Der Schattenfinanzindex 2018

Platz 16: Das Ranking
Der internationale Zusammenschluss Tax Justice Network hat Anfang dieses Jahres seinen Financial Secrecy Index veröffentlicht. Dieser Schattenindex stuft die Länder nach ihrer Geheimhaltung und den Umfang ihrer Offshore-Finanzaktivitäten im weltweiten Vergleich ein. Somit sollen Schattenfinanzzentren offengelegt werden. Unter Schattenfinanzzentren versteht man in diesem Falle Länder, welche das Umgehen von Steuergesetzen und Transparenzvorschriften fördern. Stand ist der 17.07.2018.
Quelle: Tax Justice Network, Bild: SobyDesign / Shutterstock.com
Platz 15: Thailand
Mit einem Geheimhaltungs-Score von 78,88 Prozent landet der südostasiatische Staat auf Platz 15 im Ranking. Das Königreich weist eine relativ starke Geheimhaltung im Finanzwesen auf. Mit gerade einmal 0,1 Prozent des globalen Marktes für Offshore-Finanzaktivitäten hat Thailand nur einen geringen Anteil im Vergleich zu anderen Steueroasen inne. Mehr als die Hälfte aller KFSI Assessment Secrecy Scores des Landes, darunter Steuergerichtsgeheimnis oder die Limited Partnership Transparenz, weisen eine 100-prozentige Geheimhaltung auf.
Quelle: Tax Justice Network, Bild: Katharina Wieland Müller / pixelio.de
Platz 14: Niederlande
Die Niederlande belegen Platz 14 im Ranking - im Vergleich dazu belegte der Staat Platz 41 im Bericht aus 2015. Die Westeuropäer weisen dabei einen Secrecy Score von 66,03 Prozent aus und liegen somit fast im Mittelfeld in puncto Geheimhaltung. Der Offshore-Finanzhandel macht weniger als ein Prozent im Bezug zum globalen Handel aus. Die Niederlande weisen an einigen Stellen, wie bei bilateralen Verträgen oder bei internationalen rechtlichen Zusammenarbeiten, eine sehr hohe Transparenz auf.
Quelle: Tax Justice Network, Bild: Jasper J. Carton / pixelio.de

Platz 13: Japan
Die parlamentarische Erbmonarchie Japan belegt Platz 13 des diesjährigen Rankings. Mit einem Secrecy Score von 60,50 Prozent liegt der Staat im Mittelfeld in puncto Geheimhaltung. In einer Größenordnung von mehr als einem Prozent Anteil an Offshore-Finanzaktivitäten, zählt das Land zu einem der großen globalen Märkten.
Quelle: Tax Justice Network, Bild: istock/si-ki
Platz 12: Panama
Der spätestens mit den "Panama Papers" bekanntgewordene mittelamerikanische Staat belegt Platz zwölf des diesjährigen Financial Secrecy Index. Das Land erreicht einen Wert von 76,63 Prozent im Secrecy Score. Zehn von 20 bewertete Faktoren weisen eine 100-prozentige Geheimhaltung auf. Darunter fallen die Bekanntgabe öffentlicher Unternehmenskonten oder die Limited Partnership Transparenz. Im weltweiten Vergleich beherbergt Panama nur einen kleinen Teil, weniger als ein Prozent, der globalen Offshore-Finanzaktivitäten.
Quelle: Tax Justice Network, Bild: Oliver Brunner / pixelio.de

Platz 11: Libanon
Im diesjährigen Financial Secrecy Index belegt der Libanon Platz elf. Der Offshore-Finanzsektor macht nur 0,5 Prozent im weltweiten Vergleich aus. Der Secrecy Score weist einen Score von 72,03 Prozent auf. Im diesjährigen Index wird ersichtlich, dass keine rechtliche Transparenz vorhanden ist. In internationalen Zusammenarbeiten ist der Staat jedoch weitaus transparenter.
Quelle: Tax Justice Network, Bild: EduardoLuzzatti / istockphoto,com
Platz 10: Guernsey
Die zweitgrößte britische Kanalinsel belegt Platz zehn im diesjährigen Index und weist einen Geheimhaltungs-Score von 72,45 Prozent auf. In Guernsey spielen sich nur 0,5 Prozent des weltweiten Offshore-Finanzhandels ab, weshalb dieser Markt als klein eingestuft wird. Eine rechtliche Transparenz ist nicht vorhanden. Bei internationalen Standards und Zusammenarbeit jedoch, bemüht sich die Finanzwelt um eine lupenreine Transparenz.
Quelle: tax justice network, Bild: Karl-Heinz Schack / pixelio.de
Platz 9: Vereinigte Arabische Emirate
Die Vereinigten Arabischen Emirate belegen Platz neun des diesjährigen Financial Secrecy Index. Mit einem Secrecy Score von 83,85 Prozent weisen die Emirate einen sehr hohen Wert auf. Neben der kaum vorhandenen rechtlichen Transparenz, weisen die Emirate eine kaum vorhandene Transparenz bei der Integrität von Steuern und finanziellen Verordnungen auf. Einzig bei internationalen Standards und Kooperationen bemüht sich Dubai um eine möglichen Transparenz.
Quelle: Tax Justice Network, Bild: Karl Kaiser / pixelio.de

Platz 8: Taiwan
Platz acht sichert sich der Inselstaat Taiwan. Mit einem Secrecy Score von 75,75 Prozent reiht sich die Republik im oberen Drittel der finanziellen Geheimniskrämer ein. Mehr als die Hälfte der untersuchten Positionen weisen eine 100-prozentige Geheimhaltungsstufe auf. Der Staat gestattet nur in einigen wenigen Dingen eine gewisse Transparenz. Dazu zählen das Steuergerichtsgeheimnis oder zum Beispiel internationale rechtliche Zusammenarbeit.
Quelle: Tax Justice Network, Bild: Taipeh Tourismusbüro - www.taiwantourismus.de

Platz 7: Deutschland
Platz sieben geht an die Bundesrepublik Deutschland. Neben einem recht moderaten Secrecy Score von 59,10 Prozent zählt der deutsche Offshore-Finanzhandel zu einem der riesigen weltweit. In Deutschland werden fünf Prozent aller weltweiten Offshore-Finanzdienstleistungen getätigt. Nur in einigen wenigen Punkten ist die Finanzwelt sehr schweigsam. Bei öffentlichen Unternehmenskonten oder zum Beispiel dem aufgezeichneten Unternehmenseigentum herrscht keine Transparenz.
Quelle: Tax Justice Network, Bild: Smit / Shutterstock.com
Platz 6: Luxemburg
Das Großherzogtum belegt Platz sechs im diesjährigen Financial Secrecy Index. Neben einer mittleren Verschwiegenheit werden in Luxemburg zwölf Prozent des weltweiten Offshore-Finanzhandels getätigt. Seit 2015 hat sich der Rang nicht verändert. Der Secrecy Score beträgt 58,20 Prozent. Lediglich vier Indikatoren weisen eine totale Geheimhaltung auf. Zu diesen zählen unter anderem das aufgezeichnete Unternehmenseigentum. Im KFSI-Assessment Secrecy Score weisen drei Positionen eine 100-prozentige Transparenz auf.
Quelle: Tax Justice Network, Bild: Thomas Max Müller / pixelio.de

Platz 5: Singapur
Der kleinste Staat Südostasiens hat es beim Financial Secrecy Index 2018 in die Top fünf geschafft. Singapur weist einen Secrecy Score von 67,13 Prozent auf. Beim Insel- und Stadtstaat herrscht nur bei internationalen Standards und Kooperationen eine relative Transparenz. Alle anderen Indikatoren unterliegen einer recht hohen Geheimhaltung. Mehr als vier Prozent des weltweiten Offshore-Finanzhandels werden in Singapur abgewickelt.
Quelle: Tax Justice Network, Bild: M. Hermsdorf / pixelio.de

Platz 4: Hong Kong
Die Sonderverwaltungszone Hong Kong, gelegen an der Südküste der VR China, belegt im diesjährigen Index den vierten Platz. Die Weltstadt hat einen Secrecy Score von 71,05 Prozent. Etwa die Hälfte aller bewerteten Indikatoren weisen eine 100-prozentige Geheimhaltung vor der Öffentlichkeit auf. Am meisten Transparenz herrscht wiederum bei internationalen Zusammenarbeiten und Standards.
Quelle: Tax Justice Network, Bild: Michael Lemke / pixelio.de

Platz 3: Cayman Islands
Das britische Überseegebiet belegt im diesjährigen Financial Secrecy Index den dritten Platz. Die Inselgruppe weist einen Secrecy Score von 72,28 Prozent auf. Knapp vier Prozent des weltweiten Offshore-Finanzhandels wird auf den Cayman Islands abgewickelt. Eine relative Transparenz herrscht auch hier nur im Rahmen internationaler Beziehungen. Die Inselgruppe ist bei internen Finanzangelegenheiten sehr schweigsam.
Quelle: Tax Justice Network, Bild: Jo Ann Snover / Shutterstock.com
Platz 2: USA
Die Vereinigten Staaten belegen den zweiten Platz. Bei einem moderaten Secrecy Score von 59,83 Prozent, werden hier 22,3 Prozent aller weltweiten Offshore-Finanzdienstleistungen abgewickelt. Somit zählen die USA zu den riesigsten Märkten für den Offshore-Handel. Bei der Integrität von Steuern und finanziellen Verordnungen und im Rahmen internationaler Kooperationen weist die USA eine relativ hohe Transparenz auf. Währenddessen ist die rechtliche Transparenz und die Registrierung von Eigentum von Geheimhaltung geprägt.
Quelle: Tax Justice Network, Bild: Rainer Sturm / pixelio.de

Platz 1: Schweiz
Platz eins des diesjährigen Financial Secrecy Index geht an die Schweiz. Die Eidgenossen wickeln knapp fünf Prozent des weltweiten Offshore-Handels ab. Dabei weisen sie einen Secrecy Score von 76,45 Prozent auf. Das Land hat keine rechtliche Transparenz und auch die Registrierung von Eigentum unterliegt der Geheimhaltung. Bei internationalen Kooperationen ist jedoch eine relative Transparenz zu erkennen.
Quelle: Tax Justice Network, Bild: Basov Mikhail / Shutterstock.com
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