Börsen-Einsteiger aufgepasst!

Trading lernen – die besten Tipps zum Einstieg ins Daytrading

In kurzer Zeit viel Geld zu verdienen – dieses Ziel verfolgen heutzutage viele Menschen. Mit Daytrading scheint dieser Traum Wirklichkeit werden zu können, hört sich das Geschäft oberflächlich doch kinderleicht an. Allerdings benötigt man neben einem großen Durchhaltevermögen auch das gewisse Know-how, um mit dieser Anlagestrategie langfristig Geld verdienen zu können. Wir verraten Ihnen im Folgenden die beste Herangehensweise an das Daytrading und welche Risiken es zu beachten gilt. Das Wichtigste in Kürze und unsere besten Tipps sowie Empfehlungen gibt's direkt zu Beginn!

Trading lernen - Empfehlungen & Tipps

In diesem Artikel finden Sie nicht nur allgemeine Informationen zum Thema Daytrading, sondern erfahren in unserer Schritt für Schritt Anleitung auch, wie Sie am besten den Trading-Einstieg schaffen.
Unsere Empfehlung: Wählen Sie einen Trading-Broker mit möglichst niedrigen Kosten, um den maximalen Gewinn aus Ihren Daytrading-Aktivitäten zu ziehen.
Produkt­empfehlung: Bei finanzen.net zero1 zahlen Sie weder Kontoführungsgebühren, noch Ordergebühren.

Trading lernen - das Wichtigste in Kürze

Unter Daytrading wird das kurzfristige Handeln an der Börse mit verschiedenen Handelspositionen verstanden.
Daytrading ist kein neues Phänomen. Doch um den Einstieg zu meistern und um das Trading lernen zu können, sollten Sie einige Grundregeln beachten.
Wichtig: Aufgrund der Volatilität des Marktes sind vor allem kurzfristige Trades sowohl mit Chancen als auch Risiken verbunden. Sie sollten daher nur Geld investieren, welches Sie auch bereit sind zu verlieren.

Trading lernen – die besten Tipps zum Einstieg ins Daytrading

Wie funktioniert Daytrading?

Unter dem Begriff des Daytradings versteht man das kurzfristige Handeln an der Börse. Dabei eröffnet der Trader innerhalb eines Tages eine Handelsposition und schließt diese am selben Tag wieder. Ziel ist es dabei, von den Kursschwankungen innerhalb des Tages zu profitieren. Die Spekulationsobjekte sind dabei nicht nur Aktien, auch mit Kryptowährungen, Devisen und Derivaten kann beim Daytrading gehandelt werden.

Tipp: Falls Sie Interesse an langfristigeren Investition haben, finden Sie weiterführende Informationen in unserem Ratgeber Artikel zu ETF-Sparplänen.

Daytrading – kein neues Phänomen

Vor allem auf Social Media Plattformen wie Instagram und Twitter ist immer öfter von Daytrading zu lesen. Doch die Ursprünge dieses Trading Stils liegen einige Jahrzehnte zurück. Dank der Einführung des Electronic Communication Networks (ECN) im Jahre 1969 in Verbindung mit dem NASDAQ-System (National Association of Securities Dealers Automatic Quotation) aus dem Jahre 1971 wurde Daytrading möglich gemacht. Der Aktienhandel wurde digitalisiert und durch die Gründung von TradePlus 1982 für die allgemeine Bevölkerung der USA zugänglich.

Diese Steuern fallen beim Daytrading an

In Deutschland müssen Anleger auf ihre Kapitalerträge Steuern zahlen. Dies gilt auch für die Daytrading Gewinne. Die Abgeltungssteuer beträgt maximal 25 Prozent. Hinzu kommen noch der Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer (die Höhe ist abhängig vom Bundesland). Die anfallenden Steuern sind unabhängig vom Sitz der Daytrading-Plattform, Steuern fallen damit auch bei ausländischen Trading-Anbietern an.

Für jede Person gilt des Weiteren der Grundfreibetrag von 9.000 Euro sowie der Sparerpauschbetrag von 801 Euro. Erwirtschaften Sie demnach innerhalb eines Jahres weniger als 9.801 Euro, ist Ihr Gewinn von der Steuer befreit. Eventuelle Verluste aus Daytrading-Geschäften können mit Ihrem Gewinn verrechnet werden.

Trading lernen - schon gewusst?

Für Kapitalerträge gilt zunächst der persönliche Einkommenssteuersatz. Liegt dieser unter 25 Prozent, müssen Sie dementsprechend weniger Steuern zahlen

Tipp: Falls Ihnen zu viele Steuern berechnet wurden, können Sie sich diese über die Steuererklärung erstatten lassen.

Schritt für Schritt zum Daytrader werden

Wenn Sie selbst erfolgreich in das Daytrading einsteigen wollen, haben wir für Sie im Folgenden die wichtigsten Schritte in unserer Anleitung zusammengefasst. Einfach Trading lernen? So werden Sie Schritt für Schritt zum Daytrader!

1. Bereiten Sie sich umfangreich vor

Daytrading wird oftmals als sehr einfach verkauft. Dem Trader werden hohe Gewinne in kurzer Zeit versprochen. Das verlockt, kurzfristige Investitionen zu tätigen, ohne sich zuvor eingehend mit der Materie zu beschäftigen.

Deswegen empfehlen wir Ihnen: Bauen Sie sich umfangreiches Fachwissen auf, bevor Sie Ihre ersten Trades abschließen. So minimieren Sie das Verlustrisiko. Machen Sie sich beispielsweise bewusst, dass Sie Ihre Positionen nicht jederzeit kaufen und verkaufen können, sondern an die Öffnungszeiten der Börse gebunden sind. Noch mehr spannende Tipps zum Thema Aktien kaufen finden Sie in unserem Ratgeber.

Tipp: Eröffnen Sie ein Konto bei einem Daytrading-Simulator. Dort können Sie mit virtuellem Geld Testkäufe und -verkäufe tätigen. So bekommen Sie ein Gefühl für die Kursschwankungen und können bei Fragen gezielt recherchieren.

Unsere Empfehlung: Bei der Auswahl des Trading-Simulators sollten Sie darauf achten, ob dieser Ihren Bedürfnissen gerecht wird. Werden die für Sie interessanten Assets angeboten? Wann kann gehandelt werden? Achten Sie auch auf die Kosten – nicht jede Daytrading-Demo ist kostenlos.

Von erfahrenen Investment-Profis lernen!

Noch mehr Expertenwissen zu Aktien, ETFs & Co. gibt es in unseren kostenfreien Online-Seminaren. Fondsmanager, Analysten, Profi-Trader und andere Experten stehen Ihnen Rede und Antwort:

Welche Anlagestrategien sind erfolgversprechend?
Welche Aktien, Fonds und Derivate empfehlen die Börsenprofis?
Jetzt einsteigen oder eher abwarten?

Informieren Sie sich jetzt über unsere aktuellen Webinare:
21.06.2022, 11:00 Uhr:
B2B-Seminar: Sommer, Sonne, Reiselust - es kommt wieder Schwung in den Reisesektor
27.06.2022, 18:00 Uhr:
Wunschimmobilie finden und finanzieren - die besten Experten-Tipps

2. Entscheiden Sie sich für eine Plattform

Es gibt eine große Masse an Trading-Plattformen. Verwenden Sie deshalb nicht die Erstbeste, sondern vergleichen Sie die verschiedenen Plattformen miteinander, bevor Sie ein Wertpapierdepot eröffnen. Lesen Sie die Allgemeinen Geschäftsbedingungen und machen Sie sich über die Gebühren und Konditionen bewusst. So vermeiden Sie später negative Überraschungen.

Produkt­empfehlung: Wir empfehlen Ihnen die Eröffnung eines finanzen.net zero1 Depots. Hier können Sie verschiedene Assetklassen ohne Ordergebühren handeln. Die Kontoführung ist zudem kostenlos.

3. Testen Sie Ihre Ideen: Verwenden Sie dabei nur „Spielgeld“

Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Machen Sie sich darüber bewusst, dass es passieren kann, dass Sie zu Beginn Verluste einfahren. Setzen Sie deswegen keine großen Geldbeträge ein. Testen Sie stattdessen Ihre Ideen mit kleinen Beträgen und erhöhen diese, falls Sie erfolgreich sind. So können Sie zu Beginn verschiedene Assets ausprobieren, um sich über die jeweiligen Volatilitäten bewusst zu werden. Wenn Sie ein für sich passendes Investitionsobjekt, beispielsweise eine Aktie, gefunden haben, sollten Sie sich intensiv damit beschäftigen.

Hinweis: Einige Anleger sind auf lange Zeit erfolgreich, indem Sie sich bei ihren Käufen auf wenige Objekte beschränken und dafür in diesen Nischen viel Wissen besitzen. Vor allem Einsteigern empfehlen wir allerdings eine breite Streuung im Portfolio, um starke Schwankungen besser auszugleichen.

4. Finden Sie einen passenden Trading-Stil

Grundsätzlich kann man zwischen drei verschiedenen Trading-Stilen unterscheiden. Beim klassischen Daytrading-Stil wird die Handelsposition durchschnittlich einige Stunden gehalten. Oftmals hat der Trader ein klares Kursziel im Auge. Wenn dieses erreicht wurde, verkauft er sofort. So kann es auch passieren, dass eine Position nach ein paar Minuten wieder geschlossen wird. Des Weiteren gibt es das sogenannte Scalping und das Swingtrading.

Beim Scalping ist die Haltezeit kürzer als beim Daytrading. Positionen werden nach wenigen Sekunden bis Minuten verkauft. So werden oftmals nur kleine Centbeträge erwirtschaftet. Je mehr dieser Trades allerdings innerhalb kürzester Zeit durchgeführt werden, desto mehr lohnt sich diese Methode.

Unter Swingtrading versteht man das etwas längere Halten der Handelspositionen. Verkäufe werden erst nach einigen Tagen oder sogar Wochen getätigt, um den höchstmöglichen Gewinn einzufahren. Steigende Kurse können so vollkommen ausgenutzt werden, dafür führt der Trader jedoch weniger Trades durch.

Wichtig: Welcher Trading Stil zu Ihnen passt, finden Sie erst heraus, wenn Sie bereits Trades getätigt haben. Fokussieren Sie sich zu Beginn nicht auf eine bestimmte Haltedauer, sondern tätigen Sie die Trades so, dass sie sich wohlfühlen.

5. Erstellen Sie sich eine eigene Daytrading Strategie

Wenn Sie erste Daytrading Erfahrungen gesammelt haben, sollten Sie sich einen Plan erstellen, an den Sie sich zukünftig halten wollen. So können Sie Kurzschluss-Reaktionen vermeiden. Halten Sie nach einem Trade Ihr Ergebnis fest und aktualisieren Sie gegebenenfalls Ihre Strategie.

Folgende Punkte sollte eine Trading-Strategie umfassen:

Was soll gehandelt werden?
Wann soll die Position gekauft werden? Beispielsweise direkt morgens zur Börsenöffnung oder bei einer bestimmten Kurs-Entwicklung?
Wie lange soll die Position gehalten werden?
Wie viel Risiko soll eingegangen werden? Wo soll beispielsweise der Stopp Loss gesetzt werden?

Risiken des Daytradings

Daytrading birgt für Investoren ein hohes Potenzial – sowohl was mögliche Gewinne als auch Verluste angeht. Wird die Entwicklung einer Handelsposition korrekt vorhergesagt, können Anleger mit nur wenig Geld große Gewinne einfahren. Betrachtet man jedoch die Zahlen und Fakten rund um das Thema Daytrading, sieht der Trend in der Realität ganz anders aus. Demnach machen laut einer Studie des Finanzexperten Brad Barber rund 80 Prozent der Trader innerhalb eines Jahres Verluste. Auf längere Zeit betrachtet schrumpft die Zahl der Personen, die Gewinne erwirtschaften, weiter.

Neben der Wahl des falschen Handlungsgegenstands spielen auch psychologische Gründe eine Rolle. Macht ein Trader Verluste, ist er bei seinem nächsten Trade eher dazu geneigt, Risiken einzugehen, um den Verlust auszugleichen. Zu bedenken sind auch die Handelskosten. Je nach gewählter Trading-Plattform fallen unterschiedliche Orderprovisionen und Fremdkostenpauschalen an. Machen Sie sich deswegen vor dem Handeln die anfallenden Kosten bewusst: Die Trades lohnen sich nur, wenn Sie nach Abzug der Kosten Gewinn einfahren.

Mit einem günstigen Depot-Anbieter können Sie diese Kosten besonders leicht unter Kontrolle halten. Unser Broker-Vergleich hilft Ihnen bei der Suche nach dem passenden Wertpapierdepot. Dort haben wir sowohl Internet-Banken als auch Online-Broker auf ihre Vor- und Nachteile überprüft.

Produkt­empfehlung: Das gebührenfreie finanzen.net zero Depot1 ermöglicht es Ihnen, ohne Orderprovision und Kontoführungsgebühren an der Börse zu handeln.

Vorsicht vor Instagram Trading-Gurus

Die Zahl der Trader steigt von Jahr zu Jahr. Vor allem im Zuge der Corona-Pandemie beschäftigten sich immer mehr Menschen mit der Möglichkeit, über Daytrades Nebeneinkünfte zu erwirtschaften. Auf Social Media, vorrangig auf Instagram, locken mittlerweile viele Personen damit, Sie mit Daytrading reich zu machen.

Blickt man hinter diese Fassade, sind diese Personen oftmals Teil sogenannter Schneeballsysteme. Sie verdienen meist kein Geld durch Daytrading, sondern durch die Gebühren, die neu angeheuerte Teilnehmer bezahlen müssen. Diese fallen beispielsweise für Trading-Kurse, spezielle Online-Broker oder als monatliches Abo für die Mitgliedschaft an. Gewinne erzielen dabei dank der Provisionen nur die Personen in den obersten Ebenen des Systems.

Trading lernen - das sollten Sie tun

1
Überlegen Sie sich, ob Daytrading eine geeignete Anlagestrategie für Sie ist.
2
Entscheiden Sie sich, mit welchen Assets Sie handeln möchten.
3
Setzen Sie Ihren eigenen Trades klare Grenzen, indem Sie Regeln formulieren.
4
Lernen Sie aus Ihren Erfahrungen und verbessern Sie Ihre Anlagestrategie.

Beitrag verfasst von:

JANINA SCHMIDT – RATGEBER-REDAKTEURIN

Janina Schmidt - Redakteurin finanzen.net RatgeberJanina Schmidt verstärkt seit Januar 2022 das Team der Ratgeber-Redaktion. Sie ist zuständig für die Themen Trading, Fonds und Recht. Während Ihres Studiums im Fach Kommunikation und Medienmanagement konnte sie bereits erste Erfahrungen als Online-Redakteurin im Bereich Produkt-Testberichte sammeln.

*Das bedeutet das Sternchen: Unsere Ratgeber-Artikel sind objektiv recherchiert und unabhängig erstellt. Wir wollen so möglichst vielen Menschen helfen, eigenständig Vermögen aufzubauen und in Finanzfragen die richtigen Entscheidungen zu treffen. Damit unsere Informationen kostenlos abrufbar sind, werden manchmal Klicks auf Verlinkungen vergütet. Diese sogenannten Affiliate Links kennzeichnen wir mit einem Sternchen. Geld bekommt die finanzen.net GmbH, aber nie der Autor individuell, wenn Leser auf einen solchen Link klicken oder beim Anbieter einen Vertrag abschließen. Ob die finanzen.net GmbH eine Vergütung erhält und in welcher Höhe, hat keinerlei Einfluss auf die Produktempfehlungen. Für die Ratgeber-Redaktion ist ausschließlich wichtig, ob ein Angebot gut für Anleger und Sparer ist.

🌳Das bedeutet das Bäumchen: Anlageprodukte, die im Sinne des Emittenten als nachhaltig klassifiziert werden, zeichnen wir mit einem Bäumchen-Symbol aus.

1Hinweis: finanzen.net zero ist ein Angebot der finanzen.net zero GmbH, einer Tochter der finanzen.net GmbH. Weitere Informationen finden Sie hier.

Bildquelle: Feylite / Shutterstock.com

JETZT NEWSLETTER ABONNIEREN!

Sie wollen regelmäßig die neuesten Empfehlungen zu Aktien, ETFs und anderen Wertpapieren erhalten?
Dann abonnieren Sie jetzt den kostenlosen Ratgeber-Newsletter!

BackToTop Nach oben