Aumann: Lohnt der Einstieg noch?
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Die Ankündigung der Sonderdividende für 2025 hat der Aktie von Aumann wieder Schub gegeben. Die bilanzielle Stärke verdeckt dabei die operativen Schwächen.
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Beim Maschinenbauer Aumann lag das erste Quartal 2026 im Rahmen der Erwartungen. Das ändert allerdings nichts daran, dass das Unternehmen operativ 2026 den Rückwärtsgang eingelegt hat. So sank der Umsatz um über 38 Prozent und das Konzernergebnis brach sogar um über 48 Prozent ein. Ungeachtet dessen ist Aumann bilanziell und finanziell überaus solide aufgestellt.
Sonderdividende aus der Portokasse
Bei einer Marktkapitalisierung von rund 175 Mio. Euro bringt Aumann ein Eigenkapital von 197 Mio. Euro (per 31.3.2026) auf die Waage. Damit beträgt das Kurs-Buchwert-Verhältnis weniger als 0,9. Die Liquidität zum Ende des ersten Quartals lag wiederum bei 137 Mio. Euro. Pro Aktie sind das 10,60 Euro – oder anders ausgedrückt: Bei einem Kurs von 13,50 Euro sind knapp 80 Prozent des Kurses mit Liquidität unterlegt. Demnach kann sich das Unternehmen die Sonderdividende von 0,86 Euro je Aktie gut leisten. Insgesamt werden sogar 1,11 Euro pro Anteilschein an die Aktionäre ausgeschüttet. In Summe sind dies gut 14,3 Mio. Euro.
Warten bis Ende August
Technisch klopft die Aktie nach dem jüngsten Zwischenspurt an den Widerstand bei rund 13,80 Euro. Gelingt der Ausbruch über diese Marke, könnte das Papier im Vorfeld der Hauptversammlung am 28. August sogar wieder den Bereich um 14,50/15,00 Euro ansteuern. Ein Rückgang auf die Unterstützung im Jahreschart bei 12,20 Euro erscheint vor dem Hintergrund der ausgerufenen Sonderdividende eher unwahrscheinlich.
Fazit
Kein Wachstum aktuell, kein Wachstum in naher Zukunft, aber eine bombenfeste Bilanz mit hoher Liquidität. Das genügt den Aktionären momentan und da ist die Ankündigung der Sonderdividende ein cleverer Schachzug. Die Summe von 14,3 Mio. Euro dürfte dem Unternehmen nicht wehtun. Mittelfristig muss jedoch auch wieder Geschäftswachstum her, sonst ist die Liquidität irgendwann verfrühstückt. Noch überzeugen Kurs-Buchwert-Verhältnis und Liquidität pro Aktie. Hier noch auf den Zug aufzuspringen, dürfte sich aber nur dann rechnen, wenn das Unternehmen schon bald nennenswerte Umsätze aus neuen Wachstumsmärkten im Segment Next Automation generieren kann. Ob das bereits 2027 der Fall sein könnte, ist offen.
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Erstellung am 26.5.26 um 9:15 Uhr.
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