Das beste Festgeldkonto

Festgeldvergleich – die höchsten Zinsen und besten Tipps zur Festgeldanlage

Festgeld ist eine starke Alternative zum klassischen Sparbuch. In unserem Festgeldvergleich haben wir verschiedene Angebote auf Herz und Nieren geprüft und die höchsten Zinsen für Sie aufgespürt. Wir zeigen Ihnen, wo Sie das beste Festgeldkonto finden und was Sie bei Festgeld unbedingt beachten sollten. Zunächst sehen Sie, wo Sie aktuell die höchsten Festgeldzinsen erhalten.

Festgeldkonto -
darum geht es

Bei einem Fest­geld­konto legen Sie für eine gewisse Zeit Geld fest an, Sie können also nicht darüber ver­fügen.

Fest­geld ist perfekt geeignet als mit­tel­fri­sti­ge Geld­an­lage. Das beste Fest­geld­kon­to bietet viel Sicher­heit bei at­trak­tiven Zinsen. Aber: Nicht jedes Fest­geld-An­ge­bot ist immer sinnvoll.

In unserem Fest­geld­ver­gleich finden Sie das passende An­gebot mit den höchsten Zinsen und präsentieren spannende Alternativen.

Tipp: Eröffnen Sie ein Fest­geld­kon­to nur bei Ban­ken aus Län­dern, deren Wirt­schafts­kraft von Ra­ting-Agen­turen als gut ein­ge­stuft wer­den.

Festgeldvergleich -
Tipps & Tricks

Unsere Empfehlung: Damit Sie Ihr Geld nicht dann fest angelegt haben, wenn die Zinsen wieder steigen, empfehlen wir eine Anlagezeit von maximal 48 Monaten.

Produkt­empfehlung: Die höchsten Zin­sen bie­ten Akbank (1,40 Prozent) und Bank11 (1,20 Prozent) bei einer An­lage­dauer von 5 Jahren.

Wir empfehlen zudem Crédit Agricole Consumer Finance bei zwei Jahren Laufzeit (1,11 Prozent), Autobank bei drei Jahren (1,22 Prozent) und Ziraat Bank bei vier Jahren Anlagedauer (1,35 Prozent).

Die besten Festgeldkonten nach Mindestanlage und Zinshöhe

BankLaufzeitZinssatzMindestanlage
Oney Bankein Jahr0,60 % p.a.keine
Close Brotherszwei Jahre1,00 % p.a.keine
Crédit Agricole
Consumer Finance
zwei Jahre1,11 % p.a.5.000 Euro
Crédit Agricole
Consumer Finance
drei Jahre1,21 % p.a.5.000 Euro
Autobankdrei Jahre0,90 % p.a.5.000 Euro
Bank11vier Jahre1,10 % p.a.1.000 Euro
Ziraat Bankvier Jahre1,35 % p.a.2.500 Euro
Bank11fünf Jahre1,20 % p.a.1.000 Euro
Akbankfünf Jahre1,40 % p.a.2.000 Euro

Produkt­empfehlung: Die höchsten Zin­sen erhalten Sie als Sparer bei der Akbank bei einer An­lage­dauer von 5 Jahren (1,40 Prozent pro Jahr). Bei der Akbank ist unter bestimmten Bedingungen eine vierteljährliche Zinszahlung möglich. Wir empfehlen zudem Crédit Agricole Consumer Finance bei einer Anlagedauer von zwei Jahren (1,11 Prozent), Autobank bei drei Jahren (0,99 Prozent) und Ziraat Bank bei vier Jahren Anlagedauer (1,35 Prozent).

In diesem Ratgeber stellen wir Ihnen die wichtigsten Argumente für und gegen ein Festgeldkonto vor und verraten Ihnen die besten Tricks auf dem Weg zu Ihrer Festgeldanlage. Unser ausführlicher Festgeldvergleich soll Ihnen schließlich helfen, das für Sie beste Festgeldangebot mit den höchsten Zinsen zu finden.

Festgeld: Kompromiss aus Rendite und Sicherheit

Eine Geldanlage, die hohe Renditen und zugleich große Sicherheiten bietet, gibt es nicht (mehr). Vor vielen Jahren gelang diese Symbiose mit dem klassischen Sparbuch, heutzutage müssen sich Sparer zwischen Chance und Risiko entscheiden. Wer sich zwischen diesen beiden Optionen nur schwer entscheiden kann und wer einen Kompromiss zwischen Rendite und Sicherheit sucht, der dürfte mit einem Festgeldkonto eine starke Lösung gefunden haben.

Fest­geld­ schafft einen optimalen Kompromiss zwischen Rendite und Sicherheit. Für Sparer, die ihr Geld für einen bestimmten Zeitraum sicher und relativ gut verzinst anlegen wollen, führt deshalb an Festgeld kein Weg vorbei.

Wie funktioniert Festgeld?

Beim Festgeld legen Sparer ihr Geld für einen vereinbarten Zeitraum an. Die Bank bietet im Gegenzug einen bestimmten Zinssatz an, der – je nach Anlagesumme und Laufzeit – höher oder niedriger ausfällt. Entscheiden Sie sich für ein Festgeldkonto, dann entscheiden Sie sich auch dafür, auf Ihr Geld für den vereinbarten Zeitraum zu verzichten. Eine vorzeitige Kündigung ist in der Regel nicht möglich, schließlich legen Sie Ihr Geld auf einem Festgeldkonto fest an.

Auf einem Festgeldkonto sollten Sie deshalb nur Beträge anlegen, die Sie für den ausgewählten Zeitraum nicht benötigen. Flexible Auszahlungen wie bei Tagesgeld sind also nicht möglich, dafür erhalten Sie in der Regel deutlich höhere Zinsen. Über die Höhe der Zinsen entscheidet – sowohl bei Tagesgeld als auch bei Festgeld – die allgemeine Zinsentwicklung. Dieses Zinsniveau gibt die Europäische Zentralbank (EZB) mit ihren Leitzinsen vor.

Wichtig: Die Zinshöhe Ihrer Festgeldanlage können Sie als Sparer auch selbst mitbestimmen: Je länger Sie Ihr Geld fest anlegen, desto höher sind normalerweise auch die Zinsen.

Laufzeiten bei Festgeldanlagen

Banken und Sparkassen bieten bei Festgeld Anlagezeiträume von einem Monat bis hin zu zehn Jahren. Wir raten Ihnen derzeit zu kürzeren Laufzeiten, da die Zinsen sowohl beim Tagesgeld als auch beim Festgeld im Moment sehr niedrig sind und diese in nicht allzu ferner Zukunft langsam wieder steigen dürften.

Damit Sie Ihr Geld nicht gerade dann für einen langen Zeitraum fest angelegt haben, wenn die Zinsen wieder steigen, raten wir Ihnen zu einer Anlagezeit von maximal 36 bis 48 Monaten. Ab einer Festgeldanlage von mehr als vier Jahren wirkt sich die Laufzeit in der Regel sowieso kaum oder gar nicht mehr auf die Zinshöhe aus.

Die Vor- und Nachteile von Festgeld

Beim Festgeld steht, das ist ein großer Vorteil gegenüber einem Tages­geldkonto, der Zins­satz über die gesamte Lauf­zeit fest. Das macht die Festgeldanlage deutlich besser planbar als beispielsweise ein Börseninvestment oder die Anlage auf einem Tagesgeldkonto.

Dies kann aber auch Nachteile haben: Steigen die Zinsen während Ihr Geld fest angelegt ist, dann können Sie das Geld nicht in eine besser verzinste Anlage umschichten. Zwar bieten einige Banken an, das Festgeldkonto frühzeitig aufzulösen, das hat allerdings hohe Zinsverluste zur Folge. Festgeld ist eben relativ unflexibel – das ist der Preis, den Sparer für eine höhere und garantierte Rendite zahlen müssen.

Zwischenfazit: Festgeld ist ebenso sicher wie ein Tagesgeldkonto, aber deutlich unflexibler. Dafür erhalten Sparer höhere Zinsen. Diese können Sie selbst über Laufzeit und Anlagesumme beeinflussen.

Festgeld – sicher und gut verzinst

Die Zinsen sind beim Festgeld vergleichsweise hoch. Bereits ab einer Laufzeit von einem Jahr wirft eine Festgeldanlage in der Regel höhere Zinsen ab als ein Tagesgeldkonto. Bei einer Laufzeit von fünf Jahren belohnen einige Anbieter ihre Kunden mit 1,40 Prozent Zinsen und mehr – in unserem Festgeldvergleich weiter unten finden Sie unsere Empfehlungen.

Ein Festgeldkonto überzeugt neben akzeptablen Zinsen vor allem in punkto Sicherheit: Die Verzinsung ist über die Laufzeit stabil, die Investition exakt planbar und das angelegte Kapital ist darüber hinaus über die Einlagensicherung vor eventuellen Zahlungsausfällen der Bank geschützt.

Die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken (EdB) sichert Einlagen bis 100.000 Euro pro Person und Bank ab. Privatbanken, die zusätzlich dem Sicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken (BdB) angehören, schützen sogar Einlagen in Millionenhöhe. Weitere Informationen dazu erhalten Sie unter einlagensicherung.de.

Bei Banken mit Sitz im EU-Ausland sind dank der staatlichen Einlagensicherung der Europäischen Union ebenfalls bis zu 100.000 Euro pro Person und Bank abgesichert. Staaten, die zwar Teil der EU sind, nicht aber die Gemeinschaftswährung Euro nutzen, können Ausnahmen bilden.

Wichtig: Großbritannien entschädigt den Gegenwert von 85.000 Pfund, was Anfang März 2018 einem Gegenwert von weniger als 100.000 Euro entsprach. Auch die schwe­dische Einlagensicherung schützt bei einer Bankenpleite nur 950.000 Kronen ab. Anfang März 2018 entsprach dies einem Gegenwert von annähernd 94.000 Euro.

Tipp: Legen Sie maximal 85.000 Euro an auf Sparkonten der schwedischen Geldinstitute Klarna, Hoist Finance, Nordax Bank oder TF Bank. Die schwedische Ikano Bank ist davon nicht betroffen, da die Bank eine Nieder­lassung in Deutsch­land hat.

Alternative oder Ergänzung: Festgeld vs. Crowdinvesting

Ein Festgeldkonto bietet sich für Sparer an, die auf der Suche nach einer sicheren  Geldanlage sind und ihr Geld über einen längeren Zeitraum fest anlegen können. Unser Festgeldvergleich zeigt zwar, dass die Zinsen auf einem Festgeldkonto höher sind als auf einem Tagesgeldkonto. Dennoch erhalten Sparer auf Ihren Festgeldkonten bei seriösen Anbietern zurzeit trotzdem nur weniger als zwei Prozent Zinsen pro Jahr. 

Auf der Suche nach renditestarken Investments entscheiden sich viele daher immer öfter für eine Geldanlage an der Börse als Alternative oder Ergänzung zum sicheren Festgeld. Darüber hinaus sind weniger bekannte Anlage­möglich­keiten, wie beispielsweise das Crowdinvesting, ebenfalls einen Blick wert. 

Das Konzept des Crowdinvestings ist einfach: Mehrere Investoren (die sogenannte Crowd) finanzieren gemeinsam ein ausgewähltes Projekt und erhalten für Ihre Investition eine finanzielle Beteiligung. Dieses Projekt reicht vom einfachen Start-Up bis hin zu Immobilienvorhaben oder ökologischen Projekten. 

Ein Immobilien-Crowdinvestment ist aufgrund der steigenden Nachfrage nach Wohnraum interessant und kann beispielsweise über Vermittlungsplattformen wie Zinsland, Zinsbaustein und Exporo realisiert werden. 

Tipp: Vergleichen Sie die verschiedenen Anbieter im Hinblick auf mögliche anfallende Kosten, die Höhe der Mindestbeteiligungssumme und die Beteiligungslaufzeit, wenn Sie sich für ein solches Investment entscheiden. 

Wichtig: Im direkten Vergleich mit der Geldanlage auf einem Festgeldkonto überzeugt Crowdinvesting vor allem mit höheren Zinsen und flexiblen Laufzeiten. Allerdings bestehen zwischen den beiden Formen des Vermögensaufbaus auch starke Unterschiede im Hinblick auf die Sicherheit Ihres Kapitals. Seien Sie sich bewusst, dass beim Crowdinvesting (ähnlich wie bei vielen Börseninvestments) immer das Risiko eines Totalverlustes besteht. Wer Crowdinvesting als Investmentalternative in Betracht zieht, sollte mit Verlusten umgehen können und für den Vermögensaufbau verschiedene Möglichkeiten der Geldanlage nutzen.

So haben wir Festgeldanlagen verglichen

Ob die Einlagensicherung in allen Ländern wirklich funktioniert, ist fraglich. Bei einer schweren Systemkrise im Bankensektor dürften nicht alle Bankeinlagen geschützt sein, vermutlich würden dann auch die Sicherungssysteme in Deutschland an ihre Grenzen stoßen. Sie sollten ihr Geld deshalb immer nur bei soliden Banken in zahlungskräftigen Ländern anlegen – nur so gehen Sie wirklich auf Nummer sicher.

In unseren Festgeldvergleich ist deshalb auch die Bonität der Geldinstitute eingeflossen. Banken mit zinskräftigen Angeboten für die Festgeldanlage können in unserem Test keinen der vorderen Plätze belegen, wenn Sie die Einlagen nicht ausreichend absichern können. Grundlage für unsere Bewertung sind die Ratings der drei wichtigsten Agenturen Moody’s, Standard & Poor’s und Fitch sowie der Sitz der Geldinstitute.

Unsere Empfehlung: Wir raten nur zu Banken, die neben einem guten Rating gleichzeitig ihren Sitz in einem wirtschaftlich soliden Land haben, zum Beispiel in Deutschland oder in Frankreich.

Bevor Sie sich unseren Vergleich näher betrachten und ein Festgeldkonto eröffnen, sollten Sie die wichtigsten Regeln der Geldanlage beachten: Die Rückzahlung von Schulden sollte immer Priorität haben, denn: In der Regel sind die Zinsen, die Sie für Ihre Festgeldanlage bekommen, niedriger als die, die Sie für bestehende Kredite bezahlen müssen. Und: Legen Sie nur das Geld fest an, auf das Sie wirklich verzichten können. Sie sollten immer noch Rücklagen oder zumindest einen “Notgroschen” haben, falls unvorhergesehene Ausgaben nötig werden, zum Beispiel für die Reparatur Ihres Autos. Mehr Tipps zu Ihren Finanzen erhalten Sie in unserem Ratgeber Geldanlage.

Festgeldangebote bei Internetportalen: Oft nicht empfehlenswert

Bei unserem Festgeldvergleich haben wir Folgendes festgestellt: Nicht jedes Angebot ist tatsächlich empfehlenswert, so verlockend es auf den ersten Blick auch klingen mag. Vor allem Tagesgeld- oder Festgeldanlagen, für die Direktbanken und Internetportale werben, sollten Sie immer auf Sicherheitsaspekte überprüfen und sich nicht von hohen Zinsversprechen blenden lassen.

Vergleichsportale wie Check24 oder Verivox bieten oft viele verschiedene Banken aus vielen verschiedenen Ländern. Leider führen die Portale auch Geldinstitute auf, die es aufgrund unserer strengen Auswahlkriterien nicht in die Auswahl schaffen: Beispielsweise tauchen bei den Portalen immer wieder die Ferratum Bank und Fimbank aus Malta, die rumänische Alpha Bank und die lettische Rietumu Bank auf. Auch wenn letztgenannte Bank von Check24 in der Kategorie “Festgeld ohne Mindestanlage” gar als “Leistungs-Empfehlung” ausgezeichnet wird, können wir diese Banken nicht empfehlen. Wir stufen eine Anlage dort nicht als ausreichend sicher ein, unter anderem wegen der Länderratings: Lettland erhält bei Standard & Poors ebenso wie Malta nur das Rating “A-“, Rumänien gar nur ein “BBB-” (Stand: 25. Januar 2018).

Auch vom einjährigen Festgeldangebot der Union Bank aus Liechtenstein, das mit 0,85 Prozent verzinst wird, raten wir ab. Das Institut wurde nur von der Ratingagentur Standard & Poor’s bewertet, nicht aber von Moody’s und Fitch. Außerdem gibt es das Problem der Einlagensicherung in Liechtenstein. Das Land ist kein Mitglied der Europäischen Union und im Fall einer Bankenpleite erhalten Einleger 100.000 Schweizer Franken – das ist deutlich weniger als 100.000 Euro. Hinzu kommt das fragwürdige Geschäftsmodell der Union Bank, das dem noch jungen Geldinstitut in den vergangenen drei Jahren Verluste eingebracht hat. Aufgrund der beschriebenen Faktoren schafft es die Union Bank nicht in unseren Festgeld-Vergleich. Ein ähnliches Urteil fällt übrigens Stiftung Warentest in der “Finanztest”-Ausgabe 04/2018, dort heißt es: “Auch bezweifeln wir den Erfolg des Geschäftsmodells.” Es sei “bisher nicht besonders erfolgreich”, so das vernichtende Ergebnis der Finanztester.

Festgeld-Vergleich: Unsere Aufnahmekriterien

Die Bonität der Geldinstitute muss stimmen. Banken, die nicht von allen drei großen Ratingagenturen Moody's, Standard & Poor's und Fitch bewertet wurden, schaffen es nicht in den Test.
Institute, die ihren Sitz nicht in wirtschaftlich starken EU-Ländern haben, erfüllen nicht unsere strengen Aufnahmekriterien für den Festgeldvergleich.
Institute, bei denen bei einer Zahlungsunfähigkeit Einlagen möglicherweise nicht gesichert sind, schließen wir aus unserem Festgeldvergleich ebenfalls aus.
In unseren Festgeld-Vergleich schaffen es auch keine Banken, bei denen es berechtigte Zweifel am Erfolg ihres Geschäftsmodells gibt. Gleiches gilt, wenn sich in der jüngeren Vergangenheit Verluste häuften.
Wir haben in unserem Test außerdem keinen Platz für Banken, deren Service nicht zufriedenstellend ist. Das können unzureichende Kontaktmöglichkeiten sein, aber auch "Fallen im Kleingedruckten".

Banken verlangen in der Regel eine Mindestanlage

In der Regel müssen Sie beim Festgeld einen Mindestbetrag anlegen. Die Mehrheit der Banken und Sparkassen verlangen eine Mindestanlage von 1.000 und 2.000 Euro, bei einigen Instituten müssen Sparer sogar mindestens 10.000 Euro anlegen. Diese Mindestanlage ist in der Regel unabhängig von der Laufzeit und von der Zinshöhe.

Einige (wenige) Anbieter machen keine Vorgaben für die Höhe Ihrer Einlage, Sie als Sparer können diese Festgeldkonten mit einem beliebigen Betrag führen. Bedenken Sie jedoch, dass sich die Zinserträge (und damit der Erfolg der Anlage) an der Höhe Ihres Kapitals bemessen.

In unserem Vergleich von Festgeldanlagen haben wir die Höhe der Zinsen in den Vordergrund gestellt. Wie Sie aber bereits zu Beginn dieses Artikels festgestellt haben, weisen wir die Höhe der Mindestanlage trotzdem in unserem Festgeldvergleich aus – so können Sie schnell das passende Angebot für sich und Ihre Anlageziele herausfiltern.

Was ist eigentlich Zinspilot?

Die Zinsplattform zinspilot.de vermittelt Tagesgeld- und Festgeldangebote von Banken in Deutschland und Europa. Der Blick auf diese Angebote lohnt sich, da viele Banken oft nur Niedrigzinsen anbieten.

Zwei Partnerbanken arbeiten mit zinspilot.de zusammen. Dort müssen Sparer zunächst ein Verrechnungskonto einrichten. Neukunden erhalten dieses bei der Sutor Bank, Bestandskunden besitzen dieses bei der BIW Bank.

Sobald das Verrechnungskonto eingerichtet ist, können Sie die Bank für Ihr Tagesgeld- oder Festgeldkonto auswählen - ein weiteres Konto müssen Sie nicht eröffnen.

Die Bedingungen für die Einlagensicherung gelten bei der Bank, bei der Sie das Geld letztlich anlegen. Da zinspilot.de auch Banken aus Ländern aufführt, deren Wirtschaftskraft von Rating-Agenturen oft als schlecht eingestuft werden, sollten Sie Ihren Anbieter sorgsam auswählen.

Festgeld mit den höchsten Zinsen

Für das beste Festgeldangebot ist die Zinshöhe im Verhältnis zur Mindestanlagezeit entscheidend, welche Rendite erhalte ich als Anleger also über welche Laufzeit. Im Folgenden haben wir die Angebote mit den höchsten Zinsen ausführlich unter die Lupe genommen.

Die besten Festgeldzinsen – ein Jahr Laufzeit

Oney Bank

Für Sparer, die ihr Geld maximal ein Jahr fest anlegen wollen, gibt es nur wenig renditestarke Angebote, die besten Zinsen liegen selten über 0,7 Prozent pro Jahr. Eine große Ausnahme bildet die Oney Bank. Die französische Bank bei einem Jahr Laufzeit das im Vergleich beste Zinsangebot: 0,92 Prozent. Keine andere Bank in unserem Festgeldvergleich wartet mit höheren Zinsen bei dieser kurzen Anlagezeit auf.

Die Oney Bank kooperiert mit dem Zinsportal zinspilot.de. Sie können als (potentieller) Kunde also nicht direkt bei der Oney Bank eine Festgeldanlage abschließen, Sie machen dies über das Portal zinspilot.de. Haben Sie sich dafür entschieden, dann identifizieren Sie sich auf dem Zinsportal und eröffnen anschließend bei der Partnerbank, der Sutor Bank in Hamburg, ein Festgeldkonto – was zinspilot.de genau ist, verraten wir Ihnen hier, mehr zum Eröffungsprozess erfahren Sie unter zinspilot.de.

Wichtig: Wollen Sie sehr hohe Beträge fest anlegen, dann ist die Oney Bank für Sie nicht die richtige Wahl. Den Zinssatz in Höhe von 0,92 Prozent bietet die Oney Bank nur bis zu einem Gesamtanlagebetrag von 100.000 Euro an, ab 100.001 Euro erhalten Sie als Sparer keine Zinsgutschriften mehr.

Die besten Festgeldzinsen – zwei Jahre Laufzeit

Ab einer Anlagedauer von zwei Jahren steigt die Attraktivität der Zinsen deutlich, die Kon­kur­renz­situation unter den Banken und Sparkassen ist hier viel größer. Der Grund: Vie­le Spa­rer entscheiden sich gern für eine Laufzeit von 24 oder 36 Monaten. Die höchsten Zinsen bieten in dieser Kategorie die britische Bank Close Brothers und die französische Bank Crédit Agricole Consumer Finance.

Close Brothers

Bei Close Brothers erhalten Sie als Sparer 1,00 Prozent bei einer Anlagedauer von zwei Jahren. Wegen der britischen Einlagensicherung raten wir aber von einer Anlage über mehr als 85.000 Euro ab (mehr zu diesem Thema erfahren Sie unter dem Abschnitt Ein­la­gen­siche­rung).

Hinweis: Wie beim bereits weiter oben vorgestellten Angebot der Oney Bank müssen potenzielle Kunden von Close Brothers ihr Konto über zinspilot.de eröffnen.

Crédit Agricole Consumer Finance

Die Crédit Agricole Consumer Finance bietet noch etwas mehr Zinsen. 1,11 Prozent gibt es bei der französischen Bank pro Jahr bei einer 24-monatigen Laufzeit. Die Crédit Agricole Consumer Finance ist damit in dieser Kategorie einsamer Spit­zen­reiter in unse­rem Festgeld­vergleich. Leider können Sie als Sparer bei diesem Festgeldkonto keine Frei­stellungs­aufträge erteilen, die steuerliche Berücksichtigung der Zinsen muss über die Steuererklärung erfolgen.

Die besten Festgeldzinsen – drei Jahre Laufzeit

Crédit Agricole Consumer Finance

Die Crédit Agricole Consumer Finance wartet auch bei einer Laufzeit von drei Jahren mit einem guten Angebot auf. Insgesamt erhalten Sparer bei der französischen Bank 1,21 Prozent Zinsen jährlich, ein besseres Angebot bietet in unserem Festgeldkonto-Vergleich nur die österreichische Autobank.

Autobank

Mit einem Festgeldkonto bei der Autobank aus Österreich erhalten Sie als Sparer bei einer Laufzeit von drei Jahren 0,90 Prozent Zinsen pro Jahr. Wie bei der Crédit Agricole Consumer Finance auch müssen mindestens 5.000 Euro angelegt werden, der Festgeldzins gilt nur für Beträge bis 100.000 Euro. Weiterer Wermutstropfen: Die Zinsen werden nur jährlich dem Konto gutgeschrieben, der Zinseszinseffekt fällt deshalb überschaubar aus.

Die besten Festgeldzinsen – vier Jahre Laufzeit

Wie bereits in diesem Ratgeber erwähnt, sollten Sparer bei der derzeitigen Zinssituation ihr Geld nicht länger als vier Jahre anlegen. Es wäre doch schade, wenn die Zinsen in den kommenden Jahren steigen und Sie nicht davon profitieren, weil Ihr Kapital in einer Festgeldanlage feststeckt. Bei einer Anlagedauer von vier Jahren erhalten Sie bei der Ziraat Bank, einem 100-prozentigen Tochterunternehmen der türkischen Universalbank T.C. Ziraat Bankası, und der deutschen Bank11 vergleichsweise hohe Zinsen.

Ziraat Bank

Bei einer Anlagedauer von vier Jahren erhalten Sie bei der Ziraat Bank mit Sitz in Frankfurt am Main ebenfalls 1,35 Prozent Zinsen pro Jahr. Die Bank bietet ihr Festgeldkonto auch für Minderjährige, als Gemeinschaftskonto, für Vereine und für betreute Personen an. Die Konditionen erhalten Sie ab einer Anlagesumme von 2.500 Euro.

BANK11

Bei Bank11 erhalten Sie 1,10 Prozent Zinsen, wenn Sie Ihr Geld vier Jahre lang fest anlegen. Eine Zinszahlung erfolgt jährlich. Ein Festgeldkonto erhalten Sie bereits ab einer Mindestanlagesumme von 1.000 Euro. Sie können maximal 250.000 Euro zu diesen Konditionen anlegen, eine Erhöhung des Höchstanlagebetrages ist auf Anfrage möglich.

Die besten Festgeldzinsen – fünf Jahre Laufzeit

Bank11

Auch bei einer Anlagedauer von fünf Jahren wartet bei Bank11 mit einem der besten Angebote auf. Sparer erhalten dort auf ihre Festgeldanlage 1,20 Prozent Zinsen im Jahr. Eine Zinszahlung erfolgt auch hier jährlich, die Mindestanlagesumme beträgt ebenfalls 1.000 Euro. Auch hier gilt – wie bei einer Anlagesumme von vier Jahren – ein Höchstanlagebetrag von maximal 250.000 Euro.

Akbank

Bei einer Anlagedauer von fünf Jahren erhalten Sie auch bei der Akbank mit Sitz in Frankfurt am Main die höchsten Zinsen. 1,40 Prozent Zinsen im Jahr bietet die deutsche Tochter der türkischen Akbank T.A.Ş. bereits ab einer Anlagesumme von 2.000 Euro. Die Zinszahlung erfolgt jährlich, wahlweise können Sie sich die Zinsen auch vierteljährlich gutschreiben lassen – dann erhalten Sie aber nur 1,39 Prozent Zinsen pro Jahr. Das Festgeldkonto gibt es auch für Minderjährige und als Gemeinschaftskonto.

Hinweis: Achten Sie darauf, dass es diese Konditionen nur bei einer Online-Kontoeröffnung gibt. Für das Festgeldkonto der Akbank, das Sie in der Filiale eröffnen, gibt es schlechtere Konditionen. Dies sollten Sie auch bei anderen Anbietern beachten.

Festgeldkonto eröffnen - das sollten Sie tun

1
Errechnen Sie, wieviel Geld Ihnen zur Festgeldanlage zur Verfügung steht.
2
Prüfen Sie, wie lange Sie auf das Geld verzichten können. Wie Sie die Höhe Ihres Anlagekapitals am besten errechnen, haben wir für Sie im Ratgeber Geldanlage ganz einfach beschrieben.
3
Suchen Sie eine Bank, die die besten Zinsen für Ihre Anlagestrategie bietet.
4
Entscheiden Sie sich erst dann zur Anlage via Festgeld, wenn Sie das Festgeldangebot zu Ihrem Anlageziel passt.
MARKUS GENTNER – FINANZEN.NET REDAKTEUR

Markus Gentner - Redakteur finanzen.net Ratgeber Markus Gentner leitet den Ratgeberbereich bei finanzen.net. Zuvor war er fünf Jahre lang in der News-Redaktion tätig. Der studierte Journalist und Germanist entdeckte seine Passion für die Börse beim Deutschen Anleger Fernsehen DAF, bereits während seines Volontariats sammelte er Erfahrung mit Ratgeberthemen.

Hinweis: Unsere Ratgeber-Artikel sind objektiv recherchiert und unabhängig erstellt. Damit Sie unsere Informationen kostenlos lesen können, werden manchmal Klicks auf Verlinkungen vergütet.

Bildquelle: Africa Studio / Shutterstock.com

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