Mit Nebenwerten Renditechancen erhöhen

SDAX-ETF – mit den besten ETF Fonds in chancenreiche Small Caps investieren

Ein SDAX-ETF sollte in keinem gut diversifizierten Portfolio fehlen, denn: Mit einem ETF auf den Small-Cap-Index profitieren Sie von der Wertentwicklung eines ganzen Bündels chancenreicher Nebenwerte. Warum der SDAX den Leitindex DAX in den vergangenen Jahren mehrfach outperformt hat und welcher SDAX-ETF der beste ist, verraten wir Ihnen im Folgenden. Zu Beginn haben wir zunächst die besten Indexfonds auf den SDAX übersichtlich aufgeführt.

SDAX-ETF - darum geht es

Mit einem SDAX-ETF profitieren Sie als An­le­ger von der Kurs­ent­wick­lung des deut­schen Small-Cap-Index SDAX.

In diesem Neben­werte-Index sind klei­nere deutsche Unter­neh­men ge­li­stet, die hin­sicht­lich Markt­kapi­ta­li­sie­rung und Han­dels­volu­men auf die Konzerne im Midcap-Index MDAX folgen.

Ein SDAX-ETF bildet die Entwicklung des SDAX im Optimalfall 1:1 ab.

Im ausführlichen SDAX-ETF-Test finden Sie die besten Index­fonds auf den SDAX - hier die Kurzübersicht.

Wichtig: Der deut­schen Kleinst­werte­index SDAX hat in der Ver­gan­gen­heit besser ab­ge­schnit­ten als der deut­sche Leit­index DAX. SDAX-Werte gelten als wachstums­stärker und flexi­bler.

SDAX-ETF - Tipps & Tricks

Unsere Empfehlung: Ein SDAX-ETF kann in Ihrem diver­sifi­zier­ten Port­folio ein Rendite­be­schleu­ni­ger sein, als Ba­sis­in­vest­ment eignet sich ein Index­fonds auf den SDAX aber nicht.

Produkt­empfehlung: Der aus­schüt­tende ComStage SDAX TR UCITS ETF ist der größte SDAX-ETF. Alter­na­tiv kön­nen Sie den aus­schüt­ten­den ComStage 1 SDAX UCITS ETF wählen, der den SDAX-Kursindex abbildet.

Sie wollen Ihr Kapi­tal nicht in Ein­zel-ETFs an­le­gen? Dann empfeh­len wir Ih­nen OSKAR. Damit inve­stie­ren Sie ab einer monat­li­chen Spar­rate von 25 Euro in bis zu zehn globale ETFs.

Tipp: Für SDAX-Anleger ist auch der Value-Stars-Deutschland-Index interessant, in den Sie über ein Zertifikat investieren können.

Die besten SDAX-ETFs im Test

NameISIN/WKNLaufende Kosten pro Jahr (TER)Verwendung der Erträge
ComStage SDAX TR UCITS ETFLU0603942888/ ETF0050,70 Prozentausschüttend
ComStage 1 SDAX UCITS ETFDE000ETF9058/ ETF9050,70 Prozentausschüttend

Produkt­empfehlung: Der aus­schüt­tende ComStage SDAX TR UCITS ETF ist der größte SDAX-ETF. Mit dem eben­falls aus­schüt­ten­den ComStage 1 SDAX UCITS ETF profi­tie­ren Sie von der Ent­wick­lung des SDAX-Kursindex. Stiftung Warentest bewertet beide SDAX-ETFs mit „1. Wahl“. Anleger, die nicht nur in Einzel-ETFs investieren möchten, sollten einen Blick auf OSKAR werfen. Mit dem Robo-Advisor legen Sie Ihr Geld ab einer monatlichen Sparrate von 25 Euro gleichzeitig in bis zu zehn ETFs mit weltweiter Streuung an. Für SDAX-Anleger ist außerdem der Value-Stars-Deutschland-Index einen Blick wert. Der  Index bildet ein aktiv gemanagtes Referenzportfolio ab. Hier werden nur deutsche Unternehmen aufgenommen, die den strengen Kriterien der Value-Strategie genügen. Investieren können Sie über ein Index-Zertifikat (WKN LS8VSD).

Was die von uns empfohlenen Produkte auszeichnet, zeigen wir Ihnen in unserem aus­führ­lichen SDAX-ETF-Test auf. Zunächst führen wir Ihnen die Chancen eines SDAX-Invest­ments sowie die wich­tig­sten Aus­wahl­krite­rien bei einem ETF-Kauf vor.

Höhere Renditechancen mit dem Small-Cap-Index

Der Leitindex DAX ist der Index in Deutschland, an dem sich die Politik, institutionelle Investoren und Privatanleger orientieren. Der DAX ist Gradmesser und Spiegel für die deutsche Wirtschaft, er steht im Zentrum des Anlegerinteresses in Deutschland. Aufgrund seiner Gesamt­markt­kapitali­sierung von über 1,2 Milliarden Euro ist das auch kein Wunder, überflügelt er damit doch die kleineren Indizes aus der DAX-Familie MDAX (480 Millionen Euro), SDAX (115 Millionen Euro) und TecDAX (380 Millionen Euro).

Ein Blick auf die Performance allerdings zeigt ein völlig anderes Bild: Mit einem Wertzuwachs von durchschnittlich 6,25 Prozent pro Jahr zwischen Anfang 2008 und Anfang 2018 liegt der DAX hinter seinen kleinen Brüdern TecDAX, MDAX und SDAX. Vor allem der Small-Cap-Index SDAX distanziert den DAX mit einem durchschnittlichen Kursplus von annähernd 13 Prozent pro Jahr seit 2008 deutlich. In den vergangenen fünf Jahren kletterte der Kleinstwerteindex im Schnitt gar 25 Prozent jährlich nach oben.

Das klare Fazit lautet: Der SDAX hat den Leitindex DAX in der Vergangenheit regel­mäßig geschlagen. Das ist selbstverständlich kein Hinweis auf die zukünftige Kurs­ent­wick­lung des deutschen Kleinstwerteindex, zeigt aber eindrucksvoll, welch großes Poten­zial im SDAX steckt. Das Wachstumspotenzial und die Renditechancen sind im SDAX deutlich größer als im DAX.

Tipp: Mit einem SDAX-ETF können Sie als Anleger besonders komfortabel und kosten­günstig von dieser beeindruckenden Performance des Small-Cap-Index profitieren.

Was macht den Small-Cap-Index SDAX so besonders?

Der Kleinstwerteindex SDAX ist – gemessen an der Marktkapitalisierung der einzelnen in diesem Index gelisteten Unternehmen – der kleinste Aktienindex der DAX-Familie. Er spiegelt die Entwicklung von 50 kleinen deutschen Unternehmen wider, die hinsichtlich Marktkapitalisierung und Handelsvolumen direkt auf die MDAX-Konzerne folgen. Die im SDAX geführten Konzerne werden auch als Small Caps oder die „Dritte Reihe“ bezeichnet. Der SDAX ist ein sogenannter Nebenwerteindex (mehr über Small Caps und chan­cen­reiche Neben­werte lesen Sie übrigens auch in unserem Ratgeber Die besten Aktien aus SDAX & Co.).

Der SDAX ist, ebenso wie der Technologiewerteindex TecDAX, der Index der mittel­großen Werte MDAX und der Leitindex DAX, Teil der DAX-Indexfamilie. Die Aktienindizes der DAX-Familie werden allesamt im Premiumsegment der Deutschen Börse geführt, im so­genann­ten Prime Standard. Dieser Standard ist wie ein Gütesiegel zu verstehen, der Prime Standard ist das Segment innerhalb der Deutschen Börse mit den höchsten Anforderungen. Unternehmen, die im Prime Standard geführt werden, müssen ein hohes Maß an Transparenz erfüllen und beispielsweise regelmäßig über ihre Bilanzen Auskunft geben.

Der SDAX, der in der Berichterstattung im Fokus steht, ist ein sogenannter Per­formance­index. Alle Dividenden und sonstigen Aus­schüt­tungen werden also bei der Kurs­berech­nung be­rück­sich­tigt (das ist in der DAX-Familie üblich). Es gibt auch den SDAX als Kurs­index, dieser findet in der Öffentlichkeit weniger Beachtung. In unserem aus­führ­lichen SDAX-ETF-Test haben wir sowohl einen Indexfonds auf den SDAX-Per­for­mance­index als auch einen ETF auf den SDAX-Kurs­index miteinander verglichen.

SDAX-Werte bieten mehr Potenzial als Bluechips

Im SDAX sind mittel­stän­dische Indu­strie­unter­nehmen über­durch­schnitt­lich re­prä­sen­tiert, auch Kon­sum­ti­tel haben ein hohes Gewicht. Eine Reihe von Immo­bilien­unter­nehmen und Finanz­dienst­leistern kommen hinzu, geringer gewichtet sind hin­ge­gen das Ge­sund­heits­wesen, die Ver­sor­ger und die Pharma-Branche. Zyklische Unternehmen, also Unter­nehmen, deren Ertrags­situation im Laufe des Kon­junk­tur­zyklus stark schwankt, sind im SDAX in der Überzahl. Der Small-Cap-DAX hat sich deshalb in den ver­gangenen zehn Jahren deutlich besser entwickelt als bei­spiels­weise der deutsche Leitindex.

Der deutsche Mittel­stand und die im SDAX gelisteten Firmen gelten als kon­junk­tur­sen­si­bel, was Vorteile und Nachteile haben kann: Ein Investment in kleinere Unternehmen ist bei guter Konjunktur mit einer höheren Rendite­chance verbunden als eine Anlage in größere Konzerne. Die besseren Ren­dite­chancen gehen im Gegenzug mit einem höheren Risiko einher – in der Ver­gangen­heit gerieten SDAX-Werte in Ab­schwung­phasen stärker unter Druck als die Bluechips im DAX.

Aber: Nach einem Abschwung erholten sich die kleineren Unter­nehmen schneller als die Dick­schiffe. „Ein Vorteil der kleinen Unter­neh­men ist, dass sie viel flexibler sind und ihre Kapa­zitä­ten und Personal­strukturen leichter anpassen können als etwa ein gro­ßes Unter­neh­men“, sagt Götz Albert vom Fondshaus Lupus Alpha in der Wirtschaftswoche.

Hinzu kommt, dass eine regelmäßige Auslese im SDAX statt­findet: Es gibt Tausende von Neben­werten, die in den Kleinst­werte­index auf­steigen wollen und den etablier­ten SDAX-Wer­ten ständig Druck machen – der Konkurrenz­kampf in der dritten deutschen Börsen­liga ist hoch.

Größere Diversifikation als im DAX

50 SDAX-Werte bieten eine besonderes große Vielfalt und eine grö­ßere Streu­ung als der DAX mit sei­nen 30 Titeln. Im SDAX sind zudem Branchen ver­tre­ten, die im deut­schen Leit­index nicht in dieser großen Zahl oder über­haupt nicht ab­ge­bil­det wer­den, bei­spiels­wei­se Immo­bilien­firmen, Medien­kon­zerne und Ma­schi­nen­bauer.

Viele Börsenexperten sehen im SDAX einen Tummelplatz für die heim­lichen Welt­markt­führer. Der Grund ist naheliegend: Die Unter­nehmen im Small-Cap-DAX besetzen häufig wachstums­starke Nischen und sind in ihrem Bereich be­son­ders er­folg­reich. Für Anleger kann es sich also durch­aus lohnen, mit einem bör­sen­ge­handel­ten Index­fonds auf den SDAX zu setzen.

SDAX-ETF kaufen: Vom Potenzial der Nebenwerte profitieren

Mit einem SDAX-ETF können Sie als Anleger besonders einfach an der Wertentwicklung der „heimlichen Weltmarktführer“ teilhaben. Ein Exchange-traded Fund (ETF), also ein börsengehandelter Indexfonds, bildet den zugrundeliegenden Index, in diesem Fall den SDAX, im Optimalfall 1:1 nach. Steigt der SDAX um ein Prozent, steigt auch der SDAX-ETF um ein Prozent.

Die Unterschiede von einem SDAX-ETF zum anderen sind auf den ersten Blick marginal, sie kön­nen sich langfristig aber aus­wirken und unter Um­stän­den Ren­dite kosten. Neben den Gebühren, die die Per­formance (ne­gativ) be­ein­flussen, entscheiden unter anderem auch die Art der Replikation, die Aus­schüt­tungs­art und die An­lage­kosten darüber, wie genau ein ETF die Kursentwicklung des zu­grun­de­lie­gen­den Index‘ wieder­spiegelt.

Ein physisch rep­li­zie­ren­der ETF (direkte Replikation) kauft und verkauft die im zu­grun­de­liegenden Index gelisteten Ori­gi­nal­aktien – bei der Vollreplikation werden die Ori­gi­nal­aktien voll­ständig ge­kauft, beim sogenannten optimier­ten Sampling werden nur die wich­tig­sten Titel des Index gekauft.

Synthetisch replizierende ETFs (indirekte Replikation) hingegen bilden die ETF-Anbieter die Kursentwicklung des zugrundeliegenden Index über ein sogenanntes Swap-Geschäft ab – was das genau ist und mehr zu den unter­schied­lichen Re­pli­ka­tions­me­thoden, Ausschüttungsarten und Gebühren von Indexfonds erfahren Sie in den Rat­geber­arti­keln ETF kaufen, DAX-ETF und ETF-Sparplan sowie in unserem ETF-Lexikon, in dem wir die wichtigsten Begriffe rund um Fonds und ETFs erklären. Im Folgenden werfen wir ein kurzes Schlaglicht auf die wichtigsten Faktoren bei der ETF-Auswahl.

Ausschüttungsarten von ETFs

Thesaurierende SDAX-ETFs legen Dividenden automatisch wieder im Fonds­vermögen an. Sie als Anleger pro­fi­tieren so – vor allem beim lang­fri­stigen Ver­mö­gens­aufbau – von einer Art Zin­ses­zins­effekt, weil der Wert des ETFs nicht nur durch Kursgewinne steigt, sondern zusätzlich auch durch die Divi­den­den­rendite.

Wollen Sie hingegen erzielte Erträge wie Dividenden alternativ anlegen, dann sollten Sie einen ausschüttenden SDAX-ETF wählen. Ausschüttende Indexfonds schütten, wie der Name bereits sagt, die erzielten Erträge regelmäßig aus, die Erträge werden also ihrem Verrechnungskonto gutgeschrieben.

Tipp: Thesaurierende ETFs spielen übrigens ihre Stärken voll aus, wenn sie mit einem ETF-Sparplan kombiniert werden. Die besten spar­plan­fähigen ETFs zum langfristigen Vermögensaufbau haben wir in unserem ETF-Vergleich unter die Lupe genommen.

Anlagekosten bei ETFs

Gebühren können den Erfolg eines Investments entscheidend beeinflussen. Die Kostenkontrolle ist deshalb ein wichtiger Faktor beim Vermögensaufbau (in unserem Ratgeber Geldanlage erfahren Sie mehr dazu). Um einen kostengünstigen SDAX-ETF zu identifizieren, hilft Ihnen die Gesamtkostenquote, die Total Expense Ratio (TER). Die TER ist aber nur ein erster Schritt auf dem Weg zum günstigsten Indexfonds, da sie nur die laufenden Kosten pro Jahr angibt. Die sogenannte TCO (Total Cost of Ownership) weist hingegen die Gesamtheit der Kosten über die gesamte Haltedauer einer Investition aus.

Dennoch ist die TER ein ganz wichtiger Anhaltspunkt für oder gegen den Kauf eines ETF Fonds, weil für die TER gesetzliche Regelungen existieren, die die Kennzahl vergleichbar machen. Für die TCO bestehen diese gesetzlichen Regelungen noch nicht, weshalb in unseren SDAX-ETF-Test diese nur als Randkriterium in die Bewertung einfließt.

Neben den direkten Fondskosten fallen beim Kauf eines SDAX-ETF, wie bei jedem Börseninvestment, externe Kosten wie Depotgebühren, Ordergebühren und weitere Handelsgebühren an. Diese Kosten können Sie mit einem günstigen Depot-Anbieter besonders leicht unter Kontrolle halten.

Unsere Empfehlung: Im finanzen.net Brokerage Depot zahlen Sie weder Depot- noch Kontoführungsgebühren und die Ordergebühren sind volumenunabhänig. Für über 180 Sparpläne auf Investmentfonds, Zertifikate, ETCs und ETFs zahlen Sie pro Spar­plan­aus­füh­rung nur einen Euro. Bei der Suche nach dem passenden Anbieter für Ihr Wert­pa­pier­depot hilft Ihnen unser Depot-Vergleich. Möchten Sie einen reinen ETF-Sparplan einrichten? Dann nutzen Sie unseren Depot-Test für ETF-Sparpläne.

ETF-Sparen mit Profis

Wer sich nicht mit Gebühren und Fachbegriffen rund um Indexfonds beschäftigen möchte, kann den Vermögensaufbau mithilfe von ETFs auch Profis überlassen. Digitale Vermögensverwalter, auch als Robo-Advisor bezeichnet, bieten ETF-Komplettpakete an und sind dabei viel günstiger als klassische Vermögensverwalter.

Robo-Advisor wie Scalable Capital, OSKAR oder Quirion übernehmen für Sie die gesamte Arbeit rund um ein ETF-Investment. Sie als Anleger können mit einem Robo-Advisor mit niedrigen monatlichen Sparraten in mehrere globale Indexfonds investieren. Mit OSKAR beispielsweise investieren Sie ab 25 Euro pro Monat in bis zu zehn ETFs mit weltweiter Streuung.

Hinweis: Wenn Sie mehr zu Kosten, Anlagestrategie und Performance von Scalable Capital, Quirion und Co. erfahren möchten, dann schauen Sie sich unseren großen Robo-Advisor-Vergleich an.

SDAX-ETFs auf dem Prüfstand

Mit einem SDAX-ETF investieren Sie besonders komfortabel und kostengünstig in die „dritte Reihe deutscher Unternehmen“. Zu Beginn dieses Artikels haben wir Ihnen bereits in unserer SDAX-ETF-Übersicht die besten ETF Fonds auf den deutschen Small-Cap-Index vorgestellt. Im folgenden SDAX-ETF-Test zeigen wir nun Pro und Contra der verschiedenen Produkte ausführlich auf.

Wichtig: Ein SDAX-ETF eignet sich nicht als Basis­investment (ebenso wenig übrigens wie ein DAX-ETF oder ein MDAX-ETF). In einem gut diversifizierten Wertpapierdepot kann ein SDAX-ETF ein kraftvoller Rendite­beschleuniger sein.

So haben wir getestet

In unseren SDAX-ETF-Test sind als Bewertungs­kri­terien zusätz­lich zu Re­pli­ka­tions­me­tho­de, Aus­schüt­tungs­art und Ge­büh­ren auch Tracking Error, Fonds­volumen und Per­formance ein­geflos­sen. Ein großes Fondsvolumen, eine exakte Nach­bildung des SDAX und ein geringer Tracking Error wirken sich positiv auf den jeweils ge­teste­ten SDAX-Index­fonds aus.

Die im fol­gen­den SDAX-ETF-Test auf Herz und Nieren geteste­ten Index­fonds kön­nen Sie nor­ma­ler­weise auch mit einem Spar­plan be­sparen. So inve­stieren Sie dann regel­mä­ßig in den Kleinst­werte­index und in die darin ent­hal­tenen Unter­nehmen (lesen Sie dazu auch un­seren Rat­geber ETF-Sparplan).

Ob ein ETF regel­mäßig bespart wer­den kann, bestimmt übri­gens der Depot-An­bieter und nicht der ETF-An­bieter – für die Bewer­tung der besten SDAX-ETFs spielt die Spar­plan­fähig­keit des­halb keine Rolle.

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Die besten SDAX-ETF Fonds im Vergleich

Dass der SDAX häufig im Schatten der größeren Indizes MDAX und TecDAX steht, zeigt sich auch an der eher überschaubaren Auswahl von SDAX-ETFs. Bisher bietet lediglich ComStage, die ETF-Tochter der Commerzbank, zwei Indexfonds auf den Small-Cap-DAX an: ComStage SDAX TR UCITS ETF (ISIN LU0603942888/WKN ETF005) und ComStage 1 SDAX UCITS ETF (ISIN DE000ETF9058/WKN ETF905).

Beide ComStage-ETFs schütten ihre Erträge jährlich aus, der Anleger kann bei einem SDAX-Investment via ETF also leider nicht vom angepriesenen Zinseszinseffekt profitieren. Auch in der Art der Replikation unterscheiden sich die SDAX-ETFs aus dem Hause ComStage nicht, sie bilden den deutschen Smallcap-Index physisch vollständig nach. Sowohl für den ComStage SDAX TR UCITS ETF als auch für den ComStage 1 SDAX UCITS ETF müssen Sie als Anleger laufende Kosten (TER) in Höhe von 0,70 Prozent pro Jahr bezahlen – das ist für einen Indexfonds relativ teuer, zum Vergleich: die laufenden Kosten liegen bei einem MDAX-ETF bei etwa 0,30 Prozent pro Jahr, für einen DAX-ETF zahlen Anleger selten mehr als 0,15 Prozent TER jährlich.

Es gibt aber auch Unterschiede, die wir im folgenden Vergleich ausführlich erläutern. Den wichtigsten Unterschied gibt’s bereits hier: Während der ComStage SDAX TR UCITS ETF den SDAX-Performanceindex abbildet, spiegelt der ComStage 1 SDAX UCITS ETF die Wertentwicklung des SDAX-Kursindex wider.

ComStage SDAX TR UCITS ETF

Der größere der beiden ComStage-ETFs ist der ComStage SDAX TR UCITS ETF mit einem verwalteten Volumen von annähernd 115 Millionen Euro. Dieser SDAX-ETF existiert auch etwas länger, aufgelegt wurde er im Mai 2011. In den vergangenen fünf Jahren verbuchte der größere ComStage-SDAX-ETF eine durchschnittliche Wertentwicklung von mehr als 8 Prozent pro Jahr. Im Factsheet des SDAX-ETFs heißt es: „Das Anlageziel des ComStage SDAX UCITS ETF besteht darin, den Anlegern einen Ertrag zukommen zu lassen, der an die Wertentwicklung des SDAX anknüpft.“ Laut ComStage beträgt der Tracking-Error weniger als 0,1 Prozent, die Tracking-Differenz dieses Indexfonds liegt allerdings im negativen Bereich – der ComStage SDAX UCITS ETF bildet den SDAX also zu Un­gunsten des Anlegers nach. Im Rating des Analysehauses Morningstar erhält dieser SDAX-ETF trotzdem über­durch­schnitt­liche vier Sterne, Stiftung Waren­test beurteilt den ComStage-Indexfonds als „1. Wahl“.

ComStage 1 SDAX UCITS ETF

Der ComStage 1 SDAX UCITS ETF ist mit einem verwalteten Volumen von annähernd 9,5 Millionen Euro der deutlich kleinere der beiden SDAX-ETFs in unserem Test. Das liegt vor allem daran, dass er noch nicht so lange existiert: Er wurde erst im Oktober 2016 aufgelegt. In den vergangenen zwölf Monaten fiel der kleine ComStage-SDAX-ETF annähernd 9 Prozent. Zum Vergleich: Der „große“ ComStage SDAX TR UCITS ETF büßte in den vergangenen zwölf Monaten rund 11 Prozent ein. Im Vergleich zum großen SDAX-ETF bildet dieser Indexfonds den SDAX etwas weniger genau ab, der Tracking-Error beträgt rund 0,3 Prozent. Aber: Die Tracking-Differenz liegt im positiven Bereich, der SDAX wird also zu Gunsten des Anlegers abgebildet. Auch dieser SDAX-ETF von ComStage erhält von Stiftung Warentest das Urteil „1. Wahl“.

SDAX-ETFs – unsere Empfehlung

Die beiden hier vorgestellten und getesteten SDAX-ETFs sind für Anleger, die für ein leicht erhöhtes Risiko Ihre Renditechancen in Ihrem Wertpapierdepot erhöhen wollen, eine sehr gute Wahl. Das Risiko beim jüngeren SDAX-ETF ist etwas höher, da das Fondsvolumen mit nur 10 Millionen Euro vergleichsweise klein ist und deshalb die Gefahr besteht, dass ComStage diesen SDAX-ETF in der näheren Zukunft einstellen könnte.

Unsere Empfehlung: Mit beiden SDAX-ETFs machen Sie grundsätzlich nichts verkehrt, beide bilden die Entwicklung des Kleinstwerteindex gut ab. Da der kleinere der beiden SDAX-ETFs „nur“ den Kursindex des deutschen Small-Cap-DAX abbildet, raten wir – auch aufgrund des größeren Fondsvolumens – zum ComStage SDAX TR UCITS ETF.

Starke Alternative zu SDAX-ETFs - schon gewusst?

Für SDAX-Anleger ist außerdem der Value-Stars-Deutschland-Index einen Blick wert. Der über ein Index-Zertifikat (WKN LS8VSD) investierbare Index verfolgt eine Value-Strategie, die Aktienauswahl ist auf Deutschland beschränkt. In den Index werden nur deutsche Unternehmen aufgenommen, die den strengen Kriterien der Value-Strategie genügen.

SDAX-ETFs: Chancen, Risiken und Alternativen

Mit einem SDAX können Sie auf besonders bequeme Art und Weise die Renditechancen in Ihrem Depot deutlich erhöhen. Wie bereits oben ausgeführt erholen sich die kleinen Unternehmen nach einem Börsentief normalerweise schneller als die etwas behäbigen DAX-Konzerne: In den im SDAX gelisteten Unternehmen steckt mehr Potenzial, sie haben noch mehr Luft nach oben.

Tipp: Sind Ihnen 0,70 Prozent lau­fende Kosten pro Jahr für den Kauf eines SDAX-ETFs zu hoch, dann kommt für Sie alter­nativ mög­licher­weise ein Investment in MDAX-ETFs in­fra­ge: Ein MDAX-ETF bildet ebenfalls Unter­neh­men ab, die be­son­ders fle­xibel sind und als heim­liche Börsenstars gelten.

SDAX-ETF kaufen - das sollten Sie tun

1
Wollen Sie für höhere Renditechancen ein erhöhtes Risiko bei einem Investment in kleinere Werte in Kauf nehmen? Dann sollten Sie einen SDAX-ETF kaufen.
2
Eröffnen Sie zunächst ein günstiges Wertpapierdepot. Verschaffen Sie sich einen Überblick über die besten Konditionen mit unserem Depot-Vergleich!
3
Kaufen Sie einen für Ihre Anlagestrategie passenden Smallcap-ETF und behalten Sie die Kursentwicklung im Blick.

Beitrag verfasst von:

MARKUS GENTNER – FINANZEN.NET REDAKTEUR

Markus Gentner - Redakteur finanzen.net RatgeberMarkus Gentner leitet den Ratgeberbereich bei finanzen.net. Zuvor war er fünf Jahre lang in der News-Redaktion tätig. Der studierte Journalist und Germanist entdeckte seine Passion für die Börse beim Deutschen Anleger Fernsehen DAF, bereits während seines Volontariats sammelte er Erfahrung mit Ratgeberthemen.

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Bildquelle: Julian Mezger für Finanzen Verlag

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