Die angesagtesten deutschen Tech-Startups

Platz 17: SoundCloud
SoundCloud gehört zu Europas bekanntesten Musikunternehmen. Musiker und DJs können auf der Plattform ihre Musik und Remixes hochladen, Fans können diese Stücke anhören und den Künstlern und Plattenfirmen folgen. Ebenso wie Spotify und Tidal positioniert sich SoundCloud als einer der Hauptakteure in dem herannahenden Streaming-Konflikt zwischen Apple und den europäischen Technologie-Startups.
Im Mai 2014 gab es Spekulationen, dass Twitter im Begriff sei, SoundCloud aufzukaufen, um Musikangebote in seine Dienste zu integrieren. Es kam allerdings zu keiner Einigung und die Übernahme, die einen gemunkelten Wert von rund einer Milliarde US-Dollar haben sollte, wurde abgesagt. Gerüchten zufolge scheiterte die Einigung an Problemen mit Urheberrechten auf der
Plattform.
Quelle: Bild: SoundCloud

Platz 16: EyeEm
Die Berliner Foto-Sharing App EyeEm nahm 2010 ihren Anfang, als der CEO Florian Meissner in New York seine Kamera verlor. Er musste als Ersatz sein iPhone benutzen und entdeckte in diesem Zusammenhang die Vorteile der Netzgemeinschaft beim Teilen von Bildern. EyeEm unterscheidet sich von Instagram dadurch, dass Nutzer hier ihre Bilder nicht nur uploaden und teilen können, sondern auch direkt über die Anwendung verkaufen.
2014 gab es Gerüchte über ein Kaufinteresse an EyeEm von Yahoo. Ein Handel kam allerdings nie zustande.
EyeEm erhielt im April im Rahmen einer Finanzierungsrunde 18 Millionen US-Dollar (16 Millionen Euro) - unter anderem von Valar Ventures.
Quelle: Bild: EyeEm

Platz 15: Delivery Hero - Lieferheld
Das 2011 gegründete Delivery Hero ist ein Online-Dienst für Essensbestellungen in 34 Ländern rund um die Welt. Nutzer können hier Essen von Restaurants bestellen und der Dienst kümmert sich um die Abwicklung der Bezahlung und Lieferung. Das Unternehmen beschäftigt weltweit über 1.500 Angestellte unter Beteiligung von über 100.000 Restaurants.
Delivery Hero expandiert nach Übersee unter anderem durch das Aufkaufen lokaler Essenslieferanten. 2013 erfolgte die Übernahme des britischen Liefer-Startups Hungryhouse; das Türkische Lieferunternehmen Yemeksepeti kauften sie im Mai für 589 Millionen US-Dollar (543 Millionen Euro).
Quelle: Bild: Lieferheld

Platz 14: Blacklane
Als Deutschlands Antwort auf Uber ist Blacklane seit seiner Gründung im Jahr 2011 rasant gewachsen. Das Startup erhielt mehr als 22 Millionen US-Dollar (20 Millionen Euro) an Finanzierung und expandierte bis 2013 auch nach Österreich, Italien, Frankreich, Großbritannien, die Schweiz und die Niederlande. Jetzt arbeitet das Unternehmen auch in Nordamerika und ist in mehr als 50 Ländern weltweit aktiv.
Zwischen Blacklane und Uber bestehen einige Unterschiede. Mit Blacklane können Nutzer zum Beispiel Fahrten im Voraus buchen und sie können das Unternehmen auch anrufen, um ein Auto zu bestellen.
Blacklanes CEO Dr. Jens Wohltorf erzählte Tech.eu in einem Interview, dass das sein Unternehmen inzwischen 185 Städte und 300 Flughäfen bedient, mehr als der große Konkurrent Uber. Internationales Wachstum ist nach wie vor Blacklanes größte Priorität, daher wurde sogar der Smart Autoservice in Berlin eingestellt, um sich verstärkt auf die internationale Expansion zu konzentrieren.
Quelle: Bild: Blacklane

Platz 13: ReseachGate
ReseachGate ist ein soziales Wissenschafts-Netzwerk, auf dem Ergebnisse geteilt und diskutiert werden können. Forscher laden hier ihre Projekte hoch und bekommen dann Rückmeldung zu deren Beliebtheit unter Gleichgesinnten. Dies gibt Aufschluss darüber, welche Studien die nützlichsten und interessantesten sind.
Das Unternehmen begann 2008 in Boston, zog aber bald nach Berlin um. 2013 erhielt ResearchGate 35 Millionen US-Dollar (32 Millionen Euro) von Investoren wie dem Microsoft-Gründer Bill Gates, Tenaya Capital, Dragoneer Investment Group und Thrive Capital.
Quelle: Bild: ResearchGate

Platz 12: 6Wunderkinder
Der deutsche Entwickler 6Wunderkinder steckt hinter 'Wunderlist', einer der bekanntesten To-do-Listen-Apps im App Store. Apple ist ein großer Fan der Anwendung und ernannte die Mac Version zur App des Jahres 2013. Der Dienst hat eine sehr umfangreiche Nutzerbasis gewonnen - Ende 2014 nutzten mehr als 10 Millionen User die App.
Eine Wunderlist-App für die Apple Watch wurde im April veröffentlicht und von Apple im App Store empfohlen.
Quelle: Bild: 6wunderkinder

Platz 11: Crytek
Crytek ist Deutschlands berühmtester Spieleentwickler. Das Studio wurde 1999 gegründet und macht bis heute Spiele in genau dem Frankfurter Büro, in dem auch die Spieleserien 'Far Cry' und 'Crysis' ihren Anfang nahmen.
CEO Cevat Yerli erzählte VentureBeach in 2013, dass das Unternehmen innerhalb der nächsten zwei bis fünf Jahre vollständig in den Bereich der Free-to-Play Onlinespiele überwechseln möchte.
Quelle: Bild: Crytec

Platz 10: Clue
Clue ist eine App für Frauen, die ihren Menstruationszyklus im Auge behalten wollen. Die Anwendung benachrichtigt die Nutzer über den voraussichtlichen Zeitpunkt der nächsten Regelblutung und ermöglicht die Eingabe von Informationen über Stimmung, Schmerzen und sexuelle Aktivität. Sie beantwortet sogar Gesundheitsfragen, etwa ob der Zyklus sich im Normbereich befindet.
Das Unternehmen beschäftigt auch einen medizinischen Experten. Wie Venture Village berichtet, erhielt Clue seine Startfinanzierung von Hussein Kanji von Hoxton Ventures. Auch Arndt Kwiatowski und Marianne Voigt, die zuvor als CEO und CEO bei Immobilienscout tätig waren, waren bei der Erstfinanzierung mit im Boot.
Quelle: Bild: Clue

Platz 9: RivalFox
Es ist kein Geheimnis, dass das Dasein als Startup-Unternehmer sehr wettbewerbsintensiv ist. Alle wollen wissen, was alle anderen machen. RivalFox kann dabei helfen. Das Startup beobachtet unter anderem Social Media, Online Werbung und Suchmaschinenoptimierung der direkten Konkurrenten, um deren Aktivität zu verstehen. Die Daten werden als Berichte ausgegeben.
Die Gründer von RivalFox hatten die Idee in 2013. Vorher betrieben Sie ein Startup für Hotelbuchungen und verpassten die Markteinführung von HotelTonight, weil sie ihre Konkurrenz nicht gut genug im Auge hatten.
Quelle: Bild: Rivalfox

Platz 8: Eyeo
Eyeo ist das Kölner Unternehmen hinter der beliebten 'AdBlock Plus' Browsererweiterung, die überall im Netz Werbeanzeigen blockiert. Seit der Veröffentlichung in 2006 arbeitet das Unternehmen außerdem an einem Browser, der Webseiten vom Werbungs-Wirrwarr befreien soll.
Eyeo zufolge wurde die Browsererweiterung über 400 Millionen Mal heruntergeladen - die aktive Nutzerzahl schätzt der Konzern auf rund 50 Millionen. AdBlock Plus bietet eine Whitelist mit zulässigen Werbeanzeigen, aber nur eine Handvoll von Unternehmen bezahlen für einen Platz auf dieser begehrten Liste.
Quelle: Bild: Eyeo

Platz 7: GetYourGuide
Nichts ist schlimmer, als bei einer Stadttour mit einem unerfahrenen Touristenführer unterwegs zu sein. Zum Glück gibt es GetYourGuide, über deren Seite Reisende Touren und Führer buchen können. Damit können sie weltweit all die einzigartigen Erlebnisse finden, die sie sonst niemals gesehen hätten.
Das Unternehmen begann 2008 in Zürich, zog dann aber seinen Hauptsitz nach Berlin um. GetYourGuide hat seit seiner Gründung 45,5 Millionen US-Dollar (42 Millionen Euro) an Investitionen erhalten. Allein 2014 kamen 25 Millionen US-Dollar (23 Millionen Euro) dazu, mit der die internationale Expansion finanziert werden soll.
Quelle: Bild: Get Your Guide

Platz 6: Nitrokey
Nutzern, für die die Verschlüsselung von Emails, Daten und Passwörterm ein Problem ist, bietet Nitrokey eine Lösung. Das gleichnamige Produkt des Unternehmens ist ein USB-Stick, der all diese Probleme löst und die Nutzerdaten sicher verstaut.
Die teureren Versionen des Nitrokeys erlauben die Speicherung verschlüsselter Daten auf dem Gerät, das Beta Speicher Modell erlaubt es Nutzern, bis zu 32GB verschlüsselt auf dem Gerät zu verwahren.
Nitrokey ist bereits seit geraumer Zeit am Markt. Seit den Anfängen als 'Crypto Stick' im Jahr 2008 hat das Produkt schon eine ganze Reihe verschiedener Versionen durchlaufen.
Quelle: Bild: NItrokey

Platz 5: Wooga
Wooga ist ein Berliner Spieleentwickler für mobile Plattformen. Genau wie King Digital, der Entwickler der 'Candy Crush' Reihe, hat Wooga ein gigantisches Publikum für seine Spiele gefunden. Nach eigener Aussage spielen über 200 Millionen Menschen schon die Wooga-App 'Diamond Dash'.
Wooga hat aber nicht einfach nach dem ersten Hit aufgehört. Sie veröffentlichten außerdem ein Apple Watch Spiel sowie 'Agent Alice', ihre große neue mobile App. CEO Jens Begemann sagt, dass über 80 Entwickler 18 Monate lang an dem Spiel gearbeitet haben.
Quelle: Bild: Wooga

Platz 4: Onefootball
Die mobile App Onefootball bringt Nachrichten, Umfragen, Spielstände und Gerüchte rund um Fußball an einem Ort zusammen. Fußballfans sind immer interessiert an allen Informationen zum Sport und so hat das Unternehmen bereits über 20 Millionen registrierte Nutzer auf seiner Plattform.
Seit dem Start in 2008 hat Onefootball über 20 Millionen US-Dollar an Investitionen erhalten, unter anderem von Earlybird Venture Capital und Union Square Ventures.
Quelle: Bild: Onefootball

Platz 3: Plinga
Der Spieleentwickler Plinga ist in Berlin ansässig und entwickelt Social Games für ein breites Publikum. Das 2009 gegründete Unternehmen veröffentlichte eine Reihe von Spielen, unter anderem 'Family Barn' (27 Millionen Spieler) und 'Dragons of Atlantis' (13 Millionen Spieler).
Im Gegensatz zu den Spielen der Konkurrenz ermöglicht es Plinga, die Spiele überall im Netz einzubetten. Das bedeutet, dass Spieler nicht auf Plingas Seiten angewiesen sind. Bei Rivalen wie Zynga und King ist das anders.
Plinga begann seine Laufbahn in direkter Konkurrenz zu Zynga mit dem Spiel 'FunCards' ("Wie UNO, nur besser!"). Finanziert wurden die ersten Schritte von Rocket Internet, der deutschen Investmentfirma der Samwer-Brüder.
Quelle: Bild: Plinga

Platz 2: Crate
Crate bietet anderen Startups und Unternehmen eindrucksvolle technologische Lösungen zur Einrichtung ihrer verteilten Datenzentren. Das ist besonders gefragt, da Startups nicht all ihre Daten an einem Ort lagern wollen. Mit Crate können Unternehmen ihre Daten verteilen und der Dienst übernimmt dabei die ganze Arbeit.
2014 erhielt Crate 1,5 Millionen US-Dollar (1,4 Millionen Euro) von Investoren wie Sunstone und DFJ Esprit. Im gleichen Jahr gewannen sie gegen harte Konkurrenz einen Preis von 30.000 Pfund Sterling (43.000 Euro) bei der TechCrunch Disrupt Europe.
Quelle: Bild: Crate Technology

Platz 1: Foundd
Die Webseite Foundd bietet ihren Nutzern Filmempfehlungen. Dabei richtet sie sich sowohl nach den Präferenzen der Nutzer als auch nach denen ihrer Freunde. Das unterscheidet den Dienst von Konkurrenten wie Netflix, die nur die Nutzervorlieben berücksichtigen.
Das Unternehmen verdient Geld, wenn Nutzer über das Portal Filme bei iTunes kaufen und möchte daher natürlich nur die bestmöglichen Empfehlungen geben. Mashable berichtet, dass Foundd allein im Jahr 2013 350.000 US-Dollar (323.000 Euro) von Investoren wie JMES Investments, Lars Dittrich und Tao Tao, dem Mitgründer von GetYourGuide, erhalten hat.
Quelle: Bild: Foundd
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