Mit Bausparen zum Immobilientraum

Bausparvertrag Vergleich: Die besten Bausparverträge und wann sich Bausparen lohnt

Mit einem Bausparvertrag kombinieren Sie die Vorteile eines Sparplans und eines Immobiliendarlehens - so sichern Sie sich schon heute einen niedrigen Darlehenszins für den Kauf oder Bau Ihrer Immobilie. Wann sich Bausparen lohnt und wo der beste Bausparvertrag zu finden ist, erfahren Sie hier. Zunächst stellen wir Ihnen in unserem Bausparvertrag-Vergleich die besten Bauspartarife vor.

Bausparvertrag -
darum geht es

Ein Bau­spar­ver­trag ist eine Kom­bina­tion aus Spar­plan (An­spar­phase) und Im­mobilien­finan­zierung (Dar­lehens­pha­se).

Wer einen Bau­spar­ver­trag ab­schließt, sichert sich gegen stei­gende Bau­zin­sen ab - und kann so den Traum vom Ei­gen­heim leich­ter ver­wirk­li­chen.

Bau­spar­ver­träge sind zur Nutzung vermögenswirksamer Leistungen ab­schließ­bar. Einige Ver­träge sind mit der Riester-Rente kombinierbar.

In unserem Bausparvertrag-Vergleich haben wir die besten Bau­spar­ver­träge für Sie auf­ge­spürt.

Bausparvertrag -
Tipps & Tricks

Bau­sparen eignet sich vor allem als Fi­nan­zie­rungs­bau­stein für einen Immo­bi­lien­kauf, als Zins­ab­siche­rung und für si­cher­heits­be­wusste Spa­rer.

Unsere Empfehlung: Über­prü­fen Sie, welcher Bau­spar­vertrag zu Ihrer Le­bens­si­tua­tion passt.

Produkt­empfehlung: Schwäbisch Hall punktet mit einem nie­dri­gen Dar­lehens­zins. LBS Südwest überzeugt mit hoher Gut­ha­ben­ver­zin­sung und eben­so wie Wüsten­rot mit einem Bo­nus.

Mit der Alten Leipziger oder Wüsten­rot er­hal­ten Sie einen variablen Zins, der sich an der Markt­situa­tion orien­tiert.

Die besten Bausparverträge im Test

Bauspar­kasse/ TarifGuthaben­zinsEffektiver Darlehens­­zinsAbschluss­­gebühr/ Konto­führung
Schwäbisch Hall/
FuchsImmo 1 XL
0,1 %2,38-2,44 %

1,0 %/
12 Euro p.a.

LBS Südwest/ 
Perspektive Plus
0,5 %2,46 %1,0 %/
18 Euro p.a.
Wüstenrot/
Wohnsparen Premium
0,1 %1,75-4,04 %1,0 %/
15 Euro p.a.
Alte Leipziger/
AL_Neo Klassik
0,2 %2,45 %1,0-1,6 %/
15 Euro p.a.
LBS Südwest/ 
Bonus
0,5 %
+ 0,5 % Bonus
3,22 %1,0 %/
9 Euro p.a.
Schwäbisch Hall
FuchsChance
0,25-1,25 %4,18 %1,0 %/
12 Euro p.a.
Alte Leipziger/ 
AL_Neo Dynamik
0,1-1,5 %2,60-4,17 %1,0-1,6 %/
15 Euro p.a.
Wüstenrot/ 
Trend
0,2-4,0 %
+ ggf. Sonderzins
abhängig vom Jahreszins1,0 %/
15 Euro p.a.

Produkt­empfehlung: Bei Schwäbisch Hall sichern Sie sich mit „FuchsImmo XL“ in Zukunft einen niedrigen Darlehenszins. Bei Wüstenrot ist der Dar­le­hens­zins, je nach Rah­men­be­dingungen, noch günstiger, allerdings zahlen Sie dafür auch ein höheres Service­entgelt. Die beste Gut­haben­ver­zinsung erhalten Sie mit dem Tarif Per­spek­tive Plus der LBS Südwest. Eine ähnliche Dar­lehens­ver­zinsung bekommen Sie auch bei Alte Leipziger. Wer noch unsicher ist, ob er in Zukunft eine eigene Immobilie kaufen oder bauen wird, erhält mit dem Tarif Bonus der LBS Südwest und dem Tarif Trend von Wüstenrot bei relativ hoher Gut­ha­ben­ver­zin­sung attraktive Boni. Mit den Tarifen von Alte Leipziger und Schwäbisch Hall sind Sie hinsichtlich Wahlzuteilung und Gut­haben­ver­zin­sung sehr fle­xi­bel.

In unserem ausführlichen Bausparvertrag-Vergleich erfahren Sie mehr über die ge­nann­ten Tarife, zunächst stellen wir Ihnen die Vor­teile und Nach­teile von Bau­spar­ver­trägen vor.

Bausparvertrag: So verwirklichen Sie sich Ihren Traum vom Eigenheim

Steigende Miet­preise und knapper wer­den­der Wohn­raum – vor allem in Ballungs­gebie­ten und Groß­städten gestaltet sich die Wohnungs­suche als schwierig. Die Alter­native für die nerven­auf­reiben­de Suche, über­teuer­te Mieten und als Wert­anlage: Der Kauf oder Bau einer eigen­genutz­ten Immobilie.

Auf dieses Ziel können Sie mit ver­schie­denen Spar­formen hin­arbei­ten, auch der Staat unter­stützt Eigen­heim­bauer auf ihrem Weg. Besonders beliebt ist in Deutschland der Bausparvertrag: Ende 2017 lag die Zahl der ab­ge­schlos­senen Bau­spar­verträge bei über 27 Millionen. Aber wann lohnt sich ein Bausparvertrag wirklich, wie funktioniert ein Bau­sparver­trag überhaupt und wann sollten Sie lieber eine andere Spar­form wählen?

So funktioniert ein Bausparvertrag

Ein Bausparvertrag ist eine Kombination aus einem klassischen Spar­plan und einer Immo­bilien­finan­zie­rung. Mit einem Bau­spar­vertrag schlie­ßen Sie gewisser­maßen eine Ver­sicherung gegen stei­gende Zinsen ab und sichern sich vor­zeitig einen günstigen Dar­lehens­kredit.

Im Normal­fall besteht ein Bau­spar­vertrag aus zwei Phasen: Der Anspar­phase und der Dar­lehens­phase. In der ersten Phase sparen Sie regel­mäßig feste Beträge an und er­hal­ten dafür Gut­haben­zinsen. Haben Sie eine bestimmte Summe erreicht, ist Ihr Vertrag zu­teilungs­reif und Sie erreichen die zweite Phase – hier haben Sie An­spruch auf den Kredit zum vorab verein­barten Zins.

Zwei Phasen eines Baussparvertrags

1
Ansparphase
2
Darlehensphase

So unterscheiden sich Bausparverträge

In der Regel unter­scheiden sich die Angebote von Bau­spar­kassen und Banken hin­sichtlich des An­spar­volumens, des Zins­satzes in der Anspar­phase und des Zins­satzes des späteren Dar­lehens. Auch die Bau­sparsumme können Sie individuell mit Ihrer Bau­spar­kasse oder Bank verein­baren. Sie setzt sich aus der folgenden Formel zusammen:

Sparanteil + Darlehensanspruch = Bausparsumme

Ein Beispiel: Sie planen in Zukunft mit einem Kredit von 60.000 Euro für eine umfassende Sanie­rung Ihres Hauses. Dann müssen Sie einen Vertrag mit einer Bau­spar­summe von 100.000 Euro ab­schlie­ßen und 40.000 Euro selbst im Bau­spar­vertrag an­sparen. Haben Sie die 40.000 Euro angespart, ist Ihr Vertrag zuteilungs­reif und Sie haben Anspruch auf das Darlehen in Höhe von 60.000 Euro zu einem vorab vereinbarten Zins.

Wann Ihr Vertrag zu­teilungs­reif ist, unter­scheidet sich von Bau­spar­kasse zu Bau­spar­kasse und von Tarif zu Tarif – meistens müssen Sie 30 bis 60 Prozent der gesamten Bau­spar­summe im Bau­spar­vertrag an­sparen, um Ihren Darlehens­anspruch wahr­nehmen zu können.

Prinzipiell haben Sie nach Ab­schluss der An­spar­phase drei Mög­lich­keiten weiter­zu­machen. Die gängigste Ver­wen­dung ist die In­an­spruch­nahme des Kredits für den Kauf eines Hauses oder einer Wohnung, die Moder­nisie­rung Ihrer Immo­bilie oder eine An­schluss­finan­zierung. Sie können aber auch nach Zutei­lung Ihres Bau­spar­vertrags einfach weiter­sparen und von einer guten Verzinsung profi­tieren. Das lohnt sich selbst­ver­ständ­lich nur bei einem sehr gut verzinsten Bau­spar­vertrag – ansonsten gibt es rendite­stärkere Alter­nativen, zum Beispiel einen ETF-Sparplan. Dieser ist allerdings mit mehr Risiken verbunden, das Geld ist zudem auch nicht jederzeit verfügbar.

Einen Bauspar­vertrag weiter­sparen dürfen Sie übrigens nur bis zu zehn Jahre nach der Zu­teilungs­reife, ab dann hat Ihre Bau­spar­kasse ein Kündi­gungs­recht. Als dritte Option können Sie auch die Aus­zahlung Ihres Bau­spar­gut­habens bean­tragen – manchmal bekommen Sie dann sogar einen Bonus, weil Sie Ihren Kredit nicht in Anspruch nehmen.

Wichtig: Mit dem Bau­sparen binden Sie sich an eine fest­gelegte Dar­lehens­ver­wendung. Wie das Bau­spar­kassen­gesetz (BauSparkG) festlegt, müssen Sie den Dar­lehens­kredit für wohn­wirt­schaft­liche Zwecke verwenden.

Wann lohnt sich ein Bausparvertrag?

Ein Bau­spar­ver­trag kommt insbe­sondere für Sie infrage, wenn Sie in Zukunft fest planen, eine Immobilie zu kaufen. Denn bereits zum Zeit­punkt des Vertrags­abschlusses kennen Sie den Zins, zu dem Sie in wenigen Jahren einen Kredit für Ihr Bau- oder Kauf­vorhaben bekommen. Somit erhalten Sie Planungs­sicher­heit: Auch, wenn die Zinsen in den kommenden Jahren steigen, erhalten Sie Ihren Kredit trotzdem zu einem günstigen Zins.

Darüber hinaus lohnt sich ein Bau­spar­vertrag für bestimmte Berufs­gruppen, denn je nach Einkommen und Alter erhalten Sie für Ihren Bau­spar­vertrag eine staatliche Förderung. Außerdem können Sie den Bau­spar­vertrag für vermögens­wirksame Lei­stungen nutzen oder im Zuge der Riester-Rente ansparen – oder beide Möglich­keiten zur Alters­vorsorge kom­binieren. Wer also mithilfe eines Bauspar­vertrags staat­liche För­derungen in Anspruch nehmen möchte und mit privaten Vor­sorge­modellen wie ver­mögens­wirk­samen Leistungen oder Riester-Rente mit einem Bau­spar­vertrag für das Alter sparen möchte, für den kann sich ein Bau­spar­vertrag besonders lohnen.

Besonderes Angebot für junge Sparer

Sparer unter 25 Jahren erhalten von Bau­spar­kassen häufig at­trak­tive Sonder­angebote und haben einen zusätz­lichen Anspruch auf die staatlich geförderte Wohnungs­bau­prämie, die einmalig nicht an wohn­wirt­schaft­liche Zwecke gebunden ist – wie Sie generell die staatliche Förderung bei Ihrem Bau­spar­vertrag richtig ausschöpfen, erfahren Sie weiter unten in diesem Ratgeber.

Keine Zinsaufschläge

Sie haben schon eine Immobilie, planen in den nächsten zehn Jahren aber eine Moder­nisie­rung? Auch in diesem Fall kann sich ein Bauspar­vertrag trotz der ins­gesamt in der Anspar­phase unter dem Markt­zins lie­gen­den Zinsen lohnen. Der Grund: Bei Bau­spar­kassen müssen Sie keine Zins­auf­schläge für kleinere Dar­lehens­summen zahlen, bei vielen Banken hingegen schon.

Tipp: Bei einigen An­bie­tern erhalten Sie am Ende der Lauf­zeit eine Bonus­verzinsung. Das steigert die Attrak­tivi­tät eines Bau­spar­vertrags gege­benen­falls deutlich.

In diesen Fällen kann sich ein Bausparvertrag lohnen

Bei einem festen Plan eines Immobilien­kaufs oder Haus­baus in der Zu­kunft oder bei einer ge­plan­ten Moder­nisie­rung Ihrer eigenen vier Wände.
Wenn Sie staatliche För­derung er­halten, ver­mögens­wirk­same Lei­stungen beziehen, mit Riester-Rente für vor­sor­gen oder unter 25 Jahre alt sind.

Wann lohnt sich ein Bausparvertrag nicht?

Der Bausparvertrag ist ein beliebtes Sparprodukt, obwohl unser Vergleich zeigt, dass sich Bausparen nicht in allen Lebens­phasen lohnt. Auch Stiftung Warentest stellt in „Finanztest“-Ausgabe 03/2018 fest, dass viele Tarife nur noch minimale Zinsen aus­zahlen. „Damit holen Sparer nicht einmal die Abschlussgebühr wieder herein.“, heißt es dort.

Aber: Wer vor einem Vertrags­ab­schluss sein Spar­ziel aus­führlich hinter­fragt, findet schnell heraus, ob sich ein Bau­spar­vertrag für lohnt.

Grund­sätzlich gilt: Wenn Sie sich un­sicher sind, ob Sie überhaupt irgend­wann einmal ein Eigen­heim besitzen wollen oder in den nächsten Jahren keine Moderni­sie­rung planen, sind andere Spar­formen wie ein ETF-Sparplan (renditestark mit gewissem Risiko) oder ein Festgeldkonto (sehr sicher) attraktiver, denn hier legen Sie chancen­orien­tiert an oder profi­tieren von höheren Zinsen. Beim Tagesgeld sind die Zinsen relativ niedrig, dafür steht Ihnen Ihr Geld jederzeit zur Verfügung.

Sicherheit von Bausparverträgen - schon gewusst?

Ihr Geld ist bei Bauspar­kassen genauso gut gesichert wie bei­spiels­weise bei einem Tages­geld- oder einem Fest­geld­konto. Denn auch hier gilt: Bis 100.000 Euro ist Ihr Er­spar­tes gesetz­lich ab­gesi­chert. Denn die Bau­spar­kassen in Deutsch­land gehören ent­weder zu deutschen Banken und oder sie sind Mit­glieder der Ent­schä­digungs­ein­rich­tung deutscher Banken GmbH (EdB). Sowohl Banken als auch die Ent­schä­di­gungs­ein­rich­tung unter­liegen der gesetz­lich vor­ge­schrie­benen Einlagen­sicherung.

Kosten beim Abschluss Ihres Bausparvertrags

In der Regel müssen Sie vor Abschluss eines Bau­spar­vertrags zwei Arten von Kosten ein­planen: Die Abschluss­gebühr und eine Konto­führungs­gebühr (auch Serviceentgelt genannt). Je nach Angebot unter­schei­den sich diese Kosten extrem zwischen ver­schie­denen Bau­spar­kassen und Tarifen.

Vorsicht: Einige Bausparkassen haben nicht nur Service­gebühren für neue Verträge ein­geführt, sondern versuchen der­artige Service­ent­gelte auch für be­stehen­de Bau­spar­ver­träge ein­zu­for­dern. Durch einen einfachen Widerspruch können sie diesen nach­träg­lichen Kosten ent­gehen.

Wenn Ihr Vertrag zu­tei­lungs­reif ist, fallen zudem bei einigen Bau­spar­kassen weitere Kosten, wie Agio oder Disagio, an. Dabei handelt es sich um einen lauf­zeit­abhängigen Zins­bestand­teil, den die Bau­spar­kasse zuzü­glich Ihrer Dar­lehens­rate von Ihnen ein­for­dert.

Tipp: Wenn Sie sich einen Über­blick über die Kosten ver­schaffen wollen, die in der Dar­lehens­phase eines Bau­spar­vertrags auf Sie zukommen, empfeh­len wir Ihnen den Ver­gleich der effektiven Jahres­zinsen des Darlehens. Laut der Preis­angaben­verord­nung (PangV) sind Bau­spar­kassen dazu ver­pflich­tet, in den Effektiv­zins unter anderem den Soll­zins, das Agio bzw. Disagio und poten­zielle Kredit­vermitt­lungs­kosten einzu­beziehen. Generell nicht im effek­tiven Jahres­zins berück­sichtigt sind hingegen all­gemeine Konto­führungs­gebühren und Kosten der Be­siche­rung einer Immobilie.

Video: Bausparvertrag einfach erklärt

Was ist ein Bausparvertrag und wie funktioniert er? Woraus besteht ein Bausparvertrag und wie viel kostet ein Vertrag in der Regel? Im Youtube-Video gibt Thomas Kehl von Finanzfluss die Antworten auf diese und weitere Fragen: Was ist ein Bausparvertrag?

Staatliche Förderungen für Ihren Bausparvertrag

Der Staat belohnt unter bestimmten Rahmen­bedingungen Ihr Bausparen mit zusätz­lichen För­derungen. Zum Bei­spiel erhalten Sie eine sogenannte Arbeit­nehmer­spar­zulage, wenn Sie ein maximal zu ver­steuerndes Ein­kommen von 17.900 Euro (Verheiratete 35.800 Euro) haben. Mit dieser Zulage zahlt der Staat neun Prozent Ihrer einge­zahlten Summe in den Bau­spar­vertrag ein. Schöpfen Sie die staatliche Zulage vollkommen aus, erhalten Sie als Einzel­person maximal 43 Euro und als Ehe­paar maximal 86 Euro zusätz­lich pro Jahr vom Staat.

Liegt Ihr maximal zu ver­steuerndes Ein­kommen unter 25.600 Euro haben Sie außer­dem ein Anrecht auf die so­genannte Wohnungs­bauprämie. Diese beträgt 8,8 Prozent Ihres einge­zahlten Ein­kommens – höchstens erhalten Singles jährlich 45 Euro und Ehepaare 90 Euro – die Rahmenbedingungen der staatlichen Förderung im Überblick:

Art der
Förderung
Max. zu ver­steuern­des Einkommen
Singles/Ehe­paare
Höhe der jährlichen Förderung
Singles/Ehe­paare
Arbeitnehmersparzulage17.900 Euro/
35.800 Euro
9,0 Prozent der eingezahlten Summe; höchstens 43 bzw. 86 Euro
Wohnungsbauprämie25.600 Euro/
51.200 Euro
8,8 Prozent der eingezahlten Summe; höchstens 45 bzw. 90 Euro

Wichtig: Ob Ihnen eine staatliche Unter­stützung zusteht, hängt nicht von Ihrem Brutto­einkommen, sondern von Ihrem zu ver­steuern­den Ein­kommen ab. Das ist bei Familien bei­spiels­weise das Brutto­einkommen ab­züg­lich der Kinder­frei­beträge. Ihr zu ver­steuern­des Ein­kommen können Sie in Ihrem Steuer­bescheid nachschauen.

Bausparvertrag Vergleich – die besten Bausparverträge im Test

Insbesondere in der Niedrig­zins­phase kämpfen Bau­sparkassen mit rendite­stärkeren Spar­formen um Kunden. Das hat aber auch Vor­teile für Sparer, denn um die nie­drigen Gut­haben­zinsen aus­zugleichen, locken einige Bau­spar-An­bieter mit interessanten Bonus­angeboten. Je nach Spar­ziel und Lebens­situation eignet sich für Sparer dieser oder jene Bau­spar­vertrag.

Deshalb haben wir in zwei Test­kate­gorien die besten Bau­spar­ver­träge für Sie näher be­trachtet: Im ersten Test­szenario nehmen wir Bau­spar­ver­träge unter die Lupe, die infrage kommen, wenn Sie sicher planen, eine Immobilie zu kaufen oder zu bauen. Im zweiten Szenario stehen das sichere Sparen und attrak­tive Gut­haben­verzinsungen sowie Boni im Vor­dergrund.

Die besten Bausparverträge für Eigenheim-Verwirklicher

Sparer, die bereits heute sicher sind, dass Sie in Zukunft eine Immo­bilie kaufen oder bauen wollen, sichern sich mit einem Bau­spar­ver­trag früh­zeitig günstige Darlehens­zinsen. Vor diesem Hinter­grund haben wir die besten Bau­spar­verträge hin­sicht­lich eines Bau­spar­darlehens in der Zukunft für Sie verglichen.

Eine gute Kombination aus hoher Gut­haben­verzinsung und fairen Rahmen­be­dingungen erhalten Sie bei der LBS Südwest mit dem Tarif Perspektive Plus. Die Mindest­bau­spar­summe liegt bei diesem Tarif bei 50.000 Euro. Ihr Guthaben wird mit 0,5 Prozent im Vergleich zu anderen Bau­spar­ver­trägen sehr gut verzinst. Etwas teuer ist mit 18 Euro pro Jahr hingegen das Jahres­entgelt. Die Abschluss­gebühr liegt bei 1,0 Prozent. Bei einer Bau­sparsumme von 50.000 Euro steht Ihnen ein effektiver Jahres­zins in Höhe von 2,46 Prozent zu.

Auch der Tarif FuchsImmo XL der Schwäbisch Hall kommt für Sparer infrage, die lang­fristig mit einem Immobilien­invest­ment planen. Zwar liegt der Guthaben­zins mit 0,1 Prozent niedriger als bei LBS Südwest, dafür können Sparer jedoch eine Wahl­zu­teilung in Anspruch nehmen. Diese ermöglicht es Ihnen unter Auswirkung auf den Darlehenszins (effektiver Jahres­zins), Ihr Bau­spar­darlehen früher als vorab geplant zu erhalten. Finden Sie also Ihre Traum­immobilie bevor das Spar­ziel erreicht haben, können Sie sich Ihren Hausbau trotzdem ver­wirk­lichen. Die Mindest­bau­spar­summe liegt bei 10.000 Euro. Der effektive Jahres­zins ohne Wahl­zuteilung beträgt bei diesem Tarif 2,38 Prozent. Damit ist der effektive Jahreszins etwas günstiger als bei der LBS. Das Jahres­entgelt von 12 Euro pro Jahr müssen Sie eben­falls einplanen.

Schwäbisch Hall überzeugt nicht nur in unserem Test, die Bausparkasse ist in den Jahren 2015 bis 2017 Sieger des Bau­spar­kassen-Tests von €uro am Sonntag. Grundlage für dieses Test­ergebnis waren neben der sehr guten Beratung auch die heraus­ragen­den Konditionen, unter anderem ein attraktiver Darlehenszins.

Als dritter Anbieter in unserem Test bietet die Alte Leipziger Bauspar AG mit dem Tarif AL_Neo Klassik einen Bausparvertrag an, der mit 0,2 Prozent Guthaben­zinsen eine höhere Ver­zinsung als die Schwäbisch Hall aufweist. Auch hier haben Anleger, analog zu Schwäbisch Hall, die Option einer Wahl­zutei­lung und können darüber hinaus in den Tarif AL_Neo Dynamik wechseln. Der Darlehens­zins liegt bei der Alten Leipziger ohne Wahl­zuteilung bei 2,45 Prozent. Für die Konto­führung müssen Sie 15 Euro einplanen, die Abschluss­gebühr liegt, je nach Ausgestaltung, zwischen 1,0 und 1,6 Prozent.

Der vierte Anbieter in unserem Bau­spar­vertrag Vergleich ist die Bau­spar­kasse Wüstenrot. Hier eignet sich der Tarif Wohnsparen Premium, wenn Sie vorhaben, in den kommenden Jahren ein Haus zu bauen oder eine Immo­bilie zu kaufen. Für Ihr Gut­haben erhalten Sie bei Wüstenrot 0,1 Prozent Zinsen. Mindestens müssen Sie einen Bau­spar­vertrag über 50.000 Euro ab­schlie­ßen. Sie haben je nach Fest­legung ein An­recht auf Ihr Immo­bilien­darlehen zum verein­barten Zins, wenn Sie 30 oder 40 Prozent der Bausparsumme selbst angespart haben. Ihr Darlehenszins liegt je nach Bausparsumme und Tilgungsdauer zwischen 1,75 und 4,04 Prozent.

Produkt­empfehlung: Den höchsten Guthabenzins für einen zu­künf­tigen Immo­bilien­kauf bietet im Test der besten Bausparverträge die LBS Südwest mit 0,5 Prozent. Einen relativ guten Darlehenszins erhalten Sie mit 2,38 bis 2,44 Prozent (je nach Höhe der Bausparsumme) bei Schwäbisch Hall. Mehrere in­divi­du­elle An­­passungs­­möglich­keiten haben Sie bei Wüstenrot innerhalb eines Tarifs. Bei Schwäbisch Hall, Wüstenrot und Alte Leipziger profitieren Sie zudem von einer Wahlzuteilung und sind dadurch in der Länge Ihrer Ansparphase flexibel.

Hinweis: Hier haben wir die vier Bauspar-Tarife verglichen, die aufgrund Ihrer Aus­ge­stal­tung insbesondere für die Ver­wirk­li­chung Ihres Wohn­traums infrage kommen. Abseits dieser Tarife bieten alle vier getesteten Bau­spar­kassen exklusive „Niedrigzins“-Tarife an. Können Sie monatlich eine hohe Belastung stemmen, sollten Sie einen genaueren Blick auf diese Tarife werfen – auf Dauer können sich auch diese Tarife auszahlen. In unserem Test haben wir sie nicht berück­sichtigt.

Die besten Bausparverträge mit flexiblen Zinsen und attraktiven Boni

Grund­sätzlich ist in Zeiten niedriger Zinsen ein Börsen­invest­ment alter­nativ­los. Wer das damit ein­her­ge­hende Risiko scheut oder sich noch unsicher ist, ob er in den nächsten Jahren eine eigene Immobilie kaufen möchte, hat die Option einen Bau­spar­vertrag zu wählen, der eine ver­gleichs­weise hohe Gut­haben­verzin­sung hat.

Die Vorteile: Wenn Sie sich doch für ein Immobilien­investment ent­scheiden, haben Sie nach Zuteilung Ihres Vertrages ein Anrecht auf einen Kredit mit gün­stigem Darlehens­zins und Sie sparen gleich­zeitig sehr sicher Vermögen an. Wir haben entsprechende Angebote der vier Bausparkassen Schwäbisch Hall, LBS Südwest, Wüstenrot und Alte Leipziger genauer betrachtet.

Die LBS Südwest bietet mit dem Tarif Bonus eine für die Marktlage attraktive Gut­haben­ver­zin­sung von 0,5 Prozent. Vorausgesetzt wird eine Mindest­bau­spar­summe von 5.000 Euro. Zusätzlich erhalten Sie einen Bonus in Höhe von 0,5 Prozent, wenn Sie am Ende der Laufzeit Ihren Anspruch auf den Kredit nicht wahr­nehmen. Für eine Bau­spar­summe in Höhe von 30.000 Euro müssen Sie im Bonus-Tarif der LBS Südwest einen effektiven Jahreszins von 3,22 Prozent pro Jahr ein­planen. Dafür müssen Sie in der Ansparphase jährlich neun Euro Jahresentgelt zahlen.

Schwäbisch Hall bietet mit dem Tarif FuchsChance ein vergleich­bares An­gebot. Der Spar­zins ist markt­orien­tiert und liegt zwischen 0,25 und 1,25 Prozent. Auch hier liegt die Ab­schluss­gebühr bei einem Prozent der Bau­spar­summe. Die Mindest­bau­spar­summe ist in diesem Tarif 10.000 Euro. Pro Jahr müssen Sie mit einem Jahresentgelt von zwölf Euro planen, bei Zuteilung zahlen Sie einen effektiven Jahreszins von 3,06 bis 4,18 Prozent.

Ebenfalls markt­zins­orien­tiert ist der Tarif AL_Neo Dynamik von Alte Leipziger. Hier liegt die Gut­haben­verzin­sung zwischen 0,1 und 1,5 Prozent. Nehmen Sie das Darlehen wahr, berechnet die Alte Leipziger einen effektiven Jahres­zins von 2,60 bis 4,17 Prozent. Die Abschluss­gebühr liegt je nach Rahmen­be­dingungen zwischen 1,00 und 1,6 Prozent. Jährlich zahlen Sie in der Sparphase zusätzlich 15 Euro Kontoführungsgebühren. Der Tarif AL_Neo Dynamik eignet sich daher vor allem für Sparer, die durch die variable Gut­haben- und Dar­lehens­verzinsung flexibel auf Veränderungen in ihrer persönlichen Le­bens­situa­tion reagieren wollen. Die Mindest­bau­spar­summe beträgt 5.000 Euro.

Auch Wüstenrot bietet mit dem Bau­spar­ver­trag Trend einen Bausparvertrag mit flexi­blem Spar­zins. Dieser liegt je nach Markt­zins zwischen 0,2 und 4,0 Prozent und nach ihm richtet sich auch der effektive Jahreszins. Diesen Vertrag müssen Sie mindestens sieben Jahre be­sparen, um An­spruch auf einen zu­sätz­lichen Sonder­zins zu erhalten.

Produkt­empfehlung: Sparer, die mit einem festen und im Vergleich hohen Zins kal­kulie­ren wollen, finden bei der LBS Südwest ein attrak­tives Spar­angebot. Auch beim Tarif von Wüstenrot haben Sie Anspruch auf einen so­ge­nann­ten Sonder­zins. Die Tarife von Schwäbisch Hall, Alte Leipziger und Wüstenrot eignen sich darüber hinaus vor allem, wenn Sie hin­sicht­lich der Ver­zin­sung in den kommenden Jahren flexibel blei­ben wollen. Hin­sicht­lich des Internet­auftritts über­zeugt ins­gesamt die Schwäbisch Hall. Hier finden Sie nicht nur einen Bausparvertrag-Rechner sowie alle möglichen Tarife, Sie können den Bau­spar­vertrag sogar online ab­schließen.

So haben wir die besten Bausparverträge getestet

Die verschiedenen Bausparkassen bieten Ihren Kunden unterschiedliche Rahmen­be­dingungen zum Bausparen an, was einen Bausparvertrag-Vergleich nicht einfach macht. Ebenso bieten sich für unter­schied­liche Spar­ziele andere Tarife an.

Ein direkter An­bieter­ver­gleich gestaltet sich am sinn­voll­sten, wenn Sie konkrete Vor­stel­lungen von Ihrem Spar­ziel haben. Vor diesem Hinter­grund haben wir die vier be­kann­ten Bau­sparkassen LBS, Schwäbisch Hall, Wüstenrot und Alte Leipziger im Hinblick auf ein Bau­ziel, ein Spar­ziel und auf An­gebote für junge Sparer ver­glichen. Da die LBS sich in ver­schie­dene Geschäfts­gebiete unter­teilt, in denen unter­schied­liche Bauspar-Kondi­tionen ange­boten wer­den, haben wir uns hier aus­schließ­lich auf die LBS Südwest beschränkt. Auch bei anderen Bau­spar­kassen finden Sie attraktive Angebote, wir haben allerdings nur die Bau­spar­kassen in den Test aufgenommen, die in beiden Test­kategorien ein sehr gutes Angebot führen.

Ausschlag­gebend für ein gutes Testergebnis in unserem Bau­spar­vertrag Vergleich waren im Vergleich hohe Guthabenzinsen und niedrige garantierte Dar­lehens­zinsen. Wichtig waren für unseren Test auch die Kosten sowie die Tran­sparenz der Angebote im Internet. Letztlich haben wir auch die genauen Voraussetzungen für die Zuteilung betrachtet, um zu unserem Test­ergeb­nis zu kommen.

Nicht be­rück­sichtigt haben wir in unserem Vergleich konkrete Riester-Bau­spar­verträge. Wenn Sie nach ge­eig­neten Riester-Spar­pro­dukten suchen, finden Sie im Ratgeber Riester-Rente ver­schie­dene Mög­lich­keiten – die meisten Bau­spar­kassen bieten gesonderte Tarife für Riester-Bau­spar­ver­träge an.

Tipp: Achten auch Sie bei der Suche nach einem passenden Bau­spar­vertrag auf die von uns hervor­geho­benen Rahmen­bedingungen. Überlegen Sie sich vor Abschluss eines Bau­spar­vertrags genau, was das Ziel Ihrer Spar­maß­nahme ist und ver­glei­chen Sie rendite­starke Alter­nativen.

Darauf sollten Sie beim Vergleich von Bausparverträgen achten

Zinsen in der Ansparphase
Darlehenszinsen
Abschlussgebühr und Serviceentgelt
Zuteilungsvoraussetzungen

So finden Sie den besten Bausparvertrag

Wenn Sie sich für einen Bau­spar­vertrag als Sparmethode ent­schieden haben, können Sie zwischen ver­schie­denen An­bietern wählen. Wie unser Test zeigt, unterscheiden sich die Bau­sparverträge unter­schied­licher Bausparkassen zum Teil enorm von­ein­ander. Ein direkter Vergleich lohnt sich vor allem, wenn Sie die Rahmen­be­dingungen für Ihr Spar­ziel kennen, weil Sie dann am besten die Kon­di­tionen der Anbieter beur­teilen können.

Sprechen Sie außer­dem mit dem Ver­mittler der Bau­spar­kasse oder Ihrem Bank­berater über Ihr Immobilien­ziel. Häufig erhalten Sie auch dann eine gute Ein­schätzung, ob Sie Ihren Immobilien­traum in wenigen Jahren verwirk­lichen können und welche Spar­raten dazu nötig sind.

Unsere Empfehlung: Unser Test zeigt, dass sich ein Bausparvertrag vor allem für Sparer lohnt, die sich zu­künf­tig gegen stei­gende Zinsen ab­sichern wollen und fest vorhaben, in den kommenden Jahren eine Immo­bilie zu kaufen oder ein Haus zu bauen. Wenn Sie hingegen auf der Suche nach einer rendite­starken Spar­möglich­keit sind, sollten Sie andere Optionen wie einen ETF-Sparplan in Erwägung ziehen – der Bau­spar­vertrag ist zum klassischen Ver­mögens­auf­bau nur bei einer guten Verzinsung geeignet oder wenn Ihnen das Risiko eines Börsen­investments zu hoch ist.

Bausparpläne sind auf alle Fälle für Ihre Alters­vorsorge einen Blick wert – zum Beispiel erhalten Sie mit einem riester­geförderten Bauspar­vertrag staat­liche Förderung oder Ihr Chef zahlt mit Ihnen gemein­sam in einen Bauspar­vertrag ein in Kombi­nation mit ver­mö­gens­wirksamen Leistungen.

Bausparvertrag - das sollten Sie tun

1
Legen Sie fest, wie hoch Ihre Bau­spar­summe sein soll und wie lange Sie spa­ren wollen, bis Ihr Vertrag zu­tei­lungs­reif wird. Erst dann macht ein di­rekter Ver­gleich Sinn.
2
Suchen Sie online nach einem passen­den Tarif oder lassen Sie sich per­sönlich beraten.
3
Ver­gleichen Sie ver­schiedene Bau­spar­verträge hin­sicht­lich der Kosten und Zins­erträge.
4
Sichern Sie sich mit Ihrem Bau­spar­vertrag schon jetzt einen gün­stigen Kre­dit und sparen Sie für Ihren Traum vom Eigen­heim.

Beitrag verfasst von:

ANNIKA NIEDERKORN – FINANZEN.NET REDAKTEURIN
Annika Niederkorn - Redakteurin finanzen.net Ratgeber

Annika Niederkorn ist zuständig für die Themen Versicherung, Vorsorge und Finanzen. Zuvor schrieb Sie als freie Mitarbeiterin für verschiedene Zeitungen und hospitierte unter anderem bei der Deutschen Presse-Agentur (DPA). Ihr Studium der Politischen Kommunikation hat sie mit einem Master abgeschlossen.

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Bildquelle: Sensay / Shutterstock.com

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