Sichere Beiträge und hohe Renditechancen

Fondsgebundene Rentenversicherungen im Test: So funktionieren Fondsrente und Indexpolice, das sind die besten

Mit einer Fondsrente können Sie fürs Alter vorsorgen. Eine fondsgebundene Rentenversicherung ermöglicht die Kombination aus Fondssparplan und lebenslanger Rentenzahlung. Worauf Sie dabei achten sollten und wann sich welche Börsenrente für Sie lohnt, erfahren Sie in diesem Ratgeber.

Fonds­ge­bun­dene Ren­ten­ver­siche­rung - darum geht es

Eine fonds­gebun­dene Ren­ten­ver­siche­rung (kurz: Fondsrente) ist in der ak­tuellen Niedrig­zins­phase eine ren­dite­starke Alter­native zu klassischen Modellen der pri­vaten Altersvorsorge.

Mit einer fonds­ge­bun­denen Renten­ver­si­che­rung profi­tieren Sie von der Ent­wick­lung an den Aktien­märk­ten und können Steuer­vor­tei­le nut­zen.

Hinweis: Hohe Ab­schluss­kosten ma­chen viele fonds­gebun­denen Poli­cen un­attrak­tiv. Wir empfehlen pro­vi­sions­freie Renten­ver­siche­rungen, auch Netto­po­licen ge­nannt - mehr dazu im Fondsrenten-Versicherungstest.

Fonds­ge­bun­de­ne Ren­ten­ver­siche­rung - Tipps & Tricks

Unsere Empfehlung: Chancen­orien­tierte Sparer sollten neben der Fonds­rente auch auf Index­policen schauen.

Produkt­empfehlung: Allianz punktet mit einer Auswahl an aktiv gemanagten Fonds-Portfolios. Alte Leip­ziger und LV 1871 bieten zu­dem Netto­policen an.

Bei den Indexpolicen überzeugt die Barmenia mit gleich zwei Indizes, an denen Sie sich mit Ihrer Ver­sicherung betei­ligen können. Ergo wählen Sie, wenn Sie mit einem Index auf verschie­dene Anlage­klassen set­zen wollen.

Beste fonds­­ge­bun­­dene Renten­­ver­sicherungen und Index­policen im Test

Versicherungs­anbieterTarif/eVorteil
LV1871StartKlar/
MeinPlan/
IndexPlus
Nettopolicen sind abschließbar. Große Auswahl an marktbreiten ETF.
Alte LeipzigerFR50Der Versicherer bietet Nettopolicen an.
AllianzInvestflex (mit und ohne Aktivdepots)Verschiedene gemanagte Strategien bei der fondsgebundenen Versicherung im Angebot.
ErgoRente IndexEingezahlte Beiträge sind bei der Indexpolice garantiert, der zugrundeliegende Index enthält verschiedene Anlageklassen.
BarmeniaPrivatRente IndexSie können gleichzeitig an zwei Indizes, die an den DAX und den EURO STOXX 50 angelehnt sind, partizipieren.

Produkt­empfehlung: In unserem Ver­gleich der besten fonds­gebun­denen Ren­ten­ver­si­che­rungen über­­zeugt die LV 1871 mit einem brei­ten Fondsangebot. Bei LV 1871 und Alte Leipziger können Sie auch eine Nettopolice abschließen. Wenn Sie eine fonds­ge­bun­dene Renten­­ver­siche­rung bevorzugen, bei der Ihr Fondsportfolio für Sie gemanagt wird, lohnt sich ein Blick auf das Angebot der Allianz.

Im Vergleich der besten Indexpolicen überzeugt wiederum das Angebot der LV 1871, hier wird Ihr Geld in einen an den EURO STOXX 50 angelehnten Index investiert. Von der Wert­ent­wick­lung ver­schiedener Anlage­klassen profitieren Sie mit dem Tarif Rente Index von Ergo. Mit einer indexbezogenen Rentenversicherung der Barmenia können Sie sogar gleich­zeitig an der Wert­ent­wick­lung zweier Indizes parti­zi­pieren. Diese sind dem DAX und EURO STOXX 50 nachempfunden. Barmenia und LV 1871 begrenzen die Gewinne mithilfe eines Caps.

Fonds­po­licen ver­knüpfen Renditechancen und Sicher­heit

Möglich­keiten zur privaten Altersvor­sorge gibt es viele – doch nicht jede Vorsorge-Option eignet sich für jeden Anleger und Sparer. Darüber hi­naus wer­fen viele altbewährte Vor­sor­ge­­mo­delle oder private Ren­ten­versi­cherungen aufgrund der an­halten­den Niedrig­­zins­­phase nur noch sehr wenig ab. Wenn Sie für das Alter ein finanzielles Pols­ter ansparen wollen, dann ist ein Börseninvestment alternativlos. Das haben auch Ver­sicherungs­an­bie­ter ver­standen, die ihren Kunden in­zwi­schen ver­schie­de­ne „Börsen-Po­li­cen“ anbieten.

Eines dieser Angebote zur Al­ters­­vor­sor­ge ist die fonds­gebun­dene Renten­­versi­cherung. Die Fondsrente, wie die fonds­gebundene Renten­versicherung kurz genannt wird, vereint die Vor­teile der Börse und die Sicher­heit von Ver­sicherungspolicen. Sie verknüpft einen Fonds­sparplan mit einer regelmäßigen Renten­zah­lung im Alter. Dank des Etiketts „Ver­si­cherung“ können Sie als Inhaber einer fonds­gebun­denen Renten­­versicherung zudem Steuern sparen.

Wichtig: Bei der fondsgebundenen Ren­ten­versicherung sind auch Ver­­luste möglich, eine Renten­garantie gibt es nicht. Doch die Ren­dite­chancen sind vergleichsweise groß. Ent­schei­dend für den Rendite­erfolg ist allerdings die Aus­­wahl der rich­tigen Fondsrente.

Wie funk­tioniert eine fonds­gebundene Ren­ten­ver­siche­rung?

Die fondsgebundene Rentenversicherung kombiniert Fondssparplan und lebenslange Rentenzahlung. Das funktioniert so: Sie zahlen regelmäßige Beiträge oder eine Einmal­zahlung in Ihre Ver­sicherung ein. Von Ihrem Kapital werden zunächst Kosten und Ver­si­che­rungs­­prämie abgezogen. Mit dem Rest, dem sogenannten Spar­anteil, kauft Ihr Ver­si­cherungs­an­bieter dann für Sie monatlich Anteile an Aktien-, Renten- oder Immo­bi­lien­­fonds – so pro­fi­tieren Sie langfristig von der Ent­wicklung an der Börse.

Nach Ende der Sparphase erhalten Sie ab einem fest­gelegten Zeit­punkt eine lebenslange Rente, die im Regelfall monatlich ausgezahlt wird. Bei Bedarf können Sie sich aber auch für eine einmalige Aus­zahlung Ihrer Ersparnisse entscheiden. Ganz ähnlich funktioniert übrigens auch die fondsgebundene Lebensversicherung.

Wichtig: Die Höhe Ihrer monatlichen Rente steht zu Vertragsabschluss nicht fest, sie hängt von der Wertentwicklung Ihrer Kapitalanlage ab.

Garantierente sorgt für Planungssicherheit

Viele Versicherungsanbieter prognostizieren im Vorfeld, wie hoch die monatliche Rente nach Ablauf der Sparphase sein wird. Das kann ein guter Anhaltspunkt sein. Vergessen Sie aber nicht, dass Sie wirklich erst zu Beginn der Rentenzahlung wissen, wie viel Rente ihr Vertrag sicher bringt.

Die einzige Ausnahme: Manche Versicherungsanbieter garantieren eine Mindestrente, auch als Garantierente bezeichnet. Das sorgt für Planungssicherheit, ist jedoch nicht immer empfehlens­wert. Denn damit Ihr Versicherungs­anbieter die Mindest­rente gewährleisten kann, muss er zum Teil auf sicherere, aber auch renditeärmere Anlage­klassen zurück­greifen.

Tipp: Streben Sie am besten einen langen Versicherungszeitraum von beispielsweise 20 Jahren und mehr an, wenn Sie sich für eine fondsgebundene Renten­versicherung ent­scheiden. Vor allem ein langer Investitions­zeitraum hilft, mögliche Ver­luste auszugleichen. Und: Erst nach einem langen Anlagezeitraum holen Sie die Kos­ten für den Abschluss der Ver­sicherung wieder raus.

Mit der fonds­­gebundenen Renten­ver­sicherung Steuern sparen

Die Spar­anteile im Rahmen Ihrer fondsgebundenen Renten­versicherung sind steuer­lich begünstigt. Das heißt, Ihre Ein­zah­lungen in die fondsgebundene Renten­versicherung sind bis zum Renten­beginn steuerfrei. Erst wenn Sie in Rente gehen, müssen Sie die Er­träge versteuern.

Aber Vorsicht: Wenn Sie Ihre Ver­si­cherung vor Renten­­ein­tritt und damit früh­­zeitig auf­lösen und Ihre Fonds­­an­teile verkaufen, müssen Sie Abgel­tungs­steuer zahlen. Bei der ein­maligen Renten­­aus­zah­­lung gel­ten zudem Son­der­­rege­­lungen.

Tipp: Prüfen Sie, ob Sie Ihre fondsgebundene Renten­versicherung mit der Rürup-Rente oder Riester-Rente kom­binieren können. Bei der Riester-Rente können Sie dann zum Bei­spiel staat­liches Extra-Geld und steuer­liche Begüns­tigungen ver­bin­den. Auch eine fonds­gebun­dene betriebliche Altersvorsorge ist mög­lich.

Kosten bei der Fonds­rente

Die Kosten der fondsgebundenen Renten­ver­sicherungen auf dem Markt ent­scheiden sich stark. Sind die Kos­ten Ihrer Rentenpolice zu hoch, schmä­lern diese Ihre lebens­lange Rente deutl­ich. In der Regel müssen Sie zwei Kosten­gruppen bei Ihrer Fondspolice be­achten: die Versicherungs­kosten und die Fondskosten.

Wie viel kostet die Rentenversicherung?

Ein wich­tiger Kosten­punkt auf Versicherungs­seite sind die Abschlusskosten für Ihre Police. Darüber hinaus fallen regelmäßig Verwaltungs­gebühren an. Was nach Abzug dieser Kosten von Ihrem Versicherungs­beitrag übrig bleibt, ist der Spar­anteil. Nur dieser Betrag wird für Sie an der Börse investiert.

Tipp: Abschluss­kosten wie hohe Provisionen wirken sich lang­fristig auf die Erträge Ihrer Fondspolice aus. Wenn Sie bei der fondsgebundenen Rentenversicherung darauf verzichten möchten, können Sie eine Netto-Police wählen.

Unter­schied zwischen Netto- und Brutto­policen - schon ge­wusst?

Viele Renten­ver­siche­rungen sind teuer und lohnen sich deshalb nicht für Sie als Sparer. Auch die Ver­sicherer haben das ver­standen und bieten mittler­weile so­ge­nannte Netto­policen, auch Netto-Renten­ver­siche­rungen genannt, über Honorar­berater an. Dann zahlen Sie als Ver­sicherungs­nehmer keine klassische Provision, die ihre lau­fenden Kosten der Versicherung in die Höhe treibt, sondern zahlen ledig­lich ein ein­maliges Hono­rar an einen Berater.

Was ist der Unterschied zwischen Netto- und Bruttopolicen? Brutto­policen beinhalten neben den lau­fen­den Kosten einer Ver­sicherung auch eine Abschluss- und Bestands­provi­sion für Ver­sicherungs­makler. Je nach Ver­sicherungs­makler kann die übliche Provision bis zu fünf Prozent der Einzahlungen betragen. Bei Netto­policen fällt hingegen nur am Anfang eine berater­abhängige Honorarzahlung an, die sich unter anderem auch nach der Inten­sität der Beratung richtet.

Was kos­ten Fonds bei der fondsgebundenen Renten­versicherung?

Neben den Versicherungskosten bei der fondsgebundenen Rentenversicherung müssen Sie natürlich auch die Kosten für die Investmentfonds tragen. Hier können unter anderem Ausgabeaufschläge und Managementgebühren anfallen.

Um die Kos­ten niedrig zu halten, raten wir Ihnen, bei Ihrer Ver­sicherung auf börsen­ge­han­­delte Index­fonds (ETF) zu setzen, da hier die laufenden Kosten meist deut­lich ge­ringer als bei aktiv gemanagten Fonds sind. In unseren Ratgeber-Artikeln Fonds kaufen und ETF kaufen erfahren Sie mehr zu der Kosten­struktur von Invest­ment­fonds. Im Rat­geber Fondsdiscount verraten wir Ihnen, wie Sie Fonds ohne Ausgabeaufschlag kaufen können.

Extra-Leistungen bei fondsgebundener Renten­versicherung – Vorsicht bei den Kosten

Zusätzlich zu einer Rentenpolice mit Fonds können Sie einen Extra-Versicherungs­schutz abschlie­ßen. Besonders beliebt ist bei vielen Ver­brauchern die Zusatz­leistung im Fall einer Berufs­unfähigkeit. Ist die Kombi­nation aus Renten­versicherung und Berufsun­fähig­keits­versicherung (BU) sinnvoll?

Wir raten Ihnen grund­sätz­lich von einer Kombi­nation aus BU und Ren­ten­ver­sicherung ab, da es sich bei der Berufsun­fähig­keit um ein existen­zielles Risiko handelt. Können Sie sich Ihre fondsgebundene Renten­versicherung (aus welchen Grün­den auch immer) nicht mehr leis­ten und müssen diese kün­digen, ver­lieren Sie gleichzeitig Ihren wichtigen Ver­si­che­rungs­­schutz bei Berufs­unfähig­­keit. Gegen die Kombi aus BU und Renten­fonds spre­chen darüber hinaus auch die höheren Kos­­ten im Vergleich zu einem Ver­siche­rungs­­tarif ohne BU.

Ähn­lich verhält es sich bei der Zusatz­leistung des Hinterbliebenenschutzes. Wenn Sie als Versicherungs­nehmer ster­ben, dann steht Ihren Ange­hörigen ein Teil der Bei­träge zu. Ein solcher Hinterbliebenenschutz kann sinn­voll sein, treibt die Kos­ten für die Fondspolice aber auch in die Höhe.

Auch wichtig: Wenn Sie eine Ver­sicherung mit garantierter Renten­leistung abschließen wollen, kostet das in der Regel auch mehr als ohne Garan­tien. Der Grund: Häufig wird in diesem Fall ein Teil der Beiträge in risikoarme An­lagen investiert, um die Rentengarantie zu gewähr­leisten – das senkt nicht nur Ihre mögliche Ren­dite, sondern kos­tet auch extra.

Unzufrieden mit der Rentenversicherung? Ihre Fondspolice sollten Sie nicht einfach Kündigen oder Wechseln

Haben Sie vielleicht bereits eine fondsgebundene Rentenversicherung, diese ist Ihnen aber mittlerweile zu teuer? Oder sind Sie grundsätzlich unzufrieden und überlegen, die Rentenversicherung zu kündigen oder zu wechseln? Kündigen Sie nicht Hals über Kopf, das kann teuer werden. Lassen Sie sich am besten beraten, wenn Sie Zweifel mit Ihrer Fondspolice haben.

Die Ver­brau­cher­zentra­len in Deutsch­land bieten zum Beispiel themen­spezifische Be­ra­tung per Telefon, per E-Mail und vor Ort an. Die Kosten unterscheiden sich je nach Bun­des­land. Für eine zweistündige persönliche Beratung zur privaten Vorsorge und Geld­an­lage zahlen Sie in Baden-Württemberg zum Beispiel 160 Euro. Eine einstündige Beratung zu diesem Thema kostet bei der Ver­brau­cher­zentrale Berlin 60 Euro. Für eine Beurteilung von Angeboten oder Verträgen aus dem Bereich Alters­vorsorge und Geld­anlage zahlen Sie in Bayern für bis zu 30 Minuten 30 Euro, jede weitere Viertelstunde kostet 15 Euro.

Darüber hinaus hat die Verbraucherzentrale weitere Tipps für Sie kostenlos zu­sam­men­ge­fasst, wenn Sie darüber nachdenken, Ihre fondsgebundene Rentenversicherung zu kündigen: Alternativen zur Kündigung der fondsgebundenen Rentenversicherung.

Wann lohnt sich eine Fonds-Rentenver­sicherung?

Die fonds­gebundene Renten­versicherung kommt für alle Sparer in­frage, die die Geld­anlage am Aktien­markt für Ihre persön­liche Rente nutzen wollen. Insbesondere, wenn Sie steuersparend fürs Alter vor­sorgen möchten und auf die Sicher­heit einer Ver­sicherung nicht ver­zichten wollen, finden Sie in der fondsgebundenen Renten­versicherung eine geeignete Vor­sorge­möglichkeit. Sie sollten die Risiken der Aktien­märkte aber kennen. Haben Sie bisher keine oder nur wenig Erfahrung mit der Bör­se gesammelt, muss dies aber kein Hinder­nis sein. Schließ­lich bieten viele Ver­sicherungen prefessionell ge­manag­te Fondspolicen an, um die Sie sich als Sparer nicht kümmern müssen.

Hinweis: Wenn Sie bei Ihrer Alters­vor­sorge flexi­bel bleiben wollen, sind Sie mit der Fondsrente gut be­raten. Bei vielen Tari­fen können Sie die Fondsauswahl nämlich ak­tiv mit­gestalten und Renten­bei­träge je nach indivi­dueller Lebens­situation an­passen.

Was sind die Vorteile einer fonds­gebundenen Renten­versicherung?

hohe Ertragschancen durch die Geldanlage an der Börse
flexi­ble Mitgestaltungs­möglichkeiten (bei vielen Tarifen)
steuer­sparende Geld­anlage für die eigene Rente
indi­vi­du­elle Extra-Leistungen sind je nach Bedarf möglich

Auf die Fonds­auswahl kommt es an – so identi­fizieren Sie die besten Fonds

Weil die Performance der Fonds Ihrer Renten­ver­sicherung maß­geb­lich darüber entscheidet, wie hoch Ihre private Zusatz­rente im Alter ausfällt, ent­scheidet auch die rich­tige Fondsauswahl darüber, ob sich für Sie eine fondsgebundene Renten­versicherung lohnt. In der Regel haben die Ver­sicherungen einige Fonds im Ange­bot. Mit Ihrer Renten­versicherung können Sie dann so­wohl marktbreit anlegen als auch themen- oder länder­spezifisch inves­tieren.

Wir empfehlen Ihnen grund­sätzlich immer, an der Börse breit zu diversi­fizieren und somit das eigene Risiko zu streuen. Unsere Fonds- und ETF-Empfeh­lungen finden Sie unter anderem in den Ratgebern Fonds kaufen, ETF kaufen, DAX-ETF und MSCI World-ETF.

Wann lohnt sich die Fonds­rente nicht?

Wer bei seiner Alters­vorsorge nicht auf die Ent­wicklung an den Börsen ver­trauen möchte, sollte sich lieber für klassische Mo­delle der privaten Vor­sorge entscheiden, auch wenn sich die Ver­zinsung derzeit auf einem Rekordtief befindet. Insbesondere wenn Sie viel Wert auf eine garantierte Rente legen, sollten Sie die fonds­gebun­dene Renten­­versi­che­rung mit anderen Möglich­keiten der privaten Vor­sorge vergleichen. Zwar sind bei der fonds­gebun­denen Ren­ten­ver­si­cherung Tarife mit Garantierenten möglich, hier kann aber häufig die Fonds­performance nicht über­zeugen.

Darüber hinaus lohnt sich eine fondsgebundene Ver­sicherung nicht, wenn diese hohe Kosten verursacht oder Sie als Sparer diese frühzeitig kündigen wollen. Anleger, die sich bereits gut mit der Börse aus­kennen, können sich auch in Eigen­regie um ihre Ren­te kümmern und beispielsweise mit einem ETF-Sparplan Vermögen zur Altersvorsorge aufbauen.

Was sind die Nachteile einer fonds­gebundenen Renten­versicherung?

Die Entwicklungen an den Aktienmärkten entscheiden maßgeblich über die Höhe Ihrer Rente.
Viele Verträge sind für Sparer durch zu hohe Kosten unattraktiv.
Fondsgebundene Rentenversicherungen sollten Sie nicht vorzeitig kündigen - das bringt Verluste.
Mit einer fondsgebundenen Police genießen Sie wenig bis keine Garantien.
Zugesicherte Garantien können sich negativ auf Ihre Renditechancen auswirken.

Was tun, wenn sich die Fonds schlecht ent­wickeln?

Weisen die Fonds Ihrer Renten­ver­sicherung länger­fristig eine schlechte Per­formance auf, wirkt sich das natür­lich auch auf Ihre Renten­höhe im Al­ter aus. Da­mit sich die fonds­ge­bun­dene Ren­ten­versicherung lohnt, sollten Sie des­halb hin und wie­der einen Blick auf Ihre Fonds wer­fen und sicher­stellen, dass diese sich so ent­wickeln, wie Sie das ge­plant oder zumindest erhofft hatten. Bleibt die Performance der Fonds hinter Ihren Er­war­tungen zurück, können Sie die Fonds auch von der Ver­sicherung um­schichten lassen – das bieten viele An­bieter sogar kostenlos an.

Wer die Fondsperformance nicht regelmäßig über­prüfen kann, kann eine Renten­ver­si­che­rung mit ak­tivem Fondsmanagement wählen. Ein professioneller Fondsmana­ger beo­bach­­tet dann die Entwicklung der Fonds und schich­tet diese – je nach Markt­situation – um. Natür­lich zahlen Sie für diesen Ser­vice auch zusätz­lich Geld.

Indexpolice: Chancen­reiche Alternative zur Fondsrente

Sie haben grundsätzlich Gefallen an der Kombination aus Börse und Versicherung ge­fun­den? Dann kommt für Sie neben der fondsgebundenen Rentenversicherung auch eine indexbezogene Renten­versicherung infrage. Dabei handelt es sich um ein verhältnis­mä­ßig neues Rentenvorsorge-Produkt am Markt.

Bei einer Indexpolice sind Ihre einge­zahlten Beiträge in der Regel sicher. Denn die Ver­si­che­rungs­­anbieter investieren lediglich die erwirt­schafteten Über­­schüsse an der Börse. An­ders als bei einer fondsgebundenen Renten­versicherung erhalten Sie die Bei­trags­ga­ran­tie also nicht auf Kosten Ihrer Renten­zahlung, sondern Ihr einge­zahl­tes Geld ist un­ab­hängig von der Börseninvestition sicher. Trotz­dem haben Sie die Chance auf starke Ren­di­ten.

Wie funktioniert eine index­gebundene Renten­versicherung?

Die index­gebundene Renten­versicherung funk­tioniert zum Teil so wie jede andere  Ver­si­che­rung: Sie sparen monatlich für Ihre Rente. Ihre angesparten Beiträge legt die Ver­siche­rung in ihrem Sicherungs­vermögen an. Bis hierhin ist das noch nichts Besonderes. Neu ist aber, was mit den Über­schüssen, also unter anderem mit den Erträgen, passiert.

Klassische Ver­sicherungen legen die Über­schüsse in sichere Geld­anlagen an, das bringt in Zeiten niedriger Zinsen natürlich nur sehr wenig. Index­gebun­dene Renten­versicherungen legen die erzielten Erträge deshalb in chancen­reichen An­lagen, genauer in Betei­ligungen an Indizes an. Damit das möglich ist, werden Ihnen als Versicherungs­nehmer nur Ihre Beiträge garantiert, aber nicht wie bei einer früher üblichen Renten­versicherung eine feste Ver­zinsung zuge­sichert.

So werden die Über­schüsse in Indexpolicen im Detail investiert

Wie viel Rendite Ihre Ver­siche­rung für Sie am Ende aus der Anlage der Über­schüsse rausholt, ist ungewiss. Auch ist für Versicherungs­nehmer oft schwer nach­voll­zieh­bar, wie die Versicherer die Beiträge investieren. Das liegt auch daran, dass die Anbieter von Indexpolicen keinen einheitlichen Weg bei der Geldanlage der Über­schüsse gehen.

In der Regel kaufen die Anlageexperten der Versicherungen von den Überschüssen Betei­ligungen an einem Index oder mehreren Indizes. Dazu investieren sie in indexbezogene Finanzderivate mit eingebautem Hebeleffekt (Optionen). So können die Versicherer eine indexbezogene Entwicklung für das gesamte angesparte Kapital „simulieren“, obwohl nur ein kleiner Teil tatsächlich indexbezogen angelegt ist. Entwickelt sich der Index gemäß der Optionen, sind für In­haber der Renten­versiche­rung hohe Renditen möglich.

Hebelungen können selbst­verständlich auch in die „falsche Richtung“ ausschlagen. Um das Risiko zu minimieren bzw. zu begrenzen, werden sogennante Caps eingesetzt, die verhindern, dass die Rendite unter Null sinken kann (Beitragsgarantie). Weil die meisten Versicherungs­anbieter ihren Kunden die einge­zahl­ten Bei­träge garantieren, ist das eingezahlte Versicherungsguthaben auch sicher.

Tipp: Bei vielen Versicherungsanbietern können Sie die Höhe der Versicherungsgarantie selbst bestimmen. Sie können folglich auch mehr als die Versicherungsüber­schüsse für die Indexbeteiligung einsetzen. Machen Sie mit einer Index­option dann Ver­luste, verlieren Sie natür­lich auch Anteile Ihres Vertragsguthabens.

Unsere Empfehlung: Die indexbezogene Renten­versicherung eignet sich ins­besondere für chancenorientierte Sparer, denen es im Zwei­fel reicht, dass sie ihre ein­gezahl­ten Beiträge ohne Renditen zurück­erhalten. Das eingezahl­te Geld ist bei der Ver­sicherung sicher, auf alles andere sollten Sie als Versicherungs­nehmer im Rahmen einer derartigen Versicherung verzichten können. Indexbeteiligungen in Form von Index-Optionen oder Index­zertifikaten bieten An­legern die Möglichkeit auf hohe Ren­diten, ein Total­verlust der Versicherungsüberschüsse ist aber möglich.

Fondsrenten und Indexpolicen im Vergleich

Mit einer fonds­gebundenen oder indexbezogenen Rentenversicherung haben Sie die Sicherheit einer Versicherung im Rücken, profitieren von Steuervorteilen und können trotzdem die Vorzüge der weltweiten Aktienmärkte nutzen. Ob Sie lieber eine fondsgebundene Rentenversicherung für Ihre private Rente abschließen oder sich für eine indexbezogene Police entscheiden, hängt von Ihrem eigenen Risikoverhalten und Ihrer persönlichen Lebensversicherung ab.

Bei der fondsgebundenen Rentenversicherung können Sie häufig mitentscheiden, welche Fonds Sie für Ihren Vermögens­aufbau nutzen wollen. Die index­gebundene Renten­versicherung bietet im Bestfall noch größere Renditechancen, obwohl Ihre eingezahlten Beiträge trotzdem sicher sind. Ent­scheidend sind bei beiden Ver­sicherungen die Kosten. Aber wie finde ich die beste Renten­versicherung? Damit Sie im Angebotedschungel die beste Rentenversicherung finden, haben wir fondsgebundene Renten­versicherung und indexbezogene Policen für Sie getestet.

LV 1871, Allianz & Alte Leipziger: fondsgebundene Rentenversicherungen im Vergleich

In unserem Vergleich von fondsgebundenen Rentenversicherung haben wir ein besonderes Augenmerk auf die Fondsauswahl sowie die Flexibilität für Sparer gelegt. Für Sie haben wir Verträge mit Garantierente untersucht und außerdem Policen in den Blick genommen, die ein bequemes Fondsmanagement anbieten.

Viele Versicherungen fallen durch zu hohe Kosten und eine geringe Fondsauswahl in unserem Test durch, natürlich konnten wir aber nicht alle fondsgebundenen Versicherungen auf dem Markt testen. Wenn wir online nur wenig oder gar keine Informationen zu den Versicherungen finden konnten, haben wir die Tarife übrigens auch nicht näher betrachtet. Schließlich sollten auch Sie sich ohne Versicherungsmakler und Co. unabhängig informieren können. Diese Versicherungstarife sind für Sparer interessant:

Fondsgebundene Versicherung von Alte Leipziger

Die Alte Leipziger gehört zu den zehn größten Lebens­versicherern in Deutschland. Sie bietet Sparern Nettopolicen an, hier können Sie als Ver­sicherungs­nehmer sehr viel mitentscheiden. So haben Sie zum Beispiel die Möglich­keit, selbst zu entscheiden, ob und wann sich Ihre Bei­träge regelmäßig erhöhen sollen oder in welche Fonds inves­tiert werden soll. Darüber hinaus können Sie Ihre Beitragszahlungen ab und zu aussetzen.

Alte Leipziger hat verschiedene Fonds im Angebot. Sie als Versicherungsnehmer können zwischen breit gestreuten Aktienfonds, Rentenfonds, ETFs, nachhaltigen Fonds und Mischfonds wählen. Darüber hinaus können Sie sich auch für ganze vorgefertigte Portfolios entscheiden. Ob Ihre bevorzugten Invest­ment­fonds zu Ihrer Geldanlage passen, können Sie ganz leicht selbst überprüfen. Die Alte Leipziger ordnet die für Sparer verfügbaren Fonds nämlich in fünf Risikoklassen ein, die sich von „Sicherheit“ bis „Chance“ verteilen.

Welche Fonds hat die Alte Leipziger im Angebot? Zum Beispiel können Sie für Ihre Altersvorsorge den beliebten DWS Concept Kaldemorgen (ISIN LU1268496996/WKN DWSK46) wählen. An Indexfonds hat die Alte Leipziger unter anderem ComStage-ETF, Xtrackers-ETF und iShares-ETF im Angebot. Kleines Manko: Nicht für alle Tarife sind ETFs wählbar, die den weltweiten MSCI-World-Index oder den MSCI All Country World Index (ACWI) nachbilden. Derartige marktbreite ETFs eignen sich besonders gut zum langfristigen Vermögensaufbau und sollten unserer Meinung nach im Rahmen jeder Fondspolice kaufbar sein.

Optional können Sie bei der fondsgebundenen Rentenversicherung von Alte Leipziger eine Berufsunfähigkeitsversicherung oder einen Schutz Ihrer Hinterbliebenen dazu buchen. Wie bei allen Versicherungen sollten Sie hier darauf achten, dass Extra-Wünsche nicht per se kostenlos sind.

Sparer, die flexibel mitentscheiden wollen, wählen den Tarif „Moderne flexible Basisrente (AR75)“. Wollen Sie Ihre fondgebundene Rentenversicherung im Rahmen einer Riester-Rente abschließen, sollten Sie einen Blick auf die „fondsgebundene Riester-Rente (FR50)“ werfen. Für Anleger, denen eine Beitragsgarantie wichtig ist, sollten bei Alte Leipziger den Tarif „Fondsgebundene Basisrente mit Beitragsgarantie“ wählen.

Fondsgebundene Rentenversicherung von LV 1871

Der Lebensversicherer LV 1871 ist deutlich kleiner als die Alte Leipziger. Trotzdem wartet der Versicherungskonzern mit spannenden Produkten auf und punktet in unserem Test durch einfache Vertragsbedingungen. Das Ziel der jeweiligen Tarife von LV 1871 ist klar definiert und die fondsgebundene Rentenversicherung setzt stark auf ETFs.

Die Auswahl an börsengehandelten Indexfonds ist für Sie als Kunde sehr groß, diese Fülle des Angebots können wir nur positiv bewerten. Im Fondsportfolio der LV 1871 sind zum Beispiel der ComStage MSCI World TRN UCITS ETF und der iShares Core MSCI World UCITS ETF enthalten. Beide ETFs empfehlen wir in unserem Ratgeber MSCI World-ETF. LV 1871 bietet darüber hinaus eine große Auswahl an Renten-ETF und an passiven Fonds, die spezielle Länder oder Märkte abbilden.

Sicherheitsbewusste Sparer, die auf jeden Fall Ihre eingezahlten Beiträge in der Rente ausgezahlt bekommen wollen, sollten den Tarif „Startklar“ von LV 1871 wählen. Hier werden Ihre monatlichen Sparbeiträge in einem ETF-Portfolio angelegt, bereits ab 25 Euro können Sie anfangen zu sparen. Falls Sie nach ein paar Jahren mehr fürs Alter zurücklegen wollen, können Sie Ihre Beiträge flexibel anpassen. Wird es einmal eng mit dem Geld, sind sogar Beitragspausen möglich. Um die Inflation auszugleichen, enthält der Tarif übrigens eine Beitragsdynamik – in diesem Fall steigt die jährliche Versicherungssumme jährlich um zwei Prozent.

Bei LV 1871 finden Sie wie bei Alte Leipziger eine Fülle an Netto-Tarifen. Die Laufzeit Ihrer Rentenversicherung legen Sie selbst fest. Mit dem Nettotarif „MeinPlan“ der LV 1871 können Sie flexibel in bis zu 20 Fonds gleichzeitig investieren, diese können Sie selbst aus dem Anlageportfolio der Versicherung auswählen. Wer die Fondsauswahl nicht selbst vornehmen möchte, kann eine Expertenpolice wählen oder ebenso wie beim Tarif „Startklar“ das ETF-Portfolio wählen. Auch hinsichtlich der garantierten Rentenauszahlung sind Sie bei LV 1871 flexibel: Sie bestimmen hier selbst, wie viel Prozent Ihrer Beiträge Sie auf jeden Fall im Alter wiederhaben wollen.

fondsgebundene Rentenversicherungen von Allianz

Ebenfalls in unseren Test mit aufgenommen haben wir die fondsgebundene Rentenversicherung von Allianz, da Sie Anlegern ebenso wie die anderen Versicherungen viel Mitentscheidungsspielraum bietet. So können Versicherte der Allianz die Höhe der Beitragsgarantie bei der fondsgebundenen Rentenversicherung selbst bestimmen oder ganz auf eine Beitragsgarantie verzichten.

Darüber hinaus punktet die Allianz mit einem kostenlosen Ablaufmanagement. Neigt sich Ihr Arbeitsleben dem Ende entgegen, können Sie die Allianz bereits drei Jahre vor Rentenbeginn damit beauftragen, Ihr Kapital in risikoärmere Fonds anzulegen, um kurz vor Renteneintritt Ihre Rendite nicht mehr übermäßig zu gefährden.

Das Fondsangebot der Allianz umfasst eine Fülle an gemanagten Strategien, aktiv gemanagten Einzelfonds und enthält außerdem ausgewählte ComStage-ETF. Damit ist das Angebot an ETFs für die fondsgebundene Rente bei Allianz deutlich kleiner als zum Beispiel bei LV 1871. Natürlich setzt die Allianz vermehr auf eigene Fonds.

Wollen Sie im Rahmen Ihrer fondsgebundenen Rentenversicherung nachhaltige Investmentprodukte berücksichtigen, finden Sie bei Allianz gleich mehrere nachhaltige Strategien und Fonds. Wer mithilfe der fondsgebundenen Versicherung besonders bequem fürs Alter vorsorge will, kann bei Allianz die Rente Investflex mit Aktivdepots wählen. Grundsätzlich haben Sie die Wahl zwischen vier Varianten der Aktivdepots, bei denen sich der Aktienanteil je nach gewählter Strategie unterscheidet. Allerdings sind die Rentenversicherungen mit gemanagten Fondsportfolios in der Regel teurer als andere Fondspolicen.

LV 1871, ERGo & Barmenia – Indexgebundene Renten­versicherungen im Test

Wollen Sie für Ihre Rente besonders von der Wert­ent­wicklung verschie­dener Indizes profitieren, kommt eine Indexpolice für Sie infrage. In unserem Vergleich der besten indexbezogenen Renten­ver­sicherungen haben wir uns die verschie­denen Kon­zepte der Ver­sicherer näher angeschaut und die Indizes in den Blick genommen, an denen Sie als Versicherungs­neh­mer partizipieren. Diese An­ge­bo­te können sich für Versicherungs­nehmer lohnen:

Die indexbezogene Rentenversicherung von Ergo

In unserem Test sticht die Indexpolice von Ergo hervor, da ihr ein eigener Index der Ergo Versicherung zugrunde liegt. Der Munich Re World Wide Trend Index (ISIN DE000SLA43L1/WKN SLA43L) berücksichtigt verschiedene Anlageklassen, zum Beispiel Aktien, Rohstoffe und Währungen und wurde im Oktober 2017 aufgelegt. Damit ist der Index noch ziemlich jung, den Ansatz, verschiedene Anlageklassen in einer Rentenversicherung zu berücksichtigen, finden wir aber grundsätzlich interessant.

Anleger, die von einer Indexbeteiligung profitieren wollen, haben mit dem Tarif „Ergo Rente Index“  bei guter Wertentwicklung des Munich RE World Wide Trend Index hohe Chancen auf attraktive Renditen. Läuft es schlecht an der Börse und verliert der Index an Wert, verlieren Versicherungsnehmer nicht Ihre eingezahlten Beiträge, da lediglich die Überschüsse der Versicherung für die Indexbeteiligung verwendet werden. Anders als viele andere indexgebundene Rentenversicherungen, verzichtet Ergo auf eine Gewinngrenze durch einen Cap. Geht  Kleines Manko: Welche Werte im Index im Detail enthalten sind, lässt sich für Interessierte nicht nachvollziehen.

Indexbezogene Rentenversicherung von Barmenia

Mit der PrivatRente Index von Barmenia können Sie mit Ihrer fondsgebundenen Versicherung sogar gleichzeitig an zwei Indizes partizipieren. Damit streuen Sie ihr Risiko auf die zwei eigenen Indizes der Barmenia: den BarmeniaIndex D und den BarmeniaIndex EU. Diese sind ähnlich aufgebaut wie der deutsche Leitindex DAX und der EURO STOXX 50 Index. Diese Kombination aus den 50 größten und umsatzstärksten Unternehmens aus dem Euroraum und den 30 größten deutschen Unternehmen sorgt für Renditechancen bei gleichzeitiger Diversifikation.

Ihre Renditechancen der Indexbeteiligung werden von Barmenia allerdings mithilfe eines Caps begrenzt. Der Cap legt damit die Renditeobergrenze fest. Zwar sind Ihre Beiträge bei der Barmenia ebenso wie bei der Indexpolice der Ergo vor Verlusten geschützt, läuft es aber einmal richtig gut an der Börse, sind Ihre Gewinne begrenzt. Im März 2019 lag der Cap bei beiden Indizes über drei Prozent, hätte ein Index also eine Wertentwicklung von zum Beispiel sechs Prozent hingelegt, wären Ihre Gewinne durch den Cap deutlich niedriger.

Hinsichtlich der Sicherheiten sind Sie mit der Indexpolice der Barmenia ebenso gut aufgestellt wie mit einer Indexversicherung von Ergo. Ihre Beiträge erhalten Sie zum Renteneintritt zu 100 Prozent zurück. Das ist nur nicht der Fall, wenn Sie Ihre Versicherung vorzeitig kündigen oder bereits vor Renteneintritt Kapital entnehmen.

Wenn Sie Ihre Rente antreten, können Sie wählen, ob Sie eine lebenslange Rentenzahlung wollen, Ihr Kapital einmalig ausgezahlt werden soll, sie eine Kombination aus Einmalzahlung und regelmäßiger Rentenzahlung erhalten oder Sie sich in der Rente auch einen Teil der Rente als Reserve bewahren wollen. Dann spricht die Barmenia von einer Teilrente mit Liquiditätsreserve. Das finden wir ebenfalls gut: Sie dürfen jährlich selbst entscheiden, ob Sie bei Ihrem Tarif an den Indizes partizipieren wollen oder lediglich die klassische Überschussbeteiligung wählen.

Indexpolice der LV1871

Die Indexpolice der LV 1871 funktioniert ähnlich wie die indexbezogene Renten­versicherung von Barmenia. Der zugrundeliegende Index orien­tiert sich am EURO STOXX 50. Auch die LV1871 erhebt einen Cap, das heißt bei über­durch­schnittlichen Kurs­ver­läu­fen ver­zichten Sie auf einen Teil Ihrer Ren­dite. Ausge­glichen wird diese Begren­zung durch einen garan­tier­ten Rechnungs­zins von 0,9 Prozent, auch wenn sich der Index rück­läufig ent­wickelt. Ebenso wie bei Barmenia können Sie jährlich immer wieder neu zwischen Indexpartizipation und klassischer Über­schuss­beteiligung wählen. Wollen Sie nichts ändern, müssen Sie auch nicht aktiv werden – dann bleibt Ihr Tarif genau so wie Sie ihn abgeschlossen haben.

Ebenfalls empfehlens­wert: Die LV1871 beinhaltet sowohl bei der Indexpolice als auch bei der fondsgebundenen Lebens­versicherung eine sogenannte „Lock-in“-Funk­tion. Das heißt, immer zum Ende jedes Versicherungs­jahres werden Ihnen die Erträge des Jahres gutgeschrieben. Damit erhöht sich automatisch von Zeit zu Zeit Ihre garan­tiere Ren­ten­leistung.

So haben wir getestet

Für unseren Test der besten fondsgebundenen und indexbezogenen Renten­ver­sicherungen haben wir verschie­dene Fak­toren berück­sich­tigt. Ein beson­deres Augen­merk haben wir auf die Fondsauswahl bei den fondsgestützten Versicherungen gelegt, bei den Indexpolicen haben wir uns die zugrundeliegenden Indizes näher angeschaut. Positiv haben wir außerdem bewertet, wenn Sie als Versicherungs­nehmer bei einem An­bieter eine Nettopolice abschließen konnten.

Darüber hinaus haben wir als Test­kriterium ebenfalls auf­genommen, wie leicht Verbraucher an Infor­mationen über die Versicherung gelangen konnten und wie verständlich die Versicherung ist. Bei den fondsgebundenen und indexbezogenen Versicherungen in unserem Vergleich geht es um Ihre Rente, die vermutlich noch einige Jahre auf sich warten lässt. Deshalb haben wir es ebenfalls posi­tiv bewertet, wenn der Ver­sicherungs­anbieter bereits einige Jahre auf dem Markt ist. Schließ­lich sollte Ihre Ver­siche­rung auch noch in 20, 30 oder 40 Jahren liquide sein.

Die Kosten der Ver­siche­rungen haben wir uns ebenfalls kritisch ange­schaut. Viele Versicherungen veranschau­lichen ihre Kosten­strukturen anhand von Muster­beispielen, diese sollten auch für Sie ein erster Anhaltspunkt sein. Wie viel Sie im Endeffekt für Ihre Versicherung zahlen, hängt bei der fondsgebundenen Rentenversicherung allerdings maßgeblich von der zugrundeliegenden Fondsauswahl ab. Von Vermittler zu Vermittler kann der Preis Ihrer Rentenpolice zudem variieren. Vor diesem Hintergrund konnten wir keine vergleichende Bewertung der Kosten vornehmen. Haben Sie konkrete Angebote vorliegen, sollten Sie deshalb die Kosten der Versicherungen im Detail und vor dem Hintergrund der deklarierten Leistungen eigenständig vergleichen.

Renditestarke Altersvorsorge mit fonds- oder Indexpolice

In diesem Ratgeber haben wir die Vorzüge der fondsgebundenen Rentenversicherung dargestellt und außerdem die Indexpolice als Alternative zur Rentenversicherung erörtert. Bei beiden Versicherungstypen entscheidet ihre Tarifauswahl, ob Sie im Alter ein gutes Finanzpolster haben. Grundsätzlich sollten Sie neben dem Börseninvestment im Mantel der Versicherung die Selbstanlage ohne Versicherung in Erwägung ziehen, wenn Sie ohnehin schon selbst an der Börse aktiv sind.

So oder so – ein Börseninvestment ist in Zeiten niedriger Zinsen alternativlos und bietet auch im Bereich der Altersvorsorge klare Vorteile gegenüber zinsschwachen Alternativen. Sie sollten aber nie vergessen, dass an der Börse Verluste möglich sind.

Fonds­rente ab­schlie­ßen - das sollten Sie tun

1
Ent­schei­den Sie sich, ob Sie mit­hilfe einer fonds­gebun­denen oder index­bezo­genen Ren­ten­ver­sicherung fürs Alter sparen wollen.
2
Vergleichen Sie verschie­dene An­gebote mithilfe unseres Ver­sicherungs­tests.
3
Schließen Sie die fonds­gebun­dene Ren­ten­ver­siche­rung oder Index­police Ihrer Wahl ab.
4
Jetzt profitieren Sie für Ihre Rente von den Chancen an der Börse und haben die Sicher­hei­t einer Ver­sicherung im Rücken.

Beitrag verfasst von:

ANNIKA NIEDERKORN – FINANZEN.NET REDAKTEURIN
Annika Niederkorn - Redakteurin finanzen.net Ratgeber

Annika Niederkorn ist zuständig für die Themen Versicherung, Vorsorge und Finanzen. Zuvor schrieb Sie als freie Mitarbeiterin für verschiedene Zeitungen und hospitierte unter anderem bei der Deutschen Presse-Agentur (DPA). Ihr Studium der Politischen Kommunikation hat sie mit einem Master abgeschlossen.

Hinweis: Unsere Ratgeber-Artikel sind objektiv recherchiert und unabhängig erstellt. Damit Sie unsere Informationen kostenlos lesen können, werden manchmal Klicks auf Verlinkungen vergütet.

Bildquelle: Darren Baker / Shutterstock.com

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