Reverse-Index-Zertifikate kaufen

Reverse-Index-Zertifikate kaufen – so erzielen Sie Rendite gegen den Markttrend

Mit fallenden Aktienkursen Geld verdienen? Das geht mit Reverse-Index-Zertifikaten. Wie genau, Sie mit Zertifikaten gegen den Trend Rendite erzielen und wo das beste Reverse-Index-Zertifikat zu finden ist, erklären wir in diesem Ratgeber - so funktionieren Zertifikate. 

Reverse-Index-Zertifikate -
darum geht es

Ein Reverse-Index-Zertifikat bildet die invertierte Wertentwicklung eines Index' ab: Fällt der Index, steigt der Wert Ihres Zertifikats.

Reverse-Index-Zertifikate werden in der Regel ohne Laufzeitbegrenzung ausgegeben.

Hinweis: Spekulieren Sie vor allem dann auf fallende Kurse, wenn Sie in naher Zukunft eine Baisse erwarten. Fallen die Kurse hingegen nur kurz, ist Ihre Investition weniger aussichtsreich.

Reverse-Index-Zertifikate -
Tipps & Tricks

Reverse-Index-Zertifikate eignen sich sowohl zur Verfolgung kurzfristiger Handelsstrategien als auch zur temporären Absicherung Ihres Portfolios.

Unsere Empfehlung: Die DZ Bank bietet Reverse-Index-Zertifikate beispielsweise auf den DAX an.

Tipp: Wer sich gegen Währungs­effekte absichern möchte, sollte einen Blick auf wechselkurs­gesicherte Quanto-Reverse-Index-Zertifikate werfen.

Was ist ein Reverse-Index-Zertifikat?

Mit Reverse-Index-Zertifikaten (auch Bear-Index-Zertifikate oder Inverse-Index-Zertifikate genannt) erzielen Anleger mit der negativen Wertentwicklung eines Index‘ Erträge. Ein Reverse-Index-Zertifikat bildet also die invertierte Wertentwicklung eines Index‘ ab. Diese wird von einer bestimmten Kursmarke aus, dem Basispreis (auch Reverselevel), gemessen. Bei Emission des Zertifikats wird dieser Basispreis deutlich oberhalb des aktuellen Indexstandes – etwa auf die doppelte Höhe des Indexstands – festgelegt. Der Preis des Zertifikats ergibt sich dann als Differenz aus Basispreis und aktuellem Indexstand. Sinkende Indexstände erhöhen also den Preis des Zertifikats, während sich ein steigender Index preismindernd auswirkt. Bedingt durch den festen Basispreis ergibt sich aus fallenden Preisen des Zertifikats eine Hebelwirkung, die umso größer ausfällt, je weiter sich der Index dem Basispreis annähert.

Reverse-Index-Zertifikate dürfen nicht mit Index-Zertifikaten auf sogenannte Short-Indizes, wie etwa Index-Zertifikaten auf den ShortDAX-Index, verwechselt werden. Zwar partizipieren Anleger mit diesen Zertifikaten ebenfalls an fallenden Kursen, durch ihre Eigenschaft des konstanten Hebels weisen sie allerdings ein anderes Chance-Risiko-Profil auf. Mehr zu Index-Zertifikaten auf Short-Indizes erfahren Sie ebenfalls in diesem Ratgeber.

Wann lohnt sich eine Anlage in ein Reverse-Index-Zertifikat?

Anleger können sich für ein Reverse-Index-Zertifikat entscheiden, wenn sie davon ausgehen, dass der zugrunde liegende Index sinkt. Reverse-Index-Zertifikate werden in der Regel ohne Laufzeitbegrenzung ausgegeben und eignen sich sowohl zur Verfolgung kurzfristiger Handelsstrategien als auch zur temporären Absicherung eines Portfolios.

Welche Risiken bergen Reverse-Index-Zertifikate?

Ein Risiko einer Anlage in Reverse-Index-Zertifikaten besteht in steigenden Kursen des Basiswerts – diese führen zu Verlusten im Zertifikat. Ein weiteres Risiko liegt in der möglichen Hebelwirkung des Produkts: Sollte der Index bei Erwerb des Zertifikats bereits deutlich angestiegen sein und in Richtung des Basispreises tendieren, dann ist das Zertifikat günstiger als ein vergleichbares Direktinvestment (d.h. der gedeckte Leerverkauf des Basiswerts) und weist folglich eine Hebelwirkung auf. Je näher der Index sich dem Basispreis annähert, desto höher wird der Hebel. Im schlimmsten Fall, bei einer Berührung oder Überschreitung des Basispreises, verfällt das Reverse-Index-Zertifikat wertlos und Anleger erleiden einen Totalverlust.

Anlage in ein Reverse-Index-Zertifikat

Anleger, die davon ausgehen, dass der ABC-Aktienindex in Zukunft fallen wird, können bei Eintritt dieser Prognose von einem Reverse-Index-Zertifikat profitieren. Um die umgekehrte Abbildung eines Aktienindex zu erreichen, wird zunächst ein Basispreis (Reverselevel) festgelegt, an dem die invertierte Wertentwicklung des Index abgetragen wird.

Notiert der ABC-Index am Emissionstag bei 10.000 Punkten, setzt der Emittent den Basispreis auf das Doppelte dieses Werts fest. Die Definition des Basispreises mit hohem Abstand zum aktuellen Indexstand dient dazu, dass das Produkt (zumindest anfänglich) keine Hebelwirkung aufweist.

Subtrahiert man nun den Indexstand vom Basispreis (20.000 – 10 .000 Indexpunkte), so ergibt sich der Wert der Leerverkaufs- oder Short-Position im Index von 10.000 Punkten. An diesem Wert, multipliziert mit dem Bezugsverhältnis, orientiert sich der Preis des Reverse-Index-Zertifikats; er beträgt 100 Euro. Zu diesem Zeitpunkt beträgt der Hebel, der sich aus dem Vergleich mit einem alternativen Direkt­investment ergibt, definitions­gemäß -1.

Außerdem wird das Reverse-Index-Zertifikat mit einer Barriere unterhalb des Basispreises ausgestattet, die zur Vermeidung des sogenannten Gap-Risikos für den Emittenten dient. Dieses übernimmt der Emittent immer dann, wenn der Basiswert knapp unterhalb des Basis­preises schließt. Es besteht darin, dass der Basiswert am nächsten Handelstag oberhalb des Basispreises eröffnen könnte und der Emittent bei Auflösung seiner Absicherungs­position Verluste erleidet. Auf den Preis des Zertifikats hat diese Barriere grundsätzlich keinen Einfluss.

Fällt der Index nun um 500 auf 9.500 Punkte, steigt der Preis des Reverse-Index-Zertifikats auf 105 Euro an; die Hebelwirkung sinkt dagegen mit steigendem Zertifikatspreis. Sollte der Index wider Erwarten um 1.000 Punkte auf 11.000 Punkte ansteigen, fällt der Preis des Zertifikats in etwa auf 90 Euro. Der verringerte Preis bedeutet zugleich einen höhere Hebelwirkung.

Anleger partizipieren bei einem Reverse-Index-Zertifikat von stark fallenden Indexständen bis hin zu einem (eher theoretischen) Indexstand von null Punkten. In diesem Fall würde der Rückzahlungsbetrag oder Verkaufserlös des Reverse-Index-Zertifikats dem mit dem Bezugsverhältnis multiplizierten Basispreis (Reverselevel) von 200 Euro entsprechen. Steigt dagegen der zugrunde liegende Index auf oder über 20.000 Punkte, dann erleiden Anleger im Reverse-Index-Zertifikat einen Totalverlust.

Mögliche Szenarien

Im Idealfall sinkt der zugrunde liegende ABC-Index deutlich, etwa von 10.000 auf 7.500 Punkte. Anleger erzielen beim Verkauf des Reverse-Index-Zertifikats einen Erlös in Höhe der tatsächlichen Differenz aus Basispreis und Indexstand, bereinigt um das Bezugsverhältnis (20.000 – 7.500) / 100. Der Preis des Reverse-Index-Zertifikats liegt also bei 125 Euro und der Ertrag bei 25 Euro oder 25 Prozent.

Entwickelt sich der ABC-Index lediglich seitwärts und liegt er zum Verkaufszeitpunkt des Reverse-Index-Zertifikats in etwa auf dem gleichen Stand wie beim Kauf, erzielen Anleger mit dem Reverse-Index-Zertifikat weder einen Gewinn noch einen Verlust (abgesehen von Transaktionskosten).

Steigt der ABC-Index auf 12.000 Punkte, realisieren Anleger beim Verkauf des Reverse-Index-Zertifikats zu 80 Euro einen Verlust von 20 Euro oder 20 Prozent gegenüber ihrem Einstandspreis. Im ungünstigsten Fall – bei einem Indexstand von 20.000 Punkten oder mehr – realisieren Anleger einen Totalverlust.

Auszahlungsprofil bei Reverse-Index-Zertifikaten

Reverse-Index-Zertifikate – Gewinn- und Verlustchancen

Indexstand zum VerkaufszeitpunktIndexentwicklung in ProzentPreis des Reverse-Index-Zertifikats (Basispreis: 20.000 Punkte) in EuroGewinn/Verlust des Reverse-Index-Zertifikats in Euro/in Prozent (ohne Kosten)
12.000 Punkte+20 %80 Euro-20 Euro/-20 %
11.000 Punkte+10 %90 Euro-10 Euro/-20 %
10.500 Punkte+5 %95 Euro-5 Euro/-5 %
10.000 Punkte0 %100 Euro0 Euro/0 %
9.500 Punkte-5 %105 Euro+5 Euro/+5 %
9.000 Punkte-10 %110 Euro+10 Euro/+10 %
7.500 Punkte-25 %125 Euro+25 Euro/+25 %

Wie funktionieren Reverse-Index-Zertifikate?

Da der Emittent grundsätzlich keine Gegenposition zum Anleger eingeht, sichert er sich am Markt ab. Der einfachste und schnellste Weg, ein Reverse-Index-Zertifikat abzusichern, führt über den Leerverkauf des Basiswerts.

Anstatt aber etwa bei einem Reverse-Index-Zertifikat auf den DAX alle 30 DAX-Aktien in der aktuellen Gewichtung bei einem anderen Marktteilnehmer zu leihen und anschließend gedeckt leer zu verkaufen, wird der Emittent eine Short-Position im korrespondierenden DAX-Future einnehmen. Um die Lieferungs- und Lagerproblematik bei Rohstoffen zu umgehen, werden ebenfalls Futures genutzt. Der Future-Markt bietet nicht nur eine permanent hohe Liquidität, sondern auch die geringsten Transaktions­kosten, sodass Reverse-Index-Zertifikate mit moderaten Geld-Brief-Spannen angeboten werden können. 

Wichtig: Je liquider ein Future und der diesem zugrunde liegende Aktienmarkt, desto kleiner fällt die Geld-Brief-Spanne aus.

Nur wenn kein Index-Future zur Verfügung steht oder dieser nicht liquide genug ist, wird der Index über direkte Short-Positionen in den einzelnen Aktien (oder den repräsentativen Aktienkörben) nachgebildet. Allerdings kann dies zusätzliche Kosten auf Seiten des Emittenten verursachen. Alternativ können Short-Positionen in einzelnen Titeln, beispielsweise eines Aktienkorbs, nicht oder temporär nicht abbildbar sein.

Grundsätzlich gilt: Je spezieller die Indexkonstruktion und je niedriger Liquidität und Marktkapitalisierung der einzelnen Indexbestandteile, desto größere Kosten entstehen dem Emittenten bei der Absicherung. In der Regel werden die entstehenden Transaktionskosten in Form eines jährlichen Verwaltungsentgelts an den Anleger weitergegeben.

Verkauft der Anleger zu einem beliebigen Zeitpunkt sein Reverse-Index-Zertifikat wieder an den Emittenten zurück, dann löst dieser sofort seine Absicherungsposition auf. Steigt ein Anleger mit einem großen Gewinn aus dem Reverse-Index-Zertifikat aus, dann ist der Emittent durch seine Absicherung immer in der Lage, diesen Betrag auch tatsächlich auszuzahlen – schließlich hält er die gleiche Position wie der Anleger. Wenn die Position dagegen beim Emittenten im Minus liegt, weil der Markt gestiegen ist, dann realisieren auch Anleger einen Verlust. Der Emittent handelt also durch seine Absicherungsgeschäfte prinzipiell frei von Interessenkonflikten.

Preisfaktoren bei Reverse-Index-Zertifikaten

Preisfaktoren beim Discount-Put-Optionsschein

Der Preis eines Reverse-Index-Zertifikats unterliegt Schwankungen, für die Kursveränderungen des zugrunde liegenden Basiswerts – also des Index oder Rohstoffs – verantwortlich sind. 

Da die Produktstruktur von Reverse-Index-Zertifikaten keine Optionskomponenten enthält, sind die Sensitivitätskennzahlen für Optionen hier nicht relevant.

Der einzige Einflussfaktor auf den Preis des Reverse-Index-Zertifikats ist die Kursentwicklung des Basiswerts (Kennzahl: Delta). 

Fallende Kurse des Basiswerts wirken sich positiv, steigende Kurse dagegen negativ auf den Kurs eines Reverse-Index-Zertifikats aus.

Die Dividendenbehandlung innerhalb eines Index ist durch die Indexkonzeption (Kurs- oder Preisindex vs. Performance- oder Total-Return-Index) geregelt. 

Eine Veränderung der Dividendenerwartungen bei einzelnen oder allen Indexkomponenten wirkt sich nicht auf den Preis eines Reverse-Index-Zertifikats aus.

Tipp: Wer sich für weitere Reverse-Zertifikate interessiert, erfährt im Ratgeber Reverse-Bonus-Zertifikate mehr dazu.

So finden Sie das passende Reverse-Index-Zertifikat 

Anleger sollten vor dem Kauf eine differenzierte Markteinschätzung entwickeln, da sich Reverse-Index-Zertifikate nur für fallende Märkte eignen. Hinsichtlich ihrer individuellen Risikobereitschaft und Renditeerwartung erscheint es sinnvoll, dass sich Anleger im Detail mit der Dividendenbehandlung im Indexkonzept (Performance- oder Total-Return-Index vs. Kurs- oder Preisindex?), dem Grad der Diversifikation (Wie viele Unternehmen aus wie vielen Sektoren, aus welchen Ländern sind enthalten?) und dem Vorhandensein einer Währungsabsicherung (Quanto-Zertifikat?) beschäftigen.

Notieren einige oder alle Aktien eines Index in einer ausländischen Währung, übernimmt der Anleger mit dem Index-Zertifikat ein Wechselkursrisiko. Anleger, die sich gegen Währungseffekte absichern möchten, wählen am besten wechselkursgesicherte Quanto-Reverse-Index-Zertifikate. Der Quanto-Mechanismus eliminiert sämtliche Risiken, aber auch die Chancen von Wechselkursveränderungen zugunsten einer erhöhten Kalkulationssicherheit. Da die Absicherung von Quanto-Zertifikaten komplex ist, wird der Emittent in der Regel eine jährliche Quanto-Gebühr berechnen. Bei Anlagen in Rohstoffe sind außerdem Besonderheiten und zusätzliche Risiken zu beachten.

Bei der Laufzeit sollten Anleger darauf achten, dass sie zu einem Reverse-Index-Zertifikat mit unbegrenzter Laufzeit greifen. Der Emittent behält sich nach den Bedingungen des Verkaufsprospekts allerdings grundsätzlich das Recht vor, das Zertifikat unabhängig von der theoretisch unendlichen Laufzeit unter bestimmten Bedingungen zu kündigen und dann zu einem offiziell ermittelten Abrechnungspreis zurückzuzahlen.

Index-Zertifikate auf Short-Indizes

Zur Darstellung der Wertentwicklung einer Short-Position in einem Index sind eigene Short-Indizes entwickelt worden. Ein Beispiel ist der ShortDAX, der von der Deutschen Börse AG berechnet wird. Dieser Short-Index dient auch als Basiswert für Index-Zertifikate. Während die vorgestellten klassischen Reverse-Index-Zertifikate jedoch die Wertentwicklung von einem fixen Referenzpunkt, dem Basispreis, berechnen, kommen Short-Indizes ohne festen Bezugspunkt aus. Stattdessen werden sie mit jedem neuen Handelstag auf Basis des Vortagsschlusskurses auf den festen Hebel von -1 zurückgesetzt. Damit entspricht ein Index-Zertifikat auf einen Short-Index einem Short-Faktor-Zertifikat mit dem Faktor 1; detaillierte Informationen zum täglichen Anpassungsprozess und dessen Auswirkungen für Anleger sind im entsprechenden Ratgeber Hebelzertifikate zu finden.

Im Vergleich eines klassischen Reverse-Index-Zertifikats auf den ABC-Index mit einem Index-Zertifikat auf den Short-ABC-Index wird vom Startwert 10 000 Punkte aus ein Indexverlust von fünf Prozent, also 500 Punkten angenommen. Das Reverse-Index-Zertifikat legt 500 Punkte zu und notiert etwa um 105 Euro. Gleiches gilt für das Index-Zertifikat auf den Short-ABC-Index, das ebenfalls auf 105 Euro steigt. Am zweiten Handelstag erfolgt die Anpassung des Schlussstands auf 100 Prozent.

Steigt der zugrunde liegende Index nun von 9500 Punkten um 5 Prozent auf 9975 Punkte an, dann verliert das Reverse-Index-Zertifikat 4,75 Euro auf 100,25 Euro. Beim Index-Zertifikat auf den Short-Index gehen dagegen 5 Prozent verloren, bezogen auf die angepasste Berechnungsgrundlage von 105 Euro, was in einem neuen Preis von 99,75 Euro resultiert. Obwohl der Basiswert auch nach dem neuerlichen Anstieg noch unter seinem Startwert von 10 000 Punkten notiert, liegt nur das klassische Reverse-Index-Zertifikat leicht im Plus. Hätte der Basiswert am zweiten Handelstag dagegen abermals nachgegeben, dann hätte die kumulative Wirkung beim Index-Zertifikat auf den Short-Index einen positiveren Effekt für den Anleger gehabt als beim klassischen Reverse-Index-Zertifikat.

Grundsätzlich gilt: Index-Zertifikate auf Short-Indizes entfalten ihre Stärke – den kumulativen Effekt – insbesondere in trendstarken Märkten mit kontinuierlich abwärtsgerichteter Marktbewegung, da hier jeweils die Gewinne des Vortags neuerlich in die Position investiert werden. Bei volatilen Seitwärtsmärkten (ein Tag abwärts, ein Tag aufwärts, ein Tag abwärts etc.) richtet sich der Effekt gegen die Anleger: Nun wird immer auf höherem Niveau reinvestiert und auf niedrigerem deinvestiert, um den Faktor 1 konstant zu halten. Das führt auf Dauer zur fallenden Preisen des Zertifikats. Auch wenn ein Totalverlust theoretisch ausgeschlossen ist, sind doch Verluste möglich, deren Höhe einem Totalverlust sehr nahe kommt. Vor der Investition in ein Index-Zertifikat auf einen Short-Index oder ein Short-Faktor-Zertifikat auf einen Index sollten Anleger sich mit der Funktionsweise und den Chancen und Risiken der kumulativen Effekte der täglichen Anpassungen der Berechnungsbasis vertraut machen.

Quanto-Reverse-Index-Zertifikat (mit Wechselkurssicherung)

Anleger, die von einer Short-Position in einem Index profitieren möchten, der in Fremdwährung notiert, und das Wechselkursrisiko von Anfang an ausschließen möchten, können zu einem Short-Index-Zertifikat mit Wechselkurssicherung (Quanto-Mechanismus) greifen. Dieses fixiert den Wechselkurs auf die Relation 1:1 und eliminiert somit sämtliche Chancen und Risiken einer Fremdwährungsanlage zugunsten der Kalkulationssicherheit der Anleger.

Sie interessieren sich auch für weitere Zertifikate? In den Ratgebern Faktor-Zertifikate und Sprint-Zertifikate stellen wir Ihnen beispielsweise zwei weitere Zertifikat-Arten vor.

Reverse-Index-Zertifikate handeln - das sollten Sie tun

1
Schätzen Sie Ihre Risikobereitschaft ein und vergleichen Sie unterschiedliche Angebote von Reverse-Index-Zertifikaten.
2
Wählen Sie am besten Zertifikate, die Indizes nachbilden, von denen Sie erwarten, dass diese sinken.
3
Anleger, die sich gegen Währungseffekte absichern möchten, treffen mit wechselkursgesicherte Quanto-Reverse-Index-Zertifikate eine gute Entscheidung.
4
Handeln Sie die Reverse-Bonus-Zertifikate bei einem Broker Ihrer Wahl. Unser Broker-Vergleich hilft Ihnen bei der Suche nach dem passenden Wertpapierdepot.

Mit freundlicher Unterstützung vom DDV.

Hinweis: Unsere Ratgeber-Artikel sind objektiv recherchiert und unabhängig erstellt. Damit Sie unsere Informationen kostenlos lesen können, werden manchmal Klicks auf Verlinkungen vergütet. 

Bildquelle: welcomia / Shutterstock.com

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