Euro tritt auf der Stelle
NEW YORK (dpa-AFX) - Der Euro hat sich am Mittwoch im späten US-Devisenhandel nicht mehr stärker bewegt. Zuletzt notierte die europäische Gemeinschaftswährung mit 1,1120 US-Dollar und damit auf dem Niveau des späten europäischen Währungsgeschäfts. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1115 (Dienstag: 1,1162) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8997 (0,8959) Euro.
Dass der Ifo-Index überraschend auf den höchsten Stand seit einem halben Jahr anstieg, stützte den Euro nicht nachhaltig. Das Geschäftsklima habe Hoffnungen auf eine wieder bessere Konjunktur im kommenden Jahr gestärkt, urteilte Commerzbank-Ökonom Ralph Solveen. Allerdings macht ihm die Industrie nach wie vor Sorgen. Das Ifo-Geschäftsklima gilt als der wichtigste Frühindikator für die deutsche Wirtschaft.
Davon abgesehen blieb die Nachrichtenlage vor dem sich nähernden Weihnachtsfest ruhig. Händler verabschieden sich zunehmend in die Ferien. Die somit abnehmende Marktliquidität birgt die Gefahr ruckartiger Kursbewegungen, die nach aller Erfahrung aber selten nachhaltig sind.
Auch aus den USA kamen keine neuen Impulse, nennenswerte Konjunkturdaten standen dort nicht auf dem Programm. Marktteilnehmer beobachten allerdings das Amtsenthebungsverfahren gegen Präsident Donald Trump. Das von Demokraten dominierte Repräsentantenhaus will an diesem Mittwoch über das Verfahren abstimmen. Im Senat, der ebenfalls zustimmen müsste, um Trump seines Amtes zu entheben, sind allerdings die Republikaner in der Mehrheit./bek/jha/