Ihr Brutto-Netto-Rechner

Brutto-Netto-Rechner: So berechnen Sie Ihr Gehalt + Tipps für mehr Netto vom Brutto

Wie man das Gehalt berechnen kann, ist nicht immer einfach und klar. Mit unserem Brutto-Netto-Rechner gelingt Ihnen das aber ganz einfach. Weiterhin lernen Sie die wichtigsten Faktoren bei der Gehaltsberechnung kennen und ein paar Tipps, wie Sie mehr Netto vom Brutto bekommen. Das Wichtigste und Empfehlungen gibt es gleich zum Einstieg des Textes.

Gehalt berechnen - Empfehlungen & Tipps

Unsere Empfehlung: Mit unserem Brutto-Netto-Rechner finden Sie heraus, ob sich zum Beispiel ein Jobwechsel wirklich lohnt oder was eine Gehaltserhöhung Ihnen am Ende wirklich bringt.
Tipp: Lassen Sie sich Ihre Freibeträge auf der Lohnsteuerkarte eintragen, um weniger Abzüge bei der Gehaltsabrechnung zu bekommen.

Gehalt berechnen - das Wichtigste in Kürze

Die Grundlage zur Berechnung Ihres Gehalts ist das Brutto-Einkommen vor Steuer und Abgaben. Was Sie danach auf Ihrer Gehaltsabrechnung sehen, ist das Netto-Einkommen.
Die höchsten Abgaben entstehen durch Steuern, die durch die Steuerklasse festgelegt werden, und die Sozialversicherungsbeiträge.
Gehalt berechnen mit unserem Stundenlohnrechner

Brutto-Netto-Rechner

Brutto-Netto-Rechner gibt es als Apps fürs Smartphone sowie fürs Tablet und es gibt Brutto-Netto-Rechner zum Download im Internet. Die Ratgeber-Redaktion von finanzen.net hat sich dieses Thema ganz genau angeschaut, viele verschiedene Gehaltsrechner unter die Lupe genommen und einen Favoriten ausgewählt.

Unsere Empfehlung: Der Brutto-Netto-Rechner von smart-rechner ist übersichtlich und einfach zu benutzen. Der Rechner erfüllt alle wichtigen Kriterien, um das eigene Gehalt auszurechnen. Am besten probieren Sie ihn direkt einmal aus!

Im Folgenden geben wir Ihnen Tipps, was Sie zur Gehaltsberechnung benötigen, worauf Sie dabei achten müssen und – das ist ganz wichtig – woher Sie die Zahlen und Daten für die Gehaltsberechnung bekommen.

Gehalt berechnen – das müssen Sie wissen

Die Grundlage, von der ausgehend Sie Ihr Gehalt berechnen, ist das Bruttoeinkommen. Das ist das Einkommen, das Ihnen Ihr Arbeitgeber vor Steuern auszahlt. Hiervon ausgehend werden Steuern und Abgaben eingezogen, die sich nach Ihren Lebensverhältnissen und Wohnsitz richten. Diese Faktoren erklären wir Ihnen ausführlich im Folgenden:

Grundfreibetrag beziehungsweise Steuerfreibetrag

Der Grundfreibetrag, manchmal auch Steuerfreibetrag genannt, ist die Summe des Einkommens, bis zu der keine Einkommensteuer fällig wird. Nur das Einkommen, das über dem Grundfreibetrag liegt, wird auch versteuert. Wenn Ihr Einkommen also beispielsweise 12.000 Euro beträgt und der aktuelle Steuerfreibetrag bei 10.347 Euro liegt (Stand Mai 2022), werden für die Einkommensteuer nur 1.653 Euro berücksichtigt. Der Steuerfreibetrag für 2021 betrug 9.744 Euro für Alleinstehende und 19.488 für Ehepaare.

Kinderfreibetrag

Eltern haben entweder Anspruch auf Kindergeld oder den Kinderfreibetrag, der noch auf den Grundfreibetrag zur Einkommensteuer aufgeschlagen wird. Das Finanzamt prüft automatisch, was für Sie sinnvoller ist. Es ist kein Antrag notwendig. Für die Jahre 2021 und 2022 liegt der Kinderfreibetrag bei 5460 Euro, die Hälfte davon für jedes Elternteil. Dazu kann noch ein Betreuungs-, Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf in Höhe von 2928 (1464 je Elternteil) hinzukommen.

Sozialversicherungsbeiträge

Zu den Sozialversicherungsbeiträgen zählen folgende Posten (Stand Juli 2022): Arbeitslosenversicherung: 1,2 Prozent des Bruttoeinkommens.
Pflegeversicherung: 1,525 Prozent des Bruttoeinkommens. Außer in Sachsen, hier zahlen Arbeitnehmer 2,025 Prozent. Gesetzliche Krankenversicherung: 7,3 Prozent des Bruttoeinkommens plus eines krankenkassenspezifischen Beitrags. Gesetzliche Rentenversicherung: 9,3 Prozent des Bruttoeinkommens.

Geldwerter Vorteil

Ein geldwerter Vorteil sind Sachleistung von Seiten des Arbeitgebers, zum Beispiel ein Firmenfahrzeug. Der sich daraus ergebende geldwerte Vorteil wird dem Bruttoeinkommen hinzugerechnet und erhöht somit die Einkommensteuer.

Die Steuerklasse

Die Lohnsteuer, der Solidaritätszuschlag und die Kirchensteuer werden anhand der Steuerklasse bemessen. Ihre Steuerklasse ist auf Ihrer Lohnsteuerkarte vermerkt. In Deutschland gibt es diese sechs Lohnsteuerklassen:
Steuerklasse I: ledige, geschiedene oder verwitwete Arbeitnehmer, die keine Kinder haben.
Steuerklasse II: Geschiedene, Verwitwete oder Ledige mit Kindern.
Steuerklasse III: bei Ehepaaren oder eingetragenen Lebenspartnerschaften mit Ehegattensplitting bekommt diese Steuerklasse der Besserverdiener.
Steuerklasse IV: Verheiratete, die kein Ehesplatting gewählt haben.
Steuerklasse V: der schlechter verdienende Partner beim Ehegattensplitting.
Steuerklasse VI: bei einem weiteren Dienstverhältnis mit zusätzlicher Lohnsteuerkarte.

Tipps für mehr Netto vom Brutto

Die Möglichkeiten, um mehr beim Nettogehalt rauszubekommen, sind limitiert. Sozialabgaben und Steuern müssen nun einmal gezahlt werden. Dennoch können Sie Einiges sparen oder vom Finanzamt wiederbekommen, wenn Sie folgende Ratschläge beherzigen:

Freibeträge auf der Lohnsteuerkarte eintragen

Lassen Sie sich Freibeträge, die Ihnen zustehen, direkt auf der Lohnsteuerkarte eintragen. Dadurch haben Sie direkt weniger Abzüge beim Gehalt und müssen Sie sich nicht durch die Steuererklärung erst wieder zurückholen. Eingetragen werden können zum Beispiel die Fahrtkosten zum Arbeitsplatz, Kosten für die Betreuung der Kinder oder Werbungskosten. Mit einem amtlichen Vordruck stellen Sie beim Finanzamt den Antrag auf Lohnsteuer-Ermäßigung.

Ehegattensplitting

Das sogenannte Ehegattensplitting ist ein Steuerverfahren, nach dem Ehepaare oder eingetragene Lebenspartnerschaften besteuert werden. Hierbei nimmt ein Partner die bessere Steuerklasse III und der andere die verhältnismäßige schlechte Steuerklasse V. Dadurch entsteht ein Splittingvorteil im Vergleich zu Unverheirateten bzw. eingetragenen Lebenspartnerschaften. Der Splittingvorteil kommt jedoch nur zum Tragen, wenn einer der Partner deutlich mehr verdient als der andere.

Krankenversicherung wechseln

Bei den gesetzlichen Krankenversicherungen ist zwar der Krankenversicherungssatz festgeschrieben, hinzukommt aber ein Zusatzbeitrag. Diesen legt jede gesetzliche Krankenkasse selbst fest und er kann (Stand Juli 2022) zwischen 0,6 Prozent 2,4 Prozent liegen. Ein Wechsel kann sich also wirklich lohnen. Davor sollten Sie aber auch die Leistungen der Krankenkassen vergleichen.

Kirchenaustritt erwägen

Ob ein Kirchenaustritt für Sie infrage kommt, müssen Sie für sich persönlich klären – immerhin unterhalten die Kirchen auch viele soziale Einrichtungen. Andererseits können Sie durch einen Kirchenaustritt je nach Bundesland zwischen acht und neun Prozent der Einkommensteuer einsparen. Für Arbeitnehmer mit einem hohen Einkommen ist in vielen Ländern eine Kappung eventuell sinnvoll. Hierbei wird nicht mehr die Einkommensteuer als Bemessungsgrundlage genommen, sondern das zu versteuernde Einkommen mit 2,75 bis 4 Prozent.

Steuerfreie Sachzuwendung statt Bruttogehalt

Mehr Bruttogehalt bedeutet nicht zwangsweise, dass Sie auch wirklich viel mehr davon haben. Stattdessen könnten Sie steuerfreie Sachzuwendungen bei Ihrem Arbeitgeber anregen. Damit würden Sie und er Steuern sparen. Zu den steuerfreien Sachzuwendungen zählen unter anderem Gutscheine und Geschenke bis 50 Euro . Besonders attraktiv könnten Jobtickets für den öffentlichen Personenverkehr sein, da Sie steuerfrei sind, wenn der Arbeitgeber Sie zusätzlich zum Lohn gewährt. Dasselbe gilt übrigens auch bei Bahncards, wenn Ersparnis den Preis der Bahncard selbst übersteigt. Ein Dienstfahrrad kann Ihnen der Arbeitgeber auch steuerfrei überlassen, wenn Sie dieses als Plus zum Arbeitslohn bekommen.

Geben Sie die Steuererkläung ab!

Sie haben definitiv am Ende mehr von Ihrem Gehalt, wenn Sie eine Steuererklärung einreichen. Laut dem Statistischen Bundesamt bekamen Steuerpflichtige, die eine Steuerklärung abgegeben haben, durchschnittlich 1.072 Euro vom Finanzamt wieder. Lesen Sie weiter in unseren Tipps zur Steuererklärung und in unserem Steuersoftware-Vergleich. Im Zweifelsfall kann Ihnen auch ein Steuerberater helfen, der aber natürlich auch wiederum etwas mehr kosten kann.

Gehalt berechnen - das sollten Sie tun

1
Benutzen Sie unseren Brutto-Netto-Rechner, um zu sehen, ob sich zum Beispiel ein Wechsel der Arbeitsstelle oder Krankenkasse wirklich lohnt.
2
Vielleicht lohnt sich für Sie ein Wechsel der Steuerklasse, wenn Sie verheiratet sind oder in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft leben.
3
Lassen Sie sich Freibeträge auf Ihrer Lohnsteuerkarte eintragen, so haben Sie gleich mehr Netto vom Brutto!
4
Sie könnten von einer steuerfreien Sachzuwendung mehr profitieren als von einer Gehaltserhöhung. Auch das lässt sich mit unserem Brutto-Netto-Rechner überprüfen.
5
Reichen Sie eine Steuererklärung beim Finanzamt ein. Das könnte Ihnen Rückzahlungen im drei- bis vierstelligen Bereich einbringen

Beitrag verfasst von:

BENJAMIN RESSEL - RATGEBER-REDAKTEUR

benjamin ressel rredakteur Benjamin Ressel ist seit Anfang 2022 in der Ratgeber-Redaktion. Sein Masterstudium absolvierte er im Fachbereich Germanistik, während dessen er bereits als freier Lektor und Autor tätig war. Erste journalistische Erfahrungen sammelte er als Eventreporter, bevor ihn sein Weg zu finanzen.net führte.

*Das bedeutet das Sternchen: Unsere Ratgeber-Artikel sind objektiv recherchiert und unabhängig erstellt. Wir wollen so möglichst vielen Menschen helfen, eigenständig Vermögen aufzubauen und in Finanzfragen die richtigen Entscheidungen zu treffen. Damit unsere Informationen kostenlos abrufbar sind, werden manchmal Klicks auf Verlinkungen vergütet. Diese sogenannten Affiliate Links kennzeichnen wir mit einem Sternchen. Geld bekommt die finanzen.net GmbH, aber nie der Autor individuell, wenn Leser auf einen solchen Link klicken oder beim Anbieter einen Vertrag abschließen. Ob die finanzen.net GmbH eine Vergütung erhält und in welcher Höhe, hat keinerlei Einfluss auf die Produktempfehlungen. Für die Ratgeber-Redaktion ist ausschließlich wichtig, ob ein Angebot gut für Anleger und Sparer ist.

🌳Das bedeutet das Bäumchen: Anlageprodukte, die im Sinne des Emittenten als nachhaltig klassifiziert werden, zeichnen wir mit einem Bäumchen-Symbol aus.

Bildquelle: lassedesignen / Shutterstock.com

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