Passende Versicherung finden

Motorradversicherung: Tipps und Tricks für den günstigsten Tarif

Vergleichen Sie Anbieter von Motorradversicherungen und sparen Sie beim Abschluss einer neuen Versicherung viel Geld. Wie das geht, welche Bestandteile Ihre Motorradversicherung unbedingt haben sollte und was Sie bei einem Wechsel von einer Motorrad-Versicherung zur anderen beachten müssen, erläutern wir in diesem Ratgeber - so rollen Sie sorgenfrei mit Chopper, Enduro und Co. über die Landstraße.

Motorrad­versicherung - darum geht es

Eine Motorrad­versicherung brauchen Sie, um gegen Sach-, Personen- oder Vermögensschaden abgesichert zu sein.

Die Höhe der Deckungssumme entscheidet darüber, wie gut Sie versichert sind.

Kündigen Sie Ihre bestehende Motorrad­versicherung erst, wenn Sie bereits ein konkretes, neues Versicherungs­angebot haben. Dann bleibt der Versicherungs­schutz gewahrt.

Extra-Tipp: Prüfen Sie, ob für Sie ein Saisonkenn­zeichen in Frage kommt. Dann sparen Sie bei der Versicherung viel Geld.

Hier geht's direkt zu unserem Motorrad­versicherungs­vergleich.

Motorradversicherung - Tipps & Tricks

In der Regel beträgt die Kündigungsfrist Ihrer Versicherung einen Monat und richtet sich nach dem Startdatum Ihrer Versicherung.

Ändert Ihr Versicherungsanbieter die Tarife, haben Sie ein Sonder­kündigungs­recht. Gleiches gilt nach einem Schadensfall.

Unsere Empfehlung: Vielfahrer und Berufspendler sind mit der VHV Klassik Garant optimal versichert, gemütliche Saisonfahrer bei der WGV und der DA Direkt.

Sie sind auf der Suche nach einer Rollerversicherung? Die HUK-Coburg bietet eine besonders günstige Police, bei der Helvetia funktioniert der Abschluss durch einen übersichtlichen Buchungsprozess sehr schnell.

Bei der Motorrad­versicherung Geld sparen

Sobald im Frühjahr die ersten wärmenden Sonnenstrahlen durch die Wolken blitzen, stehen Freunde von Chopper, Enduro, Cruiser und Co. in den Startlöchern: Für Motorradfahrer beginnt die schönste Zeit des Jahres. Spätestens dann sollten Sie Ihren Versicherungs­schutz überprüfen und gegebenenfalls Ihre Motorrad­versicherung wechseln – so können Sie unter Umständen mehrere hundert Euro sparen.

In diesem Ratgeber verraten wir Ihnen, worauf Sie bei einer Motorrad­versicherung achten sollten und wie Sie Ihre Motorrad-Versicherung schnell und einfach wechseln können. Haben Sie bisher noch keine Versicherung, dann erfahren Sie hier in diesem Ratgeber-Artikel, was die wichtigsten Bestandteile einer Motorrad-Versicherung sind.

Wann können Sie Ihre Motorradversicherung wechseln?

Damit Sie Ihre Zweiradversicherung wechseln können, müssen Sie Ihre bestehende Versicherung fristgerecht kündigen. Bei Ihrer Motorrad-Versicherung haben Sie in der Regel zwei Möglichkeiten zur Kündigung: die ordentliche Kündigung oder die Sonderkündigung. Was es damit auf sich hat, verraten wir Ihnen im Folgenden, zunächst aber zwei Dinge, die Sie grundsätzlich beachten sollten:

Wichtig: Entscheidend ist bei einer Kündigung nicht der Tag, an dem Sie die Kündigung geschrieben haben, sondern das Eingangsdatum bei Ihrer Versicherungs­gesellschaft.

Unsere Empfehlung: Vor einer Kündigung sollten Sie ein konkretes Angebot eines neuen Versicherungs­unternehmens vorliegen haben. Nur dann wird der fortlaufende Versicherungs­schutz für Ihr Motorrad gewahrt.

Die ordentliche Kündigung

Grundsätzlich beträgt die Kündigungsfrist Ihrer Motorradversicherung einen Monat bis zur sogenannten Hauptfälligkeit, also dem Tag, an dem Ihr Versicherungsschutz in Kraft tritt. Haben Sie zum Beispiel Ihre Versicherung zum 1. Januar 2018 abgeschlossen, richtet sich Ihre Kündigungsfrist nach dem 1. Januar 2019, denn hier wird Ihr Versicherungs­schutz ohne Kündigung wieder für ein Jahr erneuert. In diesem Fall haben Sie bis zum 30. November 2018 die Möglichkeit, Ihre bestehende Versicherung zu kündigen. Bedenken Sie, das Kündigungs­schreiben muss Ihrer Versicherung dann am 30. November 2018 auch vorliegen, da der Posteingang bei Ihrem Versicherungsnehmer zählt.

Was zunächst ganz einfach klingt, wird aber schnell etwas komplizierter: Das Vertragsende von Motorradversicherungen ist leider nicht einheitlich geregelt. Bei einigen Versicherungs­gesellschaften ist als Vertragsende das Ende eines Kalenderjahres festgelegt, ähnlich dem Vertragsende von Autoversicherungen, bei anderen hängt das Vertragsende mit der Motorradsaison zusammen. In aller Regel beträgt die Laufzeit einer Motorrad­versicherung jedoch immer ein Jahr.

Unsere Empfehlung: Schauen Sie frühzeitig vor Saisonstart in Ihre Versicherungsunterlagen, um Ihr Vertragsende herauszufinden. Wenn Sie die Kündigungsfrist verpassen, verlängert sich Ihr Vertrag automatisch um ein Jahr.

Tipp: Sofern Sie sich nach dem Blick in Ihre Versicherungs­unterlagen unschlüssig über Ihr Vertragsende oder die Kündigungs­modalitäten sind, fragen Sie rechtzeitig beim Kundenservice Ihrer Versicherung nach.

Die Sonderkündigung

Neben der ordentlichen Kündigung haben Sie bei der Motorradversicherung auch die Möglichkeit des Sonderkündigungsrechts. Diese ist mit bestimmen Ereignissen verknüpft und wird auch als außerordentliche Kündigung bezeichnet. 

Wenn Ihr Versicherer die Versicherungsbeiträge erhöht, kündigt er dies normalerweise schriftlich zum Ende eines Vertragsjahres an. Dann haben Sie das Recht, innerhalb der nächsten 30 Tage schriftlich von Ihrem Sonderkündigungsrecht Gebrauch zu machen.

Sie haben ein Sonderkündigungsrecht, wenn Sie entweder Ihr angemeldetes Motorrad stilllegen oder Ihr Fahrzeug wechseln. In diesem Fall können Sie also ohne Kündigungsfrist einen neuen Anbieter für Ihre Motorradversicherung auswählen. Haben Sie Versicherungsbeträge bereits im Vorfeld gezahlt, das ist übrigens der Normalfall, dann bekommen Sie den zu viel gezahlten Betrag für den bereits versicherten, aber letztlich nicht genutzten, Zeitraum in der Regel wieder erstattet.

Unsere Empfehlung: Gehen Sie auf Nummer sicher und klären Sie mit Ihrem Motorradversicherer ab, ob er nicht genutzte Zeiträume wieder erstattet.

Sofern Sie Ihre Motorradversicherung nach einem Schadensfall wechseln wollen, können Sie das mit einer Kündigungsfrist von vier Wochen, nachdem der Schaden reguliert wurde. Das Sonderkündigungsrecht steht Ihnen auch zu, wenn die Versicherung den Schaden nicht anerkennt. Ein Beispiel: Hagel beschädigt Ihr Motorrad und Sie melden den Schaden Ihrem Versicherer. Dieser überprüft vor Ort den Hagelschaden und setzt sich darüber hinaus mit Wetterdiensten in Verbindung. Am Ende kommt der Motorradversicherer zu dem Ergebnis, dass der (vermeintliche) Schaden nicht auf Hagel zurückzuführen ist, weil es an Ort und Stelle (laut Wetterdienst) nicht gehagelt haben kann. Die Folge ist, dass der Versicherer Ihren Schaden nicht anerkennt.

Wichtig: Das Sonderkündigungsrecht nach einem Schadensfall gilt nicht nur für Sie, sondern auch für Ihr Versicherungsunternehmen. Innerhalb der Frist kann also auch Ihr Versicherer die bestehende Motorradversicherung kündigen. Allerdings nur, wenn das Versicherungsunternehmen den Schaden reguliert hat.

Tipp: Damit Sie sichergehen können, dass Ihre Kündigung fristgemäß bei Ihrem Versicherer eingeht, sollten Sie die Kündigung per Einschreiben mit Rückschein versenden.

Wann haben Sie ein Recht auf Sonderkündigung?

Bei Erhöhung der Versicherungsbeiträge der Motorradversicherung
Bei einem Motorradwechsel oder der Stilllegung des Altfahrzeuges
Bei einem Schadensfall

Das Sonderkündigungs­recht bei Erhöhung der Versicherungsbeiträge gilt nicht, wenn die höheren Beiträge einer gesetzlichen Änderung oder Vorgabe geschuldet sind, zum Beispiel der Anhebung einer Versicherungssteuer. Außerdem haben Sie kein Sonderkündigungsrecht, wenn der höhere Beitrag mit einer Änderung Ihrer Schadensfreiheits­klasse zusammenhängt. Die Schadensfreiheits­klasse sinkt oder steigt in Verbindung mit Ihrer Schadens- und Unfallfreiheit. Was genau eine Schadensfreiheits­klasse ist, erfahren Sie in unserem Versicherungslexikon.

Auch wenn der Beitrag erhöht wird, weil Sie im Zuge eines Wohnortswechsels in eine höhere Regionalklasse eingeordnet werden, haben Sie kein Sonderkündigungsrecht.

Wann haben Sie kein Recht auf Sonderkündigung?

Bei Erhöhung des Versicherungsbeitrages durch gesetzliche Änderungen erfolgt
Bei einer höheren Versicherungsprämie durch eine Einstufung in eine schlechtere Schadensfreiheitsklasse

Notwendige Bestandteile Ihrer Motorradversicherung

Unabhängig davon, ob Sie Ihren Versicherungsgeber wechseln oder eine neue Versicherung abschließen, ist wie für Ihr Auto auch für Ihr Motorrad eine Haftpflichtversicherung gesetzlich vorgeschrieben. In vielen Haftpflichtversicherungen ist eine Mallorcapolice inbegriffen. Diese versichert Sie nicht nur, wie der Name vermuten lässt, auf Mallorca. Im gesamten europäischen Ausland sind Sie mit der Mallorca-Police auf dem gleichen Niveau wie in Deutschland versichert, wenn Sie ein Motorrad mieten. Die Mallorca-Police heißt deshalb auch „Versicherung für den Gebrauch fremder, versicherungspflichtiger Fahrzeuge“.

Tipp: Wenn Ihre Haftpflichtversicherung über diese Mallorca-Police verfügt, prüfen Sie vor Reiseantritt, ob die Police in Ihrem Zielland gültig ist. Manche EU-Länder sind auch in einer vorhandenen Mallorca-Versicherung, je nach Versicherer, ausgeschlossen.

Sowohl bei der Haftpflichtversicherung als auch bei der Fahrzeugversicherung ist die Deckungssumme, auch Versicherungssumme genannt, entscheidend. Sie legt die maximale Höhe der Entschädigung bei einem Schadensfall fest.

Unsere Empfehlung: Da die Beitragsunterschiede hier verhältnismäßig gering ausfallen, raten wir Ihnen, immer eine hohe Deckungssumme zu wählen.

Ergänzende Bestandteile Ihrer Motorradversicherung

Es steht Ihnen immer frei, ob Sie eine Fahrzeugteil- (Teilkasko), bzw. eine Fahrzeugvollversicherung (Vollkasko) abschließen. Bei einer Teilkaskoversicherung ist Ihr Motorrad gegen Schäden bei Zusammenstößen mit „Haarwild“, wie Rehe und Wildschweine im Versicherungsdeutsch bezeichnet werden, oder gegen Schäden durch unwetterbedingte Einflüsse (wie Hagel- oder Sturmschäden) versichert. Außerdem ist Ihr Motorrad im Rahmen der Teilkasko gegen die Risiken Feuer, Glasbruch, Diebstahl und Marderbisse geschützt.

Eine Vollkaskoversicherung schließt diese Schäden ein und ersetzt außerdem selbstverschuldete Schäden am eigenen Motorrad. In der Vollkaskoversicherung sind Sie darüber hinaus ebenfalls gegen Vandalismus-Schäden versichert. Aufgrund der hohen Unfallgefahr von Motorradfahrern kann die Vollkaskoversicherung jedoch kostspielig sein.

Unsere Empfehlung: Schließen Sie mindestens eine Teilkaskoversicherung ab, Sie haben schließlich keinen Einfluss auf bestimmte externe Einflüsse, wie Wetterschäden.

Extra-Tipp: Wenn Sie häufig mit dem Motorrad unterwegs sind und dabei auch lange und gefährliche Strecken fahren, sollten Sie zusätzlich eine Unfallversicherung abschließen. Diese kommt für Schäden auf, die Sie sich zum Beispiel bei einem Sturz (mit oder ohne Motorrad) zuziehen. Das Unfallrisiko ist bei Motorradfahrern leider besonders hoch.

Extra-Spartipps für Ihre Motorradversicherung

Wenn Sie nicht vorhaben, das ganze Jahr Motorrad zu fahren, greifen Sie auf ein Saisonkennzeichen zurück - so zahlen Sie die Motorradversicherung nur für den Zeitraum, in dem Sie auch unterwegs sind.
Erhöhen Sie Ihre Selbstbeteiligung. Diese legt fest, welchen Geldbetrag Sie im Schadensfall selbst begleichen müssen. Je höher die Selbstbeteiligung, desto niedriger ist im Regelfall die zu zahlende Versicherungsprämie. Geben Sie nur eine Selbstbeteiligungssumme an, die Sie jederzeit problemlos begleichen können.
Schränken Sie den Fahrerkreis Ihres Motorrads ein, denn: Je größer die Anzahl der angemeldeten Fahrer ist, desto höher ist häufig auch die Versicherungsprämie.
Melden Sie der Versicherung eine realistische Fahrleistung. Auch die angegebene Kilometerzahl beeinflusst die Versicherungssumme. Selbst wenn Sie die angegebene Kilometerzahl überschreiten, können Sie diese bei der Versicherung nachmelden.
Wählen Sie für Ihr Motorrad einen sicheren Abstellort, zum Beispiel eine Garage. Damit geht meist ein Versicherungsrabatt einher.
Wenn Sie Fahranfänger sind, lassen Sie sich über Ihre Eltern mitversichern. Ansonsten ist Ihre Einordnung in Schadensfreiheitsklassen gewöhnlich teuer.

Der Sonderfall: Versicherung von Kleinkrafträdern

Für die Versicherung von Zweirädern, die weniger als 50 Kubikzentimeter Hubraum haben und nicht schneller als 45 Kilometer pro Stunde fahren, sind einige Besonderheiten zu beachten: Diese sogenannten Kleinkrafträder, in der Regel Mofas, Mopeds und 50er Roller, müssen nicht bei der Zulassungsstelle angemeldet werden. Für Ihr Kleinkraftrad brauchen Sie lediglich ein neues Versicherungskennzeichen zum 1. März eines jeden Jahres, das Sie direkt von Ihrer Versicherung erhalten.

Bestimmte E-Bikes gelten ebenfalls als Kleinkrafträder. Diese E-Bikes werden auch als S-Pedelecs bezeichnet und können ohne Pedalkraft fahren. Ohne die Muskelkraft eines Fahrradfahrers beschleunigt das E-Bike, zum Beispiel per Knopfdruck, auf bis zu 45 km/h und wird deshalb der Kategorie der Kleinkrafträder zugeordnet. E-Bikes, deren Motor sich automatisch ab einem Tempo von 25 km/h abschaltet, sind hingegen nicht versicherungspflichtig.

Manche Versicherungsunternehmen machen zwischen versicherungspflichtigen E-Bikes und anderen Kleinkrafträdern noch einen Unterschied. Dann ist die Haftpflicht für das E-Bike günstiger als für ein Mofa. Um Ihr E-Bike allerdings vor Diebstahl oder Vandalismus zu schützen, müssen Sie auf eine gesonderte Fahrradversicherung zurückgreifen oder Rücksprache mit Ihrer Hausratversicherung halten, inwiefern Ihr Fahrrad über diese abgesichert ist.

Unsere Empfehlung: Prüfen Sie, ob Sie für Ihr E-Bike eine gesetzliche Haftpflichtversicherung benötigen und vergleichen Sie hier die Preisangebote der Versicherungen.

Die beste Rollerversicherung

Auch mit Ihren Roller können Sie unbeabsichtigt in einen Unfall verwickelt werden. Um für den Ernstfall gewappnet zu sein, sollten Sie daher unbedingt eine Rollerversicherung abschließen. Derartige Versicherungen für Kleinkrafträder sind auf Vergleichsrechner im Internet lange nicht so präsent wie Motorradversicherungen, dennoch lohnt sich auch hier ein Vergleich der Angebote.

Unsere Empfehlung: Wählen Sie den Versicherer aus, der Sie vom Preis-Leistungs-Verhältnis her überzeugt. Beim Anbieter Helvetia ist der Buchungsprozess sehr übersichtlich gestaltet und Sie halten dadurch besonders schnell Ihre Rollerversicherung in den Händen. Wer über 23 Jahre alt ist, zahlt für seinen Roller-Schutz 45 Euro pro Versicherungsjahr. 

Bei der Huk-Coburg erhalten Sie den Versicherungsschutz für Ihren Roller bis zu 60 km/h bei vergleichbaren Konditionen noch deutlich günstiger. 28,30 Euro kostet Sie Ihre Versicherung, wenn keiner der Fahrer des Zweirads unter 23 Jahre alt ist. 

Extra-Tipp: Ihr E-Bike können Sie bei beiden Versicherern Helvetia und Huk-Coburg ebenfalls günstig versichern.

Die beste Motorradversicherung

In unserem Motorradversicherungs­test haben wir die wichtigsten Anbieter miteinander verglichen und die besten Motorradversicherungen für Sie herausgefiltert. Drei typische Motorradfahrer bildeten dabei die Grundlage für unseren Vergleich: Der gemütliche Chopperfahrer, der Endurofahrer und der Berufspendler – die beiden erstgenannten Fahrer sind nur mit einem Saisonkennzeichen unterwegs, der Berufspendler hat seine Maschine ganzjährig zugelassen.

Motorrad­versicherung für den Chopper­fahrer

„Typ 1“ in unserem Vergleich der Motorrad­versicherungen ist Fan unter anderem von Harley-Davidson Softail Breakout, Honda Shadow und Triumph Rocket Roadster. Er liebt es, gemütlich auf der Landstraße unterwegs zu sein und das legendäre Fahrgefühl eines Cruisers oder Choppers zu spüren. Unser „Typ 1“ ist stolzer Besitzer einer Moto Guzzi California Touring mit 54 kW (74 PS) und einem Hubraum von über 1.000 ccm.

Sein Motorrad will unser 50-jähriger Chopperfahrer mit einem Saisonkennzeichen von März bis September zulassen. In diesem Zeitraum rechnet er mit einer Fahrleistung von annähernd 5.000 Kilometern, seine Moto Guzzi California Touring nutzt er nur privat, seine Lebenspartnerin darf ebenfalls mit dem Motorrad fahren.

Das Ergebnis: Bei einer Haftpflicht­versicherung mit Teilkasko (Selbstbeteiligung 150 Euro) kommt unser Chopperfahrer am günstigsten mit DEVK Aktiv-Schutz davon. Für 39,30 Euro im Jahr beträgt die Deckungssume pauschal 100 Millionen Euro (maximale Deckungssumme je geschädigter Person: 12 Millionen Euro), eine Mallorca-Police ist inbegriffen und der Versicherer kommt auch für Schäden auf, die durch grobe Fahrlässigkeit verursacht werden, wie das Überfahren einer roten Ampel – bei einem Schaden infolge des Genusses alkoholischer Getränke oder anderer berauschender Mittel ist eine Leistung allerdings ausgeschlossen. Nicht gut bei dieser Police ist allerdings, dass weder Marderbiss noch ein Zusammenstoß mit anderen Tieren außer Haarwild versichert sind – für einen Chopperfahrer, der regelmäßig auf Landstraßen unterwegs ist, sollte diese Leistung enthalten sein.

Empfehlenswerter ist der Anbieter Europa, der sowohl einen Marderbiss als auch einen Zusammenstoß mit Haarwild versichert. Deckungssumme und sonstige Leistungen sind vergleichbar mit dem günstigen DEVK Aktiv-Schutz, der Jahresbeitrag von 44,94 Euro auch. Das Vergleichsportal Check24 zeichnet die Motorradversicherung von Europa deshalb als „Preis-Leistungs-Empfehlung“ aus – zurecht, wie wir finden. Einziger Wermutstropfen: Eine Mallorca-Police fehlt.

Einen umfänglichen Versicherungsschutz bietet BGV Klassik für einen Jahresbeitrag von 55,47 Euro: Die Deckungssumme liegt bei 100 Millionen Euro pauschal (maximale Deckungssumme je geschädigter Person: 12 Millionen Euro), eine Mallorca-Police ist inbegriffen, der Versicherer kommt auch für Schäden durch grobe Fahrlässigkeit auf, die Wildschaden-Deckung greift bei „Tieren aller Art“ und gegen Diebstahl sind auch Sonderausstattungen bis zu einem Betrag von 8.000 Euro versichert.

Auch WGV bietet einen umfänglichen Versicherungsschutz, allerdings bereits für einen Jahresbeitrag von 47,88 Euro. Im Vergleich zu BGV Klassik ist die maximale Deckungssumme je geschädigter Person mit 15 Millionen Euro etwas höher, Sonderausstattungen sind bei Diebstahl dafür nur bis zu einem Betrag von 5.000 Euro versichert.

Unsere Empfehlung: Wer mit seinem Chopper oder Cruiser ins Ausland fährt, kann auf die Mallorca-Police nicht verzichten. Mit der WGV-Police ist „Typ 1“ in unserem Vergleich optimal abgesichert zu einem günstigen Jahresbeitrag. Auch das Vergleichsportal Check24 vergibt die Tarifnote „sehr gut“ für diese Versicherung.

Motorradversicherung für den Endurofahrer

„Typ 2“ fährt eine leichte Enduro, die er wie der Chopperfahrer ebenfalls nur saisonal zulässt. Seine Lieblingsmodelle sind die Suzuki V-Strom 250, die BMW G 310 GS und die KTM 690. In unserem Vergleich fährt „Typ 2“ eine Honda CRF 250 L mit 18,4 kW (25 PS) und einem Hubraum von annähernd 250 ccm.

Genau wie der Chopperfahrer will unser 40-jähriger Endurofahrer seine Honda CRF 250 L mit einem Saisonkennzeichen von März bis September zulassen. In diesem Zeitraum rechnet er mit einer Fahrleistung von annähernd 5.000 Kilometern, seine Honda CRF 250 L nutzt er nur privat und ausschließlich alleine.

Das Ergebnis: Bei einer Haftpflichtversicherung mit Teilkasko (Selbstbeteiligung 150 Euro) kommt unser Endurofahrer am günstigsten mit DEVK Aktiv-Schutz davon. Für 26,76 Euro im Jahr beträgt die Deckungssumme pauschal 100 Millionen Euro (maximale Deckungssumme je geschädigter Person: 12 Millionen Euro), eine Mallorca-Police ist inbegriffen und der Versicherer kommt auch für Schäden auf, die durch grobe Fahrlässigkeit verursacht werden, jedoch nicht bei einem Schaden infolge des Genusses alkoholischer Getränke oder anderer berauschender Mittel. Weder Marderbiss noch ein Zusammenstoß mit anderen Tieren außer Haarwild sind beim DEVK Aktiv-Schutz versichert – diese Leistung sollte enthalten sein, da Motorradfahrer sie häufig in Anspruch nehmen müssen.

Etwas teurer ist die Versicherung der DA Direkt. Für 30,84 Euro erhält unser Endurofahrer eine Haftpflichtversicherung mit Teilkasko (ebenfalls 150 Euro Selbstbeteiligung). Die Deckungssumme je geschädigter Person ist noch etwas höher als mit dem DEVK Aktiv-Schutz und liegt bei 15 Millionen Euro pro Person. Die Pauschaldeckung beträgt ebenso wie bei der DEVK 100 Millionen Euro. Auch dieser Tarif beinhaltet eine Mallorca-Police. Allerdings versichert die DA direkt sogar unmittelbare Schäden, die durch Tierbisse verursacht werden und auch Zusammenstöße mit Federwild oder Nutztieren sind durch die Police abgedeckt. Dadurch bietet die DA direkt, die zudem vom TÜV Saarland für ihre Servicequalität und ihr Preis-Leistungs-Verhältnis mit „gut“ ausgezeichnet wurde, für den Enduro-Fahrer in unserem Test einen vollumfänglichen Schutz. 

Der Anbieter Gothaer wartet bei seiner Motorradversicherung für einen Jahresbeitrag von 33,60 Euro zumindest mit einem Schutz vor Marderbissen auf, sofern keine Folgeschäden entstehen. Dem Urteil „Preis-Leistungs-Empfehlung“ des Vergleichsportals Check24 können wir uns allerdings nicht anschließen: Wie beim DEVK Aktiv-Schutz ist kein erweiterter Wildschaden abgedeckt, versichert ist nur ein Unfall mit Haarwild. Gegenüber dem DEVK Aktiv-Schutz gilt bei Gothaer die Elementarschaden-Deckung nur bei Sturm, Hagel und Blitzschlag. Fazit: Nicht empfehlenswert!

Einen umfänglichen Versicherungsschutz für unseren Endurofahrer bietet WGV für einen Jahresbeitrag von 33,80 Euro: Die Deckungssumme liegt bei 100 Millionen Euro pauschal (maximale Deckungssumme je geschädigter Person: 15 Millionen Euro), eine Mallorca-Police ist inbegriffen, der Versicherer kommt auch für Schäden durch grobe Fahrlässigkeit auf, die Wildschaden-Deckung greift bei „Tieren aller Art“, die Elementarschaden-Deckung ist erweitert und gilt neben Sturm, Hagel und Blitzschlag auch bei Lawinen und Muren, gegen Diebstahl sind auch Sonderausstattungen bis zu einem Betrag von 5.000 Euro versichert und WGV kommt bei einem Tierbiss für Folgeschäden in Höhe von bis zu 3.000 Euro auf.

Unsere Empfehlung: Für einen jährlichen Beitrag von 33,80 Euro ist „Typ 2“ in unserem Vergleich bei WGV optimal abgesichert. Unserer Einschätzung nach ist die Motorradversicherung von WGV der wahre „Preis-Leistungs-Sieger“. Daneben schneidet der Tarif der DA direkt ebenfalls sehr gut ab. Er beinhaltet zwar nicht so einen ausführlichen Elementarschaden-Schutz, ist dafür aber mit einem Preis von 30,84 Euro auch etwas günstiger.

Motorradversicherung für den Vielfahrer

„Typ 3“ ist Berufspendler, seine Maschine ist ganzjährig zugelassen. Seine Enduro nutzt er nicht nur für den täglichen Weg zur Arbeit, sondern regelmäßig auch für Motorradtouren sowie manchmal für den Weg in den Urlaub. Er ist Fan zum Beispiel von Ducati Multistrada 950, KTM Adventure 1090 und der Honda Africa Twin, fährt selbst aber die BMW R 1200 GS. Alle Modelle zeichnen sich durch eine gute Mischung von Komfort und Dynamik aus, weswegen „Typ 3“ zu keiner Zeit auf seine Maschine verzichten möchte. Die BMW R 1200 GS unseres Berufspendlers ist mit einer Leistung von 72 kW (98 PS) und einem Hubraum von 1.170 ccm die stärkste Maschine in unserem Versicherungsvergleich.

Im Gegensatz zu „Typ 1“ und „Typ 2“ unseres Motorradversicherungstests will unser 40-jähriger Berufspendler seine BMW R 1200 GS ganzjährig zulassen. Da er nahezu täglich mit dem Motorrad unterwegs ist, rechnet unser Berufspendler mit einer jährlichen Fahrleistung von annähernd 15.000 Kilometern, seine BMW R 1200 GS nutzt er nur privat und ausschließlich alleine.

Das Ergebnis: Bei einer Haftpflichtversicherung mit Teilkasko (Selbstbeteiligung 150 Euro) kommt unser Berufspendler am günstigsten mit DEVK Aktiv-Schutz davon. Damit bietet DEVK mit ihrem Aktiv-Schutz auch im dritten Vergleich die günstigste Police, leider sind die Leistungen erneut nicht ausreichend. Für 102,82 Euro jährlich erhält unser Berufspendler eine Deckungssume pauschal in Höhe von 100 Millionen Euro (maximale Deckungssumme je geschädigter Person: 12 Millionen Euro), eine Mallorca-Police und einen Versicherungsschutz bei grober Fahrlässigkeit (ausgenommen sind Schäden infolge des Genusses alkoholischer Getränke oder anderer berauschender Mittel). Aber: Weder Marderbiss noch ein Zusammenstoß mit anderen Tieren außer Haarwild sind beim DEVK Aktiv-Schutz versichert – diese Leistungen sind gerade für einen Berufspendler, der auch häufig in der Dämmerung unterwegs ist, unverzichtbar. Fazit: Nicht empfehlenswert!

Deutlich empfehlenswerter ist für unseren Berufspendler VHV Klassik Garant, die für einen Jahresbeitrag von 125,96 Euro mit einem umfassenden Schutz aufwartet: Die Deckungssumme liegt bei 100 Millionen Euro pauschal (maximale Deckungssumme je geschädigter Person: 12 Millionen Euro), eine Mallorca-Police ist inbegriffen, der Versicherer kommt auch für Schäden durch grobe Fahrlässigkeit auf, die Wildschaden-Deckung greift bei „Tieren aller Art“, die Elementarschaden-Deckung ist erweitert und gilt neben Sturm, Hagel und Blitzschlag auch bei Lawinen, Dachlawinen und Muren, gegen Diebstahl sind auch Sonderausstattungen bis zu einem Betrag von 15.000 Euro versichert, darüber hinaus kommt VHV bei einem Tierbiss für Folgeschäden in Höhe von bis zu 3.000 Euro auf.

Auch WGV überzeugt in dieser Kategorie erneut mit einem umfänglichen Versicherungsschutz, der mit dem von VHV vergleichbar ist. Die maximale Deckungssumme je geschädigter Person ist mit 15 Millionen Euro etwas höher, dafür greift die Elementarschaden-Deckung nicht bei Dachlawinen und Sonderausstattungen sind nur bis zu einem Betrag von 5.000 Euro versichert. Mit einem Jahresbeitrag von 132,81 Euro ist WGV etwas teurer als VHV.

Unsere Empfehlung: Für einen jährlichen Beitrag von 125,96 Euro lässt VHV für „Typ 3“ in unserem Vergleich so gut wie keine Wünsche offen. Auch wenn es teilweise deutlich günstigere Angebote gibt, steht für Berufspendler und Vielfahrer der Versicherungsschutz über allem.

Das sollten Sie zu unserem Motorradversicherungsvergleich wissen

Bei unserem Vergleich setzen wir voraus, dass Sie selbst der Versicherungsnehmer sind, Sie bereits länger im Besitz des Motorrades sind und Sie es in diesem Jahr nicht zum ersten Mal zulassen bzw. die Maschine bereits mehrere Jahre zugelassen ist. Außerdem waren Sie mit dem Motorrad bereits versichert, wollen nun aber die Versicherung wechseln. Ihre Schadenfreiheitsklasse beträgt 5 und Sie waren bereits länger als ein Jahr bei Ihrem vorherigen Anbieter versichert.

In den vergangenen drei Jahren sind Sie unfallfrei, zumindest musste Ihr bisheriger Versicherer in den vergangenen drei Jahren keinen Schaden regulieren. Einen Abstellplatz für Ihr Motorrad haben Sie leider nicht, es steht an einer öffentlichen Straße. Für unseren Vergleich haben wir das Motorrad im ländlichen Bereich rund um unseren Firmensitz in Karlsruhe zugelassen – die Preise entsprechen somit einer durchschnittlichen Regionalklasse.

Falls Sie im Falle einer Panne, eines Unfalls oder eines Diebstahls Ihres Motorrads bestens abgesichert sein wollen, empfehlen wir einen Schutzbrief. Sollten Sie Mitglied in einem Automobilclub sein, sollten die meisten Leistungen automatisch abgedeckt sein. Der Schutzbrief spielt deshalb in unserem Vergleich keine Rolle.

Unseren Test haben wir im März 2018 gemacht. Wenn Sie selbst einen Vergleich durchführen wollen, den Sie noch individueller auf Ihre Bedürfnisse abstimmen können, dann sollten Sie einen Blick auf das Vergleichsportal Check24 werfen oder auf verbraucherforum-info.de. Bei letztgenanntem Online-Portal finden Sie günstige Angebote für alle Motorräder ab 50 ccm, verbraucherforum-info.de nutzt den Vergleichsrechner von Nafi-Auto und macht, ebenso wie Check24, einen Versicherungsabschluss online möglich.

Motorradversicherung abschließen - das sollten Sie tun

1
Klären Sie zuerst die Vertragslaufzeit und Kündigungsfrist Ihrer bestehenden Motorradversicherung.
2
Vergleichen Sie die unterschiedlichen Versicherungsangebote.
3
Erst wenn Sie ein konkretes Angebot vorliegen haben, kündigen Sie Ihre bestehende Motorradversicherung.
4
Schließen Sie die neue Versicherungspolice ab und sparen Sie bis zu mehreren Hundert Euro.

Von Annika Niederkorn und Markus Gentner

Hinweis: Unsere Ratgeber-Artikel sind objektiv recherchiert und unabhängig erstellt. Damit Sie unsere Informationen kostenlos lesen können, werden manchmal Klicks auf Verlinkungen vergütet.

Bildquelle: BMW

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