Stop-Buy

Was ist eine Stop-Buy-Order?

Eine Stop-Buy-Order ist ein Kaufauftrag, der erst ausgelöst wird, sobald der Kurs eines Wertpapiers einen festgelegten Stop-Preis erreicht oder überschreitet. Nach der Auslösung wandelt sich die Order automatisch in eine Market Order um und wird zum nächsten verfügbaren Kurs ausgeführt. Anleger nutzen die Stop-Buy-Order vor allem, um automatisiert in einen Aufwärtstrend einzusteigen.

Von Roland Kuse · Veröffentlicht am 06. Juli 2026

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Stop-Buy-Order löst einen Kauf aus, sobald der Kurs eines Wertpapiers einen festgelegten Stop-Preis erreicht oder übersteigt.
  • Nach dem Erreichen des Stop-Preises wird die Order zu einer Market Order und zum nächstbesten Kurs ausgeführt, nicht zwingend zum Stop-Preis selbst.
  • Trader setzen Stop-Buy-Orders häufig beim Breakout-Trading ein, um automatisch beim Durchbrechen einer Widerstandsmarke einzusteigen.
  • Eine Stop-Limit-Buy-Order begrenzt zusätzlich den maximalen Ausführungspreis, kann dafür aber unausgeführt bleiben.

Wie funktioniert eine Stop-Buy-Order?

Eine Stop-Buy-Order bleibt zunächst inaktiv und wird erst zur Kauforder, sobald der Kurs eines Wertpapiers den festgelegten Stop-Preis erreicht oder überschreitet. Anleger legen den Stop-Preis oberhalb des aktuellen Kurses fest, etwa an einer charttechnischen Widerstandsmarke. Sobald der Kurs diese Schwelle durchbricht, löst die Börse die Order automatisch aus und wandelt sie in eine Market Order um.

Als Market Order wird die Stop-Buy-Order zum nächsten verfügbaren Kurs ausgeführt, unabhängig davon, ob dieser über oder unter dem ursprünglichen Stop-Preis liegt. Bleibt der Kurs unterhalb der Schwelle, bleibt die Order unverändert bestehen, bis sie ausgelöst oder vom Anleger storniert wird. Beim Einrichten legen Anleger zusätzlich eine Gültigkeitsdauer fest, meist als Tagesorder oder unbefristet bis zur Löschung.

Wofür wird eine Stop-Buy-Order eingesetzt?

Trader setzen Stop-Buy-Orders vor allem im Breakout-Trading ein, um automatisch einzusteigen, sobald ein Wertpapier eine charttechnische Widerstandsmarke nach oben durchbricht. Die Order erspart eine ständige Marktbeobachtung, da sie ausschließlich bei Erreichen der festgelegten Schwelle aktiv wird. Ein Anleger, der einen Ausbruch über ein mehrwöchiges Hoch als Kaufsignal wertet, platziert die Stop-Buy-Order knapp oberhalb dieser Marke.

Auch Leerverkäufer nutzen die Stop-Buy-Order, allerdings zur Verlustbegrenzung: Wer Aktien leerverkauft hat, deckt die offene Position mit einer Kauforder ein, die automatisch auslöst, sobald der Kurs entgegen der erwarteten Richtung steigt.

Wichtige Hinweise zum Ausführungsrisiko

Der Stop-Preis einer Stop-Buy-Order ist keine Ausführungsgarantie. Sobald die Order ausgelöst wird, wandelt sie sich in eine Market Order um und wird zum nächsten handelbaren Kurs ausgeführt, der bei Kurslücken oder hoher Volatilität deutlich über dem Stop-Preis liegen kann. Wer den Ausführungspreis begrenzen möchte, nutzt stattdessen eine Stop-Limit-Buy-Order, bei der zusätzlich ein Höchstpreis festgelegt wird. Der Nachteil einer Stop-Limit-Buy-Order ist das Risiko, bei schnellen Kursbewegungen nur teilweise oder gar nicht ausgeführt zu werden.

Gut zu wissen: Nicht zu verwechseln ist die Stop-Buy-Order mit der Stop-Loss-Order. Die Stop-Loss-Order ist eine Verkaufsorder zur Verlustbegrenzung bei bestehenden Positionen, während die Stop-Buy-Order einen neuen Kauf auslöst.

Was ist der Unterschied zwischen einer Stop-Buy-Order und einer Limit-Buy-Order?

Eine Stop-Buy-Order löst einen Kauf oberhalb des aktuellen Kurses aus und wird danach zur Market Order. Eine Limit-Buy-Order legt dagegen einen Höchstpreis fest und kauft nur zu diesem Preis oder darunter, meist unterhalb des aktuellen Kurses.

Wird eine Stop-Buy-Order garantiert zum Stop-Preis ausgeführt?

Nein, eine Stop-Buy-Order garantiert keine Ausführung zum festgelegten Stop-Preis. Nach der Auslösung wandelt sie sich in eine Market Order um und wird zum nächsten verfügbaren Kurs ausgeführt, der besonders bei Kurslücken deutlich höher liegen kann.

Wofür nutzen Leerverkäufer eine Stop-Buy-Order?

Leerverkäufer nutzen eine Stop-Buy-Order, um eine offene Short-Position automatisch zu schließen, falls der Kurs entgegen der erwarteten Richtung steigt. Die Order kauft die zuvor verkauften Aktien zurück und begrenzt so den möglichen Verlust der Position.

Quellen

  1. Deutsche Börse Group: Börsenlexikon - Stop-Buy-Order (abgerufen Juli 2026).
  2. boerse.de-Börsenlexikon: Stop-Buy-Order (abgerufen Juli 2026).
  3. boerse.de-Börsenlexikon: Stop-Order (abgerufen Juli 2026).
  4. DeltaValue: Stop Order - Erklärung & Beispiel (abgerufen Juli 2026).
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