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Brutto-Netto-Rechner: So viel bleibt 2026 von deinem Gehalt

Der Brutto-Netto-Rechner zeigt dir, wie viel von deinem Gehalt nach Steuern und Sozialabgaben übrig bleibt. Du gibst dein Bruttogehalt, deine Steuerklasse und ein paar persönliche Angaben ein und bekommst dein monatliches Netto sowie eine Aufschlüsselung aller Abzüge. Je nach Gehaltshöhe bleiben 60 bis 70 Prozent des Bruttos übrig. Bei 3.500 Euro brutto in Steuerklasse I sind es rund 2.340 Euro, bei 7.000 Euro rund 4.190 Euro. Alle Werte auf dieser Seite gelten für 2026.

Angaben zum Gehalt
EUR
Angaben zur Besteuerung
EUR
Angaben zur Sozialversicherung
%

So nutzt du den Brutto-Netto-Rechner

Der Rechner braucht ein paar Angaben zu deiner persönlichen Situation. Je genauer du sie eingibst, desto präziser ist das Ergebnis. Die meisten Informationen findest du auf deiner letzten Gehaltsabrechnung.

Bruttogehalt: Dein Gehalt vor allen Abzügen, wie es in deinem Arbeitsvertrag steht. Achte darauf, ob du das Monats- oder Jahresbrutto eingibst.

Steuerklasse: Bestimmt, wie viel Lohnsteuer monatlich einbehalten wird. Falls du unsicher bist: Ledige ohne Kinder haben fast immer Steuerklasse I.

Bundesland: Beeinflusst die Kirchensteuer, 8 Prozent in Bayern und Baden-Württemberg, 9 Prozent in allen anderen Ländern, und in Sachsen die Aufteilung der Pflegeversicherung.

Kirchensteuer ja oder nein: Bist du Mitglied einer steuererhebenden Religionsgemeinschaft, zahlst du 8 oder 9 Prozent deiner Lohnsteuer als Kirchensteuer.

Kinder: Ab dem zweiten Kind unter 25 sinkt dein Pflegeversicherungsbeitrag um je 0,25 Prozentpunkte, maximal bis zum fünften Kind. Kinderlose ab 23 zahlen einen Zuschlag von 0,6 Prozentpunkten.

Krankenversicherung: Gesetzlich oder privat versichert? Bei der gesetzlichen Kasse gibst du den Zusatzbeitrag deiner Kasse an. Er steht auf deiner Gehaltsabrechnung oder auf der Website der Kasse. Der durchschnittliche Zusatzbeitrag liegt 2026 bei 2,9 Prozent, die einzelnen Kassen weichen davon nach oben und unten ab.

Freibeträge: Falls du Freibeträge als Lohnsteuerabzugsmerkmal eingetragen hast, etwa wegen hoher Fahrtkosten, trag sie hier ein. Sie senken dein zu versteuerndes Einkommen und erhöhen dein Netto sofort, statt erst mit der Steuererklärung.

💡 Gut zu wissen

Tipp: Nutze den Rechner vor Gehaltsverhandlungen. Trag dein aktuelles und dein Wunschgehalt ein und vergleiche die Netto-Differenz. Bei 3.500 Euro brutto bringt eine Erhöhung um 300 Euro netto rund 165 Euro, weil Steuerprogression und Sozialabgaben mitwachsen.

Die sechs Steuerklassen im Überblick

Die Steuerklasse ist der wichtigste Faktor für dein monatliches Netto. Sie bestimmt, wie viel Lohnsteuer dein Arbeitgeber einbehält. Wichtig dabei: Die Steuerklasse regelt nur die monatliche Vorauszahlung. Die endgültige Steuerlast wird erst mit der Steuererklärung berechnet.

KlasseFür wenAbzüge
ILedige, Geschiedene, VerwitweteStandard, nur Grundfreibetrag
IIAlleinerziehende mit Kind im HaushaltEtwas geringer, zusätzlicher Entlastungsbetrag
IIIVerheiratete, wenn der Partner wenig oder nichts verdientAm geringsten, beide Grundfreibeträge
IVEhepaare mit ähnlichem EinkommenWie Klasse I, jeder wird einzeln besteuert
VGeringverdienender Partner in Kombination mit IIIHoch, kein eigener Grundfreibetrag
VIZweit- und NebenjobsAm höchsten, kein Grundfreibetrag

Die Kombination III und V lohnt sich, wenn ein Partner mindestens 60 Prozent des Haushaltseinkommens verdient. Ehepaare können die Steuerklasse einmal jährlich wechseln, was sich besonders bei Veränderungen wie Elternzeit oder Jobwechsel anbietet.

Was wird von deinem Brutto abgezogen?

Vom Bruttogehalt gehen zwei Arten von Abzügen ab: Steuern und Sozialversicherungsbeiträge. Zusammen machen sie bei den meisten Arbeitnehmern 33 bis 40 Prozent des Bruttos aus.

Steuern

Lohnsteuer: Der größte Steuerposten. Deutschland nutzt ein progressives System, der Steuersatz steigt also mit dem Einkommen. Auf die ersten 12.348 Euro zu versteuerndes Einkommen zahlst du nichts, das ist der Grundfreibetrag 2026. Danach steigt der Satz von 14 Prozent bis zum Spitzensteuersatz von 42 Prozent, der ab 69.879 Euro zu versteuerndem Einkommen greift. Ab 277.826 Euro sind es 45 Prozent.

Diese Sätze gelten jeweils nur für den betreffenden Einkommensabschnitt, nicht für das gesamte Gehalt. Dein durchschnittlicher Steuersatz liegt deshalb immer deutlich unter dem Grenzsteuersatz.

Solidaritätszuschlag: 5,5 Prozent der Lohnsteuer, aber erst oberhalb einer Freigrenze. Sie liegt 2026 bei 20.350 Euro Jahreslohnsteuer, bei Zusammenveranlagung bei 40.700 Euro. In Steuerklasse I wird der Soli damit erst bei einem Bruttojahresgehalt in der Größenordnung von 94.000 Euro fällig. Rund 90 Prozent aller Steuerzahler zahlen ihn nicht mehr.

Direkt oberhalb der Freigrenze greift eine Milderungszone: Der Soli beträgt dort höchstens 11,9 Prozent des Betrags, um den die Steuer die Freigrenze übersteigt. Erst ab etwa 30.000 Euro Jahressteuer sind es die vollen 5,5 Prozent.

Kirchensteuer: 8 Prozent der Lohnsteuer in Bayern und Baden-Württemberg, 9 Prozent in den übrigen Ländern. Entfällt bei Konfessionslosen.

Sozialversicherungsbeiträge

Du und dein Arbeitgeber teilt ihr euch die Beiträge grundsätzlich hälftig. In der folgenden Tabelle steht nur dein Anteil, also das, was von deinem Brutto abgeht.

VersicherungBeitragssatz gesamtDein Anteil 2026Beitragsbemessungsgrenze
Rentenversicherung18,6 %9,3 %101.400 € im Jahr
Arbeitslosenversicherung2,6 %1,3 %101.400 € im Jahr
Krankenversicherung (GKV)14,6 % plus Zusatzbeitrag7,3 % plus halber Zusatzbeitrag69.750 € im Jahr
Pflegeversicherung3,6 %, kinderlos 4,2 %1,8 %, kinderlos 2,4 %69.750 € im Jahr

Hinweise: Einkommen oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze ist beitragsfrei. Die Grenzen gelten seit 2025 bundeseinheitlich, die frühere Trennung zwischen West und Ost ist entfallen. Ab dem zweiten bis fünften Kind unter 25 sinkt der Pflegebeitrag um je 0,25 Prozentpunkte. In Sachsen tragen Arbeitnehmer bei der Pflegeversicherung 2,3 Prozent statt 1,8 Prozent, weil dort ein Feiertag weniger als Ausgleich dient. Der Kinderlosenzuschlag wird allein vom Arbeitnehmer getragen.

Wann du dich privat versichern darfst: Erst oberhalb der Versicherungspflichtgrenze, die 2026 bei 77.400 Euro im Jahr liegt. Sie ist nicht identisch mit der Beitragsbemessungsgrenze von 69.750 Euro, die nur bestimmt, bis zu welchem Einkommen Beiträge berechnet werden.

Drei Beispielrechnungen für 2026

Die folgenden Beispiele zeigen, wie unterschiedlich das Netto bei gleichem Brutto ausfallen kann. Alle Werte gelten für 2026, gesetzliche Krankenversicherung mit 2,9 Prozent Zusatzbeitrag, Bundesland Nordrhein-Westfalen.

Laura: ledig, keine Kinder, keine KircheDaniel: ledig, keine Kinder, katholischMaren: verheiratet (Klasse III), 2 Kinder
Bruttogehalt3.500 €3.500 €3.500 €
Lohnsteuer402 €402 €114 €
Solidaritätszuschlag0 €0 €0 €
Kirchensteuer0 €36 €0 €
Sozialversicherung761 €761 €732 €
Nettogehaltrund 2.336 €rund 2.300 €rund 2.654 €

Hinweis: Gerundete Näherungswerte nach dem Lohnsteuertarif 2026 mit Vorsorgepauschale. Das exakte Netto hängt von weiteren Faktoren ab, etwa eingetragenen Freibeträgen. Berechne dein persönliches Ergebnis mit dem Rechner oben.

Der Vergleich zeigt zwei Dinge. Zwischen Laura und Maren liegen rund 318 Euro im Monat, obwohl beide dasselbe verdienen. Hauptgrund ist die Steuerklasse III, die Maren als Verheiratete mit geringer verdienendem Partner nutzt. Und die Kirchensteuer kostet Daniel 36 Euro im Monat, also rund 430 Euro im Jahr.

Dass Maren weniger Sozialversicherung zahlt, liegt an den Kindern: Ab dem zweiten Kind sinkt der Pflegebeitrag, und der Kinderlosenzuschlag entfällt ohnehin.

Wann du den Rechner nutzen solltest

Vor einer Gehaltsverhandlung: Rechne aus, wie viel netto von einer Brutto-Erhöhung übrig bleibt. Bei 3.500 Euro brutto bringt eine Erhöhung um 500 Euro rund 273 Euro netto, weil der Grenzsteuersatz greift.

Beim Jobwechsel: Vergleiche dein aktuelles Netto mit dem Angebot. Berücksichtige dabei auch Unterschiede bei geldwerten Vorteilen wie Dienstwagen oder Jobticket und bei der betrieblichen Altersvorsorge.

Bei Heirat oder Trennung: Ein Steuerklassenwechsel kann dein Netto erheblich verändern. Rechne die Kombinationen III mit V und IV mit IV durch, um zu sehen, welche Variante für euch besser ist.

Bei Kircheneintritt oder -austritt: Der Rechner zeigt dir auf den Euro genau, wie viel Kirchensteuer du monatlich zahlst oder sparst.

Beim Wechsel der Krankenkasse: Die Zusatzbeiträge liegen 2026 weit auseinander. Ein Unterschied von einem Prozentpunkt kostet dich bei 3.500 Euro brutto rund 210 Euro im Jahr, denn du trägst die Hälfte davon.

⚠️ Wichtig

Das angezeigte Netto ist eine Annäherung. Dein tatsächliches Gehalt kann leicht abweichen, etwa weil der Rechner pauschale Werte für bestimmte Freibeträge annimmt oder weil Sonderzahlungen wie Weihnachtsgeld nicht berücksichtigt sind. Für Alltagsplanungen reicht die Genauigkeit aus.

Sonderfälle, die dein Netto beeinflussen

Betriebliche Altersvorsorge: Wandelst du einen Teil deines Bruttos in Rentenbeiträge um, sinkt dein zu versteuerndes Einkommen. Bei 3.500 Euro brutto kosten dich 200 Euro Entgeltumwandlung netto rund 110 Euro, weil auf diesen Betrag keine Lohnsteuer und keine Sozialabgaben anfallen. Im Alter wird die Betriebsrente allerdings voll versteuert, und es fallen Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge an. Die Entgeltumwandlung lohnt sich vor allem dann, wenn dein Arbeitgeber deutlich mehr als die gesetzlich vorgeschriebenen 15 Prozent zuschießt.

Einmalzahlungen wie Weihnachtsgeld oder Boni: Sie werden als sonstiger Bezug versteuert, also so, als hättest du das Geld über das Jahr verteilt zusätzlich verdient. Im Auszahlungsmonat fallen die Abzüge deshalb oft bei 40 bis 50 Prozent. Mit der Steuererklärung gleicht sich das weitgehend aus.

Geldwerter Vorteil beim Dienstwagen: Einen privat genutzten Dienstwagen versteuerst du pauschal mit 1 Prozent des Bruttolistenpreises pro Monat, dazu kommen 0,03 Prozent je Entfernungskilometer zur Arbeit. Bei einem Fahrzeug für 40.000 Euro und 20 Kilometern Arbeitsweg erhöht sich dein zu versteuerndes Brutto um 640 Euro monatlich. Für reine Elektroautos gelten günstigere Sätze.

Midijob: Zwischen der Minijob-Grenze von 603 Euro und 2.000 Euro monatlich liegt der Übergangsbereich. Dort zahlst du reduzierte Sozialversicherungsbeiträge, sammelst aber volle Rentenansprüche. Dein Netto liegt deshalb anteilig höher als bei einem regulären Beschäftigungsverhältnis knapp über 2.000 Euro.

Neu seit 2026, die Pendlerpauschale: Sie beträgt 38 Cent je Entfernungskilometer, und zwar ab dem ersten Kilometer statt wie bisher erst ab dem 21. Bei 20 Kilometern Arbeitsweg und 220 Arbeitstagen sind das 1.672 Euro im Jahr. Das liegt über dem Arbeitnehmerpauschbetrag von 1.230 Euro, den der Rechner ohnehin berücksichtigt. Wer darüber kommt, kann den Mehrbetrag als Freibetrag eintragen lassen und bekommt ihn monatlich statt erst mit der Steuererklärung.

Häufige Fragen zum Brutto-Netto-Rechner

Wie viel Netto bleibt von meinem Brutto?

Je nach Gehaltshöhe 60 bis 70 Prozent. Bei 2.000 Euro brutto in Steuerklasse I bleiben rund 1.480 Euro, bei 3.000 Euro rund 2.060 Euro, bei 5.000 Euro rund 3.135 Euro. Die genaue Höhe hängt von Steuerklasse, Kirchensteuer, Krankenkasse und Kinderzahl ab.

Wie viel Brutto brauche ich für ein bestimmtes Netto?

Als grobe Faustregel für Steuerklasse I: Teile dein Wunsch-Netto durch 0,67 bei Gehältern um 3.000 Euro und durch 0,63 bei Gehältern um 5.000 Euro. Für 2.000 Euro netto brauchst du also rund 2.950 Euro brutto. Nutze den Rechner und probiere verschiedene Werte, bis das gewünschte Netto erscheint.

Welche Steuerklasse bringt das meiste Netto?

Steuerklasse III bringt monatlich das meiste Netto, ist aber nur für Verheiratete möglich, deren Partner in Klasse V wechselt. Für Ledige gibt es keine Wahlmöglichkeit. Die Steuerklasse verändert nur die monatliche Vorauszahlung. Die Jahressteuerlast bleibt gleich und wird über die Steuererklärung ausgeglichen.

Warum haben zwei Personen mit gleichem Brutto unterschiedlich viel Netto?

Weil die Abzüge von persönlichen Faktoren abhängen: Steuerklasse, Kirchenmitgliedschaft, Bundesland, Kinderzahl und Krankenkasse. Bei 3.500 Euro brutto kann der Unterschied zwischen einer ledigen, kinderlosen Person in Steuerklasse I und einer verheirateten Person in Steuerklasse III über 300 Euro im Monat betragen.

Muss ich den Solidaritätszuschlag zahlen?

Wahrscheinlich nicht. Die Freigrenze liegt 2026 bei 20.350 Euro Jahreslohnsteuer, bei Zusammenveranlagung bei 40.700 Euro. In Steuerklasse I bedeutet das ein Bruttojahresgehalt in der Größenordnung von 94.000 Euro. Darunter zeigt der Rechner null Euro Soli an. Entscheidend ist übrigens nicht dein Brutto, sondern deine Jahressteuer.

Wie hoch ist der Zusatzbeitrag meiner Krankenkasse?

Er ist je Kasse unterschiedlich. Der durchschnittliche Zusatzbeitrag liegt 2026 bei 2,9 Prozent. Du trägst die Hälfte davon, also im Schnitt 1,45 Prozent deines Bruttos. Den genauen Satz deiner Kasse findest du auf der Gehaltsabrechnung.

Ab wann kann ich mich privat krankenversichern?

Als Arbeitnehmer erst, wenn dein Jahresbrutto über der Versicherungspflichtgrenze liegt. Sie beträgt 2026 77.400 Euro. Selbstständige und Beamte können unabhängig davon wechseln.

Lohnt sich ein Kirchenaustritt finanziell?

Bei 3.500 Euro brutto in Steuerklasse I zahlst du rund 36 Euro Kirchensteuer im Monat, also etwa 430 Euro im Jahr. Bei höheren Gehältern steigt der Betrag, weil er sich nach der Lohnsteuer richtet. Der Rechner zeigt dir den genauen Betrag, wenn du die Kirchensteuer ab- oder zuschaltest.

Was ist der Unterschied zwischen Brutto und Netto?

Brutto ist dein Gehalt vor allen Abzügen, also die Summe aus deinem Arbeitsvertrag. Netto ist der Betrag, der nach Abzug von Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag, Kirchensteuer und den Beiträgen zur Renten-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung auf dein Konto überwiesen wird.

Was ist die Beitragsbemessungsgrenze?

Die Grenze, bis zu der Sozialversicherungsbeiträge berechnet werden. Einkommen darüber bleibt beitragsfrei. 2026 liegt sie in der Renten- und Arbeitslosenversicherung bei 101.400 Euro im Jahr, in der Kranken- und Pflegeversicherung bei 69.750 Euro. Deshalb steigt die Nettoquote bei sehr hohen Gehältern wieder an.

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