Das beste Festgeldkonto

Festgeldvergleich – die höchsten Zinsen und besten Tipps zur Festgeldanlage

Festgeld ist eine starke Alternative zum klassischen Sparbuch. In unserem Festgeldvergleich haben wir verschiedene Angebote auf Herz und Nieren geprüft und die höchsten Zinsen für Sie aufgespürt. Wir zeigen Ihnen, wo Sie das beste Festgeldkonto finden und was Sie bei Festgeld unbedingt beachten sollten. Zunächst sehen Sie, wo Sie aktuell die höchsten Festgeldzinsen erhalten. Gleich zu Beginn lesen Sie die besten Tipps und erhalten Antworten auf die wichtigsten Fragen!

Festgeldvergleich - Empfehlungen & Tipps

Unsere Empfehlung: Damit Sie Ihr Geld nicht dann fest angelegt haben, wenn die Zinsen wieder steigen, empfehlen wir eine Anlagezeit von maximal 12 bis 24 Monaten.
Produktempfehlung: Die französische Crédit Agricole Consumer Finance S.A.* bietet Anlegern im Februar 2023 die höchsten Zinsen auf das Festgeld. Für Anleger, die ihr Geld am liebsten bei einer deutschen Bank anlegen, sind pbb direkt* und die SWK Bank* lukrative Alternativen. Bei der schwedischen Klarna Bank* haben Sie die Möglichkeit, bereits ab einer Mindesteinlage von 500 Euro Geld anzulegen.

Festgeldvergleich - das Wichtigste in Kürze

Bei einem Festgeldkonto legen Sie für eine gewisse Zeit Geld fest an, Sie können also nicht darüber verfügen.
Festgeld ist perfekt geeignet als mittelfristige Geldanlage. Das beste Festgeldkonto bietet viel Sicherheit bei attraktiven Zinsen. Aber: Nicht jedes Festgeld-Angebot ist immer sinnvoll.
In unserem Festgeldvergleich finden Sie das passende Angebot mit den höchsten Zinsen und präsentieren spannende Alternativen.
Tipp: Eröffnen Sie ein Festgeldkonto nur bei Banken aus Ländern, deren Wirtschaftskraft von Rating-Agenturen als gut eingestuft werden.
https://images.finanzen.net/mediacenter/ratgeber/artikelbilder/festgeldvergleich-geldscheine-euromuenzen-zinsen-119708887-660.jpg

Die besten Festgeldkonten nach Mindestanlage und Zinshöhe

Bank Laufzeit Zinssatz Mindestanlage
Crédit Agricole* ein Jahr 2,90% p.a. 5.000 Euro
SWK Bank* ein Jahr 2,55% p.a. 10.000 Euro
Younited Credit* ein Jahr 2,48% p.a. 2.000 Euro
Klarna Bank* ein Jahr 2,40% p.a. 500 Euro
pbb direkt* ein Jahr 2,25% p.a. 5.000 Euro
Crédit Agricole* zwei Jahre 3,30% p.a. 5.000 Euro
Younited Credit* zwei Jahre 3,25% p.a. 2.000 Euro
pbb direkt* zwei Jahre 3,00% p.a. 5.000 Euro
Klarna Bank* zwei Jahre 2,75% p.a. 500 Euro
SWK Bank* zwei Jahre 2,75% p.a. 10.000 Euro
Crédit Agricole* drei Jahre 3,30% p.a. 5.000 Euro
Younited Credit* drei Jahre 3,30% p.a. 2.000 Euro
pbb direkt* drei Jahre 3,15% p.a. 5.000 Euro
Klarna Bank* drei Jahre 2,75% p.a. 500 Euro
SWK Bank* drei Jahre 2,80% p.a. 10.000 Euro
Crédit Agricole* vier Jahre 3,30% p.a. 5.000 Euro
Younited Credit* vier Jahre 3,25% p.a. 2.000 Euro
SWK Bank* vier Jahre 2,83% p.a. 10.000 Euro
Klarna Bank* vier Jahre 2,75% p.a. 500 Euro
Younited Credit* fünf Jahre 3,35% p.a. 2.000 Euro
Crédit Agricole* fünf Jahre 3,35% p.a. 5.000 Euro
pbb direkt* fünf Jahre 3,25% p.a. 5.000 Euro
SWK Bank* fünf Jahre 2,83% p.a. 10.000 Euro

Stand: 06.02.2023, Quelle: Anbieter

Produkt­empfehlung: Durchweg gute Konditionen erhalten Sie als Sparer bei der Crédit Agricole Consumer Finance S.A.*. Aber auch die Younited Credit* hat in unserem Festgeldvergleich gut abgeschnitten. Bei Klarna Bank* können Sie das Tagesgeldkonto bereits ab einer Mindesteinlage von 500 Euro eröffnen.

In diesem Ratgeber stellen wir Ihnen die wichtigsten Argumente für und gegen ein Festgeldkonto vor und verraten Ihnen die besten Tricks auf dem Weg zu Ihrer Festgeldanlage. Unser ausführlicher Festgeldvergleich soll Ihnen schließlich helfen, das für Sie beste Festgeldangebot mit den höchsten Zinsen zu finden.

Festgeld: Kompromiss aus Rendite und Sicherheit

Eine Geldanlage, die hohe Renditen und zugleich große Sicherheiten bietet, gibt es nicht (mehr). Vor vielen Jahren gelang diese Symbiose mit dem klassischen Sparbuch, heutzutage müssen sich Sparer zwischen Chance und Risiko entscheiden. Wer sich zwischen diesen beiden Optionen nur schwer entscheiden kann und wer einen Kompromiss zwischen Rendite und Sicherheit sucht, der dürfte mit einem Festgeldkonto eine starke Lösung gefunden haben.

Fest­geld­ schafft einen optimalen Kompromiss zwischen Rendite und Sicherheit. Für Sparer, die ihr Geld für einen bestimmten Zeitraum sicher und relativ gut verzinst anlegen wollen, führt deshalb an Festgeld kein Weg vorbei.

Video: Festgeldvergleich - die besten Tipps zum Festgeldkonto

Ihnen ist bei Ihrer Geldanlage sowohl Sicherheit als auch Rendite wichtig? Mit einem Festgeldkonto können Sie genau das realisieren. Wie Sie ein Festgeldkonto finden und ob die Festgeldanlage bei steigenden Zinsen sinnvoll ist, erfahrne sie in diesem Ratgeber-Video: Festgeldkonto schnell und einfach erklärt

Wie funktioniert Festgeld?

Beim Festgeld legen Sparer ihr Geld für einen vereinbarten Zeitraum an. Die Bank bietet im Gegenzug einen bestimmten Zinssatz an, der – je nach Anlagesumme und Laufzeit – höher oder niedriger ausfällt. Entscheiden Sie sich für ein Festgeldkonto, dann entscheiden Sie sich auch dafür, auf Ihr Geld für den vereinbarten Zeitraum zu verzichten. Eine vorzeitige Kündigung ist in der Regel nicht möglich, schließlich legen Sie Ihr Geld auf einem Festgeldkonto fest an.

Auf einem Festgeldkonto sollten Sie deshalb nur Beträge anlegen, die Sie für den ausgewählten Zeitraum nicht benötigen. Flexible Auszahlungen wie bei Tagesgeld sind also nicht möglich, dafür erhalten Sie in der Regel deutlich höhere Zinsen. Über die Höhe der Zinsen entscheidet – sowohl bei Tagesgeld als auch bei Festgeld – die allgemeine Zinsentwicklung. Dieses Zinsniveau gibt die Europäische Zentralbank (EZB) mit ihren Leitzinsen vor.

Wichtig: Die Zinshöhe Ihrer Festgeldanlage können Sie als Sparer auch selbst mitbestimmen: Je länger Sie Ihr Geld fest anlegen, desto höher sind normalerweise auch die Zinsen.

Laufzeiten bei Festgeldanlagen

Banken und Sparkassen bieten bei Festgeld Anlagezeiträume von einem Monat bis hin zu zehn Jahren. Wir raten derzeit aufgrund der hohen Inflationsrate zu kürzeren Laufzeiten bis drei Jahre, da die Entwicklung der Zinsen momentan sehr dynamisch ist.

Damit Sie Ihr Geld nicht gerade dann für einen langen Zeitraum fest angelegt haben, wenn die Zinsen wieder steigen, raten wir Ihnen zu einer Anlagezeit von maximal 12 bis 24 Monaten. Ab einer Festgeldanlage von mehr als vier Jahren wirkt sich die Laufzeit in der Regel übrigens kaum oder gar nicht mehr auf die Zinshöhe aus.

Die Vor- und Nachteile von Festgeld

Beim Festgeld steht, das ist ein großer Vorteil gegenüber einem Tages­geldkonto, der Zins­satz über die gesamte Lauf­zeit fest. Das macht die Festgeldanlage deutlich besser planbar als beispielsweise ein Börseninvestment oder die Anlage auf einem Tagesgeldkonto.

Dies kann aber auch Nachteile haben: Steigen die Zinsen während Ihr Geld fest angelegt ist, dann können Sie das Geld nicht in eine besser verzinste Anlage umschichten. Zwar bieten einige Banken an, das Festgeldkonto frühzeitig aufzulösen, das hat allerdings hohe Zinsverluste zur Folge. Festgeld ist eben relativ unflexibel – das ist der Preis, den Sparer für eine höhere und garantierte Rendite zahlen müssen.

Zwischenfazit: Festgeld ist ebenso sicher wie ein Tagesgeldkonto, aber deutlich unflexibler. Dafür erhalten Sparer höhere Zinsen. Diese können Sie selbst über Laufzeit und Anlagesumme beeinflussen.

Festgeld – sicher und gut verzinst

Die Zinsen sind beim Festgeld vergleichsweise hoch. Bereits ab einer Laufzeit von einem Jahr wirft eine Festgeldanlage in der Regel höhere Zinsen ab als ein Tagesgeldkonto. Bei einer Laufzeit von fünf Jahren belohnen einige Anbieter ihre Kunden mit 0,85 Prozent Zinsen – in unserem Festgeldvergleich weiter unten finden Sie unsere Empfehlungen.

Ein Festgeldkonto überzeugt neben akzeptablen Zinsen vor allem in punkto Sicherheit: Die Verzinsung ist über die Laufzeit stabil, die Investition exakt planbar und das angelegte Kapital ist darüber hinaus über die Einlagensicherung vor eventuellen Zahlungsausfällen der Bank geschützt.

Die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken (EdB) sichert Einlagen bis 100.000 Euro pro Person und Bank ab. Privatbanken, die zusätzlich dem Sicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken (BdB) angehören, schützen sogar Einlagen in Millionenhöhe. Weitere Informationen dazu erhalten Sie unter einlagensicherung.de.

Bei Banken mit Sitz im EU-Ausland sind dank der staatlichen Einlagensicherung der Europäischen Union ebenfalls bis zu 100.000 Euro pro Person und Bank abgesichert. Staaten, die zwar Teil der EU sind, nicht aber die Gemeinschaftswährung Euro nutzen, können Ausnahmen bilden.

Wichtig: Großbritannien entschädigt den Gegenwert von 85.000 Pfund, was Anfang September 2022 einem Gegenwert von etwas weniger als 100.000 Euro entsprach. Auch die schwe­dische Einlagensicherung schützt bei einer Bankenpleite nur 1.050.000 Kronen ab. Anfang September 2022 entsprach dies einem Gegenwert von ungefähr 98.000 Euro.

Tipp: Legen Sie maximal 100.000 Euro auf Sparkonten der schwedischen Geldinstitute Hoist Finance, Nordax Bank, Klarna Bank oder TF Bank an und behalten Sie den Wechselkurs zwischen Schwedischen Kronen und Euro im Auge.

Alternative oder Ergänzung: Festgeld vs. Crowdinvesting

Ein Festgeldkonto bietet sich für Sparer an, die auf der Suche nach einer sicheren Geldanlage sind und ihr Geld über einen längeren Zeitraum fest anlegen können. Unser Festgeldvergleich zeigt zwar, dass die Zinsen auf einem Festgeldkonto höher sind als auf einem Tagesgeldkonto. Dennoch erhalten Sparer auf Ihren Festgeldkonten bei seriösen Anbietern zurzeit trotzdem nur weniger als zwei Prozent Zinsen pro Jahr. 

Auf der Suche nach renditestarken Investments entscheiden sich viele daher immer öfter für eine Geldanlage an der Börse als Alternative oder Ergänzung zum sicheren Festgeld. Darüber hinaus sind weniger bekannte Anlage­möglich­keiten, wie beispielsweise das Crowdinvesting, ebenfalls einen Blick wert. 

Das Konzept des Crowdinvestings ist einfach: Mehrere Investoren (die sogenannte Crowd) finanzieren gemeinsam ein ausgewähltes Projekt und erhalten für Ihre Investition eine finanzielle Beteiligung. Dieses Projekt reicht vom einfachen Start-Up bis hin zu Immobilienvorhaben oder ökologischen Projekten. 

Ein Immobilien-Crowdinvestment ist aufgrund der steigenden Nachfrage nach Wohnraum interessant und kann beispielsweise über Vermittlungsplattformen wie Zinsland, Zinsbaustein und Exporo realisiert werden. 

Tipp: Vergleichen Sie die verschiedenen Anbieter im Hinblick auf mögliche anfallende Kosten, die Höhe der Mindestbeteiligungssumme und die Beteiligungslaufzeit, wenn Sie sich für ein solches Investment entscheiden. 

Wichtig: Im direkten Vergleich mit der Geldanlage auf einem Festgeldkonto stechen beim Crowdinvesting die höheren Zinsen und die flexiblen Laufzeiten hervor. Allerdings bestehen zwischen diesen beiden Formen des Vermögens­aufbaus auch starke Unter­schie­de im Hin­blick auf die Sicher­heit Ihres Kapitals. Seien Sie sich bewusst, dass beim Crowdinvesting (ähnlich wie bei vielen Börseninvestments) immer das Risiko eines Total­verlustes besteht. Wer Crowdinvesting als Investment­alternative in Betracht zieht, sollte mit Ver­lusten umgehen können und für den Vermögensaufbau zusätz­lich alter­native Mög­lich­kei­ten der Geld­anlage nutzen.

So haben wir Festgeldanlagen verglichen

Ob die Einlagensicherung in allen Ländern wirklich funktioniert, ist fraglich. Bei einer schweren Systemkrise im Bankensektor dürften nicht alle Bankeinlagen geschützt sein, vermutlich würden dann auch die Sicherungssysteme in Deutschland an ihre Grenzen stoßen. Sie sollten ihr Geld deshalb immer nur bei soliden Banken in zahlungskräftigen Ländern anlegen – nur so gehen Sie wirklich auf Nummer sicher.

In unseren Festgeldvergleich ist deshalb auch die Bonität der Geldinstitute eingeflossen. Grundlage für unsere Bewertung sind die Ratings der drei wichtigsten Agenturen Moody’s, Standard & Poor’s und Fitch sowie der Sitz der Geldinstitute.

Unsere Empfehlung: Wir raten nur zu Banken, die neben einem guten Rating gleichzeitig ihren Sitz in einem wirtschaftlich soliden Land haben, zum Beispiel in Deutschland oder in Frankreich.

Bevor Sie sich unseren Vergleich näher betrachten und ein Festgeldkonto eröffnen, sollten Sie die wichtigsten Regeln der Geldanlage beachten: Die Rückzahlung von Schulden sollte immer Priorität haben, denn: In der Regel sind die Zinsen, die Sie für Ihre Festgeldanlage bekommen, niedriger als die, die Sie für bestehende Kredite bezahlen müssen. Und: Legen Sie nur das Geld fest an, auf das Sie wirklich verzichten können. Sie sollten immer noch Rücklagen oder zumindest einen „Notgroschen“ haben, falls unvorhergesehene Ausgaben nötig werden, zum Beispiel für die Reparatur Ihres Autos. Mehr Tipps zu Ihren Finanzen erhalten Sie in unserem Ratgeber Geldanlage.

Festgeldangebote bei Internetportalen: Oft nicht empfehlenswert

Bei unserem Festgeldvergleich haben wir Folgendes festgestellt: Nicht jedes Angebot ist tatsächlich empfehlenswert, so verlockend es auf den ersten Blick auch klingen mag. Vor allem Tagesgeld- oder Festgeldanlagen, für die Direktbanken und Internetportale werben, sollten Sie immer auf Sicherheitsaspekte überprüfen und sich nicht von hohen Zinsversprechen blenden lassen.

Vergleichsportale wie Check24 oder Verivox bieten oft viele verschiedene Banken aus vielen verschiedenen Ländern. Leider führen die Portale auch Geldinstitute auf, die es aufgrund unserer strengen Auswahlkriterien nicht in die Auswahl schaffen: Beispielsweise tauchen bei den Portalen immer wieder die Ferratum Bank und Fimbank aus Malta, die rumänische Alpha Bank und die lettische Rietumu Bank auf. Auch wenn letztgenannte Bank von Check24 in der Kategorie „Festgeld ohne Mindestanlage“ gar als „Leistungs-Empfehlung“ ausgezeichnet wird, raten wir von diesen Banken ab. Wir stufen eine Anlage dort nicht als ausreichend sicher ein, unter anderem wegen der Länderratings: Lettland erhält bei Standard & Poors das Rating „A+“ und Malta nur das Rating „A-“, Rumänien gar nur ein „BBB-“ (Stand: 01. Juli 2021).

Auch von Festgeldangeboten aus Liechtenstein raten wir ab. Das Land ist kein Mitglied der Europäischen Union und im Fall einer Bankenpleite erhalten Einleger 100.000 Schweizer Franken – das ist deutlich weniger als 100.000 Euro.

Festgeld-Vergleich: Unsere Aufnahmekriterien

Die Bonität der Geldinstitute muss stimmen. Banken aus Ländern, die nicht von allen drei großen Ratingagenturen Moody's, Standard & Poor's und Fitch positiv bewertet wurden, schaffen es nicht in den Test.
Institute, die ihren Sitz nicht in wirtschaftlich starken Ländern haben, erfüllen nicht unsere strengen Aufnahmekriterien für den Festgeldvergleich.
Institute, bei denen bei einer Zahlungsunfähigkeit Einlagen möglicherweise nicht gesichert sind, schließen wir aus unserem Festgeldvergleich ebenfalls aus.
In unseren Festgeld-Vergleich schaffen es auch keine Banken, bei denen es berechtigte Zweifel am Erfolg ihres Geschäftsmodells gibt. Gleiches gilt, wenn sich in der jüngeren Vergangenheit Verluste häuften.
Wir haben in unserem Test außerdem keinen Platz für Banken, deren Service nicht zufriedenstellend ist. Das können unzureichende Kontaktmöglichkeiten sein, aber auch "Fallen im Kleingedruckten".

Banken verlangen in der Regel eine Mindestanlage

In der Regel müssen Sie beim Festgeld einen Mindestbetrag anlegen. Die Mehrheit der Banken und Sparkassen verlangen eine Mindestanlage von 1.000 und 2.000 Euro, bei einigen Instituten müssen Sparer sogar mindestens 10.000 Euro anlegen. Diese Mindestanlage ist in der Regel unabhängig von der Laufzeit und von der Zinshöhe.

Einige (wenige) Anbieter machen keine Vorgaben für die Höhe Ihrer Einlage, Sie als Sparer können diese Festgeldkonten mit einem beliebigen Betrag führen. Bedenken Sie jedoch, dass sich die Zinserträge (und damit der Erfolg der Anlage) an der Höhe Ihres Kapitals bemessen.

In unserem Vergleich von Festgeldanlagen haben wir die Höhe der Zinsen in den Vordergrund gestellt. Wie Sie aber bereits zu Beginn dieses Artikels festgestellt haben, weisen wir die Höhe der Mindestanlage trotzdem in unserem Festgeldvergleich aus – so können Sie schnell das passende Angebot für sich und Ihre Anlageziele herausfiltern.

Festgeld mit den höchsten Zinsen

Für das beste Festgeldangebot ist die Zinshöhe im Verhältnis zur Mindestanlagezeit entscheidend, welche Rendite erhalte ich als Anleger also über welche Laufzeit. Im Folgenden haben wir die Angebote mit den höchsten Zinsen ausführlich unter die Lupe genommen.

Was ist eigentlich Zinspilot?

Die Zinsplattform zinspilot.de* vermittelt Tagesgeld- und Festgeldangebote von Banken in Deutschland und Europa. Der Blick auf diese Angebote lohnt sich, da viele Banken oft nur Niedrigzinsen anbieten.

Zinspilot kooperiert mit der hamburgischen Privatbank Sutor Bank. Dort müssen Sparer zunächst ein Verrechnungskonto einrichten.

Sobald das Verrechnungskonto eingerichtet ist, können Sie die Bank für Ihr Tagesgeld- oder Festgeldkonto auswählen - ein weiteres Konto müssen Sie nicht eröffnen.

Die Bedingungen für die Einlagensicherung gelten bei der Bank, bei der Sie das Geld letztlich anlegen. Da zinspilot.de* auch Banken aus Ländern aufführt, deren Wirtschaftskraft von Rating-Agenturen oft als schlecht eingestuft werden, sollten Sie Ihren Anbieter sorgsam auswählen.

Die besten Festgeldzinsen – ein Jahr Laufzeit

SWK Bank

Die SWK Bank* bietet bei einem Jahr Laufzeit 2,55 Prozent Zinsen, die jährlich auf Ihr Online-Sparkonto bei der SWK Bank überwiesen werden. Die deutsche Bank ist damit in dieser Kategorie unse­res Festgeld­vergleichs unter den besten getesteten Geldinstituten. Zusätzlich akzeptiert die SWK Bank Anlagen bis zu einem Betrag von 250.000 Euro. Sie müssen mindestens 10.000 Euro fest anlegen und die Einlagensicherung beträgt 100.000 Euro.

Younited Credit

Bei der französischen Younited Credit* gibt’s im Februar 23 Zinsen in Höhe von 2,48 Prozent p. a. Die Younited Credit fordert eine Mindesteinlage in Höhe von 2.000 Euro, Sparer können bis zu 100.000 Euro anlegen.

Wichtig: Anleger sollten beachten, dass es bei der Younited Credit nicht möglich ist, einen Freistellungsauftrag zu hinterlegen. Die Zinsen müssen also in der Steuererklärung angegeben werden.

Klarna Bank

Bei einer Laufzeit von einem Jahr erhalten Anleger bei der schwedischen Klarna Bank* 2,40 Prozent Zinsen p.a. Anleger sollten die Mindesteinlage von 500 Euro beachten. Die Maximaleinlage beläuft sich bei der Klarna Bank* auf 95.000 Euro.

Wichtig: Die schwedische Einlagensicherung sichert einen Betrag von 1.050.000 SEK ab. Dies entspricht aktuell (Stand: Oktober 2022) nur annähernd der Einlagensicherung der Euroländer in Höhe von 100.000 Euro. Sparer sollten deshalb immer das Währungsrisiko im Hinterkopf behalten.

Die besten Festgeldzinsen – zwei Jahre Laufzeit

Younited Credit

Die französische Younited Credit* bietet auch bei einer zweijährigen Laufzeit attraktive Festgeldzinsen. Für Sparer gibt es jährlich einen Zins in Höhe von 2,92 Prozent, die Mindesteinlage beträgt auch hier 2.000 Euro.

Klarna Bank

Das schwedische Kredit­institut bietet mit 2,75 Prozent p.a. vergleichbar hohe Zinsen. Klarna Bank* bietet – wie bereits oben erwähnt – das Festgeld­konto ab einer Anlagesumme von lediglich 500 Euro an.

SWK Bank

In unserem Vergleich der besten Festgeld­konten für einen Anlage­zeitraum von zwei Jahren schneidet die deutsche SWK Bank* ebenfalls gut ab. Das Kredit­institut bietet mit 2,75 Prozent jährlichen Zinsen ein äußerst attraktives Angebot in dieser Kate­gorie. SWK Bank* bietet das Festgeld­konto ab einer Anlagesumme von 10.000 Euro an.

Die besten Festgeldzinsen – drei Jahre Laufzeit

Younited Credit

Für eine Festgeldanlage über drei Jahre erhalten Sie bei der Younited Credit* 3,20 Prozent Zinsen pro Jahr – das reicht auch in dieser Kategorie für Platz eins.

Klarna Bank

Mit einem Festgeldkonto bei der Klarna Bank* erhalten Sie als Sparer bei einer Laufzeit von drei Jahren 2,75 Prozent Zinsen pro Jahr. Damit bietet die schwedische Bank im Test der besten Festgeldkonten für eine Laufzeit von drei Jahren ebenfalls attraktive Konditionen. Die Klarna Bank akzeptiert – wie bereits erwähnt – Anlagesummen bis 95.000 Euro und überweist die Zinsen jährlich.

SWK Bank

Mit einem Festgeldkonto bei der SWK Bank* erhalten Sie als Sparer bei einer Laufzeit von drei Jahren 2,80 Prozent Zinsen pro Jahr.

Die besten Festgeldzinsen – vier Jahre Laufzeit

Younited Credit

Auf dem ersten Platz mit einem Zinssatz von 3,25 Prozent p.a. landet die Younited Credit* im Festgeldzins-Vergleich bei einer vierjährigen Laufzeit. Auf das Younited Credit-Festgeldkonto können maximal 100.000 Euro eingezahlt werden.

SWK Bank

2,83 Prozent Zinsen erhalten Festgeldsparer bei der SWK Bank* für eine Anlagedauer von vier Jahren. Sie verlangt – wie in allen anderen Kategorien auch – eine Mindestanlagesumme von 10.000 Euro.

Klarna Bank

Die schwedische Klarna Bank* bietet bei einer vierjährigen Laufzeit das Festgeldkonto mit etwas niedrigeren Zinsen als der französische Konkurrent. Hier sind es 2,75 Prozent p.a.

Die besten Festgeldzinsen – fünf Jahre Laufzeit

Younited Credit

Für Anleger, die bereit sind Kapital für fünf Jahre anzulegen, ist die Younited Credit* eine attraktive Möglichkeit dies zu tun. Die Zinsen bei einer fünfjährigen Festgeldanlage betragen 3,35 Prozent.

SWK Bank

Bei der SWK Bank* erhalten Sparer bei einem gewählten Anlagehorizont von fünf Jahren Zinsen in Höhe von 2,83 Prozent p.a.

Festgeldkonto eröffnen - das sollten Sie tun

1
Errechnen Sie, wieviel Geld Ihnen zur Festgeldanlage zur Verfügung steht.
2
Prüfen Sie, wie lange Sie auf das Geld verzichten können. Wie Sie die Höhe Ihres Anlagekapitals am besten errechnen, haben wir für Sie im Ratgeber Geldanlage ganz einfach beschrieben.
3
Suchen Sie eine Bank, die die besten Zinsen für Ihre Anlagestrategie bietet.
4
Entscheiden Sie sich erst dann zur Anlage via Festgeld, wenn Sie das Festgeldangebot zu Ihrem Anlageziel passt.

Beitrag verfasst von:

MARKUS GENTNER – REDAKTIONSLEITER RATGEBER

Markus Gentner - Redaktionsleiter finanzen.ch Ratgeber Markus Gentner leitet den Ratgeberbereich bei finanzen.net seit 2018. Zuvor war er fünf Jahre lang in der News-Redaktion tätig. Der studierte Journalist und Germanist baute sein Börsenwissen beim Deutschen Anleger Fernsehen DAF auf, bereits während seines Print-Volontariats spezialisierte er sich auf Ratgeberthemen.

*Das bedeutet das Sternchen: Unsere Ratgeber-Artikel sind objektiv recherchiert und unabhängig erstellt. Wir wollen so möglichst vielen Menschen helfen, eigenständig Vermögen aufzubauen und in Finanzfragen die richtigen Entscheidungen zu treffen. Damit unsere Informationen kostenlos abrufbar sind, werden manchmal Klicks auf Verlinkungen vergütet. Diese sogenannten Affiliate Links kennzeichnen wir mit einem Sternchen. Geld bekommt die finanzen.net GmbH, aber nie der Autor individuell, wenn Leser auf einen solchen Link klicken oder beim Anbieter einen Vertrag abschließen. Ob die finanzen.net GmbH eine Vergütung erhält und in welcher Höhe, hat keinerlei Einfluss auf die Produktempfehlungen. Für die Ratgeber-Redaktion ist ausschließlich wichtig, ob ein Angebot gut für Anleger und Sparer ist.

🌳Das bedeutet das Bäumchen: Anlageprodukte, die im Sinne des Emittenten als nachhaltig klassifiziert werden, zeichnen wir mit einem Bäumchen-Symbol aus.

Bildquelle: Africa Studio / Shutterstock.com

JETZT NEWSLETTER ABONNIEREN!

Produktempfehlungen, Spartipps, aktuelle Urteile - mit dem kostenlosen Ratgeber-Newsletter sind Sie stets bestens informiert!

BackToTop Nach oben