MSCI Europe-ETFs im Vergleich

MSCI Europe-ETF – die besten ETF Fonds auf den MSCI Europe Index

Mit einem ETF auf den MSCI Europe-Index können Sie an den Gewinnen des europäischen Marktes teilhaben. Doch wie wählen Sie zwischen den zahlreichen ETFs den richtigen für sich aus? Und welcher MSCI Europe-ETF ist der beste? Das verraten wir Ihnen in unserem Ratgeber und zusätzlich haben wir die besten MSCI Europe-ETFs für Sie übersichtlich aufgelistet.

MSCI Europe-ETF – die besten ETFs auf den MSCI Europe Index

MSCI Europe-ETF - das Wichtigste in Kürze

Ein MSCI Europe-ETF bildet MSCI Europe Index im Optimal­fall 1:1 ab. Steigt der MSCI Europe, steigt auch Ihr ETF. Weil ETFs einen Index abbilden, werden sie auch als börsen­gehandel­te Index­fonds bezeichnet.
Mit einem ETF auf den MSCI Europe partizi­pieren Sie als Anleger an Kurs­gewinnen und an Divi­denden der in diesem Index gelisteten Unter­nehmen.
Mit fast 450 Aktien aus 15 europäischen Län­dern ist der MSCI Europe die perfekte Ergänzung für jedes Wertpapierdepot.
Tipp: Sie können einen MSCI Europe-ETF kaufen, sobald Sie ein Wert­papier­depot besitzen. Bei der Suche hilft unser Aktiendepot-Vergleich.

MSCI Europe-ETF kaufen - Empfehlungen & Tipps

Unsere Empfehlung: Ent­schei­den Sie, ob Sie einen MSCI Europe-ETF kaufen möch­ten, der Divi­denden aus­schüttet oder wieder­anlegt (thesau­riert). Im Ratgeber Geldanlage erläutern wir Vor- und Nachteile.
Produkt­empfehlung: Die ausschüttenden iShares Core MSCI Europe UCITS ETF EUR (Dist) und HSBC MSCI Europe UCITS ETF EUR sowie die thesaurierenden Xtrackers MSCI Europe UCITS ETF 1D und iShares Core MSCI Europe UCITS ETF EUR (Acc) gehören zu den besten ETFs auf den MSCI Europe Index .
Tipp: Wer sein Kapi­tal in meh­rere ETFs an­le­gen möch­te, soll­te sich OSKAR an­schau­en. Damit kön­nen Sie ab einer Sparrate von 25 Euro pro Mo­nat in bis zu zehn ETFs mit welt­wei­ter Streuung gleich­zei­tig inve­stie­ren.

Die besten MSCI Europe-ETFs im Test

Name ISIN/WKN Gebühr
pro Jahr
(TER)
Verwendung
der Erträge
iShares Core MSCI Europe UCITS ETF EUR (Dist) IE00B1YZSC51/ A0MZWQ 0,12 Prozent ausschüttend
Amundi MSCI Europe UCITS ETF EUR (C) LU1681042609/ A2H567 0,15 Prozent thesaurierend
Xtrackers MSCI Europe UCITS ETF 1C LU0274209237/ DBX1ME 0,12 Prozent thesaurierend
HSBC MSCI Europe UCITS ETF EUR IE00B5BD5K76/ A1CY17 0,10 Prozent ausschüttend
iShares Core MSCI Europe UCITS ETF EUR (Acc) IE00B4K48X80/ A0RPWG 0,12 Prozent thesaurierend
Lyxor MSCI Europe (DR) UCITS ETF – Dist FR0010261198/ A0JDGC 0,25 Prozent ausschüttend
SPDR MSCI Europe UCITS ETF IE00BKWQ0Q14/ A1191Q 0,25 Prozent thesaurierend
Xtrackers MSCI Europe UCITS ETF 1D LU1242369327/ DBX0P1 0,12 Prozent ausschüttend
UBS ETF (LU) MSCI Europe UCITS ETF (EUR) A-dis LU0446734104/ A0X97P 0,20 Prozent ausschüttend

Produkt­empfehlung: Zu den besten MSCI Europe-ETFs gehören der iShares Core MSCI Europe UCITS ETF EUR (Dist), der HSBC MSCI Europe UCITS ETF EUR und der Amundi Index MSCI Europe UCITS ETF DR EUR (D) – gemessen an der Performance. Außerdem ist der ETF der britischen Großbank HSBC bezüglich der TER der günstigste aller MSCI Europe-ETFs.

Für Anleger, die ihr Kapital gleich in mehreren ETFs anlegen möchten, empfehlen wir OSKAR. Mit dem Robo-Advisor investieren Sie gleich in ein ganzes Bündel von ETFs mit weltweiter Streuung.

Was die hier vorgestellten Produkte auszeichnet und wo sich die MSCI Europe-ETFs voneinander unterscheiden, erfahren Sie in unserem ausführlichen MSCI Europe-ETF-Test.

MSCI Europe-ETF: Investition in den europäischen Markt

Der Aktienindex MSCI Europe bildet die Wert­ent­wicklung von 435 Unternehmen (Stand: 31.07.2020) aus insgesamt 15 europäischen Ländern ab. Damit spiegelt er ungefähr 85 Prozent der Marktkapitalisierung der europäischen Industrieländer wider. Den größten Anteil hat Großbritannien mit 22 Prozent, gefolgt von Frankreich (17 Prozent) und der Schweiz (16 Prozent).

Am stärksten vertreten sind Unternehmen aus den Branchen Gesundheitswesen (16 Prozent), Konsumgüter (15 Prozent) und Finanzdienstleistungen (14 Prozent). Den größten Anteil bilden die Riesen Nestlé, Roche Holding, Novartis, SAP, ASML, AstraZeneca, LVHM Moet Hennesy, Sanofi, Novo Nordisk und Glaxosmithkline.

Mit einem ETF auf den MSCI Europe investieren Sie in all diese Unternehmen und das mit einem Schlag und profitieren so von der Wertentwicklung des Index. Insgesamt gibt es 13 verschiedene MSCI Europe-ETFs, die eine Gesamtkostenquote (TER) zwischen 0,10 und 0,30 Prozent p.a. haben. Im Folgenden erklären wir Ihnen alles, was Sie zum MSCI Europe Index und zu den ETFs allgemein wissen müssen:

Tipp: Ein MSCI Europe-ETF eignet sich vor allem in Kombination mit dem MSCI World-ETF für ein ausgeglichenes Portfolio. Denn im MSCI World-Index sind rund 63 Prozent aller Aktien von US-amerikanischen Unternehmen. Wenn der amerikanische Markt schwächelt, bekommen das MSCI World-Anleger zu spüren. Wer sein Portfolio also mit europäischen Aktien ergänzen will, kann dies mit einem ETF auf den MSCI Europe wunderbar tun.

Der MSCI Europe ist das europäische Pendant zum MSCI World Index, der über 1.600 Unternehmen aus 23 Ländern umfasst. In einem gesonderten Artikel stellen wir Ihnen die besten ETFs auf den MSCI World Index vor. In diesem Ratgeber geht es jedoch um den MSCI Europe Index, die besten ETFs darauf und die Unterschiede zum STOXX Europe 600 Index als Alternative zum MSCI Europe.

Welche Vorteile haben ETFs überhaupt?

Exchange-traded funds (ETFs), auch Indexfonds genannt, bilden einen Aktienindex wie zum Beispiel den MSCI Europe oder den DAX im besten Fall 1:1 nach – in guten wie in schlechten Zeiten. Ändert sich die Zusammensetzung des MSCI Europe, weil ein Unternehmen nicht mehr den Anforderungen des europäischen Aktienindex genügt und deshalb durch ein anderes Unternehmen ersetzt wird, dann ändert sich automatisch auch die Zusammensetzung des MSCI Europe-ETFs.

Dieses passive „Fondsmanagement“ unterscheidet sich von einem aktiv gemanagten Fonds, bei dem ein Fondsmanager darüber entscheidet, welche Aktien er kauft. Trifft er gute Entscheidungen, dann schneidet sein Investmentfonds womöglich besser ab als ein Aktienindex. Das kommt jedoch nur sehr selten vor. Das zeigt eine Studie der Ratingagentur Morningstar: Nur zehn Prozent aller weltweit agierenden Fondsmanager erzielen nach Kosten ein besseres Ergebnis als der Weltaktienindex MSCI World, der als der Vergleichsmaßstab (Benchmark) schlechthin gilt.

Ein ETF kann sich zwar nie besser entwickeln als der Markt, ist aber auch nie schlechter als die Entwicklung des zugrundeliegenden Index. Deswegen sollten ETFs unbedingt Teil eines gemischten Portfolios sein, denn wenn knapp zehn Prozent der Fondsmanager den MSCI World schlagen, tun dies folglich 90 Prozent nicht. Somit sind auch 90 Prozent aller Investmentfonds schlechter als ein ETF auf den MSCI World Index – oder eben auf den MSCI Europe.

Fakt ist, dass ein ETF den Anleger deutlich weniger kostet als ein aktiv gemanagter Investmentfonds. Ein Aktien-ETF kopiert lediglich einen Aktienindex, weder ein Fondsmanager noch ein Anleger muss aktiv Anlageentscheidungen treffen. Das kostet weniger Nerven und vor allem weniger Geld.

Video: ETF-Auswahl - Tipps zur ETF-Suche

Sie möchten ein ETF-Portfolio zusammenstellen, wissen aber nicht wie? Im folgenden Erklär-Video verraten wir, wie Sie den richtigen ETF für Ihre Anlagestrategie finden, worauf Sie bei Auswahl Ihres ETFs achten sollten und wie Sie Schritt für Schritt ein ETF-Portfolio aufbauen: ETF-Auswahl - 5 goldene Tipps zur ETF-Suche

Hinweis: Beispiel-ETFs aus dem YouTube-Video ...
... mit dem Fokus "Welt":
iShares Core MSCI World UCITS ETF (ISIN IE00B4L5Y983)
iShares MSCI ACWI UCITS ETF USD (Acc) Share Class (IE00B6R52259)
... mit dem Fokus "Europa":
iShares Stoxx Europe 600 UCITS ETF (DE) (ISIN DE0002635307)
Xtrackers MSCI Europe UCITS ETF 1C (ISIN lu0274209237)
... mit dem Fokus "Deutschland":
iShares Core DAX UCITS ETF (DE) (DE0005933931)
Xtrackers DAX UCITS ETF 1C (ISIN LU0274211480)
... mit dem Fokus "Nebenwerte":
iShares MSCI World Small Cap UCITS ETF USD (Acc) Share Class (IE00BF4RFH31)
Deka MDAX UCITS ETF (ISIN DE000ETFL441)

Experten-Know-how rund um Börse und Geldanlage finden Sie auch hier:
ETF-Sparplan – die besten Sparpläne, Tipps und Tricks
MSCI World-ETF – die besten ETF Fonds auf den MSCI World Index
DAX-ETF – die besten ETFs auf den DAX
Die besten ETFs auf den deutschen Nebenwerteindex MDAX
Begriffe rund um ETFs und Fonds schnell erklärt

MSCI Europe-ETFs: Die Unterschiede

Ein Investment in den MSCI Europe via ETF ist nicht nur eine grundsolide Anlage. Wenn Sie langfristig Vermögen aufbauen wollen, ist ein MSCI Europe-ETF auch ein renditestarkes Investment, das in den Jahren 2015 bis 2019 im Schnitt fast 7 Prozent Rendite eingebracht hat. Aber es gibt Unterschiede von einem MSCI Europe-ETF zum anderen: Je nach Anbieter und Replikationsmethode wird die Entwicklung des zugrundeliegenden Index mehr oder weniger exakt nachgebildet. Dies entscheidet letztlich über die Rendite, die Sie als Anleger erzielen können. Beeinflusst wird Ihre Rendite auch von der Gesamtkostenquote, die sich ebenfalls stark unterscheiden kann – folgende Kriterien müssen Sie bei der Auswahl eines MSCI Europe-ETFs beachten:

Replikationsmethode: ETFs bilden einen Index auf zwei unterschiedlichen Wegen nach – direkt oder indirekt. Physisch replizierende ETFs (direkte Replikation) kaufen und verkaufen die Originalaktien des zugrundeliegenden Index. Ein MSCI Europe-ETF mit direkter Replikationsmethode kauft und verkauft also tatsächlich die Wertpapiere. Bei der Vollreplikation besitzt der ETF-Anbieter sogar die Aktien aller Titel des zugrundeliegenden Index in physischer Form. Anders verhält es sich bei synthetisch replizierenden ETFs (indirekte Replikation). Diese bilden den Index mittels Tauschgeschäften (Swaps) nach. Wenn Sie mehr zu den Vor- und Nachteilen der verschiedenen Replikationsmethoden erfahren wollen, dann empfehlen wir Ihnen den Ratgeber ETF kaufen.

Die Ausschüttungsart: Mit einem MSCI Europe-ETF partizipieren Sie an den Kursgewinnen und an den Dividenden der im Index gelisteten Unternehmen. Das bedeutet, Sie müssen sich entscheiden, was mit den Erträgen passieren soll. Wenn Sie die Dividenden der Aktien gutgeschrieben bekommen möchten, dann müssen Sie sich für einen ausschüttenden ETF entscheiden. Die Erträge aus Ihrem ETF können Sie dann alternativ anlegen oder für Konsumausgaben nutzen. ETFs, die alle Dividenden wieder anlegen, nennen sich thesaurierende ETFs. Sie profitieren von einer Art Zinseszinseffekt, da sich der Wert des ETFs nicht nur Kursgewinne erhöht, sondern auch durch erzielte Erträge. Thesaurierende ETFs können in Verbindung mit einem ETF-Sparplan ihre Stärken voll ausspielen.

Der Tracking Error: Damit wird die Differenz zwischen der Performance des ETFs und der Kursentwicklung des zugrunde liegenden Index‘ bezeichnet. Der Tracking Error misst also die Abweichung der Fondsperformance von der Indexperformance. Je größer die Abweichung zwischen ETF und Index, desto größer sind die entstehenden Kosten. Der Tracking Error stellt folglich eines der wichtigsten Qualitätsmerkmale von ETFs dar.

Die Anlagekosten: Die Kosten sind wie kaum ein anderer Faktor für den Anlageerfolg entscheidend. Das Gute: Die Kosten können Sie besonders leicht beeinflussen. Da die Anlagekosten eine so große Bedeutung haben, beschäftigen wir uns in diesem Ratgeber sehr ausführlich damit – lesen Sie weiter und erfahren Sie mehr.

Gebühren beim ETF-Kauf - schon gewusst?

Mithilfe der Gesamtkostenquote, der sogenannten Total Expense Ratio (TER), können Sie die Kosten eines ETFs vergleichen. Allerdings spiegeln sich in der TER nicht alle Kosten wider. Die TER gibt nur die laufenden Kosten pro Jahr für den Besitz eines ETFs an.

Die sogenannte Total Cost of Ownership (TCO) gibt hingegen die tatsächlichen Gesamtkosten an. Die TCO berücksichtigt zum Beispiel auch Handelsgebühren und Spreads bei Transaktionen innerhalb des ETFs, die Swapgebühr bei synthetisch nachgebildeten ETFs, Steuern sowie Erträge beispielsweise durch Wertpapierleihe.

Achten Sie auch auf die indirekten Gebühren, die durch den Tracking Error (TE) entstehen. Er misst die Abweichung des ETFs vom zugrundeliegenden Index. Ist der TE niedrig, dann ist die Entwicklung im Vergleich zum Index sehr ähnlich.

Der TE gibt allerdings nicht an, ob die Abweichung positiv oder negativ ist. Aufschluss darüber gibt die Tracking-Differenz (TD). Das ist der Unterschied zwischen der Rendite des ETFs und der Rendite des Index, der vom ETF nachgebildet wird.

Wichtig: Der ETF mit dem niedrigsten TER, ist nicht unbedingt der günstigste.

Empfehlung: Die besten MSCI Europe-ETFs

Auf den MSCI Europe Index gibt es ingesamt 13 verschiedene ETFs. Wir haben jedoch bereits oben in der Tabelle nicht alle aufgelistet, da manche im Vergleich recht teuer, von führenden Portalen nicht gut bewertet wurden – oder sogar beides. Auch in unserer Empfehlung gehen wir nicht auf alle MSCI Europe-ETFs ein, sondern beschreiben nur die ETFs, die wir auch wirklich empfehlen könnten.

iShares, Xtrackers und Co. – ausschüttende MSCI Europe-ETFs

Der iShares Core MSCI Europe UCITS ETF EUR (Dist) (ISIN IE00B1YZSC51/WKN A0MZWQ) gehört zu den besten ETFs auf den MSCI World. Dieser bildet den Index durch optimiertes Sampling physisch nach – das bedeutet, dass nicht alle Aktien des MSCI Europe Index tatsächlich gekauft werden, sondern nur ein repräsentativer Teil. So lassen sich die Kosten senken. Damit kommt der iShares-ETF auf eine TER von 0,12 Prozent p.a. Die Erträge schüttet der in Irland auferlegte ETF quartalsweise aus. Außerdem ist er mit einem Fondsvolumen von 5.668 Millionen Euro der größte ETF auf den MSCI Europe Index.

Ebenfalls zu den Besten gehört auch der HSBC MSCI Europe UCITS ETF EUR (ISIN IE00B5BD5K76/WKN A1CY17) der britischen Großbank HSBC. Dieser ist gemessen am Fondsvolumen von 161 Millionen Euro ein recht kleiner ETF, dafür aber mit einer TER von 0,10 Prozent der günstigste. Auch dieser ist, wie der ETF von iShares, in Irland auferlegt und schüttet seine Erträge halbjährlich aus.

Weitere gute ausschüttende ETFs sind der Xtrackers MSCI Europe UCITS ETF 1D (ISIN LU1242369327/WKN DBX0P1), der Lyxor MSCI Europe (DR) UCITS ETF – Dist (ISIN FR0010261198/WKN A0JDGC) und der UBS ETF (LU) MSCI Europe UCITS ETF (EUR) A-dis (ISIN LU0446734104/WKN A0X97P).

Amundi, iShares und Co. – thesaurierende MSCI Europe-ETFs

Wer sich für einen thesaurierenden ETF auf den MSCI Europe Index entscheidet, dem können wir den Amundi MSCI Europe UCITS ETF EUR (C) (ISIN LU1681042609/WKN A2H567) empfehlen. Mit einem Fondsvolumen von 2.419 Millionen Euro ist er der größte thesaurierende MSCI Europe-ETF. Der in Luxemburg auferlegte Indexfonds kostet 0,15 Prozent TER p.a. Er bildet den MSCI Europe synthetisch mittels Swaps nach.

Ein weiterer guter ETF auf den MSCI Europe Index ist der Xtrackers MSCI Europe UCITS ETF 1C (ISIN LU0274209237/WKN DBX1ME) der DWS Group. Er ist ebenfalls in Luxemburg auferlegt, im Vergleich zum ETF von Amundi jedoch etwas günstiger: 0,12 Prozent p.a und bildet den Index physisch vollständig nach. Und auch der ETF der BlackRock-Tochter iShares sollte an dieser Stelle noch erwähnt werden. Der iShares Core MSCI Europe UCITS ETF EUR (Acc) (ISIN IE00B4K48X80/WKN A0RPWG) aus Irland kostet ebenfalls 0,12 Prozent TER p.a., enthält jedoch nicht alle Aktien des MSCI Europe, sondern setzt auf optimiertes Sampling.

Mit einem Robo-Advisor in ETFs investieren

Da sich ein MSCI Europe-ETF perfekt als Ergänzung für ein breit gestreutes Portfolio eignet, ist es deshalb umso wichtiger, dass Sie einen zu Ihren Anlagestrategie passenden ETF auswählen.

Für viele ist der Aufwand zu groß oder schlichtweg zu zeitintensiv – auch dafür gibt es bereits eine Lösung: Robo-Advisor wie Scalable Capital, OSKAR oder Quirion kümmern sich um die ganze Arbeit rund um Kosten­kon­trolle, ETF-Aus­wahl und Anlage­stra­tegie. Mit OSKAR beispielsweise können Sie bereits ab einer Sparrate von 25 Euro pro Monat in bis zu zehn ETFs mit weltweiter Streuung investieren.

Hinweis: In unserem großen Robo-Advisor-Vergleich haben wir Kosten und Anlage­strate­gien digitaler Ver­mögens­verwalter mit­einan­der ver­glichen.

Von erfahrenen Investment-Profis lernen!

Noch mehr Expertenwissen zu Aktien, ETFs & Co. gibt es in unseren kostenfreien Online-Seminaren. Fondsmanager, Analysten, Profi-Trader und andere Experten stehen Ihnen Rede und Antwort:

Welche Anlagestrategien sind erfolgversprechend?
Welche Aktien, Fonds und Derivate empfehlen die Börsenprofis?
Jetzt einsteigen oder eher abwarten?

Informieren Sie sich jetzt über unsere aktuellen Veranstaltungen:
24.09.2020, 18:00 Uhr:
Heute die Weichen für morgen stellen - mit diesen Profitipps erreichen Sie finanzielle Freiheit
29.09.2020, 18:00 Uhr:
Investieren wie Warren Buffett - das Orakel von Omaha
30.09.2020, 18:00 Uhr:
5 Wachstums-Aktien mit relativ geringem Risiko, die ruhig nach oben laufen!

Fazit: Darum ein MSCI Europe-ETF!

Falls Sie noch nicht ganz von einem Investment in den MSCI Europe überzeugt sind, dann passt der Index möglicherweise nicht zu Ihrem Charakter als Anleger. Das ist überhaupt kein Problem, im Gegenteil: Vor einem solch langfristigen Investment sollten Sie sich selbst gut kennen und sich folgende Fragen stellen: Welcher Risikotyp sind sie und wie langfristig wollen Sie Ihr Geld anlegen? Je langfristiger Sie anlegen wollen, desto riskanter können Sie in der Regel Ihr Geld investieren. Kurseinbrüche oder volatile Marktphasen gleichen sich über die Jahre aus, wichtig ist dann nur, dass Sie Ihr Investment nicht in einer marktschwachen Phase zu Geld machen wollen – 7 wichtige Tipps zur Geldanlage, haben wir für Sie übrigens im Ratgeber Geldanlage zusammengefasst.

Fakt ist: Ein Wertpapierdepot sollte aus Aktienfonds und aus sicheren Anlagen bestehen. Die Aktienfonds sorgen auf lange Sicht für Rendite, die sicheren Anlagen minimieren im Optimalfall das Risiko. Ein DAX-ETF oder ein Indexfonds auf einen noch volatileren Index wie den MDAX kann sich auf Dauer, also bei einer Haltedauer von zehn oder 15 Jahren, auszahlen, ist aber durchaus nicht ohne Risiko. Ein MSCI Europe-ETF kann auch für risikoscheue Anleger ein gutes Investment sein, denn: Beim MSCI Europe ist es möglicherweise nicht ganz so entscheidend, wann Sie den Indexfonds zu Geld machen, da die Schwankungsbreite weniger groß als bei einem einzelnen Länderindex ist. Als Basisinvestment eignet sich ein MSCI Europe-ETF jedoch nicht. Dieser sollte lieber Ihr Portfolio ergänzen. Denn auch wenn dieser breit in Europa gestreut ist, ist das Risiko trotzdem höher, als zum Beispiel bei einem MSCI World-ETF.

MSCI Europe vs. andere europäische Indizes

Neben dem MSCI Europe Index gibt es auch den STOXX Europe 600 oder den EURO STOXX 50, die beide von der STOXX Limited herausgegeben werden. Wenn Sie mehr in den europäischen Markt investieren wollen, stellt sich zu Recht die Frage, welche Unterschiede es zwischen den einzelnen Indizes gibt.

Der STOXX Europe 600 und der MSCI Europe streuen breiter als der bekanntere EURO STOXX 50 Index. Der STOXX Europe 600 investiert in 600 Unternehmen aus 17 europäischen Ländern – der MSCI Europe in etwas mehr als 400 Unternehmen aus 15 Ländern. Im EURO STOXX 50 sind Aktien der größten 50 Unternehmen Europas enthalten.

Anleger fahren jedoch besser, wenn sie auf einen breiter gestreuten europäischen ETF setzen. Analysen aus den vergangenen Jahren zeigen, dass ETFs auf den STOXX Europe 600 oder den MSCI Europe besser performten als der EURO STOXX 50.

MSCI Europe-ETF kaufen - das sollten Sie tun

1
Eröffnen Sie ein Wertpapierdepot ohne Kontoführungsgebühren, zum Beispiel bei finanzen.net Brokerage Depot1. Dort gibt es Sparpläne mit MSCI Europe-ETFs für nur einen Euro pro Ausführung.
2
Ob thesaurierender oder ausschüttender ETF, ob physischer oder synthetischer ETF - wählen Sie einen MSCI Europe-ETF aus, der zu Ihrer Anlagestrategie passt.
3
Wollen Sie mit einem Sparplan langfristig ein Vermögen aufbauen, wählen Sie einen thesaurierenden ETF.
4
Wollen Sie einmalig einen großen Betrag anlegen oder flexibel mit den Erträgen umgehen, dann wählen Sie einen ausschüttenden ETF.
5
Vor allem bei langfristigen Anlagen sollten Sie sich für einen günstigen ETF entscheiden. Achten Sie neben jährlichen Gebühren (TER) auch auf die TCO und den Tracking-Error (TE).

Beitrag verfasst von:

JANA BUCH – REDAKTEURIN RATGEBER

Jana Buch ist seit März 2020 für die Themen Börse und Wertpapiere zuständig. Sie schloss ihr Volontariat bei der Mediengruppe Dr. Haas ab und hospitierte bei der tz.de sowie dem Münchner Merkur. Zuletzt arbeitete sie als News-Redakteurin und Promi-Expertin in einer Online-Redaktion.

Hinweis: Unsere Ratgeber-Artikel sind objektiv recherchiert und unabhängig erstellt. Damit Sie unsere Informationen kostenlos lesen können, werden manchmal Klicks auf Verlinkungen vergütet.

Hinweis zu OSKAR: Oskar ist eine Marke der Oskar.de GmbH, eine Ausgründung der finanzen.net GmbH. Die Scalable Capital Vermögensverwaltung GmbH verwaltet das Vermögen, die Baader Bank AG führt die Depots mit Verrechnungskonten.

Hinweis: Das finanzen.net Brokerage-Depot ist ein Angebot der finanzen.net GmbH, der Betreiberin dieser Webseite. Bankpartner für das finanzen.net Brokerage-Depot ist die onvista bank, eine eingetragene Marke der comdirect bank AG. Weitere Informationen finden Sie hier. Bei seit dem 01.01.2020 beantragten finanzen.net Brokerage-Konten wird ein Verwahrentgelt für Einlagen über 250.000 Euro berechnet, siehe Preis- und Leistungsverzeichnis unter „sonstige Leistungen“.

Bildquelle: Victor Maschek / Shutterstock.com

JETZT NEWSLETTER ABONNIEREN!

Sie wollen regelmäßig die neuesten Empfehlungen zu Aktien, ETFs und anderen Wertpapieren erhalten?
Dann abonnieren Sie jetzt den kostenlosen Ratgeber-Newsletter!

BackToTop Nach oben