Sparen nach Plan mit Indexfonds

ETF-Sparplan – die besten Sparpläne, Tipps und Tricks

Stiftung Warentest hat ETF-Sparen als "Königsweg des Fondssparens" bezeichnet. Auch wer jeden Monat kleine Beträge anspart, kann mit einem ETF-Sparplan renditestark investieren und langfristig ein Vermögen aufbauen. Wir zeigen Ihnen, welche Vorteile ein ETF-Sparplan hat, was Sie dabei beachten sollten und wo Sie kostenlose ETF-Sparpläne finden. Zunächst gibt es im Anschluss die besten ETF-Sparpläne in der Übersicht.

ETF-Sparplan -
darum geht es

Ein ETF-Spar­plan unter­scheidet sich im Prinzip nicht von einem Bank­spar­plan: Sie kaufen re­gel­mäßig Anteile von ETFs (Index­fonds) und parti­zipieren so an der Ent­wick­lung eines Börsen­index'.

Ein ETF bildet die Ent­wick­lung eines Index' nach, bei­spiels­weise des DAX. Steigt der DAX, legt auch der Wert Ihres DAX-ETFs zu - lesen Sie dazu auch den Rat­geber DAX-ETFs.

Ent­schei­den Sie, welchen Index Ihr ETF ab­bilden soll. Außerdem: Soll Ihr Index­fonds Divi­den­den aus­schütten oder diese re­inve­stieren? Soll Ihr ETF phy­sisch in die Ori­ginal-Index­aktien inve­stieren (siche­rer) oder den Index nur syn­the­tisch ab­bilden (günstiger).

Hinweis: Um einen ETF-Spar­plan ein­rich­ten zu können, benö­tigen Sie ein Wert­papier­depot. Unser Depot-Vergleich hat die besten Anbieter.

ETF-Sparplan -
Tipps & Tricks

Unsere Empfehlung: Eröffnen Sie ein Wert­papier­depot, mit dem Sie gün­stig in ETF-Spar­pläne inve­stie­ren kön­nen. Legen Sie Spar­rate, Einzahl­rhythmus und ETF fest - die besten ETF-Spar­pläne gibt's im Vergleich.

Produkt­empfehlung: Mit dem MSCI World streuen Sie Ihr Geld in die welt­größ­ten Fir­men. Wählen Sie aus iShares Core MSCI World UCITS ETF, Xtrackers MSCI World Index UCITS ETF 1C (beide the­saurie­rend) sowie Xtrackers MSCI World UCITS ETF 1D und ComStage MSCI World TRN UCITS ETF (beide ausschüttend).

In die Top 600 Unter­nehmen Europas streuen Sie mit Lyxor STOXX Europe 600 ETF (the­saurie­rend) und iShares STOXX Europe 600 ETF (aus­schüttend). In den Euro Stoxx 50 inves­tieren Sie mit dem aus­schütten­den Xtrackers Euro Stoxx 50 UCITS ETF 1D.

Wählen Sie für einen ETF-Spar­plan auf den DAX aus ComStage DAX® TR UCITS ETF (aus­schüttend) sowie Xtrackers DAX UCITS ETF 1C und Deka DAX UCITS ETF (beide the­saurie­rend).

Die besten ETF-Sparpläne im Test

NameISIN/WKNIndexGebühr pro Jahr (TER)Ver­wendung der Erträge
iShares Core MSCI World UCITS ETFIE00B4L5Y983/ A0RPWHMSCI World0,20 Prozentthesaurierend
Xtrackers MSCI World UCITS ETF 1CIE00BJ0KDQ92/ A1XB5UMSCI World0,19 Prozentthesaurierend
Xtrackers MSCI World UCITS ETF 1DIE00BK1PV551/ A1XEY2MSCI World0,19 Prozentausschüttend
ComStage MSCI World TRN UCITS ETFLU0392494562/ ETF110MSCI World0,20 Prozentausschüttend
Lyxor STOXX Europe 600 (DR) UCITS ETF C-EURLU0908500753/ LYX0Q0STOXX Europe 6000,07 Prozentthesaurierend
iShares STOXX Europe 600 UCITS ETFDE0002635307/ 263530STOXX Europe 6000,20 Prozentausschüttend
Xtrackers Euro Stoxx 50 UCITS ETF 1DLU0274211217/ DBX1EUEURO STOXX 500,09 Prozentausschüttend
ComStage DAX® TR UCITS ETF LU0378438732/ ETF001DAX0,08 Prozentausschüttend
Xtrackers DAX UCITS ETF 1CLU0274211480/ DBX1DADAX0,09 Prozentthesaurierend
Deka DAX UCITS ETFDE000ETFL011/ ETFL01DAX0,15 Prozentthesaurierend

Produkt­empfehlung: Der thesaurierende iShares Core MSCI World UCITS ETF erhält vom Analysehaus Morningstar das Rating „Silver“. Diese Bewertung erhalten Fonds, die anhand vieler Bewertungs­kriterien über­durch­schnittlich abschneiden. Der thesaurierende Xtrackers MSCI World UCITS ETF 1C gehört mit einer Gesamt­kostenquote (TER) in Höhe von 0,19 Prozent pro Jahr zu den günstigsten MSCI World-ETFs überhaupt. Die ausschüttenden Xtrackers MSCI World UCITS ETF 1D und ComStage MSCI World TRN UCITS ETF erhalten von der Ratingagentur Morningstar 4 von 5 Sternen.

Der thesaurierende Lyxor STOXX Europe 600 (DR) UCITS ETF C-EUR gehört mit einer jährlichen Gesamtkostenquote (TER) von 0,07 Prozent zu den günstigsten Indexfonds überhaupt. Den ausschüttenden iShares STOXX Europe 600 UCITS ETF bewertet Morningstar mit „Gold“. Die höchstmögliche Bewertung erhalten Fonds, die über alle Bewertungs­kriterien über­durchschnitt­lich gut abschneiden. Der ausschüttende Xtrackers Euro Stoxx 50 UCITS ETF 1D bildet den Eurozonen-Index vollständig physisch ab.

Der ausschüttende ComStage DAX® TR UCITS ETF und der thesaurierende Xtrackers DAX UCITS ETF 1C gehören mit einer Kostenquote (TER) von 0,08 bz. 0,09 Prozent im Jahr zu den günstigsten DAX-ETFs überhaupt. Der Deka DAX UCITS ETF erhält im Nach­haltigkeits­rating von Morningstar 4 von 5 Sternen.

In unserem ETF-Sparplan-Vergleich erfahren Sie noch mehr über die vorgestellten Produkte. Dort finden Sie auch noch weitere Produkte, in die Sie mittels ETF-Sparplan investieren können. Zunächst verraten wir Ihnen, was ETF-Sparpläne beim Vermögens­aufbau unverzichtbar macht und welche Indizes und Indexfonds sich zum „Sparen nach Plan“ am besten eignen.

„Königsweg des Fondssparens“: Indexfonds

Ein Börseninvestment ist in Zeiten von Niedrigzinsen alternativlos. Weder Anleger noch Sparer, die die Chance auf ein renditestarkes Investment haben wollen, kommen an Aktien vorbei. Um das Risiko eines Aktieninvestments zu reduzieren, sollten Sie als Anleger Ihr Geld über Länder und Branchen breit streuen (im Ratgeber Geldanlage erfahren Sie mehr zu Diversifikation).

Mit Exchange-traded funds (ETFs) ist die Diversifikation besonders einfach: Durch die Zusammensetzung des Index‘, den der ETF abbildet, ergibt sich auch automatisch die Zusammensetzung für den ETF – und damit auch die Risikostreuung. Im DAX sind beispielsweise die größten deutschen Unternehmen verschiedener Branchen gelistet, im MSCI World sind die wichtigsten Unternehmen aus aller Welt und aus verschiedenen Branchen gelistet.

Stiftung Warentest urteilt deshalb in „Finanztest“-Ausgabe 07/2014: Das Sparen mit einem Indexfonds ist der „Königsweg des Fondssparens“. Was ETFs auszeichnet, wie ein ETF-Sparplan funktioniert und was Sie dabei beachten müssen, erfahren Sie in diesem Ratgeber.

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ETFs – eine gigantische Erfolgsgeschichte

ETFs, auch Indexfonds genannt, sind börsengehandelte Fonds, die einen Aktienindex nachbilden. Ein DAX-ETF bildet entsprechend den deutschen Leitindex DAX nach, ein ETF auf den MSCI World bildet den Weltaktienindex MSCI World nach. Sie als Anleger müssen also nicht die 30 DAX-Aktien einzeln kaufen, Sie können stattdessen auch einfach einen DAX-ETF in Ihr Depot übernehmen und von der Entwickldung des deutschen Aktienindexes profitieren: Steigt der DAX, steigt auch Ihr DAX-ETF. Wenn Sie mehr über die Funktionsweise von ETFs erfahren wollen, dann lesen Sie auch unseren Ratgeber ETF kaufen.

Fakt ist: ETFs gehören seit vielen Jahren zu den beliebtesten Anlageprodukten. Mark Wiedman, Chef der BlackRock-Tochter iShares, rechnet in den kommenden zehn bis 15 Jahren mit einem weltweit verwalteten ETF-Vermögen von zweieinhalb Billionen Euro – eine gigantische Erfolgsgeschichte. Kein Wunder, denn ETFs sind kostengünstig, transparent und eignen sich perfekt zum Vermögensaufbau via ETF-Sparplan.

Alternativ zu ETFs können Sie als Anleger selbstverständlich auch in klassische Aktienfonds investieren. Im Gegensatz zu den passiven ETFs werden diese aktiv gemanagt, ein Fondsmanager entscheidet also über die Auswahl der Aktien. Investmentfonds sind jedoch, entgegen ihres eigentlichen Ziels, selten besser als der Markt. Darüber hinaus sind aktiv gemanagte Aktienfonds wesentlich teurer als die passiven ETFs. „Bei einem global ausgerichteten Aktienfonds zahlen Anleger in der Regel etwa 1,5 bis zwei Prozent pro Jahr“, sagt Roland Aulitzky von „Finanztest“. Bei einem ETF auf den MSCI World seien hingegen 0,2 bis 0,5 Prozent üblich.

Das heißt, dass die Strategie des Fondsmanagers so gut sein muss, dass sie die Wertentwicklung des zugrundeliegenden Index um mindestens ein bis zwei Prozent jährlich schlägt – nur so können die Managementgebühren ausgeglichen werden. Laut einer Studie der Ratingagentur Morningstar erzielen nur zehn Prozent aller weltweit agierenden Fondsmanager nach Kosten ein besseres Ergebnis als der Weltaktienindex MSCI World.

Da ein Aktien-ETF einen Aktienindex kopiert, zum Beispiel den DAX oder den MSCI World, muss kein Manager und auch kein Anleger aktiv Anlageentscheidungen treffen. Das spart nicht nur Nerven, sondern vor allem viel Geld: Über Direktbanken und Online-Broker können Anleger Indexfonds für eine geringe Gebühr kaufen – einige Anbieter bieten ETF-Sparpläne sogar kostenlos an.

Um mit dem ETF-Sparen zu beginnen, müssen Sie sich entsprechend Ihrer Anlagestrategie einen ETF auswählen, den Sie besparen wollen. Dann benötigen Sie nur noch ein Wertpapierdepot, wo Sie den ETF-Sparplan einrichten können. Das finanzen.net Brokerage Depot bietet über 80 kostenlose ETF-Sparpläne. Beispielsweise sind Sparpläne auf die folgenden ETFs beim finanzen.net Brokerage Depot kostenlos: ComStage DAX® TR UCITS ETF , ComStage MSCI World TRN UCITS ETF, iShares Core MSCI World UCITS ETF und iShares Core DAX® UCITS ETF (DE). Sie können selbstverständlich auch bei einem anderen Anbieter ein Wertpapierdepot eröffnen. Beachten Sie jedoch, dass sich Kosten und Angebote teilweise deutlich unterscheiden. Einen Überblick über die verschiedenen Anbieter finden Sie in unserem Online-Broker-Vergleich.

Das sollten Sie beim ETF-Sparplan beachten

Mit einem ETF-Sparplan legen Sie Ihr Geld an der Börse an, das sollten Sie sich im Vorfeld vergegenwärtigen. Ein Börseninvestment ist immer mit einigen Unwägbarkeiten verbunden, das liegt in der Natur der Sache. Im Gegensatz zum klassischen Sparbuch, kann Ihr an der Börse angespartes Vermögen kurzzeitig auch an Wert verlieren.

Sie sollten sich vor Abschluss eines ETF-Sparplans deshalb unter anderem folgende Fragen stellen: Welcher Anlegertyp sind Sie? Können Sie kurzzeitige Kursrückgänge verkraften? Wie lang ist Ihr Anlagehorizont? Wann benötigen Sie Ihr angespartes Vermögen? Welches Sparziel verfolgen Sie? Die Antworten auf diese Fragen können den Erfolg Ihrer Anlage sowie die Renditeaussichten entscheidend beeinflussen. Wenn Sie einen Anlagehorizont von mehreren Jahren haben und bereit sind, (zumindest kurzfristig) auch Verluste in Kauf zu nehmen, dann ist ein ETF-Sparplan für Sie womöglich das perfekte Investment. Wie Sie am besten herausfinden, welcher Anlegertyp Sie sind, erfahren Sie im Ratgeber Geldanlage.

Wichtig: Da Sie bei einem ETF-Sparplan in der Regel Ihr Geld langfristig anlegen und Ihr Vermögen langfristig aufbauen, spielen kurzfristige Kursschwankungen an den Börsen nur eine untergeordnete Rolle. Welches Volumen Ihr Sparplan hat, wieviel Geld Sie also regelmäßig für Ihren „Vermögensaufbau mit Plan“ zur Verfügung haben, sollten Sie sich aber in jedem Fall vor Ihrem Investment klarmachen. Auf welchen Geldbetrag können Sie also wie oft für Ihr alltägliches Leben verzichten? Viele Banken, Sparkassen und Online-Broker bieten ETF-Sparpläne bereits ab einer Sparrate von 25 Euro im Monat an.

Kostenloser ETF-Sparplan - schon gewusst?

Sie sollten beim Vermögensaufbau und vor allem beim ETF-Sparen immer die Kosten für das Wertpapierdepot bzw. die Gebühren bei Ihrer Bank im Blick haben. Legen Sie in Ihrem ETF-Sparplan 50 Euro und weniger im Monat an, sind Banken und Sparkassen nicht immer die beste Wahl. Suchen Sie sich bei kleinen Sparbeträgen deshalb besser Anbieter aus, die Ihre Gebühren prozentual erheben oder - noch besser - kostenlose Sparpläne anbieten.

Tipp: Manche Online-Broker bieten neben einer großen Auswahl kostenloser Sparpläne auch ein kostenloses Wertpapierdepot ohne Strafzinsen an, zum Beispiel finanzen.net Brokerage. Für die kostenlosen ETF-, Fonds-, Zertifikate- und ETC-Sparpläne müssen Sie keinen Cent zahlen - wie hoch Ihre Anlagebeträge auch sind.

Wie funktioniert ein ETF-Sparplan?

Ein ETF-Sparplan unterscheidet sich vom Grundprinzip nicht von einem Banksparplan oder einem Fondssparplan. Sie zahlen regelmäßig einen vorher festgelegten Betrag und sparen sich damit über die Jahre ein Vermögen an. Während Sie beim Banksparplan vom vereinbarten Zins und vom Zinseszinseffekt profitieren, kaufen Sie beim ETF-Sparplan in festgelegten zeitlichen Abständen einen ETF-Anteil oder mehrere ETF-Anteile und profitieren dann von der Entwicklung des Index, den der ETF abbildet.

Wie bereits erwähnt, sollte der zugrundeliegende Index Ihren Anlagebedürfnissen entsprechen: Wollen Sie von der Entwicklung der weltweit wichtigsten Unternehmen profitieren und ihr Risiko breit über Länder und Branchen hinweg streuen, dann könnte für Sie ein ETF-Sparplan in Verbindung mit dem MSCI World die richtige Wahl sein. Sind Sie etwas risikofreudiger und wollen die Chance auf höhere Renditen haben, dann bietet sich vielleicht ein ETF-Sparplan auf den deutschen Nebenwerte-Index SDAX an. Im SDAX sind kleinere deutsche Unternehmen verschiedener Branchen gelistet, ein Investment ist somit etwas riskanter als beispielsweise ein Investment in den deutschen Leitindex DAX oder in den Weltaktienindex MSCI World. Die besten ETF Fonds auf den DAX finden Sie übrigens in unserem Ratgeber DAX-ETF.

Um ETF-Sparpläne auf einen oder mehrere der genannten Indizes einrichten zu können, ist das bereits erwähnte Wertpapierdepot Grundvoraussetzung. Haben Sie Ihren Anbieter für das Wertpapierdepot ausgemacht und dieses eingerichtet, folgt der nächste Schritt: Die Auswahl des für Sie passenden ETFs. In diesem Zusammenhang sollten Sie sich folgende Fragen stellen: Welchen Markt soll der ETF abbilden? Soll der Indexfonds jährlich Dividenden ausschütten oder diese automatisch wieder im Sparplan anlegen (thesaurierend)? Soll der ETF die Original-Indexaktien enthalten (physisch) oder diese nur nachbilden (synthetisch)?

Video: ETF-Sparplan kaufen - so erhalten Sie Sparpläne gebührenfrei

Wie funktioniert ein ETF und wie ein Sparplan? Welche Indexprodukte sind zum Aufbau von Vermögen geeignet? Wie können Anleger ohne Gebühren in Fonds- und ETF-Sparpläne investieren? Im Video-Tutorial auf YouTube erklärt Volker Altvater von finanzen.net alles Wissenswerte rund um ETF-Sparpläne. Schauen Sie sich das Video gleich an, es lohnt sich: ETF-Sparplan - so funktionieren Indexfonds und so können Anleger kostenlos in Sparpläne investieren.

ETFs: thesaurierend, ausschüttend, physisch, synthetisch

Fonds, also auch ETFs, können ausschüttend oder wiederanlegend (thesaurierend) sein. Ausschüttende ETFs schütten, wie der Name schon sagt, Erträge (zum Beispiel Aktiendividenden und Anleihezinsen) regelmäßig aus. Die Beträge werden Ihrem Konto gutgeschrieben. Diese regelmäßigen Erträge können Sie dann alternativ anlegen oder anderweitig nutzen, zum Beispiel für die nächste Stromrechnung.

Thesauriende ETFs hingegen legen die Erträge sofort wieder im Sparplan an. Der Vorteil: Sie profiteren von einer Art Zinseszinseffekt, da sich das Vermögen nicht nur durch Ihre eingezahlten Beträge und die Kursgewinne des zugrundeliegenden Index‘ erhöht, sondern eben auch durch die erzielten Erträge. Gerade bei einem langfristigen Sparplan kann sich dies besonders deutlich bemerkbar machen.

Bei der Auswahl des passenden ETFs sollten Sie als Anleger auch auf die sogenannte Replikationsmethode des ETFs achten. Je nach Replikationsmethode geht der Anbieter bei der Abbildung des zugrunde liegenden Index anders vor. Zu unterscheiden sind ETFs mit direkter Replikation (physisch) von ETFs mit indirekter Replikation (synthetisch).

Ein physischer ETF bildet einen Index nach, indem er die im Index enthaltenen Aktien tatsächlich kauft. Kauft der ETF-Anbieter tatsächlich alle im Index enthaltenen Wertpapiere, dann wird das als Vollreplikation bezeichnet. Manche Anbieter kaufen und verkaufen auch nur die im Index gelisteten Aktien, die einen gewichtigen Einfluss auf die Indexentwicklung haben. Das nennt sich Representing Sampling oder optimiertes Sampling. Diese Vorgehensweise kann allerdings leichter zu Abweichungen bei der Kursentwicklung zwischen ETF und Index führen.

Bei synthetischen ETFs tritt dieses Problem nicht auf: Bei diesem Verfahren bilden die ETF-Anbieter die Indexentwicklung über Tauschgeschäfte ab. Diese sogenannten Swap-Geschäfte werden zwischen einem ETF-Anbieter und einem Swap-Kontrahenten abgewickelt. Diese Methode ist günstiger als der physische Kauf und Verkauf, allerdings ist das Risiko höher als bei der direkten Replikation. Wird der Swap-Kontrahent nämlich zahlungsunfähig, geht Anlegern mitunter ihre komplette Einlage verloren.

Eine ausführliche Erklärung der hier abgehandelten Begriffe erhalten Sie auch in unserem Ratgeber ETF kaufen. Im Folgenden haben wir die wichtigsten Auswahlkriterien noch einmal kurz für Sie zusammengefasst.

Auswahl von ETFs - darauf müssen Sie achten

Welchen Index soll der ETF abbilden? Anleger, die möglichst breit streuen und mit einem einzigen ETF auskommen wollen, sollten sich den Weltaktienindex MSCI World genauer anschauen. Anleger, deren Anlageschwerpunkt auf europäischen Indizes liegen soll, können auf den Stoxx Europe 600, MSCI Europe (beide Europa) oder den MSCI EMU (Eurozone) ausweichen. Wer etwas riskanter und nur in Deutschland anlegen möchte, der kann sich auch einen ETF-Sparplan mit einem Indexfonds auf den deutschen Leitindex DAX oder die Nebenwerte-Indizes MDAX oder SDAX einrichten - mehr dazu erfahren Sie in den Ratgebern DAX-ETF und Investieren in Nebenwerte.
Soll der ETF Dividenden ausschütten oder wieder anlegen? Wenn Sie Dividenden jährlich auf Ihrem Konto gutgeschrieben bekommen möchten, dann müssen Sie sich für einen ausschüttenden ETF entscheiden. Das Vermögen des Sparplans entwickelt sich dann ohne die Dividendenerträge weiter, dafür erhalten Sie immer wieder Erträge aus Ihrem ETF. ETFs, die alle Dividenden wieder anlegen, nennen sich thesaurierende ETFs.
Physisch oder synthetisch replizierender ETF? Wollen Sie über den ETF Anteile an dem Originalaktienkorb des Index besitzen, dann müssen Sie sich für physisch replizierende ETFs entscheiden. Synthetische ETFs hingegen lassen sich von einer Partnerbank die Wertentwicklung des jeweiligen Index zusichern. Im Bestand halten sie hingegen Wertpapiere, an deren Wertentwicklung wiederum die Partnerbank interessiert ist. Welche Vor- und Nachteile sich dadurch ergeben, erfahren Sie im Ratgeber ETF kaufen.

Die besten Indizes für ETF-Sparpläne

ETF-Sparen funktioniert im Prinzip mit allen (sparplanfähigen) ETFs. Es gibt aber Indizes, die sich besonders gut zum Vermögensaufbau via ETF-Sparplan eignen, weil Sie das Risiko besonders gut streuen und weil Sie vergleichsweise günstig sind. Diese Indizes sollen im Folgenden nochmals etwas genauer betrachtet werden.

Um das Risiko beim ETF-Sparen möglichst breit zu streuen, müssen Sie nicht unbedingt mehrere ETF-Sparpläne abschließen. Indexfonds, die international orientierte Indizes nachbilden, diversifizieren das Risiko von Natur aus. Der bereits mehrfach genannte Weltaktienindex MSCI World setzt sich aus annähernd 1.600 Einzelunternehmen aus mehr als 20 Ländern zusammen. Über die Hälfte dieser Unternehmen sind US-amerikanische Unternehmen. Zum Beispiel sind auch der iPhone-Hersteller Apple und der Mineralölkonzern Exxon Mobil im MSCI World gelistet. Die folgenden Indizes eignen sich besonders gut zum ETF-Sparen.

„Sparen nach Plan“ mit MSCI World und Co.​

IndexRegionUnternehmenBemerkung
MSCI Worldweltweit Überwiegend große Firmen aus USA und JapanDie 600 größten Firmen aus 18 europäischen Ländern
Stoxx Europe 600EuropaÜberwiegend Firmen aus Großbritannien und SchweizGelistet sind u.a. Apple, Amazon und Facebook
MSCI EuropeEuropaÜberwiegend große Firmen aus Großbritannien und SchweizGeeignet als Alternative oder Ergänzung zum MSCI World 
MSCI EMUEuroraumÜberwiegend große Firmen aus Frankreich und Deutschland Annähernd 240 Unternehmen aus zehn Ländern der Eurozone

Der MSCI World enthält nur große und mittelgroße Unternehmen aus entwickelten Industrieländern. Unternehmen aus China und Brasilien sind im Index nicht gelistet, diese Länder stuft MSCI als Schwellenländer ein. Die Zusammensetzung des Weltaktienindex wird vom Anbieter MSCI quartalsweise überprüft, neue Unternehmen können dann in den Index aufsteigen und andere werden ersetzen.

Anleger, die sich dem US-Markt nicht aussetzen wollen oder eine Ergänzung zum MSCI World suchen, haben europaweit Möglichkeiten, breit anzulegen. Unter den europäischen Indizes streut der Stoxx Europe 600 am breitesten. Er umfasst die 600 nach Börsenwert größten Unternehmen aus 18 europäischen Ländern, darunter auch Großbritannien, die Schweiz und Schweden. Der Index ist also nicht auf den Euro-Raum beschränkt

Im MSCI Europe sind etwa 450 Firmen aus 15 europäischen Ländern gelistet. Diese Unternehmen repräsentieren annähernd 85 Prozent des Gesamtmarktes. In der Vergangenheit erzielte der MSCI Europe manchmal etwas weniger jährliche Rendite als der Stoxx Europe 600, die Kursausschläge des MSCI Europe fielen aber geringer aus. Der Grund: Im MSCI Europe sind große und mittelgroße Konzerne gelistet, kleinere und damit volatilere Unternehmen fehlen hingegen.

Suchen Sie einen Index, der den Euroraum abbildet und besonders breit streut? Dann ist der MSCI EMU der passende Index für Ihre Anlagestrategie. Gelistet sind in diesem internationalen Index annähernd 240 Aktien aus zehn Ländern des Euroraums. ETFs auf den MSCI EMU können eine gute Ergänzung zum MSCI World sein, wenn Sie den Anteil von Unternehmen aus dem Euroraum in Ihrem Portfolio erhöhen wollen.

Wichtig: Sowohl beim MSCI World als auch beim Stoxx Europe 600 sowie beim MSCI Europe besteht ein Währungsrisiko, der Wert der Indizes hängt also auch von Währungsschwankungen ab. Diese Schwankungen können unter Umständen zusätzliche Rendite kosten oder sogar Verluste einbringen. Die Anlage in fremden Währungen ist zwar in der Regel kein großer Nachteil, als Anleger sollten Sie dieses „Risiko“ aber kennen.

Für Renditejunkies, die gerne etwas fokussierter anlegen, eignen sich auch der deutsche Leitindex DAX, die deutschen Nebenwerte-Indizes MDAX und SDAX, der EURO STOXX 50, in dem die 50 größten Unternehmen des Euroraumes gelistet sind, sowie der S&P 500, der die 500 größten US-amerikanischen Unternehmen umfasst.

Die besten ETFs zum Fondssparen

Zu den genannten Indizes gibt es verschiedene ETFs von verschiedenen Anbietern. Die ETFs der einzelnen Anbieter unterscheiden sich in Details, die allerdings die Performance auf lange Sicht beeinflussen können: Wie exakt wird der zgrundeliegende Index von dem jeweiligen ETF abgebildet? Welche Gebühren verlangt der ETF-Anbieter? Sollen die Dividenden wieder angelegt oder ausgeschüttet werden?

Ob ein physischer oder ein synthetischer ETF besser ist, müssen Sie als Anleger für sich selbst entscheiden. Das Risiko, Geld zu verlieren, ist laut Experten sowohl bei physischen als auch bei synthetischen ETFs eher theoretischer Natur. Seit Anfang 2018 werden die beiden Varianten auch bei der Besteuerung gleichgestellt. Unterstützung bei der Suche nach dem für Sie passenden ETF erhalten Sie auch in unserem Ratgeber ETF kaufen.

Viele der im Folgenden vorgestellten Indexfonds erhalten Sie beim finanzen.net Brokerage Depot als kostenlose Sparpläne, zum Beispiel den ComStage DAX® TR UCITS ETF , den Deka DAX UCITS ETF, den ComStage MSCI World TRN UCITS ETF, den iShares STOXX Europe 600 UCITS ETF und den Lyxor ETF MSCI World. Diese und weitere kostenlose ETF-Sparpläne finden Sie in der Sparplan-Übersicht.

Die besten ETF-Sparpläne auf den MSCI World

Wer mit einem ETF-Sparplan auf den MSCI World setzt, streut sein investiertes Geld über viele Länder, Währungsräume, Unternehmen und Branchen – eine solch große Diversifikation kann Risiken mindern. Der MSCI World bildet deshalb ein optimales Fundament in einem gemischten Anlageportfolio. Im Folgenden haben wir für Sie die besten ETFs zum „Sparen nach Plan“ zusammengestellt:

Bei ETFs auf den MSCI World, die die Dividenden ausschütten, sind der ComStage MSCI World TRN UCITS ETF, der Xtrackers MSCI World UCITS ETF 1D und der Lyxor ETF MSCI World zu empfehlen.

Der MSCI World-ETF der Commerzbank-Tochter ComStage mit der ISIN LU0392494562 und der WKN ETF110 bildet die Wertentwicklung des Weltaktienindex MSCI World gut nach. Die Gebühren bewegen sich mit 0,20 Prozent pro Jahr im unteren Bereich. Der ComStage-ETF ist ausschüttend, den MSCI World bildet der Indexfonds synthetisch nach.

Der Lyxor-ETF (ISIN FR0010315770/WKN LYX0AG) bildet den MSCI World ebenfalls synthetisch nach und schüttet die Erträge halbjährlich aus. Mit 0,30 Prozent jährlichen Gebühren ist er bezüglich TER deutlich teurer als der ComStage-ETF.

Der Xtrackers-ETF (ISIN IE00BK1PV551/WKN A1XEY2) schüttet die Erträge ebenfalls aus. Im Gegensatz zu den MSCI World-ETFs von ComStage und Lyxor bildet der ETF der Deutsche Bank-Tochter den Weltaktienindex mittels optimiertem Sampling physisch nach. Mit 0,19 Prozent Gesamtkostenquote (TER) gehört der Xtrackers-ETF darüber hinaus zu den günstigsten MSCI World-ETFs überhaupt.

Wer auf einen ETF setzen möchte, der die Aktien des MSCI World tatsächlich (teilweise) physisch enthält und die Erträge im Fondsvolumen wieder anlegt (thesauriert), für den kommt möglicherweise der iShares Core MSCI World UCITS ETF infrage. Der ETF der BlackRock-Tochter iShares mit der ISIN IE00B4L5Y983 und der WKN A0RPWH bildet die Entwicklung des MSCI World mittels Sampling-Methode gut nach, die Gesamtkostenquote beträgt pro Jahr 0,20 Prozent. Beachten Sie bei diesem ETF das Währungsrisiko, der iShares Core MSCI World UCITS ETF notiert in US-Dollar. Das Analysehaus Morningstar bewertet den thesaurierenden iShares-ETF mit 5 Sternen (überdurchschnittlich) und vergibt darüber hinaus das Rating „Silver“. Diese Bewertung erhalten Fonds, die anhand vieler Bewertungskriterien überdurchschnittlich abschneiden. Für Anleger, die in einen ausschüttenden ETF investieren wollen, bietet iShares übrigens eine starke Alternative: iShares MSCI World UCITS ETF (ISIN IE00B0M62Q58/WKN A0HGV0).

Etwas günstiger als die genannten iShares-ETFs ist der Xtrackers MSCI World UCITS ETF 1C, für den der ETF-Anbieter der Deutschen Bank 0,19 Prozent im Jahr verlangt. Bei diesem ETF mit der ISIN IE00BJ0KDQ92 und der WKN A1XB5U werden die Erträge in den Indexfonds ebenfalls reinvestiert (thesaurierend), den MSCI World bildet der ETF von Xtrackers physisch nach.

ETF-Sparpläne auf STOXX Europe 600 und EURO STOXX 50

Im STOXX Europe 600 sind die 600 größten Firmen aus 18 europäischen Ländern gelistet, überwiegend Firmen aus Großbritannien und der Schweiz. Der Stoxx Europe 600 UCITS ETF 1C (ISIN LU0328475792/WKN DBX1A7) bildet den zugrundeliegenden Index physisch nach, die Erträge werden reinvestiert (thesauriert). Mit jährlichen Gebühren von 0,20 Prozent gehört der ETF der Deutschen Bank-Tochter zu den günstigeren Indexfonds.

Ebenfalls physisch wird der STOXX Europe 600, einer der breitesten Indizes überhaupt, vom Lyxor STOXX Europe 600 (DR) UCITS ETF C-EUR (ISIN LU0908500753/WKN LYX0Q0) nachgebildet. Auch der Lyxor-ETF legt die Erträge wieder im Vermögen des Indexfonds an (thesaurierend). Mit einer jährlichen Kostenquote von 0,07 Prozent gehört der ETF der Société Générale-Tochter Lyxor zu den günstigsten überhaupt.

Wer Erträge lieber ausgeschüttet haben möchte, für den kommen auch der ComStage STOXX Europe 600 und der iShares STOXX Europe 600 UCITS ETF infrage. Der ETF der BlackRock-Tochter iShares mit der ISIN DE0002635307 und der WKN 263530 schüttet die Dividenden mindestens jährlich aus. Der iShares-ETF bildet den zugrundeliegenden Index vollständig physisch nach, die jährlichen Gebühren liegen bei 0,20 Prozent. Morningstar bewertet diesen Indexfonds mit „Gold“. Die höchstmögliche Bewertung erhalten Fonds, die über alle Bewertungskriterien überdurchschnittlich gut abschneiden. Der ComStage-ETF (ISIN LU0378434582/WKN ETF060) hingegen bildet den STOXX Europe 600 synthetisch nach, die Kostenquote liegt bei 0,20 Prozent pro Jahr.

Wer in Europa anlegen und etwas fokussierter investieren möchte, für den ist der EURO STOXX 50 eine gute Alternative zum STOXX EUROPE 600. Der EURO STOXX 50, der zu den führenden Börsenbarometern Europas zählt, setzt sich aus 50 großen Unternehmen der Eurozone zusammen. ETFs auf diesen Aktienindex gehören zu den günstigsten Fonds überhaupt.

Der ausschüttende Xtrackers Euro Stoxx 50 UCITS ETF 1D (ISIN LU0274211217/WKN DBX1EU) bildet den Eurozonen-Index vollständig physisch ab. Mit einer Gesamtkostenquote (TER) von 0,09 Prozent im Jahr gehört der Xtrackers-ETF zu den günstigsten ETF Fonds auf den EURO STOXX 50.

Zu den Fonds mit dem größten Anlagevolumen zählen der Lyxor ETF Euro Stoxx 50 – D-EUR (ISIN FR0007054358/WKN 798328), der die Erträge halbjährlich ausschüttet, und der iShares Euro Stoxx 50 UCITS ETF (ISIN IE0008471009/WKN 935927), der die Erträge quartalsweise ausschüttet. Der Lyxor-ETF kostet den Anleger bezüglich TER 0,20 Prozent pro Jahr, beim iShares-ETF sind die laufenden Kosten mit 0,10 Prozent nur halb so hoch.

Ebenfalls einen Blick wert ist der Lyxor Core EURO STOXX 50 (DR) UCITS ETF (ISIN LU0908501215/WKN LYX0Q2). Bezüglich Gesamtkostenquote ist der Lyxor-ETF mit 0,07 Prozent noch etwas günstiger. Auch er bildet den Eurozonen-Index vollständig physisch nach, legt die Erträge wieder im Fondsvolumen an (thesaurierend).

Hinweis: Aufgrund der relativ geringen Diversifikation (50 Unternehmen aus der Eurozone) erhalten die drei hier vorgestellten EURO STOXX 50-ETFs von der Ratingagentur Morningstar mit 3 von 5 Sternen eine durchschnittliche Gesamtbewertung.

Die besten ETF-Sparpläne auf den DAX

Experten raten davon ab, mit einzelnen Länderindizes wie dem deutschen Aktienindex (DAX) die Basis für ein Depot zu bilden. DAX, MDAX, S&P 500 und Co. sind nicht als Grundbaustein für ein diversifiziertes Depot geeignet. Wer dennoch nach etwas mehr Rendite lechzt und wen auch größere Verluste nicht aus der Ruhe bringen, kann auch einen ETF-Sparplan auf den DAX einrichten. Schauen Sie sich die folgenden DAX-ETFs zum „Sparen nach Plan“ an – die besten ETFs auf den deutschen Leitindex finden Sie übrigens in unserem Ratgeber DAX-ETF, dort erfahren Sie auch mehr zu den Gebühren beim ETF-Sparen.

Bei den ausschüttenden Indexfonds sind folgende zwei DAX-ETFs zu empfehlen: Der ComStage DAX® TR UCITS ETF (ISIN LU0378438732/WKN ETF001) und der Deka DAX (ausschüttend) UCITS ETF (ISIN DE000ETFL060/WKN ETFL06). Beide DAX-ETFs bilden den deutschen Leitindex vollständig physisch nach. Der Deka DAX UCITS ETF ist in Deutschland aufgelegt, schüttet die Erträge mindestens jährlich aus und kostet 0,15 Prozent pro Jahr. Deutlich günstiger ist der ComStage DAX TR UCITS ETF mit einer Kostenquote von 0,08 Prozent jährlich. Der ETF der Commerzbank-Tochter schüttet die Erträge jährlich aus.

Eine gute Wahl bei DAX-ETFs ist auch der Xtrackers DAX UCITS ETF 1C (ISIN LU0274211480/WKN DBX1DA), der die Erträge wieder im Fondsvolumen reinvestiert (thesaurierender ETF). Der ETF der Deutsche Bank-Tochter Xtrackers gehört mit jährlichen Gebühren in Höhe von 0,09 Prozent zu den günstigsten DAX-ETFs überhaupt. Dafür bekommen Sie eine vollständige physische Nachbildung des deutschen Leitindex‘.

Auch der iShares Core DAX® UCITS ETF (DE) mit der ISIN DE0005933931 und der WKN 593393 ist eine gute Wahl. Der ETF ist in Deutschland aufgelegt, die Erträge werden ebenfalls reinvestiert (thesauriert) und der DAX wird vollständig physisch nachgebildet. Mit einer jährlichen Kostenquote von 0,16 Prozent gehört der iShares Core DAX® UCITS ETF (DE) allerdings bezüglich TER zu den etwas teureren DAX-ETFs.

Etwas weniger bezahlen Sie für den Deka DAX UCITS ETF (ISIN DE000ETFL011/WKN ETFL01): 0,15 Prozent pro Jahr kostet das Investment in den ETF der DekaBank. Der ETF, der in Deutschland aufgelegt ist und den DAX physisch vollständig nachbildet, ist ebenfalls ein thesaurierender ETF.

ETF-Sparplan einrichten - das sollten Sie tun

1
Stiftung Waren­test be­zeich­net ETF-Spa­ren als "Königs­weg des Fonds­sparens". Index­fonds eignen sich besonders gut zum lang­fri­stigen Ver­mögens­aufbau.
2
Stellen Sie sich die Frage, auf wie viel Geld Sie in Ihrem all­täg­lichen Leben ver­zich­ten können. Planen Sie Spar­rate und Ein­zahl­rhythmus für Ihren ETF-Sparplan.
3
Eröffnen Sie ein Wert­papier­depot bei einem gün­stigen Anbieter, zum Beispiel bei finanzen.net Brokerage Depot. Dort erhal­ten Sie über 80 ETF-Spar­pläne kosten­los.
4
Der Welt­aktien­index MSCI World eignet sich perfekt zur welt­weiten Di­versi­fikation. Wenn Sie ohne Währungs­risiko und nur in Deutsch­land anlegen wollen, wählen Sie einen ETF-Spar­plan mit einem Index­fonds auf den DAX.
5
Wählen Sie einen Index­fonds aus und richten Sie Ihren ETF-Spar­plan ein - bauen Sie mit kleinen Beträ­gen lang­fristig ein Ver­mögen auf.
MARKUS GENTNER – FINANZEN.NET REDAKTEUR

Markus Gentner - Redakteur finanzen.net Ratgeber Markus Gentner leitet den Ratgeberbereich bei finanzen.net. Zuvor war er fünf Jahre lang in der News-Redaktion tätig. Der studierte Journalist und Germanist entdeckte seine Passion für die Börse beim Deutschen Anleger Fernsehen DAF, bereits während seines Volontariats sammelte er Erfahrung mit Ratgeberthemen.

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Bildquelle: pichetw / Shutterstock.com

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