Sparen nach Plan mit Indexfonds

ETF-Sparplan: Die besten Sparpläne, Tipps und Tricks

Stiftung Warentest hat ETF-Sparen als "Königsweg des Fondssparens" bezeichnet. Auch wer jeden Monat kleine Beträge anspart, kann mit einem ETF-Sparplan renditestark investieren und langfristig ein Vermögen aufbauen. Wir zeigen Ihnen, welche Vorteile ein ETF-Sparplan hat, was Sie dabei beachten sollten und wo Sie kostenlose ETF-Sparpläne finden. Zunächst gibt es im Anschluss die besten ETF-Sparpläne in der Übersicht.

ETF-Sparplan -
darum geht es

Ein ETF-Spar­plan unter­scheidet sich im Prinzip nicht von einem Bank­spar­plan: Sie kaufen re­gel­mäßig Anteile von ETFs (Index­fonds) und parti­zipieren so an der Ent­wick­lung eines Börsen­index'.

Ein ETF bil­det die Ent­wick­lung ei­nes Index' ab, zum Bei­spiel des MSCI World: Steigt der Welt­aktien­index, steigt auch der MSCI World-ETF.

Ein ETF-Spar­plan baut so lang­fristig Ver­mö­gen auf, zum Bei­spiel für Ih­re Al­ters­vor­sor­ge, für Ihr Traum­haus oder als Ruhe­stands­finan­zie­rung.

Ent­schei­den Sie, wel­chen Index Ihr ETF ab­bilden soll. Zudem: Soll Ihr ETF Divi­den­den aus­schütten oder re­inve­stie­ren? Soll Ihr ETF phy­sisch in die Ori­gi­nal-Index­aktien inve­stie­ren oder den Index syn­the­tisch ab­bilden?

Hinweis: Um einen ETF-Spar­plan in Ei­gen­regie ein­zu­rich­ten, brau­chen Sie ein Wert­papier­depot. Der ETF-Depot-Ver­gleich hilft bei der Suche nach dem besten An­bie­ter für ETF-Spar­pläne.

ETF-Sparplan -
Tipps & Tricks

Produkt­empfehlung (Komplett­paket): OSKAR bietet ein Rund­um-sorg­los-Paket und übernimmt dabei die ETF-Auswahl, bietet Steuer­optimie­rung und kosten­loses Re­balan­cing.

Produkt­empfehlung (Einzel-ETFs): Streu­en Sie Ihr Geld global mit iShares Core MSCI World UCITS ETF und Xtrackers MSCI World UCITS ETF 1C sowie Xtrackers MSCI World UCITS ETF 1D und ComStage MSCI World TRN UCITS ETF.

In die besten Firmen Europas inve­stie­ren Sie mit iShares STOXX Europe 600 ETF und Lyxor STOXX Europe 600 ETF. Mit Xtrackers Euro Stoxx 50 UCITS ETF 1D legen Sie in den Euro Stoxx 50 an.

Für einen ETF-Spar­plan auf den DAX wählen Sie ComStage DAX® TR UCITS ETF, Xtrackers DAX UCITS ETF 1C und Deka DAX UCITS ETF.

Tipp: Unser Beispiel-ETF-Sparplan und unsere ETF-Empfehlungen helfen Ihnen, die besten ETF Fonds zu finden.

ETF-Sparplan: In Eigenregie oder im Komplettpaket?

Ein ETF-Sparplan eignet sich perfekt zum langfristigen Vermögensaufbau, zum Beispiel zur Altersvorsorge. Wesentlich für den Erfolg Ihres ETF-Sparplans ist die richtige ETF-Auswahl. Sie können auf eigene Faust auf ETF-Suche gehen oder die Auswahl der passenden ETFs Profis überlassen. Anleger, die letztere Variante vorziehen, sollten einen Blick auf OSKAR werfen. OSKAR ist ein für Ein­steiger ge­eig­ne­tes, gün­sti­ges und in­telli­gen­tes Spar­plan-Kom­plett­paket.

Wenn Sie sich auf eigene Faust auf ETF-Suche begeben wollen, dann helfen Ihnen unsere Sparplan-Empfehlungen im Folgenden. Hier stellen wir Ihnen die besten ETF-Sparpläne und Produkte vor.

Die besten ETF-Sparpläne im Test

NameISIN/WKNIndexGebühr pro Jahr (TER)Ver­wendung der Erträge
iShares Core MSCI World UCITS ETFIE00B4L5Y983/ A0RPWHMSCI World0,20 Prozentthesaurierend
Xtrackers MSCI World UCITS ETF 1CIE00BJ0KDQ92/ A1XB5UMSCI World0,19 Prozentthesaurierend
Xtrackers MSCI World UCITS ETF 1DIE00BK1PV551/ A1XEY2MSCI World0,19 Prozentausschüttend
ComStage MSCI World TRN UCITS ETFLU0392494562/ ETF110MSCI World0,20 Prozentausschüttend
Lyxor STOXX Europe 600 (DR) UCITS ETF C-EURLU0908500753/ LYX0Q0STOXX Europe 6000,07 Prozentthesaurierend
iShares STOXX Europe 600 UCITS ETFDE0002635307/ 263530STOXX Europe 6000,20 Prozentausschüttend
Xtrackers Euro Stoxx 50 UCITS ETF 1DLU0274211217/ DBX1EUEURO STOXX 500,09 Prozentausschüttend
ComStage DAX® TR UCITS ETF LU0378438732/ ETF001DAX0,08 Prozentausschüttend
Xtrackers DAX UCITS ETF 1CLU0274211480/ DBX1DADAX0,09 Prozentthesaurierend
Deka DAX UCITS ETFDE000ETFL011/ ETFL01DAX0,15 Prozentthesaurierend

Produkt­empfehlung: Der thesaurierende iShares Core MSCI World UCITS ETF erhält vom Analysehaus Morningstar das Rating „Silver“. Diese Bewertung erhalten Fonds, die anhand vieler Bewertungs­kriterien über­durch­schnittlich ab­schneiden. Der the­sau­rie­rende Xtrackers MSCI World UCITS ETF 1C gehört zu den gün­stig­sten MSCI World-ETFs. Die aus­schüttenden Xtrackers MSCI World UCITS ETF 1D und ComStage MSCI World TRN UCITS ETF erhalten von der Ratingagentur Morningstar 4 von 5 Sternen.

Der the­saurie­rende Lyxor STOXX Europe 600 (DR) UCITS ETF C-EUR gehört zu den gün­stig­sten Index­fonds über­haupt. Den aus­schüttenden iShares STOXX Europe 600 UCITS ETF bewertet Morningstar mit „Gold“. Die höchstmögliche Bewertung erhalten Fonds, die über alle Bewertungs­kriterien über­durchschnitt­lich gut abschneiden. Der ausschüttende Xtrackers Euro Stoxx 50 UCITS ETF 1D bildet den Eurozonen-Index vollständig physisch ab.

Der ausschüttende ComStage DAX® TR UCITS ETF und der thesaurierende Xtrackers DAX UCITS ETF 1C gehören zu den günstigsten DAX-ETFs. Der Deka DAX UCITS ETF erhält im Nach­haltigkeits­rating von Morningstar 4 von 5 Erden (lesen Sie dazu auch den Rat­geber Nach­haltige Geld­anlage).

„Königsweg des Fondssparens“: Indexfonds

Ein Börseninvestment ist in Zeiten von Niedrigzinsen alternativlos. Weder Anleger noch Sparer, die die Chance auf ein renditestarkes Investment haben wollen, kommen an Aktien vorbei. Um das Risiko eines Aktieninvestments zu reduzieren, sollten Sie als Anle­ger Ihr Geld über Länder und Branchen breit streuen (im Ratgeber Geldanlage erfahren Sie mehr zu Di­versi­fika­tion) und mittels eines Fondssparplans in Aktien investieren.

Mit Exchange Traded Funds (ETFs) ist die Diversifikation besonders einfach: Durch die Zu­sam­menset­zung des Index‘, den der ETF abbildet, ergibt sich automatisch die Zu­sam­men­set­zung für den ETF – und damit auch die Risikostreuung. Im DAX sind beispielsweise die größten deutschen Unternehmen verschiedener Branchen gelistet, im MSCI World sind die wichtigsten Unternehmen aus aller Welt und aus verschiedenen Branchen gelistet. Stiftung Warentest urteilt des­halb in „Finanztest“-Ausgabe 07/2014: Das Sparen mit einem In­dex­fonds ist der „Königsweg des Fondssparens“.

ETFs – eine gigantische Erfolgsgeschichte

ETFs, auch Indexfonds genannt, sind börsengehandelte Fonds, die einen Aktienindex nachbilden. Ein DAX-ETF bildet entsprechend den deutschen Leitindex DAX nach, ein ETF auf den MSCI World bildet den Weltaktienindex MSCI World nach. Sie als Anleger müssen also nicht die 30 DAX-Aktien einzeln kaufen, Sie können stattdessen auch einfach einen DAX-ETF in Ihr Depot übernehmen und von der Entwicklung des deutschen Aktien­index‘ profitieren: Steigt der DAX, steigt auch Ihr DAX-ETF – was ETFs sind und wie sie funk­tio­nieren, erläutern wir noch detailierter in unserem Ratgeber ETF kaufen.

Fakt ist: ETFs gehören seit vielen Jahren zu den beliebtesten Anlageprodukten. Mark Wiedman, Chef der BlackRock-Tochter iShares, rechnet in bis 2030 mit einem weltweit verwalteten ETF-Vermögen für sein Unter­nehmen von zwei­einhalb Billionen Euro – eine gigan­tische Er­folgs­geschichte. Kein Wunder, denn ETFs sind kosten­günstig, trans­parent und eignen sich perfekt zum Ver­mögens­aufbau via Spar­plan.

ETF-Volumen weltweit (2000 bis 2018)

ETF-Volumen weltweit

Angaben in Billionen US-Dollar

Passive Aktien-Indexfonds deutlich günstiger als aktive Aktienfonds

Alternativ zu ETFs können Sie als Anleger selbstverständlich auch in klassische Aktien­fonds inve­stie­ren. Im Gegensatz zu den passiven ETFs werden diese aktiv gemanagt, ein Fonds­manager entscheidet also über die Aus­wahl der Titel. Invest­ment­fonds sind jedoch, entgegen ihres eigent­lichen Ziels, selten besser als der Markt. Darüber hinaus sind aktiv gemanagte Aktien­fonds we­sent­lich teurer als die passiven ETFs.

„Bei einem global aus­gerich­teten Aktien­fonds zahlen Anleger in der Regel etwa 1,5 bis zwei Prozent pro Jahr“, sagt Roland Aulitzky vom Ver­brau­cher­maga­zin „Finanztest“. Bei einem ETF auf den MSCI World seien hingegen 0,2 bis 0,5 Prozent üblich.

Das heißt, dass die Strategie des Fondsmanagers so gut sein muss, dass sie die Wert­ent­wick­lung des zugrundeliegenden Index um mindestens ein bis zwei Prozent jährlich schlägt – nur so können die Managementgebühren ausgeglichen werden. Laut einer Studie der Ratingagentur Morningstar erzielen nur zehn Prozent aller weltweit agierenden Fondsmanager nach Kosten ein besseres Ergebnis als der Weltaktienindex MSCI World.

Da ein Aktien-ETF einen Aktienindex kopiert, zum Beispiel den DAX oder den MSCI World, muss kein Manager und auch kein Anleger aktiv Anlageentscheidungen treffen. Das spart nicht nur Nerven, sondern vor allem viel Geld: Über Direktbanken und Online-Broker können Anleger Aktien-Indexfonds für eine geringe Gebühr kaufen – einige Anbieter bieten ETF-Sparpläne sogar kostenlos an.

Hinweis: Chancenorientierte Anleger können auch mittels eines Aktien-Sparplans an der Börse Geld anlegen. Ein Aktien-Sparplan setzt auf Einzeltitel und ist deshalb nur für risikoaffine und erfahrene Börsianer geeignet.

So beginnen Sie mit dem ETF-Sparen

Um mit dem ETF-Sparen zu beginnen, müssen Sie nun noch folgende Entscheidung für sich treffen: Wollen Sie auf eigene Faust einen Sparplan auf einen selbst gewählten Index einrichten oder sollen Profis die ETF-Auswahl für Sie übernehmen? Entscheiden Sie sich für Letzteres, dann empfehlen wir einen Robo-Advisor, zum Beispiel OSKAR.

Die digitale Vermögensverwaltung OSKAR ist ein für Ein­stei­ger ge­eig­ne­tes und gün­sti­ges Kom­plett­pro­dukt für ETF-Sparpläne. Mit OSKAR können Sie ganz einfach Geld für Ihre Familie anlegen. Bereits ab einem Betrag von 25 Euro pro Monat können Sie dort für sich und Ihre Liebsten Vermögen aufbauen. Das Beste: Sie als OSKAR-Kunde zahlen jährlich maximal ein Prozent Ihres angelegten Vermögens, es gibt weder Aus­gabe­auf­schläge noch Perfor­mance­gebühren.

Wer entsprechend seiner Anlagestrategie selbst einen ETF zum Besparen auswählen will, benötigt ein Wertpapierdepot. Damit können Sie als ETF-Sparer dann den ETF-Sparplan einrichten und mit Aktien-Indexfonds für Ihr Alter vorsorgen oder für Ihr Traumhaus Vermögen aufbauen. Das finanzen.net Brokerage Depot bietet bei­spiels­weise über 160 kostenlose ETF-Sparpläne. Sie können selbstverständlich auch bei einem anderen Anbieter ein Wert­papier­depot eröff­nen. Beachten Sie jedoch, dass sich Kosten und Angebote teil­weise deutlich unter­scheiden.

Tipp: Einen umfassenden Überblick über die Konditionen der beliebtesten ETF-Depots finden Sie in unserem ETF-Sparplan- und Depotvergleich.

Kostenloser ETF-Sparplan - schon gewusst?

Sie sollten beim Vermögensaufbau und vor allem beim ETF-Sparen immer die Kosten für das Wertpapierdepot bzw. die Gebühren bei Ihrer Bank im Blick haben. Legen Sie in Ihrem ETF-Sparplan 50 Euro und weniger im Monat an, sind Banken und Spar­kassen nicht immer die beste Wahl. Suchen Sie sich bei kleinen Spar­beträgen des­halb besser An­bieter aus, die Ihre Gebüh­ren prozentual er­heben oder - noch besser - kostenlose Spar­pläne an­bieten.

Tipp: Manche Online-Broker bieten neben einer großen Auswahl günstiger Spar­pläne auch ein kostenloses Wertpapierdepot ohne Strafzinsen an, zum Beispiel finanzen.net Brokerage.

Das sollten Sie beim ETF-Sparplan beachten

Mit einem ETF-Sparplan legen Sie Ihr Geld an der Börse an, das sollten Sie sich im Vorfeld vergegenwärtigen. Ein Börseninvestment (vor allem in Aktienfonds oder Aktien-Indexfonds) ist immer mit einigen Unwägbarkeiten verbunden, das liegt in der Natur der Sache. Im Gegensatz zum klassischen Sparbuch, kann Ihr an der Börse angespartes Vermögen kurzzeitig auch an Wert verlieren.

Sie sollten sich vor Abschluss eines ETF-Sparplans deshalb unter anderem folgende Fragen stellen: Welcher Anlegertyp sind Sie? Können Sie kurzzeitige Kursrückgänge verkraften? Wie lang ist Ihr Anlagehorizont? Wann benötigen Sie Ihr angespartes Vermögen? Welches Sparziel verfolgen Sie? Die Antworten auf diese Fragen können den Erfolg Ihrer Anlage sowie die Renditeaussichten entscheidend beeinflussen. Wenn Sie einen Anlagehorizont von mehreren Jahren haben und bereit sind, (zumindest kurzfristig) auch Verluste in Kauf zu nehmen, dann ist ein ETF-Sparplan für Sie womöglich das perfekte Investment. Wie Sie am besten herausfinden, welcher Anlegertyp Sie sind, erfahren Sie im Ratgeber Geldanlage.

Wichtig: Da Sie bei einem ETF-Sparplan in der Regel Ihr Geld langfristig anlegen und Ihr Vermögen über viele Jahre aufbauen, spielen kurzfristige Kursschwankungen an den Börsen nur eine untergeordnete Rolle. Welches Volumen Ihr Sparplan hat, wieviel Geld Sie also regelmäßig für Ihren „Vermögensaufbau mit Plan“ zur Verfügung haben, sollten Sie sich aber in jedem Fall vor Ihrem Investment klarmachen. Auf welchen Geldbetrag können Sie also wie oft für Ihr alltägliches Leben verzichten? Viele Banken, Sparkassen und Online-Broker bieten ETF-Sparpläne bereits ab einer Sparrate von 25 Euro im Monat an (auch bei OSKAR ist dies möglich).

Wie funktioniert ein ETF-Sparplan?

Ein ETF-Sparplan ist ein Fondssparplan mit ETFs. Er unterscheidet sich vom Grundprinzip weder von einem Banksparplan noch von einem Sparplan mit aktiv gemanagten Investmentfonds. Sie als ETF-Sparer zahlen regelmäßig einen vorher festgelegten Betrag in (Anteile von) ETF Fonds und bauen sich damit über die Jahre ein Vermögen auf. Es gibt, wie beim Banksparplan auch, keine vorher festgelegte Laufzeit, darüber hinaus können Sie den Ausführungsrhythmus Ihres ETF-Sparplans jederzeit ändern, ebenso die Höhe der Sparbeträge.

Während Sie beim Banksparplan vom vereinbarten Zins und vom Zinseszinseffekt profitieren, kaufen Sie beim ETF-Sparplan in festgelegten zeitlichen Abständen einen ETF-Anteil oder mehrere Fondsanteile eines ETFs und profitieren dann von den Börsenkursen bzw. von der Entwicklung des Index, den der ETF abbildet.

Übrigens: Bei einem ETF-Sparplan mit thesaurierenden Indexfonds entsteht ebenfalls eine Art Zinseszinseffekt. Neben der Entwicklung der Börsenkurse haben nämlich auch die erzielten Erträge (Dividenden, Kapitalausschüttungen usw.) einen positiven Einfluss auf Ihr angespartes Vermögen: Die Erträge fließen direkt ins Fondsvermögen zurück und werden dort umgehend wieder angelegt.

Chancenorientiert vs. sicher

Wie bereits erwähnt, sollte der zugrundeliegende Index Ihren Anlagebedürfnissen ent­spre­chen: Wollen Sie von der Entwicklung der weltweit wichtigsten Unternehmen pro­fitie­ren und ihr Risiko breit über Länder und Branchen hinweg streuen, dann könnte für Sie ein ETF-Sparplan in Verbindung mit dem MSCI World die richtige Wahl sein (einen Beispiel-ETF-Sparplan mit einem MSCI World-ETF haben wir hier für Sie zusammengestellt).

Wollen Sie die Chance auf höhere Renditen haben? Dann bietet sich vielleicht ein ETF-Sparplan auf den deutschen Nebenwerte-Index SDAX an. Im SDAX sind kleinere deutsche Unternehmen verschiedener Branchen gelistet, ein Investment ist somit etwas riskanter als beispielsweise ein Investment in den deutschen Leitindex DAX oder in den Welt­aktien­index MSCI World. Die besten ETF Fonds auf den DAX finden Sie übrigens in unserem Ratgeber DAX-ETF.

Wertpapierdepot beim Fondssparen in Eigenregie ein Muss

Um ETF-Sparpläne auf einen oder mehrere der genannten Indizes einrichten zu können, ist das bereits erwähnte Wertpapierdepot Grundvoraussetzung. Haben Sie Ihren Anbieter für das Wertpapierdepot ausgemacht und dieses eingerichtet, folgt der nächste Schritt: Die Auswahl des für Sie passenden ETFs. In diesem Zusammenhang sollten Sie sich folgende Fragen stellen: Welchen Markt soll der ETF abbilden? Soll der Indexfonds jährlich Dividenden ausschütten oder diese automatisch wieder im Sparplan anlegen (thesaurierend)? Soll der ETF die Original-Indexaktien enthalten (physisch) oder diese nur nachbilden (synthetisch)?

Video: ETFs - physisch oder synthetisch? Die Unterschiede

Was sind die Unterschiede zwischen physisch und synthetisch replizierenden ETFs? Im Youtube-Video erklärt Thomas Kehl von Finanzfluss, worin die Unterschiede der ETF liegen und wann sich welche Replikationsmethode für Sie lohnt: ETF-Aufbau: Das sind die Unterschiede zwischen physischen und synthetischen ETFs.

ETF-Auswahl: Schritt für Schritt zum besten Aktien-Indexfonds

ETF ist nicht gleich ETF. Zwischen den verschiedenen Indexfonds-Produkten existieren zum Teil große Unterschiede bezüglich Performance und Kosten. Damit Sie die besten ETFs aus dem enorm breiten Produktangebot herausfiltern können, gibt es verschiedene Auswahlkriterien, anhand derer Sie einen guten von einem sehr guten ETF unterscheiden können – dazu gleich mehr in unserer ausführlichen Schritt-für-Schritt-Anleitung.

Bevor Sie sich die Details von ETFs näher betrachten, sollten Sie sich zunächst mit einigen Begriffen rund um das Thema Indexfonds vertraut machen – schließlich geht es um Ihr Geld und um Ihren langfristigen Vermögensaufbau. Dabei hilft Ihnen unser ETF-Lexikon. Darin erfahren Sie unter anderem, was synthetisch replizierende ETFs sind, was ein Tracking Error ist und wie sich die Ausschüttungsarten unterscheiden – so fällt es Ihnen leichter, die besten ETFs für Ihre Anlagestrategie einzugrenzen. Im Ratgeber ETF kaufen verraten wir Ihnen im Detail, was ETF Fonds genau sind, was sie auszeichnet und wie Sie diese am besten kaufen.

Tipp: Gehen Sie bei Ihrer ETF-Auswahl systematisch vor. Mit dem folgenden 5-Schritte-Plan wird Ihre ETF-Suche garantiert erfolgreich sein.

Schritt 1: Definieren Sie Anlageziel und Anlagefokus

Grundsätzlich ist bei der Geldanlage Folgendes zu beachten: Machen Sie sich vor Ihrer Investition klar, welches Anlageziel Sie verfolgen. Möchten Sie Ihr Geld eher kurzfristig anlegen oder wollen Sie langfristig ein Vermögen aufbauen?

ETFs eignen sich vor allem für den langfristigen Vermögensaufbau, sie spielen Ihre Stärken bei einem Anlagehorizont von zehn und mehr Jahren besonders gut aus. In unseren Ratgebern Geldanlage und Börsenhandel lernen erfahren Sie, wie Sie Ihre Anlageziele bestimmen können, was Sie grundsätzlich beim Börseninvestment beachten sollten und welche Alternativen es gibt.

Für die richtige ETF-Auswahl sollten Sie vor der kon­kre­ten Produktsuche auch noch einen Anlagefokus bestimmen. Damit legen Sie fest, in welche Anlage­klassen, Märkte oder Themen Sie inve­stieren wollen. Schwellen­länder-ETFs sind zum Bei­spiel riskanter als ETFs, die die Märkte von Industrie­na­tionen ab­bilden, bieten jedoch auch größere Ren­di­te­chan­cen. Über die Gewichtung ver­schie­de­ner Anlage­klassen können Sie Ihr Risiko außer­dem streuen.

Unsere Empfehlung: Streuen Sie Ihr Geld breit auf viele Unternehmen in aller Welt. Mit ETF auf die gesamte Welt geht das am besten, zum Beispiel mit einem Indexfonds auf den FTSE All World oder einem MSCI World-ETF – als Basis­investment ist das perfekt.

Hinweis: Nicht alle ETFs sind sparplanfähig. Wissen Sie bereits jetzt, dass Sie regel­mäßig im Rah­men eines ETF-Spar­plans Ihr Geld anlegen wollen, können Sie also vorab die Fonds aus Ihrer Suche aus­schließen, die nicht sparplanfähig sind.

Schritt 2: Legen Sie Ertragsverwendung und Replikation fest

Wählen Sie im zweiten Schritt aus, wie Ihr Wunsch-ETF den zugrundeliegenden Index replizieren soll und wie die Erträge Ihres Indexfonds verwendet werden sollen. Damit nehmen Sie eine noch engere Fokussierung vor und kommen Ihrem Wunsch-ETF einen weiteren Schritt näher.

Replikationsmethode

Bei der Auswahl des passenden ETFs sollten Sie als Anleger auf die sogenannte Replikationsmethode des ETFs achten. Je nach Replikationsmethode geht der Anbieter bei der Abbildung des zugrunde liegenden Index anders vor. Zu unterscheiden sind ETFs mit direkter Replikation (physisch) von ETFs mit indirekter Replikation (synthetisch).

Ein physischer ETF bildet einen Index nach, indem er die im Index enthaltenen Aktien tatsächlich kauft. Kauft der ETF-Anbieter tatsächlich alle im Index enthaltenen Wertpapiere, dann wird das als Vollreplikation bezeichnet. Manche Anbieter kaufen und verkaufen auch nur die im Index gelisteten Aktien, die einen gewichtigen Einfluss auf die Indexentwicklung haben. Das nennt sich Representing Sampling oder optimiertes Sampling. Diese Vorgehensweise kann allerdings leichter zu Abweichungen bei der Kursentwicklung zwischen ETF und Index führen.

Bei synthetischen ETFs tritt dieses Problem nicht auf: Bei diesem Verfahren bilden die ETF-Anbieter die Indexentwicklung über Tauschgeschäfte ab. Diese sogenannten Swap-Geschäfte werden zwischen einem ETF-Anbieter und einem Swap-Kontrahenten abgewickelt. Diese Methode ist günstiger als der physische Kauf und Verkauf, allerdings ist das Risiko höher als bei der direkten Replikation. Wird der Swap-Kontrahent nämlich zahlungsunfähig, geht Anlegern mitunter ihre komplette Einlage verloren.

Eine ausführliche Erklärung der hier abgehandelten Begriffe erhalten Sie auch in unserem Ratgeber ETF kaufen. Was dabei noch wichtig ist, erfahren Sie auch in unserem ETF-Lexikon.

Wichtig: Hinter synthetisch replizierenden ETFs steckt kein echter Wert. Gleichzeitig ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie als Anleger durch die Wahl eines synthetisch replizierenden ETFs Nachteile haben, sehr gering.

Unsere Empfehlung: Wenn Sie Wert auf geringe Gebühren legen, sollten Sie ETFs mit indirekter Replikation wählen, wem Sicherheit besonders wichtig ist, sollte sich für physisch replizierende ETFs entscheiden.

Ertragsverwendung: Thesaurierende und ausschüttende ETFs

Fonds, also auch ETFs, können ausschüttend oder wiederanlegend (thesaurierend) sein. Ausschüttende ETFs schütten, wie der Name schon sagt, Erträge (zum Beispiel Aktiendividenden und Anleihezinsen) regelmäßig aus. Die Beträge werden Ihrem Konto gutgeschrieben. Diese regelmäßigen Erträge können Sie dann alternativ anlegen oder anderweitig nutzen, zum Beispiel für die nächste Stromrechnung.

Thesauriende ETFs hingegen legen die Erträge sofort wieder im Sparplan an. Der Vorteil: Sie profiteren von einer Art Zinseszinseffekt, da sich das Vermögen nicht nur durch Ihre eingezahlten Beträge und die Kursgewinne des zugrundeliegenden Index‘ erhöht, sondern eben auch durch die erzielten Erträge. Gerade bei einem langfristigen Sparplan kann sich dies besonders deutlich bemerkbar machen.

Unsere Empfehlung: Ins­besondere beim langfristigen Sparen via ETFs empfehlen wir Ihnen einen thesaurierenden ETF Fonds. Wer während der Ansparphase Erträge alternativ nutzen will, sollte einen aus­schüt­tenden ETF wählen.

Schritt 3: Vergleich von Kosten und Tracking Error

ETF Fonds sind sehr günstig und die Verwaltungskosten liegen deut­lich niedriger als bei aktiv ge­manag­ten Fonds. So liegt bei aktiv gemanagten Fonds die Verwaltungs­gebühr in der Regel bei über einem Prozent pro Jahr, im Gegensatz dazu liegt die Verwaltungs­gebühr von ETFs normalerweise unter einem halben Prozent pro Jahr. Mit dem richtigen Fondssparplan können Sie die Verwaltungskosten also relativ niedrig halten. Aber auch ETFs unterscheiden sich auf der Kostenseite teilweise erheblich.

ETF-Kosten

Vergleichen Sie die Gebühren vor Ihrer Ent­scheidung für oder gegen einen ETF Fonds un­bedingt ganz genau. Das geht ganz leicht, indem Sie die Gesamt­kosten­quote (Total Expense Ratio oder TER) verschiedener ETFs vergleichen. Die TER (auch als Ma­nage­ment- oder Verwaltungskosten bezeichnet) spiegelt die laufenden Kosten eines ETFs pro Jahr wider und um­fasst damit fast alle Gebühren des Indexfonds.

In der Total Expense Ratio nicht enthalten sind aber unter anderem Trans­aktions­kosten, die durch den Kauf und Verkauf von Titeln im ETF entstehen. Wer alle Kosten eines ETFs vergleichen möchte, sollte einen Blick in die Produkt­informations­blätter der Emitten­ten werfen und die ETF-Ren­diten ver­gleichen. In den Ren­diten sind nämlich alle Kosten bereits ent­halten.

Um ETF-Gebühren im Detail zu vergleichen zu können, sollten Sie auch einen Blick auf die sogenannte Total Cost of Ownership (TCO) werfen. Die TCO gibt die tatsächlichen Ge­samt­kosten eines Fonds an und berücksichtigt zum Beispiel auch die Swap-Gebühr bei synthetisch nachgebildeten ETFs, Handelsgebühren und Spreads bei Transaktionen innerhalb eines ETFs sowie Steuern und Erträge.

Tracking-Error und Tracking-Differenz

Um die Ausgaben für Ihr Investment vollständig zu überblicken, sollten Sie auch auf die indirekten Gebühren achten, die durch den Tracking Error (TE) entstehen. Der TE misst die Abweichung des ETFs vom zugrundeliegenden Index. Ist der TE niedrig, dann ist die Entwicklung im Vergleich zum Index sehr ähnlich. Aber: Der TE gibt keinen Aufschluss darüber, ob die Abweichung positiv oder negativ ist. Dies offenbart die Tracking-Differenz (TD).

Die TD gibt den Unterschied an zwischen der Rendite des ETFs und der Rendite des Index‘, der vom ETF nachgebildet wird. Wollen Sie auf eigene Faust Vermögen für sich, Ihre Kinder und Ihre Familie aufbauen, dann sollten Sie unter anderem die Gesamt­ko­sten­quote (TER) im Blick haben. Sie gibt einen wichtigen Anhaltspunkt für die Kosten, die beim Investment in einen ETF anfallen.

Orderkosten und Depotgebühren

Für den Kauf von ETFs fallen außerdem Ordergebühren bei Ihrem Broker an. Diese unterscheiden sich von Depotanbieter zu Depotanbieter. Manche Broker bieten sowohl ein kostenloses Wertpapierdepot als auch kostenlose ETF-Sparpläne an.

Unsere Empfehlung: Beim finanzen.net Brokerage Depot können Sie mehr als 700 ETFs ohne Orderprovision kaufen, über 250 ETF-Sparpläne sind ab einer monatlichen Sparrate von 50 Euro kostenlos. Unser Depot-Vergleich hilft Ihnen bei der Suche nach dem passenden Wertpapierdepot. Wollen Sie „lediglich“ einen ETF-Sparplan einrichten, finden Sie das beste Angebot mit unserem Depot-Vergleich für ETF-Sparpläne.

Außerbörslicher Handel: Das sollten Sie beim Direkthandel beachten!

ETFs können Sie nicht nur an den Börsen kaufen, viele Indexfonds werden auch außerbörslich gehandelt. Im sogenannten Direkthandel ist es für Sie als Anleger möglich, Anteile von ETFs auf den Handelsplattformen Lang & Schwarz und Tradegate sowie bei der Commerzbank und der Baader Bank zu kaufen und zu verkaufen.

Der Direkthandel bietet einen besonders leichten Einstieg in den ETF-Handel, denn: Anleger handeln beim außerbörslichen Handel – wie der Name schon sagt – nicht über eine Börse, sondern direkt mit einer Bank oder einem Wertpapierhaus. Der Handel ist außerhalb der Börsenzeiten möglich, der Orderprozess ist einfach und die Kostenstruktur ist transparent. Das Beste: In der Regel sind die Ordergebühren niedriger als beim Handel über Börsen.

Aber: Der Direkthandel ist nicht so streng überwacht wie der klassische Börsenhandel. Da der Anleger direkt mit einer Bank oder einem Wertpapierhaus handelt, stellt der Handelspartner die An- und Verkaufspreise. Vor allem im Handel außerhalb der Börsenöffnungszeiten kann dies zum „Problem“ werden. Wenn die Börsen geschlossen sind, gibt es auch im Direkthandel weniger Marktteilnehmer. Dies kann zur Folge haben, dass der Handel damit teurer wird.

Schritt 4: Die Performance von ETFs im Test

Wenn Sie sich für Ihre Geldanlage einen ETF ausgeguckt haben, sollte dieser natürlich auch die erhoffte Rendite erzielen. Deshalb sollten Sie bei Ihrer ETF-Auswahl die Wert­ent­wicklung verschie­dener Fonds genau vergleichen.

Auch wenn die Wertentwicklung aus der Vergangenheit keine Garantie für die Performance in der Zukunft ist, gibt sie Ihnen als Anleger dennoch eine wichtige Orientierung.

Tipp: Wir empfehlen Ihnen, ETFs auch innerhalb unterschiedlicher Zeiträume zu vergleichen. Je nach Zeitraum kann ein anderer ETF das Rennen um die beste Performance für sich entscheiden.

Schritt 5: ETF-Eigenschaften – Merkmale bei der ETF-Auswahl

Wenn Sie einige ETFs in der engeren Auswahl haben, lohnt sich schließlich noch ein Blick auf den Fondsanbieter, das Fondsdomizil, das Fondsvermögen und das Fondsalter der börsengehandelten Indexfonds. Fällt Ihre Prüfung positiv aus, steigert das die (ohnehin hohe) Sicherheit Ihres ETF-Investments.

ETF-Anbieter und Fonds­domizil bei der ETF-Auswahl

Überprüfen Sie Ihren potentiellen ETF-Anbieter auf Vertrauenswürdigkeit: Finden Sie auf der Homepage des Fonds­anbieters alle wich­tigen In­formationen? Wie einfach können Sie die Kosten des ETFs einsehen? Gelangen Sie schnell und einfach an das ETF-Factsheet und das Pro­dukt­informations­blatt (PIB)? Dies sagt zwar nicht viel über die Qualität und die Performance des ETFs aus, aber Sie stellen so unter anderem sicher, dass Sie sich jeder­zeit über Veränderungen in der Struktur Ihres gewählten ETFs informieren und die Kosten­struktur eigen­ständig nach­voll­ziehen können.

Das Fondsdomizil ist darüber hinaus wich­tig, weil ETFs aus dem EU-Ausland unter Umständen steuer­recht­liche Nach­teile bringen. Für europäische Anleger em­pfeh­len wir daher, in Eu­ropa aufgelegte ETFs mit dem Namens­zusatz „UCITS“ zu kaufen. Diese ETFs folgen nämlich der sogenannten UCITS-Richtlinie und erfüllen damit rechtliche Vorgaben und Quali­täts­an­for­derungen innerhalb der Europäischen Union.

Zusätzliche Sicherheit: Fondsvermögen und Fondsalter

Die ETF-Anbieter erweitern stetig Ihr ETF-Portfolio, immer wieder strömen neue Index­fonds auf den Markt. Für Ihre ETF-Auswahl raten wir Ihnen, Fonds zu berück­sich­tigen, die älter als ein Jahr sind. Der Grund ist einfach: Nur dann liegen ausreichende Daten vor, die einen Performancevergleich mit ETFs der Konkurrenz erlauben.

Ein weiterer Pluspunkt älterer Indexfonds: Emittenten gewähren Ihren „ETF-Babys“ meistens eine Probezeit von einem Jahr. Spielt der ETF in diesem Zeitraum weniger Geld als erhofft ein, schließen viele Anbieter den ETF wieder. Die Folge: Sie als Anleger müssen sich für Ihren ETF-Sparplan erneut auf ETF-Suche begeben.

Sie sollten bei Ihrer ETF-Auswahl außerdem das verwaltete Fondsvermögen be­rück­sich­tigen, denn: Auch bei einem kleinen Fondsvermögen könnte sich ein ETF-Anbieter dazu entscheiden, den Fonds einzustellen. ETFs mit einem großen Fondsvermögen sind zudem häufig günstiger, weil mehr Anlegerschultern zur Verfügung stehen, auf die die Fixkosten verteilt werden können.

ETF-Auswahl - darauf müssen Sie achten

Welchen Index soll der ETF abbilden? Anleger, die möglichst breit streuen und mit einem einzigen ETF auskommen wollen, sollten sich den Weltaktienindex MSCI World genauer anschauen. Anleger, deren Anlageschwerpunkt auf europäischen Indizes liegen soll, können auf den Stoxx Europe 600, MSCI Europe (beide Europa) oder den MSCI EMU (Eurozone) ausweichen. Wer etwas riskanter und nur in Deutschland anlegen möchte, der kann sich auch einen ETF-Sparplan mit einem Indexfonds auf den deutschen Leitindex DAX oder die Nebenwerte-Indizes MDAX oder SDAX einrichten - mehr dazu erfahren Sie in den Ratgebern DAX-ETF, MDAX-ETF, SDAX-ETF, TecDAX-ETF und Investieren in Nebenwerte.
Soll der ETF Dividenden ausschütten oder wieder anlegen? Wenn Sie Dividenden jährlich auf Ihrem Konto gutgeschrieben bekommen möchten, dann müssen Sie sich für einen ausschüttenden ETF entscheiden. Das Vermögen des Sparplans entwickelt sich dann ohne die Dividendenerträge weiter, im Gegenzug erhalten Sie immer wieder Erträge aus Ihrem ETF. ETFs, die alle Dividenden wieder anlegen, nennen sich thesaurierende ETFs.
Physisch oder synthetisch replizierender ETF? Wollen Sie über den ETF Anteile an dem Originalaktienkorb des Index besitzen, dann müssen Sie sich für physisch replizierende ETFs entscheiden. Synthetische ETFs hingegen lassen sich von einer Partnerbank die Wertentwicklung des jeweiligen Index zusichern. Im Bestand halten sie hingegen Wertpapiere, an deren Wertentwicklung wiederum die Partnerbank interessiert ist. Welche Vor- und Nachteile sich dadurch ergeben, erfahren Sie im Ratgeber ETF kaufen.

Die besten Indizes für ETF-Sparpläne

ETF-Sparen funktioniert im Prinzip mit allen (sparplanfähigen) ETFs. Es gibt aber Indizes, die sich besonders gut zum Vermögensaufbau via ETF-Sparplan eignen, weil Sie das Risiko besonders gut streuen und weil Sie vergleichsweise günstig sind. Diese Indizes sollen im Folgenden nochmals etwas genauer betrachtet werden.

Um das Risiko beim ETF-Sparen möglichst breit zu streuen, müssen Sie nicht unbedingt mehrere ETF-Sparpläne abschließen. Indexfonds, die international orientierte Indizes nachbilden, diversifizieren das Risiko von Natur aus (zu Ihrer Inspiration haben wir einen Beispiel-ETF-Sparplan für Sie zusammengestellt).

Der bereits mehrfach genannte Weltaktienindex MSCI World setzt sich aus annähernd 1.600 Einzelunternehmen aus mehr als 20 Ländern zusammen. Über die Hälfte dieser Unternehmen sind US-amerikanische Unternehmen. Zum Beispiel sind unter anderem der iPhone-Hersteller Apple und der Mineralölkonzern Exxon Mobil im MSCI World gelistet. Die folgenden Indizes eignen sich besonders gut zum ETF-Sparen.

„Sparen nach Plan“ mit MSCI World und Co.​

IndexRegionUnternehmenBemerkung
MSCI WorldweltweitÜberwiegend große Firmen aus USA und JapanDie 600 größten Firmen aus 18 europäischen Ländern
Stoxx Europe 600EuropaÜberwiegend Firmen aus Großbritannien und SchweizGelistet sind u.a. Apple, Amazon und Facebook
MSCI EuropeEuropaÜberwiegend große Firmen aus Großbritannien und SchweizGeeignet als Alternative oder Ergänzung zum MSCI World
MSCI EMUEuroraumÜberwiegend große Firmen aus Frankreich und DeutschlandAnnähernd 240 Unternehmen aus zehn Ländern der Eurozone

Der MSCI World enthält nur große und mittelgroße Unternehmen aus entwickelten Industrieländern. Unternehmen aus China und Brasilien sind im Index nicht gelistet, diese Länder stuft MSCI als Schwellenländer ein. Die Zusammensetzung des Weltaktienindex wird vom Anbieter MSCI quartalsweise überprüft, neue Unternehmen können dann in den Index aufsteigen und andere werden ersetzen.

Anleger, die sich dem US-Markt nicht aussetzen wollen oder eine Ergänzung zum MSCI World suchen, haben europaweit Möglichkeiten, breit anzulegen. Unter den europäischen Indizes streut der Stoxx Europe 600 am breitesten. Er umfasst die 600 nach Börsenwert größten Unternehmen aus 18 europäischen Ländern, darunter auch Großbritannien, die Schweiz und Schweden. Der Index ist also nicht auf den Euro-Raum beschränkt

Im MSCI Europe sind etwa 450 Firmen aus 15 europäischen Ländern gelistet. Diese Unternehmen repräsentieren annähernd 85 Prozent des Gesamtmarktes. In der Ver­gangen­heit erzielte der MSCI Europe manchmal etwas weniger jährliche Rendite als der Stoxx Europe 600, die Kursausschläge des MSCI Europe fielen aber geringer aus. Der Grund: Im MSCI Europe sind große und mittelgroße Konzerne gelistet, kleinere und damit volatilere Unternehmen fehlen hingegen.

Suchen Sie einen Index, der den Euroraum abbildet und besonders breit streut? Dann ist der MSCI EMU der passende Index für Ihre Anlagestrategie. Gelistet sind in diesem internationalen Index annähernd 240 Aktien aus zehn Ländern des Euroraums. ETFs auf den MSCI EMU können eine gute Ergänzung zum MSCI World sein, wenn Sie den Anteil von Unternehmen aus dem Euroraum in Ihrem Portfolio erhöhen wollen.

Wichtig: Sowohl beim MSCI World als auch beim Stoxx Europe 600 sowie beim MSCI Europe besteht ein Währungsrisiko, der Wert der Indizes hängt also auch von Wäh­rungs­schwan­kungen ab. Diese Schwan­kungen können unter Umständen zusätzliche Rendite kosten oder sogar Verluste einbringen. Die Anlage in fremden Währungen ist zwar in der Regel kein großer Nachteil, als Anleger sollten Sie dieses „Risiko“ aber kennen.

Für Renditejunkies, die gerne etwas fokussierter anlegen, eignen sich auch der deutsche Leitindex DAX, die deutschen Nebenwerte-Indizes MDAX und SDAX, der EURO STOXX 50, in dem die 50 größten Unternehmen des Euroraumes gelistet sind, sowie der S&P 500, der die 500 größten US-amerikanischen Unternehmen umfasst.

Beispiel ETF-Sparplan

Wenn Sie einen ETF-Sparplan einrichten, sollten Sie auf die Diversifikation Ihres Portfolios achten. Streuen Sie Ihr Vermögen am besten möglichst breit. Sie können zum Beispiel das Gesamtinvestment in drei gleiche Teile aufteilen, um so die Regionen Deutschland, Europa und Welt abzu­decken. Der Beispiel-ETF-Sparplan könnte dann so aussehen und aus den folgenden drei ETFs bestehen:
Region Deut­schland, zum Beispiel ComStage DAX® TR UCITS ETF (WKN ETF001) oder Deka DAX UCITS ETF (WKN ETFL01).
Region Europa, zum Beispiel Lyxor STOXX Europe 600 (DR) (WKN LYX0Q0) oder iShares STOXX Europe 600 (WKN 263530).
Region Welt, zum Beispiel iShares Core MSCI World UCITS ETF (WKN A0RPWH) oder Xtrackers MSCI World UCITS ETF 1C (WKN A1XB5U).

Mit diesem Bei­spiel-ETF-Spar­plan inve­stieren Sie weltweit und setzen mit den ETFs Region Deutschland und Region Europa einen leich­ten Schwer­punkt. Zudem bildet unsere Aus­wahl eine Mischung aus the­saurie­renden und aus­schütten­den ETFs. Selbst­ver­ständ­lich stellt dieser Bei­spiel-ETF-Sparplan keine Beratung oder Auf­for­derung zum Kauf dieser Wert­papiere dar. Sie können Ihr Gesamt­vermögen auch zu anderen Teilen inve­stie­ren und auf andere ETFs streuen.

Weiter unten erfahren Sie noch mehr über ETFs, in die Sie mittels Sparplan investieren können. Zunächst erläutern wir, was ETF-Sparpläne beim Vermögens­aufbau unverzichtbar macht und welche Indizes und Indexfonds sich zum ETF-Sparen am besten eignen.

ETF-Empfehlungen im ausführlichen Test: Die besten ETFs zum Fondssparen

Zu den genannten Indizes gibt es verschiedene ETFs von verschiedenen Anbietern. Die ETFs der einzelnen Anbieter unterscheiden sich in Details, die allerdings die Performance auf lange Sicht beeinflussen können. Wir haben unsere ETF-Empfehlungen deshalb genau unter die Lupe genommen und uns bei jedem Produkt folgende Fragen gestellt: Wie exakt wird der zugrundeliegende Index von dem jeweiligen ETF abgebildet? Welche Gebühren verlangt der ETF-Anbieter? Wie hoch ist der Tracking-Error?

Ob Sie einen physischen oder einen synthetischen ETF kaufen, müssen Sie als Anleger für sich selbst entscheiden. Das Risiko, Geld zu verlieren, ist laut Experten sowohl bei physischen als auch bei synthetischen ETFs eher theoretischer Natur. Seit Anfang 2018 werden die beiden Varianten auch bei der Besteuerung gleich­gestellt.

Hinweis: Viele der im Folgenden vorgestellten Indexfonds erhalten Sie beim finanzen.net Brokerage Depot als kostenlose Sparpläne, zum Beispiel den ComStage DAX® TR UCITS ETF, den Deka DAX UCITS ETF, den ComStage MSCI World TRN UCITS ETF, den iShares STOXX Europe 600 UCITS ETF und den Lyxor ETF MSCI World. Diese und weitere kostenlose ETF-Sparpläne finden Sie in der Sparplan-Übersicht.

Die besten ETF-Sparpläne auf den MSCI World

Wer mit einem ETF-Sparplan auf den MSCI World setzt, streut sein investiertes Geld über viele Länder, Währungsräume, Unternehmen und Branchen – eine solch große Diversifikation kann Risiken mindern. Der MSCI World bildet deshalb ein optimales Fundament in einem gemischten Anlageportfolio. Im Folgenden haben wir für Sie die besten ETFs zum „Sparen nach Plan“ zusammengestellt:

Bei ETFs auf den MSCI World, die die Dividenden ausschütten, sind der ComStage MSCI World TRN UCITS ETF, der Xtrackers MSCI World UCITS ETF 1D und der Lyxor ETF MSCI World zu empfehlen.

Der MSCI World-ETF der Commerzbank-Tochter ComStage mit der ISIN LU0392494562 und der WKN ETF110 bildet die Wertentwicklung des Weltaktienindex MSCI World gut nach. Die Gebühren bewegen sich mit 0,20 Prozent pro Jahr im unteren Bereich. Der ComStage-ETF ist ausschüttend, den MSCI World bildet der Indexfonds synthetisch nach.

Der Lyxor-ETF (ISIN FR0010315770/WKN LYX0AG) bildet den MSCI World ebenfalls synthetisch nach und schüttet die Erträge halbjährlich aus. Mit 0,30 Prozent jährlichen Gebühren ist er bezüglich TER deutlich teurer als der ComStage-ETF.

Der Xtrackers-ETF (ISIN IE00BK1PV551/WKN A1XEY2) schüttet die Erträge ebenfalls aus. Im Gegensatz zu den MSCI World-ETFs von ComStage und Lyxor bildet der ETF der Deutsche Bank-Tochter den Weltaktienindex mittels optimiertem Sampling physisch nach. Mit 0,19 Prozent Gesamtkostenquote (TER) gehört der Xtrackers-ETF darüber hinaus zu den günstigsten MSCI World-ETFs überhaupt.

Wer auf einen ETF setzen möchte, der die Aktien des MSCI World tatsächlich (teilweise) physisch enthält und die Erträge im Fondsvolumen wieder anlegt (thesauriert), für den kommt möglicherweise der iShares Core MSCI World UCITS ETF infrage. Der ETF der BlackRock-Tochter iShares mit der ISIN IE00B4L5Y983 und der WKN A0RPWH bildet die Entwicklung des MSCI World mittels Sampling-Methode gut nach, die Gesamtkostenquote beträgt pro Jahr 0,20 Prozent. Beachten Sie bei diesem ETF das Währungsrisiko, der iShares Core MSCI World UCITS ETF notiert in US-Dollar. Das Analysehaus Morningstar bewertet den thesaurierenden iShares-ETF mit 5 Sternen (überdurchschnittlich) und vergibt darüber hinaus das Rating „Silver“. Diese Bewertung erhalten Fonds, die anhand vieler Bewertungskriterien überdurchschnittlich abschneiden. Für Anleger, die in einen ausschüttenden ETF investieren wollen, bietet iShares übrigens eine starke Alternative: iShares MSCI World UCITS ETF (ISIN IE00B0M62Q58/WKN A0HGV0).

Etwas günstiger als die genannten iShares-ETFs ist der Xtrackers MSCI World UCITS ETF 1C, für den der ETF-Anbieter der Deutschen Bank 0,19 Prozent im Jahr verlangt. Bei diesem ETF mit der ISIN IE00BJ0KDQ92 und der WKN A1XB5U werden die Erträge in den Indexfonds ebenfalls reinvestiert (thesaurierend), den MSCI World bildet der ETF von Xtrackers physisch nach.

ETF-Sparpläne auf STOXX Europe 600 und EURO STOXX 50

Im STOXX Europe 600 sind die 600 größten Firmen aus 18 europäischen Ländern gelistet, überwiegend Firmen aus Großbritannien und der Schweiz. Der Stoxx Europe 600 UCITS ETF 1C (ISIN LU0328475792/WKN DBX1A7) bildet den zugrundeliegenden Index physisch nach, die Erträge werden reinvestiert (thesauriert). Mit jährlichen Gebühren von 0,20 Prozent gehört der ETF der Deutschen Bank-Tochter zu den günstigeren Indexfonds.

Ebenfalls physisch wird der STOXX Europe 600, einer der breitesten Indizes überhaupt, vom Lyxor STOXX Europe 600 (DR) UCITS ETF C-EUR (ISIN LU0908500753/WKN LYX0Q0) nachgebildet. Auch der Lyxor-ETF legt die Erträge wieder im Vermögen des Indexfonds an (thesaurierend). Mit einer jährlichen Kostenquote von 0,07 Prozent gehört der ETF der Société Générale-Tochter Lyxor zu den günstigsten überhaupt.

Wer Erträge lieber ausgeschüttet haben möchte, für den kommen auch der ComStage STOXX Europe 600 und der iShares STOXX Europe 600 UCITS ETF infrage. Der ETF der BlackRock-Tochter iShares mit der ISIN DE0002635307 und der WKN 263530 schüttet die Dividenden mindestens jährlich aus. Der iShares-ETF bildet den zugrundeliegenden Index vollständig physisch nach, die jährlichen Gebühren liegen bei 0,20 Prozent. Morningstar bewertet diesen Indexfonds mit „Gold“. Die höchstmögliche Bewertung erhalten Fonds, die über alle Bewertungskriterien überdurchschnittlich gut abschneiden. Der ComStage-ETF (ISIN LU0378434582/WKN ETF060) hingegen bildet den STOXX Europe 600 synthetisch nach, die Kostenquote liegt bei 0,20 Prozent pro Jahr.

Wer in Europa anlegen und etwas fokussierter investieren möchte, für den ist der EURO STOXX 50 eine gute Alternative zum STOXX EUROPE 600. Der EURO STOXX 50, der zu den führenden Börsenbarometern Europas zählt, setzt sich aus 50 großen Unternehmen der Eurozone zusammen. ETFs auf diesen Aktienindex gehören zu den günstigsten Fonds überhaupt.

Der ausschüttende Xtrackers Euro Stoxx 50 UCITS ETF 1D (ISIN LU0274211217/WKN DBX1EU) bildet den Eurozonen-Index vollständig physisch ab. Mit einer Gesamtkostenquote (TER) von 0,09 Prozent im Jahr gehört der Xtrackers-ETF zu den günstigsten ETF Fonds auf den EURO STOXX 50.

Zu den Fonds mit dem größten Anlagevolumen zählen der Lyxor ETF Euro Stoxx 50 – D-EUR (ISIN FR0007054358/WKN 798328), der die Erträge halbjährlich ausschüttet, und der iShares Euro Stoxx 50 UCITS ETF (ISIN IE0008471009/WKN 935927), der die Erträge quartalsweise ausschüttet. Der Lyxor-ETF kostet den Anleger bezüglich TER 0,20 Prozent pro Jahr, beim iShares-ETF sind die laufenden Kosten mit 0,10 Prozent nur halb so hoch.

Ebenfalls einen Blick wert ist der Lyxor Core EURO STOXX 50 (DR) UCITS ETF (ISIN LU0908501215/WKN LYX0Q2). Bezüglich Gesamtkostenquote ist der Lyxor-ETF mit 0,07 Prozent noch etwas günstiger. Auch er bildet den Eurozonen-Index vollständig physisch nach, legt die Erträge wieder im Fondsvolumen an (thesaurierend).

Hinweis: Aufgrund der relativ geringen Diversifikation (50 Unternehmen aus der Eurozone) erhalten die drei hier vorgestellten EURO STOXX 50-ETFs von der Ratingagentur Morningstar mit 3 von 5 Sternen eine durchschnittliche Gesamtbewertung.

Die besten ETF-Sparpläne auf den DAX

Experten raten davon ab, mit einzelnen Länderindizes wie dem deutschen Aktienindex (DAX) die Basis für ein Depot zu bilden. DAX, MDAX, S&P 500 und Co. sind nicht als Grundbaustein für ein diversifiziertes Depot geeignet. Wer dennoch nach etwas mehr Rendite lechzt und wen auch größere Verluste nicht aus der Ruhe bringen, kann auch einen ETF-Sparplan auf den DAX einrichten. Schauen Sie sich die folgenden DAX-ETFs zum „Sparen nach Plan“ an – die besten ETFs auf den deutschen Leitindex finden Sie übrigens in unserem Ratgeber DAX-ETF, dort erfahren Sie auch mehr zu den Gebühren beim ETF-Sparen.

Bei den ausschüttenden Indexfonds sind folgende zwei DAX-ETFs zu empfehlen: Der ComStage DAX® TR UCITS ETF (ISIN LU0378438732/WKN ETF001) und der Deka DAX  UCITS ETF (ISIN DE000ETFL060/WKN ETFL06) (ausschüttend). Beide DAX-ETFs bilden den deutschen Leitindex vollständig physisch nach. Der Deka DAX UCITS ETF ist in Deutschland aufgelegt, schüttet die Erträge mindestens jährlich aus und kostet 0,15 Prozent pro Jahr. Deutlich günstiger ist der ComStage DAX® TR UCITS ETF mit einer Kostenquote von 0,08 Prozent jährlich. Der ETF der Commerzbank-Tochter schüttet die Erträge jährlich aus.

Eine gute Wahl bei DAX-ETFs ist auch der Xtrackers DAX UCITS ETF 1C (ISIN LU0274211480/WKN DBX1DA), der die Erträge wieder im Fondsvolumen reinvestiert (thesaurierender ETF). Der ETF der Deutsche Bank-Tochter Xtrackers gehört mit jährlichen Gebühren in Höhe von 0,09 Prozent zu den günstigsten DAX-ETFs überhaupt. Dafür bekommen Sie eine vollständige physische Nachbildung des deutschen Leitindex‘.

Auch der iShares Core DAX® UCITS ETF (DE) mit der ISIN DE0005933931 und der WKN 593393 ist eine gute Wahl. Der ETF ist in Deutschland aufgelegt, die Erträge werden ebenfalls reinvestiert (thesauriert) und der DAX wird vollständig physisch nachgebildet. Mit einer jährlichen Kostenquote von 0,16 Prozent gehört der iShares Core DAX® UCITS ETF (DE) allerdings bezüglich TER zu den etwas teureren DAX-ETFs.

Etwas weniger bezahlen Sie für den Deka DAX UCITS ETF (ISIN DE000ETFL011/WKN ETFL01): 0,15 Prozent pro Jahr kostet das Investment in den ETF der DekaBank. Der ETF, der in Deutschland aufgelegt ist und den DAX physisch vollständig nachbildet, ist ebenfalls ein thesaurierender ETF.

Video: ETF-Sparplan kaufen - so erhalten Sie Sparpläne gebührenfrei

Wie funktioniert ein ETF und wie ein Sparplan? Welche Indexprodukte sind zum Aufbau von Vermögen geeignet? Wie können Anleger ohne Gebühren in Fonds- und ETF-Sparpläne investieren? Im Video-Tutorial auf YouTube erklärt Volker Altvater von finanzen.net alles Wissenswerte rund um ETF-Sparpläne. Schauen Sie sich das Video gleich an, es lohnt sich: ETF-Sparplan - so funktionieren Indexfonds und so können Anleger kostenlos in Sparpläne investieren.

ETF-Spar­plan für Kinder: Da­rauf soll­ten Sie ach­ten

Die richtige ETF-Auswahl kann über die Höhe Ihrer Rendite und den Erfolg Ihrer Geld­anlage entscheiden. Gerade beim langfristigen Vermögensaufbau für Kinder und Familie ist es deshalb besonders wichtig, den passenden ETF für die eigene Anlage­stra­tegie aus­zuwäh­len. Sie sollten sich deshalb bei der Produktauswahl etwas Zeit nehmen, schließlich geht es um Ihr Geld und um die finanzielle Freiheit Ihrer Familie.

Gehen Sie beim langfristigen Vermögensaufbau keine Kompromisse ein. Wie bereits aufgezeigt, sollten Sie bei der ETF-Auswahl vor allem auf Kosten, Tracking-Error und steuerliche Effekte achten. Der aus­ge­wählte ETF sollte selbstverständlich auch sparplanfähig sein. Um den ETF-Sparplan für Kinder einrichten zu können, benötigen Sie dann noch ein günstiges Wertpapierdepot. Das gilt insbesondere, wenn Sie mit einem ETF-Sparplan nicht nur für sich, sondern auch für Ihre Liebsten Geld an der Börse anlegen wollen.

Wichtig: ETF-Kosten beim ETF-Sparplan für Kinder

Kosten beeinflussen die Rendite direkt. Sie als Anleger sollten deshalb grundsätzlich die Kostenstruktur bei der Geldanlage beachten. Und gerade beim langfristigen Vermögensaufbau für Ihren Nachwuchs nimmt die ETF-Kostenkontrolle eine gewichtige Rolle ein. Achten Sie genau auf TER, TCO und Co., werfen Sie darüber hinaus einen Blick auf den Tracking-Error. Am einfachsten können Sie bei der Auswahl Ihres Anbieters sparen – und ganz wichtig: Beim ETF-Sparplan für Kinder müssen Sie steuerliche Effekte im Detail berücksichtigen.

Günstiges Wertpapierdepot wählen

Die Kosten für die Depotführung sowie Ordergebühren wirken sich direkt auf die Rendite aus. Wählen Sie deshalb einen günstigen Depotanbieter, der keine Gebühren für die Depotführung verlangt, zum Beispiel das finanzen.net Brokerage Depot. Dort zahlen Sie weder Depot- noch Kontoführungsgebühren, außerdem finden Sie dort über 160 kostenlose ETF-Sparpläne, mit denen Sie auch für Ihre Kinder Geld ansparen können.

Tipp: Schauen Sie sich auch unseren ETF-Sparplan-Vergleich. Wir haben dort die Sparplan-Angebote von Onlinebrokern und Internetbanken miteinander verglichen.

Hinweis: Falls Sie bereits ein Wertpapierdepot besitzen, dann stellen Sie die Kosten, die dafür anfallen, auf den Prüfstand: Was kostet ein Trade? Fallen bei Ihrer Bank Ausgabe­auf­schläge auf Fonds an? Verlangt Ihr Broker höhere Kontoführungsgebühren als andere Anbieter? Mit unserem Broker-Vergleich haben Sie das schnell herausgefunden!

Steuerliche Effekte

Die Kosten für das Wertpapierdepot, die Größe des Fonds und die Performance eines ETFs sind noch einigermaßen leicht zu überblicken. Schwieriger wird es, die ausgewählten ETFs in Eigenregie renditestark und steueroptimiert anzulegen. Beachten Sie beim Vermögensaufbau unter anderem die Abgeltungssteuer und rechnen Sie Sparerpauschbeträge sowie Grundfreibeträge ein. Bedenken Sie bei ETF-Sparplänen für Kinder auch Kindergeld und BAföG. Im Folgenden erfahren Sie mehr dazu:

Mit­hilfe von ETFs steuer­opti­miert für Kin­der anlegen

Bei einem Börseninvestment via ETF kann ein besonders langer Anlagehorizont größere Renditechancen bieten. Je früher Sie also mit dem Vermögensaufbau für sich und den Nachwuchs beginnen, desto besser. Planen Sie dabei auch steuerliche Effekte ein. Diese können gerade bei einem langen Anlagehorizont die Rendite beeinflussen.

Vermögensaufbau „im Namen des Kindes“

Steuerliche Vorteile bringt es beispielsweise, wenn Sie die Kapitalanlage auf den Namen des Kindes abschließen. Der Grund ist folgender: Normalerweise kann jedes Kind (und jeder Erwachsene) einen Sparerpauschbetrag von 801 Euro im Jahr nutzen, auf diesen Betrag fallen dann keine Steuern an.

Erträge auf Depots, die auf den Namen des Kindes lauten, bleiben aber zusätzlich bis zur Höhe des steuerlichen Grundfreibetrages (9.168 Euro) und der Sonder­aus­gaben­pau­schale (36 Euro) steuerfrei. Insgesamt beträgt die steuerfreie Einkommensgrenze bei Kindern im Jahr 2019 also 10.005 Euro, im Jahr 2020 sogar 10.245 Euro. Mit einer sogenannten NV-Bescheinigung können Sie diese steuerfreie Einkommensgrenze sicherstellen.

Weniger Aufwand mit der NV-Bescheinigung

Die Nichtveranlagungsbescheinigung (NV-Bescheinigung) erhalten Sie bei Ihrem zu­stän­di­gen Finanzamt. Sie befreit Geringverdiener oder minderjährige Kinder mit ei­genen Erträ­gen aus Kapital­vermögen von der Abgeltungssteuer. Darüber hinaus sparen Sie sich mit einer NV-Bescheinigung auch den jährlichen Aufwand eines Frei­stellungs­auftra­ges. Das Beste: Kosten für einen Steuer­berater, sofern dieser die Dienst­leistung übernehmen würde, fallen ebenfalls nicht an.

Die NV-Bescheinigung sollten Sie vor dem Fälligkeitstermin der Kapitalerträge beim Finanz­amt be­an­tra­gen. Den ausgefüllten Antrag müssen Sie dann beim Anbieter Ihres Wert­papier­depots einreichen.

Das Geld gehört dem Nachwuchs

Das Wertpapierdepot auf den Namen des Kindes abzuschließen, bringt einige Vorteile, ist aber auch relativ aufwändig. Neben steuerlichen Effekten, die es zu beachten gilt, müssen beide Erziehungsberechtigten gegenüber dem Depotanbieter Ihr Einverständnis geben und auch noch die Geburtsurkunde des Sprösslings einreichen.

Bedenken Sie auch, dass Sie als Eltern (oder Großeltern) die Kapitalanlage nur verwalten, das Geld gehört rechtlich gesehen dem Nach­wuchs. Das bedeutet, dass die Konto­voll­macht der Erzie­hungs­be­rechtig­ten mit der Voll­jährig­keit des Nach­wuchses erlischt. Dann dürfen die Sprösslinge mit dem Geld machen, was sie wollen.

Das sollten Sie noch beachten: Kindergeld und BAföG

Ist Ihr Kind der Besitzer des Wertpapierdepots, dann kann es alle Erträge und Gewinne aus dem Vermögensaufbau bis zur Höhe der steuerfreien Einkommensgrenze behalten. Am Kindergeldanspruch ändert sich übrigens dadurch nichts. Das Kindergeld wird nur gestrichen, wenn das Kind mehr als 20 Stunden wöchentlich arbeitet und so eigene Einkünfte erwirtschaftet. Eventuell ist es in diesem Fall notwendig, für das Kind eine Steuererklärung abzugeben.

Wichtig: Haben Sie als Eltern oder Großeltern über die Jahre richtig viel Geld für den Nach­wuchs ange­spart, kann es übrigens ein Nachteil sein, wenn das Depot auf den Namen des Kindes lautet. Kinder verlieren nämlich den Anspruch auf Aus­bil­dungs­förderung (BAföG), wenn ihr Ver­mögen 7.500 Euro über­steigt.

Und noch etwas: Ihr Nach­wuchs darf nur kosten­los in der Familien­versi­che­rung mitversichert sein, solange die Erträge aus Kapitalvermögen 425 Euro pro Monat nicht übersteigen.

ETF-Sparplan auf den Namen der Eltern oder Großeltern

Sie können selbstverständlich auch in Ihrem eigenen Namen Geld für Ihr Kind ansparen. Dann können Sie zwar die steuerfreie Einkommensgrenze für Ihr Kind nicht voll nutzen, die Einrichtung eines ETF-Sparplans ist aber deutlich unkomplizierter: Sie müssen keine Geburtsurkunde einreichen, eine NV-Bescheinigung spielt ebenfalls keine Rolle mehr und das angesparte Geld gehört Ihnen. So können Sie selbst entscheiden, wann Sie Ihrem Nachwuchs das Vermögen übertragen.

Und darüber hinaus können Sie entscheiden, wie viel Geld Sie übertragen. Das maximale Vermögen Ihres Sprösslings darf nämlich nach wie vor bei maximal 7.500 Euro liegen, wenn der Anspruch auf BAföG gewahrt bleiben soll.

Beachten Sie dabei auch die Schenkungssteuer: Eltern dürfen bis zu 400.000 Euro steuer­frei an ihre Kinder übertragen, Großeltern an ihre Enkel in der Regel aber nur 200.000 Euro. Mit OSKAR können Sie für Kinder sowohl steuerlich aufs Kind als auch auf sich selbst ansparen.

Fazit: ETF-Sparplan für Kinder anlegen

Mit einem ETF-Sparplan für Kinder bauen Sie optimal Vermögen über einen langen Zeitraum auf. Ein DAX-ETF beispielsweise spiegelt die Entwicklung des deutschen Leit­index wider, zwischen Anfang 2009 und Anfang 2019 erzielten Anleger damit im Schnitt 8,1 Prozent Rendite pro Jahr (abzüglich Gebühren). Hätten Sie in diesem Zeitraum Kapital investiert, hätten Sie dieses in zehn Jahren mehr als verdoppelt.

Das Optimum aus Ihrem Investment holen Sie aber nur heraus, wenn Sie planvoll vorgehen und dabei alle Eventualitäten beachten. Berücksichtigen Sie zum Beispiel vor allem die Gebühren für die ETFs und das Wertpapierdepot sowie steuerliche Effekte wie Freibeträge und Schenkungssteuer.

Ein Robo-Advisor übernimmt in der Regel alle diese Überlegungen für Sie, Sie brauchen sich um fast nichts zu kümmern. Die Robo-Advisor, die wir in diesem Artikel unter die Lupe genommen haben, haben spannende Konzepte zum ETF-Sparen für Kinder und sind empfehlenswert: Scalable Capital ist Deutschlands Martkführer unter den Robo-Advisors, OSKAR wurde speziell zur Geldanlage für Familien entwickelt und Quirion ist Testsieger im Robo-Advisor-Vergleich von Finanztest.

Produkt­empfehlung: Bei OSKAR können Sie bereits ab 25 Euro pro Monat für sich, den Nachwuchs oder die ganze Familie Geld anlegen. Wählen Sie aus fünf Anlagestrategien mit unterschiedlicher Risikostufe und legen Sie mit nur einem ETF-Sparplan in bis zu zehn unterschiedliche ETFs an – das bietet so kein anderer Robo-Advisor.

ETF-Sparplan einrichten - das sollten Sie tun

1
Stiftung Waren­test be­zeich­net ETF-Spa­ren als "Königs­weg des Fonds­sparens". Index­fonds eignen sich besonders gut zum lang­fri­stigen Ver­mögens­aufbau.
2
Stellen Sie sich die Frage, auf wie viel Geld Sie in Ihrem all­täg­lichen Leben ver­zich­ten können. Entscheiden Sie sich, ob Sie in Eigenregie oder mit Profis via ETF-Sparplan Vermögen aufbauen möchten.
3
OSKAR, das gün­sti­ge und in­telli­gen­te Spar­plan-Kom­plett­pro­dukt, übernimmt für Sie die gesamte Arbeit rund um den Vermögensaufbau.
4
Wollen Sie auf eigene Faust mithilfe von ETFs Geld an der Börse anlegen, dann müssen Sie zunächst ein Wert­papier­depot bei einem gün­stigen Anbieter eröffnen, zum Beispiel bei finanzen.net Brokerage Depot. Dort erhal­ten Sie über 160 ETF-Spar­pläne kosten­los.
5
Der Welt­aktien­index MSCI World eignet sich perfekt zur welt­weiten Di­versi­fikation. Wenn Sie ohne Währungs­risiko und nur in Deutsch­land anlegen wollen, wählen Sie einen ETF-Spar­plan mit einem Index­fonds auf den DAX.
6
Wählen Sie einen Index­fonds aus und richten Sie Ihren ETF-Spar­plan ein - bauen Sie mit kleinen Beträ­gen lang­fristig ein Ver­mögen auf.

Beitrag verfasst von:

MARKUS GENTNER – FINANZEN.NET REDAKTEUR

Markus Gentner - Redakteur finanzen.net RatgeberMarkus Gentner leitet den Ratgeberbereich bei finanzen.net. Zuvor war er fünf Jahre lang in der News-Redaktion tätig. Der studierte Journalist und Germanist entdeckte seine Passion für die Börse beim Deutschen Anleger Fernsehen DAF, bereits während seines Volontariats sammelte er Erfahrung mit Ratgeberthemen.

Hinweis: Unsere Ratgeber-Artikel sind objektiv recherchiert und unabhängig erstellt. Damit Sie unsere Informationen kostenlos lesen können, werden manchmal Klicks auf Verlinkungen vergütet.

Bildquelle: Imagentle / Shutterstock.com

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