Sicher online Bankgeschäfte regeln

Online-Banking im Sicherheitstest: So finden Sie das beste Online-Konto

Bankgeschäfte tätigen wann und wo immer Sie wollen: Das ist mit Online-Banking besonders einfach und komfortabel. Doch nicht jedes Online-Konto ist optimal für die täglichen Bankgeschäfte, nicht jede Zahlungsmethode ist sicher. Wir testen die besten Bankkonten für Ihr Onlinebanking und stellen die sichersten Online-Banking-Verfahren vor.

Online-Banking Vergleich - darum geht es

Online-Ban­king ist einfach und kom­for­tabel. Doch bei der Auswahl eines Online-Kontos gilt es in punc­to Si­cher­heit und Kosten einiges zu beachten.

Schützen Sie Ihr Gerät, mit dem Sie auf Ihr Online-Kon­to zu­grei­fen. Wählen Sie ein si­cheres On­line-Banking-Ver­fahren, wenn Sie Ihre Bank­ge­schäf­te regel­mä­ßig über das Inter­net er­le­digen.

Für Sie haben wir die ver­schie­de­nen Online-Banking-Methoden im Hinblick auf Be­nutzer­freund­lich­keit und Si­cher­heit ge­tes­tet.

Online-Banking Vergleich - Tipps & Tricks

Unsere Empfehlung: Wäh­len Sie eine sichere Zahlungs­me­tho­de, zum Bei­spiel Chip­Tan oder Photo­Tan.

Produkt­empfehlung: Comdirect und Norisbank bieten bei­spiels­weise das PhotoTan-Ver­fahren an. 1822direkt ermöglicht Online-Banking via QRTan, bei DKB ist das ChipTan-Ver­fah­ren nutz­bar.

ING bietet Online-Banking unter ande­rem via AppTan-Verfahren an.

Tipp: Das beste kos­ten­lo­se Bank­konto finden Sie übrigens in unserem Giro­konto-Vergleich.

Online-Banking im Test: Die besten Bankkonten im Vergleich

BankNutzbare Online-Banking-Verfahren
DKBChipTan und AppTan, iTan für Bestandskunden
Comdirect Bank

PhotoTan, SMSTan und iTan

Norisbank

PhotoTan, SMSTan, iTan für Bestandskunden

1822direkt

QR-Tan, iTan, je nach Kontoausführung zusätzlich AppTan

ING

AppTan, SMSTan und iTan

Produkt­empfehlung: Vor allem das ChipTan und das PhotoTan-Verfahren sind sichere Me­tho­den für die täglichen Bank­ge­schäf­te. Die DKB bietet in unserem Test als ein­zige Bank das ChipTan-Verfahren an. Bei 1822direkt können Sie das QR-Tan-Verfahren nutzen, aber Vorsicht: Dieses Kon­to ist nicht per se kostenlos. ING bietet Online-Banking über AppTan, SMSTan und iTan an. Bei Comdirect können Sie zwischen PhotoTan, SMSTan und iTan wählen. Die Norisbank bietet ebenfalls das PhotoTan- und SMSTan-Verfahren an.

Die ver­schiedenen Verfahren beim On­line-Banking sind unterschiedlich sicher und komfortabel. Welche Vor- und Nach­teile die Banking-Me­tho­den haben, erläutern wir detailliert weiter unten in diesem Ratgeber. Mehr über die verschie­denen Online-Banking-Angebote und was unsere Produktempfehlungen auszeichnet, erfahren Sie in unserem ausführlichen On­line-Banking-Test.

On­line-Banking – komfor­tabel und sicher

Mal eben kurz­fris­tig eine offene Rech­nung begleichen oder schnell noch einen Dauer­auf­trag ändern – wer seine Bank­ge­schäf­te mittels Online-Banking regelt, kann seine eigenen Finan­zen bequem von zu Hause oder unter­wegs ver­wal­ten und muss sich nicht nach fest­geleg­ten Bank-Öffnungs­zeiten richten. Trotz­dem sind viele Menschen immer noch skeptisch – wie sicher ist Online-Banking wirklich und sind alle Online-Zahlungs­mög­lich­keiten gleich sicher?

In diesem Ratgeber erklären wir Ihnen, wie Sie Ihr Online-Banking sicher ge­stal­ten und vergleichen die verschie­denen Verfahren des On­line-Bankings – das sind die sicher­sten und besten Onlinekonten für Ihre täg­lichen Bank­ge­schäf­te.

Warum sollte ich Online-Banking nutzen?

Weil die Vorteile des Online-Bankings überzeugen, nutzen längst nicht mehr nur junge Men­schen das Online-Banking für den täglichen Zah­lungs­ver­kehr. Das digitale Banking ist nicht nur sehr komfor­ta­bel, sondern auch noch sparsam: Sie müssen keine Über­weisungs­träger aus Papier aus­füllen oder unzählige Konto­aus­züge drucken, nur um eine Buchung nach­zu­voll­zie­hen. On­line-Banking ist in der Regel außerdem meistens kos­ten­los. Nur für bestimmte Online-Banking-Verfahren können geringe Kosten für not­wendige Gerä­te oder Leistungen an­fallen. Unabhängig vom Online-Banking erheben einige Banken Konto­führungs­ge­büh­ren. Welche Funk­tionen des Online-Bankings Sie nutzen können, haben wir Ihnen hier zusammengefasst:

Das können Sie mit Online-Ban­king machen

Kontostand online checken und Umsätze immer aktuell einsehen
Überweisungen tätigen
Daueraufträge einrichten bzw. ändern
Konto­auszüge einsehen, speichern und aus­drucken

Online-Ban­king: Darauf sollten Sie achten

Weil es beim Online-Banking um Ihr eigenes Geld geht, sollte das Internetbanking natürlich auch sehr sicher sein. Für die Sicherheit Ihres Kontos ist Ihre Bank zuständig, wie sicher aber das Online-Banking ist, hängt auch von Ihren eigenen Schutzmechanismen ab. Folgendes sollten sie deshalb beim Online-Banking beachten:

Wir raten Ihnen, für Online-Überweisungen und Co. keine öffent­lichen WLAN-Netze zu ver­wenden. Darüber hinaus sollten Sie sicher­stellen, dass Ihr PC, Tablet oder Smart­phone nicht für jeden zugäng­lich ist. Schützen Sie das Gerät, von dem Sie Ihre Bank­geschäf­te regeln, daher am bes­ten mit einem starken Pass­wort. Hilf­reich kann auch für den PC, das Handy oder das Tablet ein Anti-Virus-Programm sein.

Vorsicht: Ihr Virenprogramm kann nur seine Arbeit machen, wenn es auf dem aktuellsten Stand ist. Ignorieren Sie deshalb nicht, wenn ein Update ansteht. Der Grund: Mit jedem Update können mögliche Sicherheitslücken geschlossen werden.

Öffnen Sie keine An­hänge aus E-Mails mit un­be­kanntem Ab­sender. Dabei kann es sich um sogenannte Phishing-Mails handeln, mit denen Hacker versuchen, aus Ihnen sensible Daten herauszukriegen. Über Mailanhänge installieren die Hacker verschiedene, auf Ihrem Gerät. Diese Mails sehen auf den ersten Blick so aus, als kämen Sie von Ihrem Bankanbieter und würden essen­tielle Infor­mationen für Ihre Bank­aktivitäten enthalten.

Wie erkennen Sie Phishing-Mails? Ihre Bank würde niemals sensible Daten über eine E-Mail ab­fragen. Ein Blick auf die Ab­sender-Adresse bringt außer­dem meist Klar­heit: Die E-Mail wurde nicht über eine seri­öse Bank-E-Mail-Adresse verschickt, der Absender ist nur auf den ersten Blick ihr Giro­konto-Anbieter.

Am entscheidendsten für Ihre Sicher­heit beim On­line-Banking ist aber, dass Sie eine sichere Zahlungs­methode ver­wenden. Mittlerweile gibt es eine ganze Reihe an Online-Banking-Ver­fahren auf dem Markt. Im Fol­gen­den stellen wir Ihnen die wich­tigsten vor und bewerten diese im Hin­blick auf ihre Sicher­heit:

Das sind die sichers­ten Online-Banking-Ver­fahren

Vorab sollten Sie wissen: Nicht jede Bank bietet automa­tisch alle möglichen Zahlungs­me­tho­den an. Welche Me­thode Sie beim Online-Banking für sich nut­zen können, hängt also von Ihrem Kontoanbieter, aber auch von Ihren Kenntnissen ab.

Wichtig: Nicht jede Online-Banking Metho­de ist für Sie voll­stän­dig kosten­los! Fragen Sie bei Ihrer Bank besser nach, wenn Sie sich un­sicher sind. So müssen Sie manch­mal Gebühren für not­wen­dige Geräte zahlen. Auch für ver­schie­dene Service-Leis­tungen ver­langen die Banken in der Re­gel Geld. Alle Kos­ten fin­den Sie in den ent­sprechen­den Produktinformationsblättern.

Für Sie ha­ben wir die verschie­denen Online-Banking Tools im Hinblick auf Prak­tika­bilität und Sicher­heit getestet. Die meis­ten Ver­fah­ren ba­sie­ren auf Passwörtern (Pin) und Trans­aktions­nummern (Tan). Bevor Sie eine Zahlungs­methode aus­wählen, müssen Sie sich auf der In­ternet­sei­te Ihrer Bank einloggen. Die meisten Banken bieten ein spe­zielles Online-Banking Log-in an. Erst wenn Sie ein­ge­loggt sind, können Sie Bank­geschäfte tätigen und die Methode zum Online-Banking aus­wählen. Das sind die ver­schie­denen Zah­lungs­möglich­kei­ten:

Tan-Listen und iTan-Listen: Eher unsicher

Früher weit verbreitet, gehören Tan-Listen auf Papier mittlerweile der Vergangen­heit an. Das Ver­fahren mittels Papier-Tan ist laut dem Bundesamt für Sicherheit und In­for­mations­technik (BSI) unsicher und anfällig für Dieb­stähle und Phishing-Angriffe. Uns ist keine Bank bekannt, die das Online-Ban­king mit­hilfe von Tan-Listen auf Papier noch anbietet.

Derzeit noch in Gebrauch sind hin­gegen sogenannte iTan-Listen. Die verschiedenen Online-Banking-Codes sind hier durchnummeriert. Wer eine Online-Über­weisung tätigen möchte, braucht neben der Tan eine Nummer. Das Verfahren ist durch die doppelte Über­prüfung mit Nummer und Tan etwas sicherer als die Tan-Listen in Papier­form, trotzdem ent­spricht diese Methode nicht mehr den aktuellen Zahlungs­dienst­leis­tungs­richt­linien.

Unsere Empfehlung: Das iTan-Verfahren wird im Laufe des Jahres 2019 von allen An­bie­tern ein­ge­stellt. Beide Ver­fahren – Tan-Listen auf Papier und iTan-Listen be­ur­tei­len wir als unsicher und raten Ihnen daher zu einer an­de­ren Op­tion.

mTAN-Verfahren ist praktikabel und beliebt

Das so­genannte mTan-Verfahren bieten fast alle Banken ihren Kunden an. Wer dieses On­line-Banking Ver­fahren nutzt, bekommt einen Verifizierungscode über eine SMS auf sein Handy gesendet.

Aber Vorsicht: Nicht bei allen Banken ist dieser Online-Banking Service kostenlos. Und: Wollen Sie das mTan-Verfahren über Ihr Handy nutzen, müssen Sie die Tan über ein anderes Endgerät em­pfangen. Das ist etwas umständlich.

Bei verschiedenen Banken finden Sie das mTAN-Verfahren auch unter dem Begriff mobileTan oder SMSTan. Wenn Sie das Ver­fahren nutzen wollen, müssen Sie zuerst die Überweisungsdaten in die Maske Ihres Online-Bankings eingeben. Un­mittel­bar danach er­halten Sie von Ihrer Bank eine zeit­lich be­grenz­te Tan per SMS.

Wie sicher ist das mTan-Verfahren? Dieses Ver­fahren ist grund­sätz­lich sicher. Sie sollten aber be­achten, dass auch Ihr Handy Ziel von Phishing-An­griffen werden kann. Unter Um­stän­den können sich Be­trü­ger außerdem eine Ersatz-Simkarte für Ihr Handy erschleichen. Kos­ten pro SMS machen dieses Ver­fah­ren für viele Bank­kun­den unattrak­tiv, zahlen Sie lieber ein­malig für ein Gerät als für jede ge­nutzte Tan zu be­zah­len – insbesondere, wenn Sie regelmäßig viele kleinere Überweisungen tätigen, geht das mit dem mTan-Verfahren ins Geld.

Chip-TAN: Viele Möglich­keiten und sehr sichere Be­zah­lung

Noch sicherer als das SMSTan-Ver­fahren beurteilen wir das Online-Banking mithilfe von so­ge­nannten Tan-Gene­ra­toren. Für diese Me­tho­de müssen Sie sich bei Be­darf von Ihrer Bank frei­schalten lassen und benötigen in der Regel ein spezielles Ge­rät Ihres Kontoanbieters, den so­ge­nannten Tan-Genera­tor. Je nach Kontoanbieter fallen für dieses Ge­rät Ge­büh­ren an.

In Kombi­nation mit Ihrer Bank­karte können Sie mit­hil­fe der Bankinggeräte innerhalb kurzer Zeit indi­vidu­elle Tans generieren. Grund­sätzlich bieten Banken das ChipTan oder das PhotoTan-Verfahren an.

Wie funktioniert das Chip-Tan-Verfahren? Geben Sie hierzu zunächst über PC, Laptop, Tablet oder Smart­phone Ihre Überweisungsdaten ein. Auf Ihrem Bild­schirm er­scheint jetzt ein Bild mit schwar­zen und wei­ßen Balken. Das ist ein Flickercode, der einem klassischen Strich­code ähnelt. Hal­ten Sie den Tan-Generator inklusive Ihrer Bank­karte vor die Grafik auf dem Bild­schirm. Jetzt „scannen“ Sie die Grafik und Ihr Tan-Genera­tor kann die Überweisungsdaten ablesen.

Hinweis: Je nach Tan-Generator müssen Sie die Da­ten der Über­weisung manchmal auch noch einmal in den Tan-Generator über­tragen.

Ist Ihnen das „Scannen“ des Flicker-Codes gelungen, er­scheinen in Ihrem Gene­rator noch einmal die Details der Über­weisung. Stimmen die Daten, können Sie die ein­ge­blen­dete Tan in das Online-Banking Formular übertragen.

Unsere Empfehlung: Auch, wenn Sie für die Online-Überweisung mit ChipTan eine Extra-Gerät benötigen, ist dieses Ver­fahren in Kombi­nation mit Ihrer Bank­karte sehr sicher und für Ihre täglichen Bank­ge­schäf­te gut ge­eig­net. Beachten Sie aber, dass Sie ohne das Gerät auch keine Online-Überweisungen anweisen können.

Photo-TAN: Noch praktikabler als CHIP-TAN

Das PhotoTAN-Verfahren ist die Weiter­ent­wick­lung des ChipTan-Ver­fahrens. Auch hierzu benö­tigen Sie ein Lese­gerät der Bank. Das Gerät ist ent­weder so pro­grammiert, dass nur Sie es nut­zen können oder Sie müssen auch hier Ihre Bank­karte in das Gerät ein­führen, um Trans­aktionen durch­zu­führen.

Bevor Sie Ihre Über­wei­sungen mit­hilfe einer FotoTan durch­füh­ren können, müssen Sie sich also bei Ihrer Bank für das Ver­fah­ren frei­schal­ten lassen. Haben Sie die Überweisungsmaske in Ihrem Online-Banking aus­ge­füllt, können Sie die far­bige Gra­fik mit­hilfe des Tan-Generators „fotografieren“. Jetzt können Sie die Daten Ihrer Über­wei­sung noch ein­mal über­prüfen und die im Foto-Generator angezeigte Tan in das Online-Banking-For­mu­lar einbuchen. Das Ver­fahren ist etwas prakti­kabler als das klassische ChipTan-Verfahren. Inner­halb weniger Sekun­den haben Sie die Tan-Gra­fik ge­scannt, je nach Endgerät kann das mit einer ChipTan etwas länger dauern.

Tipp: Wer das Handy für sein Online-Banking nutzen möchte, kann sich auch eine PhotoTan-App herunter­laden. Dieses PhotoTan-Ver­fahren via Handy ist unserer An­sicht nach aber nicht ganz so sicher wie das klassische Photo-Tan-Ver­fahren.

Wei­tere TAN-Verfah­ren: QR-TAN und App-TAN

Sowohl für das Onlinebanking via AppTan als auch für das Banking via QRTan benötigen Sie eine spezielle App und Ihr Smart­phone. Ein sepa­rater TAN-Generator ist nicht notwendig. Für das App-Verfahren müssen Sie sich im App-Store Ihres Handys eine entsprechende Bankenapp herunter­laden. Durch die Verknüpfung zwischen Online-Buchung und App erhalten Sie eine Push-Benachrichtigung mit einer entsprechenden Tan, zum Beispiel für eine Überweisung direkt auf Ihr Handy „gepusht“. Vor diesem Hintergrund wird dieses Verfahren auch als PushTan-Methode bezeichnet.

So geht’s: Sie geben die entsprechenden Überweisungsdaten in der Online-Banking Maske ein. Danach erhalten Sie eine Nachricht auf dem Smartphone, in der die Überweisungsdaten zur Übersicht noch einmal aufge­listet werden. Stimmt alles, können Sie die Über­wei­sung bestä­tigen. Jetzt wird Ihnen Ihre indi­vidu­elle Tan auf dem Handybildschirm an­ge­zeigt. Geben Sie die Tan jetzt ein und bestätigen Sie den Auftrag.

Das QR-Tan-Verfahren funktioniert wie das klassische Online-Ban­king mithilfe eines Tan-Genera­tors. Der Tan-Gene­ra­tor ist Ihr Handy, mit­hilfe einer App, die einen QR-Code auslesen kann, können Sie eine TAN gene­rieren lassen. Übrigens: Wussten Sie schon, dass QR für Quick Response steht und somit „schnelle Ant­wort“ bedeutet?

Unsere Empfehlung: Natürlich ist auch ein solches Ver­fahren sicher. Entscheidend ist hier, dass Sie Ihr Handy gut schützen. Denn über verschiedene unseriöse Apps oder Mails, die direkt auf Ihrem Handy landen, könnten Hacker sensible Daten abgreifen. Ob dieses Ver­fahren für Sie in­frage kommt, hängt deshalb vor allem davon ab, wie viel Sie mit Ihrem Handy erledigen und wie sicher Sie Ihr eigenes Handy ein­schät­zen.

HBCI-Verfahren: Sicher und einfach

Das HBCI-Verfahren ist kein Tan-Verfahren, sondern ein Banken­standard, der das sichere Online-Banking gewähr­leisten soll. In seiner Grund­form exis­tiert diese Methode bereits seit 1998, heute gilt die HBCI-Me­tho­de als besonders sicher.

HBCI steht für den Computerstandard „Homebanking Computer Interface“, der die verschlüsselte Über­wei­sung möglich macht. An­stelle eines TAN-Generators nutzen Sie hier eine Chip­karte mit elektro­nischer Sig­na­tur, auch ein Code kommt zum Ein­satz. Hier­zu be­nö­tigen Sie aber auch ein spezielles (kosten­pflich­tiges) Lese­gerät.

Heute ist das HBCI-Ver­fahren vor allem unter dem Namen FinTS (Financial Transaction Services) bekannt. Um dieses Verfahren zu nutzen, brauchen Sie neben einer speziellen Chip­karte außerdem einen Chip­kar­ten­leser und je nach Bank zusätzlich eine bestimmte Finanz­soft­ware.

Tipp: Nut­zen Sie das HBCI-Gerät even­tuell schon für Käufe im Inter­net mit Ihrem Per­sonal­ausweis? Dann sparen Sie sich Extra-An­schaffungs­kosten, denn in vie­len Fällen han­delt es sich um ein und das­selbe Gerät.

Fazit: Diese Zahlungs­me­tho­den empfeh­len wir für Ihr Online-Banking

Wie sicher ist On­line-Banking? Viele Konto­­in­haber stehen dem Online-Banking immer noch skep­tisch gegen­über. Ver­schie­de­ne Kontroll­ins­tanzen und strenge Richtlinien machen das On­line-Banking in Deutsch­land sehr sicher. Wie die Verbraucher­zentrale Nordrhein-Westfalen fest­stellt, ist für Ihre Sicher­heit beim On­line-Banking ent­schei­dend, wie Sie mit Ihren Da­ten und Ge­rä­ten um­gehen. Hin­sicht­lich der Ver­fahren empfehlen wir Ihnen ins­beson­dere ChipTan und PhotoTan-Ver­fahren. Durch die Kombi­nation aus Ihrer Bankkarte und einem speziellen Lese­gerät sind diese Zahlungs­methoden besonders sicher und außerdem prakti­kabel. Auch das HBCI-Verfahren ist sehr sicher, aller­dings etwas auf­wen­diger, als das Online-Banking mittels ChipTan oder PhotoTan.

Grundsätzlich raten wir Ihnen von (i)Tan-Listen ab. MTan-Ver­fahren oder AppTan-Ver­fahren loh­nen sich für Bank­kunden, die ohnehin viel am Han­dy ar­bei­ten. Schützen Sie bei diesen Ver­fahren un­bedingt Ihr End­ge­rät – Hackern ist es bereits bei wenig geschütz­ten Telefonen ge­lungen, diese Ver­fahren aus­zu­trick­sen.

Das sind die besten Anbieter für Ihr Online-Banking

Natürlich haben wir nicht nur die verschiedenen Online-Banking-Verfahren unter die Lupe genommen, sondern auch die verschiedenen Anbieter von Bankkonten mit Fokus auf die Funktion des Online-Bankings in den Blick genommen.

So haben wir getestet

In unserem Test der Bankkonten mit den besten Online-Banking-Methoden haben wir ein besonderes Augenmerk auf die Auswahlmöglichkeiten für Nutzer beim Online-Banking gelegt. Zu hohe Kosten haben wir negativ bewertet. Sofern Sie als Kunde zwischen verschiedenen Verfahren zum Online-Banking wählen können, haben wir das positiv bewertet. Gleichzeitig haben wir aber auch die Sicherheit der jeweiligen Verfahren mit in unsere Bewertung einfließen lassen.

Die besten Konten im Fokus

Mit einem kosten­losen Kon­to von 1822direkt haben Sie als Kunde die Möglichkeit, das QR-Tan-Verfahren und das SMS-TAN-Verfahren zu nutzen. Pro Zahlungsauftrag per mTan zahlen Sie bei 1822direkt 0,09 Euro. Schließen Sie als 1822mobile-Konto ab, haben Sie zusätzlich die Möglich­keit das AppTan-Ver­fah­ren für Online-Auf­träge zu verwenden. Auch das Ver­fahren der iTan ist für Kunden noch möglich, davon raten wir aber ab. Die Banking-App von 1822direkt hat auch das Verbrauchermagazin „Chip“ überzeugt: Als Ergebnis eines Tests aus November 2018 wurde 1822direkt als Testsieger mit der besten Banking App 2018 ausgezeichnet. Sie sollten aber wissen, dass das Konto von 1822direkt nicht bedingungslos kostenlos ist. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Girokonto-Test.

Wenn Sie das PhotoTan-Verfahren für Ihre Bank­ge­schäfte nutzen wollen, können Sie zum Bei­spiel ein Online-Konto bei der Comdirect eröffnen. Einmalig zahlen Sie für den Tan-Generator 24,90 Euro. Ebenso wie bei 1822direkt zahlen Sie für das mTan-Verfahren 0,09 Euro pro SMS. Noch können Sie übrigens ebenfalls das iTan-Verfahren nutzen.

Das ChipTan-Verfahren stufen wir als beson­ders sicher ein. Wollen Sie dieses beim Online-Banking nutzen, raten wir Ihnen zum kosten­losen Bank­konto von DKB. Hier müssen Sie sich nur selbst um ein entsprechendes Gerät kümmern und schon kann es losgehen. Zusätzlich möglich ist bei DKB das Online-Banking mittels AppTan und iTan. Außerdem ist die Comdirect sehr serviceorientiert: Unter Um­ständen haftet die Bank bei grob fahrlässigem Verhalten Ihrer Kunden.

Das Konto der ING überzeugt in unserem Test ebenfalls mit diesem Service. Unsere Recherchen zeigen aber, dass Sie weniger Freiheiten bei dem genutzten Verfahren zum Online-Banking haben. Die ING bietet Ihnen das AppTan und das SMSTan-Verfahren an. Letzteres ist bei ING aber im Vergleich zu vielen anderen Anbietern kostenlos.

Die Norisbank bietet ebenfalls ein flexibles Konto an, das Online-Banking ist über das PhotoTan-Verfahren und die SMSTan-Methode (0,09 Euro pro SMS) möglich. Das iTan-Verfahren ist für Neukunden nicht mehr nutzbar.

In unserem Test der besten Konten fürs Online-Banking haben wir Filialbanken außen vorgelassen. Sind Sie bei Ihrer Filialbank zufrieden und zahlen auch nicht zu hohe Kosten? Dann fragen Sie einfach bei Ihrem Bankberater nach, welches Verfahren Sie zum Online-Banking nutzen können und lassen Sie sich für das Online-Banking freischalten.

Diese Bank­kon­ten können wir für Ihr Online-Banking empfehlen

Bevor Sie sich für ein Bankkonto für Ihr Online-Banking ent­scheiden, sollten Sie sicher­stellen, was Ihnen wich­tig ist. Viele Di­rekt­banken bieten gute kosten­lose Giro­konten an, dafür verzichten Sie als Kunde aber auf viele Service­leistungen. Ent­scheidend für die Wahl des An­bieters sollte für Sie sein, welche Zahlungs­methode Sie beim Online-Banking verwenden können. Bie­tet Ihr Bank­konto-Favorit Banking via Chip- oder PhotoTan an, können Sie Ihre Bank­geschäfte be­denken­los online regeln.

Das On­line-Banking via SMSTan beziehungsweise AppTan empfehlen wir nur, wenn es wirklich kostenlos ist und Sie Ihr Handy ausreichend schützen. Online-Banking mit HBCI ist etwas um­ständ­licher, als die anderen Metho­den. Dennoch ist diese Methode sehr sicher.

Unsere Empfehlung: Am Ende ist wich­tig, dass Sie mit der gewählten Me­tho­de gut zurechtkommen und die Voraussetzungen (wie eine Banking-Software) stimmen. Auch Filial­banken bie­ten Ihren Kunden das Online-Banking an. Sind Sie mit Ihrem Konto bei einer Filial­bank zu­frie­den und möchten Ihre Bank­geschäfte in Zu­kunft on­line erledigen, müssen Sie sich nur von Ihrem Bankberater für das On­line­banking frei­schalten lassen – schon kann es losgehen.

Online-Banking - das sollten Sie tun

1
Wählen Sie ein sicheres Online-Banking Verfahren, das Ihnen zusagt.
2
Suchen Sie nach einer Bank, die dieses Verfahren anbietet.
3
Werfen Sie einen Blick auf die Konditionen der Bank, auf dem Markt gibt es viele, sehr gute kostenlose Girokonten.
4
Eröffnen Sie ein Bankkonto bei dem Anbieter Ihrer Wahl und lassen Sie sich vom Anbieter für das Online-Banking freischalten.
5
Jetzt haben Sie ein günstiges Konto und können Ihre Bankgeschäfte flexibel und sicher online regeln.

Beitrag verfasst von:

ANNIKA NIEDERKORN – FINANZEN.NET REDAKTEURIN
Annika Niederkorn - Redakteurin finanzen.net Ratgeber

Annika Niederkorn ist zuständig für die Themen Versicherung, Vorsorge und Finanzen. Zuvor schrieb Sie als freie Mitarbeiterin für verschiedene Zeitungen und hospitierte unter anderem bei der Deutschen Presse-Agentur (DPA). Ihr Studium der Politischen Kommunikation hat sie mit einem Master abgeschlossen.

Hinweis: Unsere Ratgeber-Artikel sind objektiv recherchiert und unabhängig erstellt. Damit Sie unsere Informationen kostenlos lesen können, werden manchmal Klicks auf Verlinkungen vergütet.

Bildquelle: OrthsMedienGmbH / Shutterstock.com

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