auszahlung erfolgt in der Regel entweder am Ende der Laufzeit oder im Todesfall des Versicherungsnehmers. Bei der Auszahlung gibt es verschiedene Optionen wie die Kapitalauszahlung, Rentenzahlung oder eine Kombination aus beiden. Bei der Kapitalauszahlung wird die Versicherungssumme in einer einmaligen Zahlung ausgezahlt. Der Ertrag hängt von den eingezahlten Beiträgen und den Renditen ab. Alternativ ist es möglich, eine monatliche Rentenzahlung zu vereinbaren, bei der die Höhe der Zahlungen von der Laufzeit und der Versicherungssumme abhängt. Beachten Sie dabei, dass bei der Auszahlung Steuern anfallen können.

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Was ist im Todesfall zu beachten und wie wird die Kapitalauszahlung garantiert?

Bei einer Kapitallebensversicherung wird im Todesfall des Versicherungsnehmers die vereinbarte Versicherungssumme an die benannten Begünstigten ausgezahlt. Hierbei gibt es jedoch einige wichtige Punkte zu beachten!

Zum einen sollten Sie die Begünstigten sorgfältig auswählen und die Benennung im Versicherungsvertrag regelmäßig überprüfen. Andernfalls kann es zu Konflikten kommen. Zum anderen können für die Hinterbliebenen im Todesfall steuerliche Aspekte zu beachten sein, da die Auszahlung an die Begünstigten unter bestimmten Umständen steuerpflichtig sein kann.

Die Auszahlung der Versicherungssumme im Todesfall ist in der Regel garantiert. Die Garantie erfolgt durch die Einzahlung der Beiträge in einen speziellen Rückstellungsfonds durch den Versicherer. Dieser Fonds dient dazu, die zugesagte Leistung auch im Todesfall des Versicherungsnehmers erbringen zu können. Die Höhe der Garantieleistung ist in den Bedingungen vom Vertrag festgelegt und kann je nach Versicherer unterschiedlich sein.

Überlegungen zur Anpassung der Versicherung im Laufe der Zeit

Haben sich Ihre persönlichen Lebensumstände oder die finanzielle Situation verändert? Dann ist die Anpassung der Versicherung einen Gedanken wert. Mögliche Gründe dafür können sein, dass der Versicherungsschutz angepasst werden muss, etwa wenn sich der Bedarf erhöht hat, oder dass die Beiträge reduziert werden sollen, um finanziellen Spielraum zu schaffen. Wenn sich die persönliche Lebensplanung ändert, kann es außerdem sinnvoll sein, die Laufzeit der Kapitallebensversicherung zu verkürzen oder zu verlängern. Auch kann es ratsam sein, den Garantiezins der Versicherung zu prüfen und gegebenenfalls anzupassen, um eine höhere Rendite zu erzielen.

Unsere Empfehlung: Es empfiehlt sich, die KLV regelmäßig zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen. Allerdings sollten Sie sich vor einer Änderung der Versicherung gut beraten lassen, um mögliche Vor- und Nachteile abzuwägen und eine fundierte Entscheidung treffen zu können.

Wichtige Kriterien bei der Wahl einer Kapitallebensversicherung

Zunächst sollten die Beitragshöhe und Flexibilität berücksichtigt werden, da es wichtig ist, dass man sich die Beiträge langfristig leisten kann. Zudem ist es ratsam, auf den Garantiezins zu achten, den die Versicherung anbietet, da sie die Rendite beim Ertrag der Versicherung beeinflusst. Auch die Todesfallleistung ist ein wichtiger Faktor, der beachtet werden sollte, um sicherzustellen, dass die Familie und Angehörigen im Todesfall des Versicherungsnehmers abgesichert sind. Darüber hinaus sollten auch die Laufzeit und Kündigungsmöglichkeiten der Versicherung beachtet werden, um sicherzustellen, dass die Versicherung an die individuellen Bedürfnisse angepasst ist. Schließlich ist es ratsam, auch die Kosten und Rendite der Versicherung zu berücksichtigen, um sicherzustellen, dass die Rendite angemessen ist und die Kosten die Rendite nicht unnötig mindern.

Tipp: Nehmen Sie nicht direkt das erstbeste Angebot, das Sie finden. Vergleichen Sie verschiedene Angebote miteinander und nehmen Sie gegebenenfalls eine professionelle, unabhängige Beratung in Anspruch, um die passende Lebensversicherung zu finden.

Kapitallebensversicherung – Das sollten Sie tun

  1. Informieren Sie sich ausführlich über Kapitallebensversicherungen und deren Funktionsweise.

  2. Vergleichen Sie verschiedene Angebote und berücksichtigen Sie Ihre persönlichen Bedürfnisse und Ziele.

  3. Überprüfen Sie regelmäßig Ihre KLV und passen Sie diese bei Bedarf an Ihre sich verändernden Bedürfnisse an.

  4. Integrieren Sie Ihre Lebensversicherung in Ihre Gesamtfinanzplanung und checken Sie diese regelmäßig.

  5. Sprechen Sie mit einem Finanzberater, wenn Sie unsicher sind oder Fragen haben. Eine KLV ist eine wichtige Entscheidung, die gut überlegt sein sollte.

* Das bedeutet das Sternchen: Unsere Ratgeber-Artikel sind objektiv recherchiert und unabhängig erstellt. Wir wollen so möglichst vielen Menschen helfen, eigenständig Vermögen aufzubauen und in Finanzfragen die richtigen Entscheidungen zu treffen. Damit unsere Informationen kostenlos abrufbar sind, werden manchmal Klicks auf Verlinkungen vergütet. Diese sogenannten Affiliate Links kennzeichnen wir mit einem Sternchen. Geld bekommt die finanzen.net GmbH, aber nie der Autor individuell, wenn Leser auf einen solchen Link klicken oder beim Anbieter einen Vertrag abschließen. Ob die finanzen.net GmbH eine Vergütung erhält und in welcher Höhe, hat keinerlei Einfluss auf die Produktempfehlungen. Für die Ratgeber-Redaktion ist ausschließlich wichtig, ob ein Angebot gut für Anleger und Sparer ist.

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