Im Trauerfall abgesichert

Sterbegeldversicherung Vergleich – Tipps rund um Sterbeversicherungen, darauf sollten Sie achten!

Seit 2004 das Sterbegeld abgeschafft wurde, ist die Sterbegeldversicherung eine wichtige Vorsorge, damit Hinterbliebene nicht auf den Beerdigungskosten sitzen bleiben. Mit einer Sterbeversicherung sparen Sie eine gezielte Summe an, welche nach Ihrem Todesfall die Kosten der Bestattuung decken soll. Doch jeder Anbieter hat andere Kriterien. Hier erfahren Sie die wichtigsten Fakten zu Wartezeiten, Gesundheitsfragen und Kosten. Gleich zu Anfang finden Sie die besten Tipps.

Sterbegeldversicherung - Empfehlungen & Tipps

Vergleichen Sie verschiedene Sterbegeldversicherungen auf Beiträge, Leistungen und andere Kriterien.
In unserem Sterbegeldversicherungs-Vergleich sehen Sie die Angebote einiger Versicherungen.
Produktempfehlung: Während die DELA die günstigsten Tarife für Versicherte unter 50 Jahren anbietet, hat die LV 1871 das beste Preis-Leistungs-Verhältnis höherer Altersklassen. Die IDEAL bietet die meisten Zusatzleistungen.
Unsere Empfehlung: Möchten Sie eine Sterbegeldversicherung abschließen, sollten Sie dies so früh wie möglich tun, um Kosten zu sparen.

Sterbegeldversicherung - das Wichtigste in Kürze

Eine Sterbegeldversicherung nimmt den Hinterbliebenen eines Verstorbenen die finanzielle Belastung der Bestattungskosten ab.
Da es kein Sterbegeld mehr gibt, ist es wichtig, Angehörige finanziell abzusichern.
Wichtig: Nicht für jeden eignet sich eine Sterbeversicherung. Lesen Sie hier, wann eine Sterbegeldversicherung sinnvoll ist.
Sterbegeldversicherung - Mit diesem Vergleich finden Sie die beste

Warum eine Sterbegeldversicherung?

Die private Sterbegeldversicherung ist eine kapitalbildende kleine Risikolebensversicherung und schützt Hinterbliebene vor den Kosten einer teuren Bestattung. Sie ist quasi eine besondere Form der Kapitallebensversicherung, um die finanzielle Belastung der Angehörigen aufzufangen. Die Summe, welche bei einer Sterbeversicherung angespart werden soll, beläuft sich in der Regel auf einen Betrag zwischen 3.000 Euro und 10.000 Euro. Im Vergleich zu einer Risikolebensversicherung also ein eher überschaubarer Satz. Das liegt daran, dass die Sterbegeldversicherung zweckgebunden und nicht für eine langfristige finanzielle Entlastung vorgesehen ist. Allen voran ist sie dafür gedacht, dass im Todesfall des Versicherten eine zuvor angesparte Summe an die Hinterbliebenen ausgezahlt wird, um diese finanziell zu entlasten. Denn eine Bestattung kann sehr schnell sehr teuer werden.

Kosten für Hinterbliebene

Neben den Kosten für die eigentliche Beerdigung kommen noch einige andere hinzu, welche den zu zahlenden Betrag in die Höhe schnellen lassen. Dazu gehören unter anderem die Herrichtung sowie Überführung des Verstorbenen in erster Instanz. Darüber hinaus sind aber auch Posten wie Sarg oder Urne, Blumenschmuck und unter Umständen auch das Grab sowie dessen (langfristige) Pflege zu berücksichtigen. Besonders gestalterische Aspekte der Trauerfeier können sehr kostspielig sein. Doch selbst wenn der Verstorbene sich im Vorfeld gegen eine Bestattung ausgesprochen hat und damit einige Punkte wegfallen, sind da noch die Formalitäten. Unterlagen wie die Sterbeurkunde oder Krankenhausrechnungen beispielweise. Eine anonyme Beisetzung ist ebenso mit Aufwand und Kosten verbunden. So kann es dazu kommen, dass Hinterbliebene mit Gesamtkosten von mehreren tausend Euro rechnen müssen.

Unterschied zwischen Sterbegeldversicherung und Sterbegeld

Bis Ende 2003 gab es das sogenannte Sterbegeld. Dieses war gesetzlich geregelt und wurde vom Staat bezahlt, damit Hinterbliebene die bereits erwähnten Kosten tragen konnten. Das Sterbegeld war eine Geldleistung der gesetzlichen Krankenversicherung. Allerdings wurde das gesetzliche Sterbegeld 2004 aus dem Sozialgesetzbuch entfernt und dies ersatzlos. Somit sehen sich jene, welche das Totenfürsorgerecht innehaben, in der Pflicht, das benötigte Geld selbst aufzutreiben. Dies sind meist die nächsten Angehörigen.

Wer bekommt Sterbegeld?

Handelt es sich bei dem Verstorbenen um einen Beamten oder Ruhestandsbeamten, so gibt es für diesen Fall die Beamtenversorgung. Hinterbliebene erhalten in diesem Fall einen bestimmten Satz, welcher abhängig von Dienstbezug bzw. Ruhegehalt des Verstorbenen ist. Des Weiteren wird Sterbegeld bei tödlichen Berufskrankheiten und Arbeitsunfällen gezahlt. Ebenso, wenn Studierende in der Hochschule oder Kinder in Kita bzw. Kindergarten versterben. An dieser Stelle kommen die Gelder aus öffentlicher Hand oder Berufsgenossenschaften, da die gesetzliche Unfallversicherung für alle Arbeitnehmer, Auszubildende und Schüler gilt. Eine besondere Regelung gilt für Angestellte des öffentlichen Dienstes: Das Sterbegeld ist in einigen Tarifverträgen innerhalb der Arbeitgeberleistung festgehalten.

Wichtig: Sterbegeld ist steuerpflichtig und wird dementsprechend bei der Einkommenssteuer verrechnet. In unserem Ratgeber zur Steuererklärung lesen Sie alle weiteren wichtigen Punkte.

Ab wann ist eine Sterbegeldversicherung sinnvoll?

Die Sterbegeldversicherung ist dementsprechend dann sinnvoll, wenn Sie nicht zu der privilegierten Gruppe der Sterbegeldempfänger gehören. Und auch wenn keine andere Form der Lebensversicherung oder Altersvorsorge besteht, Sie Ihrer Familie die finanzielle Last einer Bestattung aber abnehmen wollen. Der Versicherungsschutz einer Lebensversicherung endet dann, wenn die Zahlungen aufhören – bei der Sterbegeldversicherung ist dies nicht der Fall. Die Summe für die Bestattungsvorsorge ist auf diese Weise gesichert. Auch für Personen mit einem geringen Einkommen kann diese Art der Versicherung von Vorteil sein, weil sie im Vergleich zu anderen Lebensversicherungen relativ geringe Kosten verursacht. Das Abschließen einer solchen Sterbeversicherung lohnt sich allerdings nicht in allen Fällen. Denn es gibt einige Kriterien, welche sich auf die Leistungen und auch den monatlich zu zahlenden Betrag auswirken können.

Eintrittsalter Sterbegeldversicherung

Das Eintrittsalter sollte beispielsweise nicht zu hoch sein, wenn Sie sich für eine Sterbegeldversicherung entscheiden. Je nach Anbieter können die Beiträge hier deutlich höher ausfallen als bei einem jüngeren Eintrittsalter. Auch junge Menschen können unvorhersehbar versterben, daher gibt es kein „zu früh“ bei dem Abschluss wichtiger Versicherungen. Ausgenommen natürlich die obligatorische Volljährigkeit zum Abschluss eines Vertrages. Zwar gibt es bei den meisten Versicherern offiziell keine Altersobergrenze, bis wann Sie eine Sterbegeldversicherung abschließen dürfen. Jedoch wird in der Regel ab dem 80. Lebensjahr statt einem monatlichen Beitrag eine Einmalzahlung fällig. Auf diese Weise können einerseits attraktive Zinsen auf die Summe entstehen, andererseits hat nicht jeder diese finanzielle Möglichkeit.

Leistungen

Auf dem Markt existiert eine Vielzahl an Versicherern, welche neben Lebensversicherungen auch Sterbeversicherungen anbieten. Dementsprechend breit gestreut sind auch die einzelnen Leistungsumfänge und Tarife. Generell sind viele Policen individuell anpassbar. Somit können unter anderem die Wartezeit, Gesundheitsfragen und auch Zusatzleistungen stark variieren – je nachdem, was Ihnen wichtig ist.

Sterbegeldversicherung ohne Wartezeit

Wie bei fast jeder anderen Versicherung auch, ist bei dem Großteil der Sterbeversicherungen eine Wartezeit vertraglich festgehalten. In der Wartezeit wird formuliert, welcher Zeitraum ab dem Vertragsabschluss vergangen sein muss, bevor die Versicherung in vollem Umfang greift. Wurde die Sterbegeldversicherung erst kurz vor dem Tod des Versicherten abgeschlossen, kann es dazu kommen, dass nicht die gesamte Summe an die Hinterbliebenen ausgezahlt wird. Die Wartezeit beträgt bei den meisten Anbietern zwischen sechs Monaten und drei Jahren. Allerdings gibt es auch einige Versicherungen, welche ohne eine Wartezeit auskommen. Der Versicherungsschutz besteht demnach direkt ab dem Zeitpunkt des Vertragsabschlusses. Solche Versicherungen ohne Wartezeit haben allerdings häufig einen höheren Monatsbeitrag oder sind an eine Gesundheitsprüfung gebunden.

Ohne Gesundheitsfragen eine Sterbeversicherung abschließen

Gesundheitsfragen gehören zum Standard, wenn es um Lebens- und Sterbeversicherungen oder auch Zahnzusatzversicherungen geht. Nur so können sich die Versicherer ein Bild machen, in welchem Maße die Risikoabsicherung erfolgen muss, damit sie keinen Verlust machen. Die Gesundheitsprüfung hat also einen gewissen Einfluss auf die zu zahlenden Beiträge, aber ebenso auf die Leistungen der Versicherung und die Wartezeit bis zum vollständigen Versicherungsschutz. Denn Wartezeit und Gesundheitsfragen beeinflussen sich bei der Sterbegeldversicherung gegenseitig. Wer eine Versicherung ohne Gesundheitsfragen abschließen möchte, der muss meistens mit einer Wartezeit rechnen und umgekehrt. Entscheiden Sie sich gegen eine Wartezeit, ist eine Prüfung Ihrer Gesundheit meist unumgänglich. Die Gesundheitsfragen umfassen meistens relevante Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, des zentralen Nervensystems und den gesundheitlichen Zustand Ihrer Organe. Darüber hinaus werden häufig Faktoren wie Stoffwechsel- und Immunsystemstörungen sowie genetische Vorbelastungen abgefragt.

Sterbegeldversicherungen Vergleich (Deckungssumme 5.000 Euro)

Anbieter Altersklasse Wartezeit Gesundheitsprüfung monatliche Kosten Bemerkungen
DELA 40 bis 49 Jahre ohne einfache Fragen ab 10 Euro doppelte Leistung bei Unfalltod, inkl. Trauerberatung
die Bayerische 40 bis 49 Jahre sechs Monate ohne ab 14 Euro Familienrabatt möglich, ab 85 Jahren beitragsfrei
LV 1871 50 bis 80 Jahre sechs Monate ohne ab 16 Euro Rabatt bei Überschüssen, inkl. Erbrechts­beratung
IDEAL 50 bis 80 Jahre neun Monate ohne ab 20 Euro Rückholkosten­schutz, doppelte Leistung bei Unfallstod, beitragsfrei ab Pflegestufe 4
LV 1871 ab 81 Jahre sechs Monate ohne ab 69 Euro doppelte Leistung bei Unfalltod

Sterbeversicherung für Eheleute

Nicht wenige Ehepartner gehen das Thema Vorsorge gemeinsam an und wollen sich daher auch gegenseitig finanziell entlasten sowie für den Ernstfall vorsorgen. Wer aus verschiedenen Gründen keine Risikolebensversicherung abschließen kann oder möchte, für den ist die Sterbegeldversicherung für Eheleute eine Alternative. Bei dieser Form der Versicherung werden die Partner gegenseitig abgesichert und vor Vertragsabschluss werden die Leistungen für beide Versicherungsnehmer schriftlich festgehalten. Meist ist die Versicherungssumme für beide Parteien gleich hoch. Vor dem Hintergrund, dass der Ehepartner die oder den Verstorbenen am besten kennt, können die Bestattungswünsche unabhängig von Geldproblemen gewahrt bleiben. Dies kann nicht nur finanziell, sondern auch emotional entlastend wirken. Dieses Konzept gilt nicht nur für Verheiratete, sondern auch für in einer Lebensgemeinschaft eingetragene Personen.

Zusatzleistungen

Einige Versicherer bieten in ihren Tarifen spezielle Leistungen an, die zusätzlich abgeschlossen werden können. Dazu zählt unter anderem die Rückholung nach Deutschland, wenn der Versicherte im Ausland versterben sollte. Ebenso gibt es die Möglichkeit, dass der Versicherungsschutz eine persönliche Trauerbegleitung oder auch die Kosten einer gegebenenfalls nötigen Anwaltsberatung (bei Testamentsfragen) mit abdeckt. Darüber hinaus gibt es einige Anbieter, welche besondere Punkte bezüglich eines möglichen Unfalltods mit in die Police aufnehmen. Der Versicherungsschutz greift in den meisten Fällen sofort bei einem Unfalltod des Versicherungsnehmers, ohne dass die eventuell vereinbarte Wartezeit eine Rolle spielt. Außerdem bieten manche Versicherungen in diesem Fall auch die Auszahlung der doppelten Versicherungssumme an.

Kosten Sterbegeldversicherung

Die Kosten für eine Sterbegldversicherung sind von den oben genannten Kriterien abhängig und sind daher individuell bei jedem Anbieter zu berechnen. Vor allem sollten Sie vorher überlegen, welche Punkte Ihnen persönlich wichtig sind. Während die einen bereits früh anfangen, die Summe anzusparen und ohne Probleme die Gesundheitsfragen beantworten können, ist für die anderen die Wartezeit vielleicht nicht ganz so elementar. Außerdem stehen die Beiträge in erster Linie zu der gewünschten Auszahlungssumme in Abhängigkeit. Festzuhalten ist vor allem, dass viele Anbieter von Sterbegeldversicherungen zu teuer sind und es sich daher oft lohnt, die angedachte Summe auf andere Weise anzusparen. Ein Vergleich der Anbieter und deren Leistungen sowie Kosten ist daher unumgänglich, um sich ein passendes Bild zu machen.

Sterbegeldversicherung - das sollten Sie tun

1
Entscheiden Sie, ob eine Sterbegeldversicherung für Sie sinnvoll ist.
2
Halten Sie fest, welche Faktoren Ihnen wichtig sind und ob Sie beispielsweise die Gesundheitsprüfung bestehen.
3
Vergleichen Sie die Angebote der Versicherer anhand Ihrer zuvor ausgewählten Kriterien.
4
Möchten Sie Ihre Angehörigen im Falle Ihres Ablebens finanziell bezüglich der Bestattungskosten entlasten, können Sie eine Sterbegeldversicherung abschließen.

Beitrag verfasst von:

LESLIE SPRINGER – RATGEBER-REDAKTEURIN

Leslie Springer - Redakteurin finanzen.net RatgeberLeslie Springer verstärkt das Ratgeber-Team bei finanzen.net seit Juni 2021. Zuvor war sie sowohl als freiberufliche Texterin als auch im Content Marketing tätig. Sie studierte Media & Communication Management sowie Business Psychology und kann auf einige Jahre Erfahrung in verschiedenen Redaktionen zurückblicken.

Hinweis: Unsere Ratgeber-Artikel sind objektiv recherchiert und unabhängig erstellt. Damit Sie unsere Informationen kostenlos lesen können, werden manchmal Klicks auf Verlinkungen vergütet.

Bildquelle: fotogeng / Shutterstock.com

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