US-Rezession verschärft sich im 4. Quartal ... (zwei)


   Wegen des positiven Wachstums im ersten Halbjahr 2008 konnte die US-Wirtschaft im vergangenen Jahr insgesamt leicht expandieren: Das US-BIP erhöhte sich um 1,3%, was trotzdem die schwächste Entwicklung seit dem Jahr 2001 (plus 0,8%) darstellte. Im Jahr 2007 war die US-Wirtschaft noch um 2,0% gewachsen.

   Nach Angaben des Handelsministeriums drückten zum Ende des vergangenen Jahres die Exporte, der privaten Verbrauch, die Unternehmensinvestitionen und die Wohnbauinvestitionen auf der BIP-Entwicklung. Wachstumsimpulse kamen hingegen wie erwartet von der Lageränderung, den Importen und den Staatsausgaben.

   Demnach fielen die Ausgaben für den privaten Konsum im vierten Quartal um annualisiert 3,5%, nachdem sie bereits im dritten Quartal um 3,8% gesunken waren. Diese Entwicklung kostete dem US-BIP knapp 2,5 Prozentpunkte Wachstum. Die privaten Ausgaben stellen mit rund 70% die größte Komponente des BIP dar. Laut Handelsministerium ging im vierten Quartal vor allem die Nachfrage nach langlebigen Verbrauchsgütern, etwa Autos, zurück.

   Die Unternehmensinvestitionen brachen zwischen Oktober und Dezember 2008 um 19,1% ein, nachdem sie im dritten Quartal lediglich um 1,7% gefallen waren. Dies kostete weitere 2,3 Prozentpunkte Wachstum. Investitionen in Ausrüstungen und Software verbuchten dabei einen Rückgang um annualisiert 27,8% (dritte Quartal: minus 7,5%). Zudem setzte sich der Rückgang der Wohnbauinvestitionen mit minus 23,6% (minus 16,0%) unvermindert fort.

   Vor dem Hintergrund der insgesamt schwachen weltwirtschaftlichen Lage brachen die US-Exporte im vierten Quartal hochgerechnet auf das Jahr um 19,7% (plus 3,0%) ein, was einen Wachstumsverlust von 2,8 Prozentpunkten zur Folge hatte. Die US-Importe fielen um 15,7%, was allerdings 2,9 Prozentpunkte zur BIP-Entwicklung beitrug.

   Positive Impulse - 1,3 Prozentpunkte Wachstum - gingen auch von einem Anstieg der Lagerbestände um insgesamt 6,2 Mrd USD aus, nachdem im dritten Quartal ein Lagerabbau um 29,6 Mrd USD verzeichnet worden war. Ein moderater Wachstumsbeitrag von 0,4 Prozentpunkten kam zudem von den Staatsausgaben, die im vierten Quartal um annualisiert 1,9% (plus 5,8%) stiegen.

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