Weg zur Rendite

Aktiensparpläne – ist ein Aktiensparplan sinnvoll für Sie als Anleger?

Von ETF-Sparplänen haben Sie sicher schon gehört – aber kennen Sie auch Aktiensparpläne? Schon mit wenigen Euro können Sie jeden Monat mit einem Aktiensparplan Bruchteile von Aktien erwerben. Damit sind Aktiensparpläne deutlich günstiger als der Kauf einer einzigen teuren Aktie. Ob Aktiensparpläne eine echte Alternative zu ETF-Sparplänen darstellen, was es zu beachten gibt und wie Sie einen Aktiensparplan einrichten, lesen Sie im Folgenden. Das Wichtigste in Kürze sowie unsere redaktionellen Empfehlungen gibt es direkt zu Beginn!

Aktiensparplan - Empfehlungen & Tipps

Setzen Sie beim Aktienkauf auf ein Wertpapierdepot mit dauerhaft günstigen Konditionen - und mit kostenlosen Aktiensparplänen.
Produkt­empfehlung: Eröffnen Sie ein kostenloses Depot ohne Ordergebühren bei finanzen.net zero1. Dort können Sie Aktiensparpläne und alle anderen Wertpapiere komplett gebührenfrei handeln.

Aktiensparplan - das Wichtigste in Kürze

Zu hohe Gebühren schmälern die Rendite. Achten Sie deshalb unbedingt auf die Kosten Ihres Aktiensparplans.
Erfolgreiche Investoren setzen beim Aktienkauf niemals alles auf eine Karte und streuen ihr Risiko über mehrere Wertpapiere unterschiedlicher Branchen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie die beste Sparplan-Aktie finden und wie Sie Ihren Aktiensparplan einrichten.
Wichtig: Bevor Sie sich für einen Aktiensparplan entscheiden, sollten Sie sich ausgiebig über die Vorteile und Nachteile dieser Investitionsmöglichkeit informieren.

Aktiensparplan

Was ist ein Aktiensparplan?

In eine Aktie nur per Einmalkauf investieren? Das geht auch anders! Mit einem Aktiensparplan können Anleger nämlich in regelmäßigen zeitlichen Intervallen – also beispielsweise monatlich – in ein ausgewähltes Unternehmen wie Apple, Tesla oder Microsoft investieren. Ein Aktiensparplan funktioniert ähnlich wie ein Sparplan auf Indizes. Anleger bauen dabei ihr Vermögen sukzessive auf, indem sie regelmäßig kleine Sparbeträge in Aktien investieren. Als Anleger besitzen Sie also keine ganze Aktie, sondern erwerben monatlich Bruchteile davon. Genau das macht Aktiensparpläne attraktiv für Anleger. Denn so können sie sich auch an Unternehmen wie Amazon oder Alphabet beteiligen, die bislang aufgrund ihres hohen Aktienkurses für viele Privatanleger eher unzugänglich waren.

Aber: Normalerweise glauben Aktien-Investoren an Market-Timing. Wenn Sie auf Aktiensparpläne vertrauen, müssen Sie jedoch vor allem an das langfristige Wachstum des jeweiligen Unternehmens glauben.

Wie funktionieren Aktiensparpläne?

Als ersten Schritt benötigen Sie zuallererst ein Depot bei einem Broker oder einer Direktbank, um einen Aktiensparplan einrichten zu können. Da die Auswahl an Anbietern riesig ist, bietet Ihnen unser Broker-Vergleich eine gute Hilfestellung, um sich im Angebots-Dschungel zurechtzufinden. Informieren Sie sich allerdings vorab, ob Ihre gewünschten Aktien bei dem jeweiligen Anbieter im Rahmen eines Aktiensparplans überhaupt angeboten werden. Denn nicht jede Aktie kann auch bei einer Direktbank angespart werden.

Je nach Anbieter können Sie aus unterschiedlichen Ausführungsintervallen wählen. Ihren Aktiensparplan können Sie zumeist entweder monatlich, viertel-, halb– oder jährlich ausführen lassen. Das Geld für die Sparrate wird von Ihrem Verrechnungskonto oder Ihrem Girokonto abgebucht, die erworbenen Aktien werden nach der Sparplanausführung Ihrem Depot gutgeschrieben. Die Bedingungen Ihres Aktiensparplans können Sie zudem jederzeit flexibel Ihrer Lebenssituation anpassen und sowohl den Sparbeitrag, die Aktie als auch den Ausführungsrhythmus ändern.

Wichtig: Bei einem Aktiensparplan sollte es keine Stornogebühren oder Haltefristen geben.

Aktiensparpläne: Vorteile und Nachteile im Überblick

Ob Amazon, Apple, SAP oder Tesla – Anleger können inzwischen aus einer Vielzahl von Einzeltiteln wählen, die auch kostengünstig mit einem Aktiensparplan bespart werden können. Doch ist das Aktiensparen eine sinnvolle und lohnenswerte Alternative zu ETFs?

Vorteile für Anleger

Aktiensparpläne bieten Anlegern durch den automatisierten Kauf der Wertpapiere eine große Zeitersparnis. Haben Sie sich einmal für eine Aktie entschieden und den Sparplan eingerichtet, werden die Beträge regelmäßig automatisch investiert.

Oft trauen sich Anleger beim Investieren nicht den ersten Schritt zu gehen. So mancher Kleinanleger hat auch nicht 1.000 Euro parat, um eine Amazon- oder Google-Aktie zu kaufen. Doch der Start fällt leicht, wenn die Einstiegshürde gering ist. Denn bei vielen Anbietern können Aktiensparpläne ab einem Euro eingerichtet werden. So können Sie auch mit kleinen Schritten anfangen zu investieren und ihr Vermögen sukzessive aufbauen.

Mit einem Aktiensparplan können Sie den sogenannten Durchschnittskosteneffekt ausnutzen. Außerdem können Sie damit auch ihr Risiko beim Kauf eines Aktienanteils verringern. Denn wenn man über ein Jahr für den gleichen Betrag in Aktien investiert, nähert sich durch den Cost-Average-Effect der Einstiegspreis einer Aktie dem durchschnittlichen Kurs der vergangenen 12 Monate an.

Zuletzt bieten Aktiensparpläne Anlegern auch eine hohe Flexibilität, die es ihnen ermöglicht, den Sparplan jederzeit an die persönliche finanzielle Situation anzupassen. Zusätzlich haben die Buy-and-Hold Ansätze statistisch gesehen bei Privatanlegern höhere Renditechancen. Da die Geldanlage vollautomatisiert ist, gibt es sogar einen gewissen Disziplinierungseffekt, da Anleger weniger zu emotionsgesteuertem Handel und zur täglichen Kursbeobachtung neigen.

Nachteile für Anleger

Der wohl offensichtlichste Nachteil eines Aktiensparplanes ist der Mangel an Diversifikation. Wenn Sie als Anleger auf die Aktie eines einzelnen Unternehmens setzen, erhöhen Sie damit in Ihrem Portfolio auch das Klumpenrisiko. Somit bieten Aktiensparpläne eine geringere Risikostreuung als Sparpläne auf ETFs oder Indexfonds, über die Sie in ein ganzes Bündel aus Unternehmen, Branchen und Ländern investieren können.

Die Gebühren einer Sparplanausführung können Sie bei einigen Anbietern mit der Zeit teurer zu stehen kommen, als die Kosten beim Einzelkauf einer Aktie. Achten Sie deshalb immer auf die Gebühren – denn diese müssen sich im Hinblick auf die Rendite auch in Grenzen halten!

Bei vielen Brokern erweist sich die Auswahl des Kaufzeitpunktes des Wertpapiers als unflexibel. Denn bei den meisten Anbietern werden Aktiensparpläne nur an bestimmten Tagen in jedem Monat ausgeführt. Zudem wird die Order oft zwei bis drei Tage vor dem Ausführungsdatum des automatisierten Sparplans platziert. Als Investor können Sie dann keine Anpassungen mehr vornehmen, falls der Kurs der Aktie drastisch fallen sollte.

Zuletzt müssen Sie wie bei jedem Wertpapierkauf hohe Kursschwankungen sowie den Totalverlust Ihres eingesetzten Kapitals mitdenken. Haben Sie sich auf eine Aktie festgelegt, wird die Rendite zwangsläufig negativ sein, wenn das Wertpapier nicht gut performt. Informieren Sie sich im Voraus besonders gut über die Zukunftsaussichten des Unternehmens und behalten Sie die Aktie regelmäßig im Blick, um Sparplananpassungen rechtzeitig vornehmen zu können.

Aktiensparplan – Kosten für Anleger

Bei der Auswahl Ihres Aktiensparplans spielen die Kosten eine wichtige Rolle. Da diese von Bank zu Bank unterschiedlich sind, sollten Sie ganz genau hinschauen.

Manche Anbieter verzichten auf eine Depotgebühr, wenn ein Sparplan eingerichtet wird. Neobroker wie Scalable Capital, Trade Republic oder finanzen.net zero bieten beispielsweise kostenfreie Aktiensparpläne an. Eine klassische Orderprovision, die bei Einzelkäufen von Aktien anfällt, gibt es in der Regel nicht. Bei Aktiensparplänen ist es üblich, dass ein fester prozentualer Anteil der Sparrate als Gebühr eingezogen wird. Diese Ausführungsgebühren liegen bei den meisten Direktbanken zwischen 0,20 Prozent und 2,5 Prozent. Diese Kosten sind vergleichbar mit der Höhe der Kosten, welche bei einem ETF-Sparplan anfallen.

Gegenüber ETFs und Fonds haben Aktiensparpläne einen geldwerten Vorteil. Denn bei Aktiensparplänen entstehen keine laufenden Kosten für die Verwaltung, im Gegensatz zu den meisten ETFs. Allerdings sollten Sie bei der Broker-Auswahl auch auf Mindestgebühren achten. Denn manche Anbieter wie Smartbroker berechnen eine Mindestgebühr oder sogar auch eine Maximalgebühr.

Produkt­empfehlung: Die Kosten für die Depotführung sowie Ordergebühren wirken sich unmittelbar auf die Rendite aus. Wählen Sie deshalb einen günstigen Depotanbieter, der keine Gebühren für die Depotführung verlangt, zum Beispiel das finanzen.net zero Depot1. Dort zahlen Sie weder Depot- noch Kontoführungsgebühren, außerdem finden Sie dort kostenlose Aktien-Sparpläne, mit denen Sie auch für Ihre Kinder Geld ansparen können.

Ist ein Aktiensparplan sinnvoll?

Ein Aktiensparplan kann für Sie als Anleger sinnvoll sein, wenn Sie beispielsweise nicht viel Geld zur Verfügung haben, um an der Börse zu handeln oder wenn Sie einfach mit kleinen Geldbeträgen beginnen möchten, in Wertpapiere zu investieren. Denn auch mit kleinen Schritten können Sie Ihr Vermögen so aufbauen und über die Jahre ein beachtliches Aktienportfolio aufbauen.

Aktien weisen oft starke Kursschwankungen auf. Dennoch können sie langfristig auch eine renditestarke Geldanlage sein – wenn man bereit ist, das damit einhergehende Risiko einzugehen. Wenn Sie das Risiko minimieren möchten, sollten Sie in verschiedene Aktien aus unterschiedlichen Branchen und Ländern investieren. Für sicherheitsorientierte Anleger kann ein ETF-Sparplan die geeignetere Alternative sein.

Zusätzlich werden Sie durch den Kauf einer Aktie Miteigentümer der Aktiengesellschaft. Dabei erhalten Sie sowohl das Stimmrecht auf der Hauptversammlung, als auch einen Anspruch auf eine Gewinnbeteiligung in Form einer regelmäßigen Dividende.

Aktiensparplan: Welche Aktien sollten Sie besparen?

Die Auswahl der richtigen Aktie ist entscheidend bei einem Aktiensparplan. Doch in welche Aktie sollten Sie investieren? Was ist die beste Sparplan-Aktie?

Ihre Entscheidung für oder gegen eine bestimmte Aktie sollten Sie von einigen Faktoren abhängig machen. Wählen Sie ein Unternehmen, das eine gute Marktstellung hat. Außerdem sollten Sie das Geschäftsmodell verstehen, das sich bereits über einen langen Zeitraum bewährt haben sollte. Weitere Kennzahlen, die Sie zur Bewertung einer Aktie zurate ziehen können, sind das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) und das Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV). Auch Parameter wie die Ausschüttungsquote, die Dividendenrendite und das Dividendenwachstum können Hinweise über die Substanz des Unternehmens liefern.

Die meisten Anbieter bieten Anlegern die 40 Aktien aus dem Deutschen Leitindex DAX zum Besparen an. Auch die Aktien einiger großer amerikanischer Unternehmen lassen sich bei einigen Anbietern für Sparpläne finden. Bei exotischen und sehr kleinen Unternehmen wird die Luft allerdings schon dünner – diese stehen Anlegern in der Regel nicht zur Verfügung.

Aktiensparplan einrichten – so geht’s!

Die Einrichtung eines Aktiensparplans ist spielend einfach, sobald Sie sich für eine Aktie entschieden haben.

Wählen Sie Ihre Aktie aus. Informieren Sie sich gründlich über das Wertpapier und die zugehörige WKN/ISIN.

Nun können Sie Ihren Aktiensparplan einrichten, indem Sie in Ihrem Wertpapierdepot mithilfe der WKN oder ISIN die Aktie suchen. Im nächsten Schritt können Sie die Höhe und das Intervall der Sparrate festlegen.

Sie können den Aktiensparplan eröffnen, indem Sie Ihren Auftrag bestätigen. Ihr Aktiensparplan wird dann ab dem gewählten Zeitpunkt ausgeführt.

Aktiensparplan - das sollten Sie tun

1
Entscheiden Sie sich, ob ein Aktiensparplan für Sie als Geldanlage in Frage kommt.
2
Wählen Sie ein Wertpapierdepot aus, das günstige Konditionen aufweist - am besten mit kostenlosen Aktiensparplänen wie finanzen.net zero1.
3
Stellen Sie sich die Frage, auf wie viel Geld Sie im alltäglichen Leben verzichten können - und legen Sie dieses in einen Aktiensparplan an.
4
Investieren Sie Ihr Kapital in mehrere Aktien, um das Risiko zu streuen. Achten Sie bei der Aktienausahl auf diverse Faktoren.
5
Bauen Sie bereits ab einer monatlichen Sparrate von wenigen Euro langfristig ein Vermögen auf - und profitieren Sie als Aktionär von möglichen Dividendenausschüttungen.

Beitrag verfasst von:

JASMIN MENCIN – RATGEBER-REDAKTEURIN

Jasmin Mencin - Redakteurin finanzen.net RatgeberJasmin Mencin ist seit Anfang 2021 Teil der Ratgeber-Redaktion. Sie ist zuständig für die Themen Robo-Advisor, Neobroker und Kryptowährungen. Ihr Studium in den Fächern Germanistik und Pädagogik hat sie mit einem Master abgeschlossen. Während ihres Studiums sammelte sie bereits erste Erfahrungen als Content Writerin im Bereich Sprachen.

*Das bedeutet das Sternchen: Unsere Ratgeber-Artikel sind objektiv recherchiert und unabhängig erstellt. Wir wollen so möglichst vielen Menschen helfen, eigenständig Vermögen aufzubauen und in Finanzfragen die richtigen Entscheidungen zu treffen. Damit unsere Informationen kostenlos abrufbar sind, werden manchmal Klicks auf Verlinkungen vergütet. Diese sogenannten Affiliate Links kennzeichnen wir mit einem Sternchen. Geld bekommt die finanzen.net GmbH, aber nie der Autor individuell, wenn Leser auf einen solchen Link klicken oder beim Anbieter einen Vertrag abschließen. Ob die finanzen.net GmbH eine Vergütung erhält und in welcher Höhe, hat keinerlei Einfluss auf die Produktempfehlungen. Für die Ratgeber-Redaktion ist ausschließlich wichtig, ob ein Angebot gut für Anleger und Sparer ist.

🌳Das bedeutet das Bäumchen: Anlageprodukte, die im Sinne des Emittenten als nachhaltig klassifiziert werden, zeichnen wir mit einem Bäumchen-Symbol aus.

1Hinweis: finanzen.net zero ist ein Angebot der finanzen.net zero GmbH, einer Tochter der finanzen.net GmbH. Weitere Informationen finden Sie hier.

Bildquelle: Thapana_Studio / Shutterstock.com

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