Digitale Vermögensverwalter

Bester Robo-Advisor: Vergleich und Test

Wer wenig Zeit hat, kann sein Geld einfach, günstig und zeitsparend mithilfe von einem Robo-Advisor anlegen. Schon ab geringen Mindestanlagesummen ist hier eine Investition möglich. Was ein Robo-Advisor überhaupt ist, wann sich für Sie eine Geldanlage über Robo-Advisors lohnt und worauf Sie dabei achten sollten, erfahren Sie hier.

Robo-Advisor - darum geht es

Robo-Advisors kümmern sich objektiv und automatisiert auf der Grundlage von Algorithmen um Ihre Geldanlage.

Roboter-Berater sind günstiger als klassische Vermögensverwaltungen und sparen Zeit.

Anhand einer Abfrage Ihrer Anlagepräferenzen legt der Robo-Advisor die passende Anlagestrategie fest.

Hier erklären wir, was Robo-Advisor überhaupt sind und wie Sie sie am besten nutzen.

Robo-Advisor - Tipps & Tricks

Wenn Sie sich für einen Robo-Advisor entschieden haben, müssen Sie Kunde werden.

Unsere Empfehlung: Für eine vollständige Verwaltung Ihrer Anlagen über Robo-Advisors bietet sich Scalable Capital an. Hier können Sie zwischen 23 Risikoklassen wählen.

Wenn Sie kleinere Summen anlegen möchten, nutzen Sie Growney. Für die Kombination der Geldanlage über Robo-Advisors mit einem Sparplan raten wir zum Anbieter Fintego - hier geht's direkt zu den besten Robo-Advisors.

Robo-Advisor-Vergleich

AnbieterKostenLeistungenPerformance nach Kosten (Anlagesumme 50.000 Euro)

Scalable Capital Logo

Grundgebühr:
0,75 Prozent p.a. (inkl. Transaktions-, Fonds- und Spreadgebühren)

Mindesteinzahlung: 10.000 Euro

Grundgebühr bei Einzahlung in Höhe von 50.000 Euro:
375 Euro p.a.

Gebühr für Performance?
Nein

Anlage in:
Aktien, Staats­anleihen, Unternehmens­anleihen, besicherte Anleihen, Rohstoffe, Immobilien, Tagesgeld

Partnerbank:
Baader Bank AG, ING-DiBa

2017
+5,71 Prozent (Value-at-Risk 20% – 50 Prozent Aktienanteil)

12 Monate (rollierend)
+2,92 Prozent (Value-at-Risk 20% – 50 Prozent Aktienanteil)

Fintego Logo

Grundgebühr:
0,45 Prozent bis 0,95 Prozent p.a. (ohne Transaktions-, Fonds- und Spreadgebühren)

Mindesteinzahlung: 2.500 Euro (Einmalanlage),
50 Euro (Sparplan)

Grundgebühr bei Einzahlung in Höhe von 50.000 Euro:
225 Euro p.a.

Gebühr für Performance?
Nein

Anlage in:
Aktien (global, Schwellenländer), Staatsanleihen, Unternehmens­anleihen, Rohstoffe

Partnerbank:
Ebase

2017
+3,95 Prozent (Ich will streuen)

12 Monate (rollierend)
+3,53 Prozent (Ich will streuen)

Ginmon Logo

Grundgebühr:
0,39 Prozent p.a. (ohne Transaktions-, Fonds- und Spreadgebühren)

Mindesteinzahlung: 5.000 Euro (Einmalanlage),
1.000 Euro (mit Sparplan in Höhe von 50 Euro)

Grundgebühr bei Einzahlung in Höhe von 50.000 Euro:
195 Euro p.a.

Gebühr für Performance?
10 Prozent bei neuem Höchststand (High-Watermark-Prinzip)

Anlage in:
Aktien (Industrie­länder, Emerging Markets, Nebenwerte global), Unternehmens- und Staats­anleihen weltweit

Partnerbank:
DAB BNP Paribas

2017
+5,21 Prozent (Portfolio 6 – 60 Prozent Aktienanteil)

12 Monate (rollierend)
+4,50 Prozent (Portfolio 6 – 60 Prozent Aktienanteil)

Growney Logo

Grundgebühr:
Bis 9.999 Euro 0,99 Prozent p.a.,
10.000 Euro bis 49.999 Euro 0,69 Prozent p.a.,
ab 50.000 Euro 0,39 Prozent p.a. (ohne Transaktions-, Fonds- und Spreadgebühren)

Mindesteinzahlung: Keine

Grundgebühr bei Einzahlung in Höhe von 50.000 Euro:
195 Euro p.a.

Gebühr für Performance?
Nein

Anlage in:
Aktien, Anleihen

Partnerbank:
Sutor Bank

2017
+6,28 Prozent (grow 50 – 50 Prozent Aktienanteil)

12 Monate (rollierend)
+2,87 Prozent (grow 50 – 50 Prozent Aktienanteil)

Investify Logo

Grundgebühr:
1,00 Prozent p.a. (inklusive aller weiteren Kosten)

Mindesteinzahlung: 5.000 Euro

Grundgebühr bei Einzahlung in Höhe von 50.000 Euro:
500 Euro p.a.

Gebühr für Performance?
Nein

Anlage in:
Aktien (u.a. Europa, USA), Rohstoffe, Geldmarkt, Staatsanleihen, Hochzinsanleihen, alternative Investments

Partnerbank:
Baader Bank

2017
+6,13 Prozent (Core 3)

12 Monate (rollierend)
+0,73 Prozent (Core 3)

Quirion Logo

Grundgebühr:
Bis 10.000 Euro kostenfrei,
ab 10.001 Euro 0,48 Prozent p.a. (ohne Transaktions-, Fonds- und Spreadgebühren)

Mindesteinzahlung: 10.000 Euro

Grundgebühr bei Einzahlung in Höhe von 50.000 Euro:
192 Euro p.a.

Gebühr für Performance?
Nein

Anlage in:
Aktien, Anleihen

Partnerbank:
Quirin Privatbank AG

2017
+4,99 Prozent (60/40-Portfolio)

12 Monate (rollierend)
+5,91 Prozent (60/40-Portfolio)

Sutor Bank Logo

Grundgebühr:
0,7 Prozent p.a. (ohne Transaktions-, Fonds- und Spreadgebühren) + 12 Euro p.a. Kontoführungsgebühr

Mindesteinzahlung: 5.000 Euro (Einmalanlage),
100 Euro (Sparplan)

Grundgebühr bei Einzahlung in Höhe von 50.000 Euro:
362 Euro p.a.

Gebühr für Performance?
Nein

Anlage in:
Aktien (Welt, Europa, Schwellen­länder und Deutschland), Anleihen (Unternehmens­anleihen, Staats­anleihen, öffentliche Anleihen, inflations­indexierte Anleihen)

Partnerbank:
Sutor Bank

2017
+6,28 Prozent (Privatbank­Portfolio ausgewogen – 50 Prozent Aktienanteil)

12 Monate (rollierend)
+3,15 Prozent (Privatbank­Portfolio ausgewogen – 50 Prozent Aktienanteil)

VisualVest Logo

Grundgebühr:
0,6 Prozent p.a. (ohne Transaktions-, Fonds- und Spreadgebühren)

Mindesteinzahlung: 500 Euro (Einmalanlage),
25 Euro (Sparplan)

Grundgebühr bei Einzahlung in Höhe von 50.000 Euro:
300 Euro p.a.

Gebühr für Performance?
Nein

Anlage in:
VestFolio: Aktien, Anleihen, Geldmarkt, Rohstoffe
GreenFolio (nachhaltige Fonds): Aktien, Anleihen

Partnerbank:
Union Investment Service Bank AG (USB)

2017
+2,96 Prozent (VestFolio 5 – 45 Prozent Aktienanteil),
+5,91 Prozent (GreenFolio 2 – 50 Prozent Aktienanteil)

12 Monate (rollierend)
+3,63 Prozent (VestFolio 5 – 45 Prozent Aktienanteil),
+2,98 Prozent (GreenFolio 2 – 50 Prozent Aktienanteil)

Easyfolio Logo

Grundgebühr:
easy 50: 0,95 Prozent p.a., easy 30 und 70: 0,96 Prozent p.a., easy flex: 1,86 Prozent p.a. (ohne Transaktions-, Fonds- und Spreadgebühren)

Mindesteinzahlung: 100 Euro (Einmalanlage), 10 Euro (Sparplan)

Grundgebühr bei Einzahlung in Höhe von 50.000 Euro:
475 Euro p.a.

Gebühr für Performance?
Nein

Anlage in:
Aktien (u.a. Europa, Schwellen­länder, USA, Asien), Staats­anleihen (Europa, Welt, Schwellen­länder), Unternehmens­anleihen (Europa, Welt, USA)

Partnerbank:
Ebase

2017
+4,61 Prozent (easyfolio 50 – 50 Prozent Aktienanteil)

12 Monate (rollierend)
+1,23 Prozent (easyfolio 50 – 50 Prozent Aktienanteil)

Fundamental Capital Logo

Grundgebühr:
1,00 Prozent p.a. (ohne Transaktions-, Fonds- und Spreadgebühren)

Mindesteinzahlung: 50.000 Euro

Grundgebühr bei Einzahlung in Höhe von 50.000 Euro:
500 Euro p.a.

Gebühr für Performance?
12 Prozent bei neuem Höchststand (High-Watermark-Prinzip)

Anlage in:
Aktien

Partnerbank:
Baader Bank AG

2017
Start erst Mitte Februar 2018; Performance 15.03. bis 31.05.2018: 1,5 Prozent bei Aktienquote von über 80 Prozent

12 Monate (rollierend)
(Noch) keine Daten vorhanden

Vaamo Logo

Grundgebühr:
Bis 99.999 Euro 0,79 Prozent p.a.,
ab 100.001 Euro 0,49 Prozent p.a.,
ab 250.001 Euro individuelles Angebot (ohne Transaktions-, Fonds- und Spreadgebühren)

Mindesteinzahlung: Keine

Grundgebühr bei Einzahlung in Höhe von 50.000 Euro:
395 Euro p.a.

Gebühr für Performance?
Nein

Anlage in:
Aktien global, Unternehmens­anleihen, Staats­anleihen, Pfandbriefen, Immobilien

Partnerbank:
FIL Fondsbank GmbH (FFB)

2017
+4,49 Prozent (50 Prozent Aktienanteil)

12 Monate (rollierend)
+2,08 Prozent (50 Prozent Aktienanteil)

Whitebox Logo

Grundgebühr:
Unter 30.000 Euro 0,95 Prozent p.a.,
ab 30.000 Euro 0,85 Prozent p.a.,
ab 50.000 Euro 0,75 Prozent p.a.,
ab 100.000 Euro 0,60 Prozent p.a.,
ab 250.000 Euro 0,45 Prozent p.a.,
ab 500.000 Euro 0,35 Prozent p.a. (inkl. Transaktionskosten, ohne Fonds- und Spreadgebühren)

Mindesteinzahlung: 5.000 Euro

Grundgebühr bei Einzahlung in Höhe von 50.000 Euro:
375 Euro p.a.

Gebühr für Performance?
Nein

Anlage in:
Aktien weltweit (u.a. Europa, USA, Schwellen­länder), Anleihen (u.a. Staats- und Unternehmens­anleihen, global, USA, Schwellen­länder, inflations­indexierte Anleihen Eurozone), Rohstoffe, Infrastruktur, Immobilien

Partnerbank:
FinTech Group Bank AG

2017
+5,7 Prozent (Risikostufe 6 von 10 – 55 Prozent Aktienanteil)

12 Monate (rollierend)
+1,57 Prozent (Risikostufe 6 von 10 – 55 Prozent Aktienanteil)

Stichtag: 31.05.2018

Geldanlagen durch Robo-Advisors automatisiert verwalten lassen

Die Verwaltung der eigenen Kapitalanlagen in Eigenregie kostet viel Zeit – und nicht selten annähernd professionelles Börsenwissen. Sie als Anleger können sich Wissen und Zeit sparen, wenn Sie die Geldanlage einer digitalen Vermögensverwaltung überlassen.

So eine Vermögensverwaltung bietet aber teilweise, zum Beispiel über die Hausbank, nur eingeschränkte Angebote oder kostet, wie bei externen Vermögensverwaltern, viel Geld.

Robo-Advisor übernehmen den Anlageprozess ähnlich wie der Anlageberater bei Ihrer Hausbank oder andere externe Finanzdienstleister. Robo-Advisor sind aber deutlich günstiger, weil sie digital, also weitgehend automatisiert, Ihr Vermögen investieren. Darüber hinaus bieten Scalable, Growney, Fintego, Easyfolio und Co. viele weitere Vorteile wie individuelle Risikoklassen oder den Vermögensaufbau in Form eines Sparplans. Im Folgenden erfahren Sie, wie ein Robo-Advisor funktioniert, welche Vorteile diese Art der Geldanlage bietet und welcher Anbieter die beste Rendite bringt.

Wie funktioniert ein Robo-Advisor?

Auf der Basis von Algorithmen und wissenschaftlichen Erkenntnissen übernimmt der „Roboter-Berater“ anstelle eines klassischen Anlageberaters oder Finanzverwalters die Erstellung und Überwachung des Anlageportfolios. Ändern sich die Marktbedingungen, so schichtet der digitale Vermögensverwalter bei Bedarf das Anlageportfolio um – alles geschieht vollautomatisch, der Robo-Advisor nimmt Ihnen die komplette Arbeit ab.

Bevor Sie Ihr Geld bei einem digitalen Vermögensverwalter anlegen können, müssen Sie in der Regel einen kurzen „Anmeldeprozess“ durchlaufen, auf dessen Grundlage der Robo-Advisor die für Sie passende Anlagestrategie auswählt. Sie werden in der Regel danach gefragt, wie hoch Ihre Anlagesumme ist, ob Sie eine Einmalanlage planen oder per Sparplan investieren wollen und welches Risiko Sie bereits sind einzugehen.

Robo-Advisor legen Ihr Geld in der Regel in Exchange-traded Funds (ETFs) an. Diesen an der Börse gehandelten Investmentfonds liegen verschiedene Wertpapiere zugrunde, zum Beispiel Aktien, Staatsanleihen und Rohstoffe, deren Entwicklung die ETFs abbilden – mehr über ETF Fonds erfahren Sie unter anderem in unseren Ratgebern ETF kaufen und ETF-Sparplan.

Es gibt in Deutschland mittlerweile eine Vielzahl von Finanzrobotern. Die Süddeutsche Zeitung zählte Anfang des Jahres 2018 insgesamt 20 Robo-Advisor, weitere Anbieter stehen in den Startlöchern. Unter anderem startete die Deutsche Bank Ende 2017 ihr Angebot mit „Robin“, Fundamental Capital ging im Februar 2018 auf den Markt, die Sparkassen haben einen eigenen „Roboter-Berater“ mit Namen Bevestor angekündigt. Hinzu kommen die Robo-Advisor der Fintech-Unternehmen, unter anderem Scalable Capital, Fintego, Investify, Easyfolio, Ginmon und Growney. Laut Statista liegt das Anlagevolumen 2018 bei etwa 3,15 Milliarden Euro im Bereich Robo Advisory.

Wichtig: Robo-Advisor ist nicht gleich Robo-Advisor, die Unterschiede in der digitalen Vermögensverwaltung sind teilweise enorm, vor allem in der Anlagestrategie, aber auch die Gebühren der Robo-Advisors sind sehr unterschiedlich.

In der Regel fallen einerseits Kosten für die verwendeten Produkte an, also beispielsweise für den Kauf und Verkauf von ETFs, und andererseits laufende Service-Kosten (je nach Anbieter zwischen 0,25 und 1,5 Prozent pro Jahr). Insgesamt ist die Geldanlage mithilfe von Robo-Advisors für Sie aber deutlich günstiger als die Vermögensverwaltung über einen Bankberater oder einen externen Finanzdienstleister.

Unsere Empfehlung: Unser Robo-Advisor-Vergleich hilft Ihnen bei der Suche nach dem für Sie passenden Anbieter. Wir haben für Sie die wichtigsten Daten wie Performance und Gebühren der unterschiedlichen Anbieter übersichtlich aufgeführt miteinander vergleichen. Anschließend haben wir die Vor- und Nachteile der besten Robo-Advisor in Deutschland gegenübergestellt und die Strategien von Scalable, Growney und Co. auf Herz und Nieren geprüft.

Wichtige Kriterien bei der Anbieterwahl

Die Unterschiede der verschiedenen Robo-Advisor sind, wie bereits erwähnt, teilweise sehr groß. Wichtige Kriterien, die bei der Entscheidung für oder gegen einen Robo-Advisor helfen, sind die Anlagephilosophie und die Kosten, vor allem die Performancegebühr, die in guten Börsenjahren die Rendite ganz schnell zunichte machen kann.

Performancegebühren

In unserem Anbieter-Vergleich fällt unter anderem auf, dass Scalable, Fintego, Growney, Investify, Quirion, Sutor Bank, VisualVest und Easyfolio keine Performancegebühren verlangen, Ginmon und Fundamental Capital hingegen nach dem sogenannten High-Watermark-Prinzip den Kunden zur Kasse bitten. Kunden von Ginmon müssen bei jedem neuen Höchststand 10 Prozent Performancegebühren zahlen, Kunden von Fundamental Capital sogar 12 Prozent.

In einem guten Börsenjahr, in dem auch in mittleren Risikokategorien mal ein Plus von mehr als 8 Prozent erreicht werden kann, schlägt eine solche Gebühr massiv zu Buche: Ein Kunde von Fundamental Capital muss dann beispielsweise eine Performancegebühr berappen, die über der gesamten Management-Gebühr von Scalable liegt.

Anlagephilosophie

Ein weiteres großes Unterscheidungsmerkmal zwischen den Anbietern ist ihre Anlagephilosophie. In dieser Kategorie sticht Scalable hervor: Während all die anderen Anbieter in der Regel ein klassisches Rebalancing anbieten, also das Portfolio regelmäßig auf eine starre Aktien-/Anleihengewichtung zurücksetzen (dabei dient der Aktienanteil als Näherungswert für die Risikoeinstufung), verfolgt Scalable eine ganz andere Strategie.

Der nach Anlagevolumen größte Robo-Advisor in Deutschland hält die Gewichtung von Aktien und Anleihen nicht konstant, sondern das tatsächliche Risiko im Portfolio. Da Aktien oder Anleihen je nach Marktumfeld unterschiedlich riskant sind, variiert auch deren Gewichtung im Portfolio. Scalable hat dazu die Risikokennzahl „Value-at-Risk“ eingeführt.

Wichtig: Dies bedeutet, dass die „mittleren Risikostrategien“ der Anbieter, die mit konstanten Gewichten (und damit schwankendem Risiko) arbeiten, mit Scalable nur schwer vergleichbar sind.

Die besten Anbieter im Vergleich

Scalable Capital Erfahrungen und Strategie

Scalable ist der Marktführer unter den Robo-Advisors in Deutschland. Ende Mai 2018 knackte der digitale Vermögensverwalter aus München die Marke von einer Milliarde Euro Kundeneinlagen, wie das Nachrichtenmagazin Spiegel berichtete.

Im Jahr 2017 verbuchte Scalable eine Performance von 5,71 Prozent für sein Portfolio „Value-at-Risk 20%“, was einem mittleren Risikoprofil entspricht mit einer Aktienquote von annähernd 50 Prozent – nach Abzug aller Kosten und bei einem Anlagevolumen von 50.000 Euro. Damit muss sich Scalable nur Growney, Investify und Sutor Bank geschlagen geben.

Anleger können ab einer Mindesteinzahlung in Höhe von 10.000 Euro Kunde von Scalable werden. Alle Umschichtungen im Portfolio sind für den Kunden in der Verwaltungsgebühr (0,75 Prozent) enthalten. Hinzu kommen durchschnittlich noch etwa 0,25 Prozent ETF-Kosten.

Scalable investieren ausschließlich in ETFs und bildet darüber alle wichtigen globalen Anlageklassen ab: Aktien, Staatsanleihen, Unternehmensanleihen, besicherte Anleihen, Rohstoffe und Immobilien. Zusätzlich hat Scalable die Möglichkeit, Tagesgeld über das Verrechnungskonto als risikoarme Anlageklasse zu nutzen. Darüber hinaus hat Scalable mit der Baader Bank und der ING-DiBa zwei starke Partnerbanken an seiner Seite.

Growney Erfahrungen und Strategie

Growney gehört nach Anlagevolumen zu den etwas kleineren Roboter-Beratern. Das Berliner Unternehmen gehört wie Marktführer Scalable zu den aktiven Robo-Advisors, das Management übernimmt also für den Kunden das Rebalancing.

Bei Growney gibt es weder Mindestanlagebeträge noch Mindestsparbeiträge. Theoretisch ist eine Depoteröffnung bereits ab einem Euro möglich. Kunden können zwischen fünf verschiedenen Anlagestrategien mit einer unterschiedlichen Gewichtung zwischen Aktien und Anleihen auswählen. Mit mehr Aktien im Portfolio steigt auch das Risiko – und die Chance auf eine höhere Rendite. Die monatliche Sparrate können Growney-Kunden jederzeit auf dem Portal anpassen und Einzahlungen sowie Auszahlungen mit wenigen Klicks vornehmen.

Growney investiert in Aktien und Anleihen und bildet deren Entwicklung über ETFs ab.

Im Jahr 2017 verbuchte Growney eine Performance von 6,28 Prozent für sein Portfolio „grow 50“, was einem mittleren Risikoprofil entspricht mit einer Aktienquote von 50 Prozent – nach Abzug aller Kosten und bei einem Anlagevolumen von 50.000 Euro. Damit ist Growney zusammen mit der Sutor Bank der nach Performance beste Robo-Advisor in unserem Test.

Fintego Erfahrungen und Strategie

Fintego gehört ebenfalls zu den kleineren Anbietern in der Branche der digitalen Vermögensverwalter. Wer über einen Robo-Advisor in einen Sparplan investieren möchte, ist bei Fintego sehr gut aufgehoben. Als Einmalanlage müssen Fintego-Kunden mindestens 2.500 Euro aufbringen, für den Sparplan reichen 50 Euro.

Im Jahr 2017 legte Growney für sein Portfolio „Ich willl streuen“, was einem mittleren Risikoprofil entspricht mit einer Aktienquote von 50 Prozent, eine Performance in Höhe von 3,95 Prozent hin. Damit landet Fintego in unserem Anbieter-Test im oberen Mittelfeld.

Passives und aktives Robo-Advisory - schon gewusst?

Bei Finanzrobotern muss grundsätzlich zwischen passiven und aktiven Robo-Advisors unterschieden werden. Passive Robo-Advisors arbeiten ähnlich wie eine klassische Anlagevermittlung: Sie schlagen Ihnen während des Anlageprozesses Änderungen in der Investitionsstrategie vor, übernehmen diese jedoch nicht automatisch.

Aktive Robo-Advisors hingegen übernehmen für Sie die komplette Steuerung des Portfolios und schichten unter anderem bei Bedarf die Anlagen vollautomatisch um.

Anlagevermögen von Robo-Advisors weltweit

Robo-AdvisorAnlagevermögenLand
Vanguard Personal Advisor 93.000 USA
Schwab Intelligent Portfolios19.400USA
Betterment11.851USA
Wealthfront8.218USA
Personal Capital4.344USA
Nutmeg1.107GB
Wealthsimple1.000CAN
Future Advisor969USA
AssetBuilder753USA
Rebalance IRA549USA
Scalable Capital535DE
 Verwaltetes Anlagevermögen in Mio. US-Dollar

  Quelle: Statista Digital Market Outlook

Was sind die Vorteile von einem Robo-Advisor?

Neben der enormen Zeitersparnis, die die Online-Vermögensverwaltung der Robo-Advisor bringt, liegt ein zentraler Vorteil gegenüber klassischen Anlagestrategien in der automatisierten Risikobeurteilung, denn die Roboter-Berater nehmen Ihnen als Anleger die Last der eigenen Beurteilungen ab. Ihre Anlage wird folglich nicht durch eigene Gefühle beeinflusst.

Da Robo-Advisors vollständig automatisiert sind, können sie direkt auf Veränderungen im Markt reagieren und sind hier meist schneller als menschliche Berater.

Tipp: Vor allem im Hinblick auf das Risikomanagement der Robo-Advisor sollten Sie vorhandene Angebote vergleichen. Denn gerade in diesem Bereich gibt es zum Teil enorme Unterschiede zwischen den Anbietern.

Im Vergleich zu einer Anlage bei der eigenen Hausbank kann ein Produktportfolio, das mithilfe der Robo-Advisors erstellt wird, deutlich größer sein. Unabhängige Finanzverwalter verfügen zwar ebenfalls über ein größeres Produktportfolio, als Berater einer Hausbank. Die Verwendung eines Robo-Advisors ist jedoch deutlich günstiger, als die Beauftragung eines unabhängigen Finanzverwalters.

Darüber hinaus ist die Mindestanlagesumme bei Robo-Advisors niedriger als bei klassischen Vermögensverwaltungen. Einige Anbieter verlangen sogar gar keine Mindestanlagesumme. Die Software der Roboter-Berater ist außerdem benutzerfreundlich und daher leicht zu bedienen. Des Weiteren sind Robo-Advisors transparent. Nicht nur die Kosten sind übersichtlich, auch der Anlageprozess ist nachvollziehbar.

Was sind die Nachteile von einem Robo-Advisor?

Bei der Geldanlage über Robo-Advisors wird die persönliche Beratungsleistung durch automatisierte Prozesse ersetzt. Darunter kann die Individualität der Anlage leiden, da auf der Grundlage der standardisierten Abfrage der Anlagepräferenzen eine vorab festgelegte Anlagestrategie ausgewählt wird. Zwar kann man Robo-Advisors schon ab geringen Mindesteinzahlungen nutzen, jedoch kann bei kleinen Einzahlungssummen das Verhältnis von Kosten und Rendite für Sie negativ sein.

Unsere Empfehlung: Wenn Sie Ihr Geld über Robo-Advisors anlegen wollen, dann behalten Sie das Verhältnis von Kosten und Rendite der Kapitalanlage im Blick. Dann übersteigen die Kosten die Rendite in der Regel nicht.

Tipp: Legen Sie Ihr Geld nur über Robo-Advisors an, wenn Sie einen langfristigen Vermögensaufbau planen. Wenn Sie zum Beispiel nur für ein Jahr eine Geldanlage planen, sollten Sie auf andere Anlagestrategien zurückgreifen. In diesem Ratgeber-Artikel erfahren Sie hilfreiche Tipps zur Geldanlage.

Die Bezeichnung Robo-Advisor

Der Name Robo-Advisor setzt sich aus den englischen Begriffen von Roboter (Robot) und Berater (Advisor) zusammen. Als Überbegriff wird für diese Form der Geldanlage auch von Robo-Advice gesprochen.

Wie sicher ist die Geldanlage über einen Robo-Advisor?

Wie bei jeder Geldanlage auf Basis von an der Börse gehandelten Produkten ist Ihre Rendite der Geldanlage von mehreren Faktoren abhängig und variiert. Einige Robo-Advisors kooperieren in Deutschland mit Partnerbanken, die unter Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) stehen.

Das Geld wird bei den meisten Anbietern in einem Depot bei der Partnerbank angelegt und ist somit im Fall einer Insolvenz des Robo-Advisor-Anbieters geschützt. In Deutschland wird die Geldanlage zudem als Sondervermögen der kooperierenden Bank klassifiziert und daher nicht dem Vermögen dieser Bank angerechnet. Folglich ist das Geld auch bei einer Insolvenz der Partnerbank sicher.

Geldanlage mit Robo-Advisor - das sollten Sie tun

1
Prüfen Sie auf der Grundlage unserer Informationen, ob für Sie eine Geldanlage mithilfe eines Robo-Advisors in Frage kommt.
2
Vergleichen Sie verschiedene Anbieter im Hinblick auf Kosten und Rendite. Bei Scalable Capital können Anleger zum Beispiel ab einer Mindestanlagesumme vom 10.000 Euro Kunde werden. Vollständig ohne Mindestanlage ist eine Investition bei Growney möglich.
3
Entscheiden Sie sich für einen Anbieter und eröffnen Sie ein Depot bei der entsprechenden Partnerbank.
4
Lassen Sie jetzt den Robo-Advisor für sich arbeiten!
ANNIKA NIEDERKORN – FINANZEN.NET REDAKTEURIN
Annika Niederkorn - Redakteurin finanzen.net Ratgeber

Annika Niederkorn ist zuständig für die Themen Versicherung, Vorsorge und Finanzen. Zuvor schrieb Sie als freie Mitarbeiterin für verschiedene Zeitungen und hospitierte unter anderem bei der Deutschen Presse-Agentur (DPA). Ihr Studium der Politischen Kommunikation hat sie mit einem Master abgeschlossen.

Hinweis: Unsere Ratgeber-Artikel sind objektiv recherchiert und unabhängig erstellt. Damit Sie unsere Informationen kostenlos lesen können, werden manchmal Klicks auf Verlinkungen vergütet.

Bildquelle: Ociacia / Shutterstock.com

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