Die Top- und Flopaktien in den ersten neun Monaten im DAX

Platz 30: Hypo Real Estate Holding AG
Die Aktie des Hypothekenfinanzierers Hypo Real Estate brach im Jahresverlauf massiv ein. Die Finanzmarktkrise hatte den Konzern so deutlich belastet, dass zum Ende des dritten Quartals nur ein milliardenschweres Notpaket von Bund und Banken einen Zusammenbruch verhindern konnte. Mit einem Kursminus von knapp 90 Prozent zwischen Januar und September war die HRE-Aktie der mit Abstand schwächste DAX-Wert.

Platz 29: Commerzbank AG
Zu den schwächsten Titeln unter den deutschen Standardwerten gehörte zwischen Januar und September die Commerzbank AG. Der Anteilsschein verlor mehr als 60 Prozent seines Wertes, was insbesondere der Unsicherheit der Anleger im Bezug auf die Kapitalausstattung des Unternehmens zu schulden war. Auch der Kauf der Dresdner Bank schürte die Sorgenfalten weiter, ist dieser doch mit erheblichem finanziellen Aufwand verbunden.

Platz 28: MAN AG
Der LKW-Bauer MAN hatte zum Jahresauftakt an der gescheiterten Scania-Übernahme zu knabbern. Die Aktie brach bereits im ersten Quartal deutlich ein, die Talfahrt ging im zweiten und dritten Quartal weiter. Nach neun Monaten musste der Anteilsschein ein Kursminus von mehr als 58 Prozent hinnehmen. Die Aktie des Nutzfahrzeugriesen landet damit auf Platz 28.

Platz 27: Deutsche Postbank AG
Nachdem im ersten Halbjahr noch Übernahmespekulationen den Anteilsschein der Postbank deutlich getrieben hatten, geht die Finanzmarktkrise im dritten Quartal auch an dem inzwischen an die Deutsche Bank verkauften Finanzhaus nicht vorbei. Die Aktie verliert im bisherigen Jahresverlauf mehr als 56 Prozent.

Platz 26: Deutsche Börse AG
Trotz steigenden Handelsvolumens und erhöhter Umsätze geht der Frankfurter Börsenbetreiber nicht als Nutznießer aus der Finanzmarktkrise hervor. Die Aktie verbilligt sich in den ersten neun Monaten um knapp 53 Prozent - damit gehört der Börsenbetreiber zu den fünf schlechtesten DAX-Werten.

Platz 25: Infineon Technologies AG
Die anhaltenden Probleme beim Sorgenkind Qimonda sowie sinkende Chippreise und schwache Nachfrage sorgten für eine enttäuschende Geschäftsentwicklung beim deutschen Halbleiterhersteller Infineon. Mit einem Kurseinbruch von mehr als 51 Prozent gehörte die Aktie zu den sechs schlechtesten DAX-Werten.

Platz 24: Daimler AG
Der Autobauer Daimler konnte mit seinen Absatzzahlen im bisherigen Jahresverlauf nicht überzeugen. Zudem sorgten anhaltende Spekulationen um eine Gewinnwarnung für eine Flucht der Anleger aus der Aktie - Daimler-Titel verloren in den ersten neun Monaten knapp 47 Prozent an Wert.

Platz 23: ThyssenKrupp
Die positive Performance aus dem ersten Halbjahr konnte der Stahlkonzern ThyssenKrupp im dritten Quartal nicht fortsetzen. Steigende Rohstoffkosten drückten die Aktie im bisherigen Jahresverlauf um mehr als 45 Prozent - Platz 23 unter den deutschen Standardwerten.

Platz 22: Deutsche Bank AG
Die Finanzmarktkrise sorgte für eine Flucht aus Titeln von Bankkonzernen Das bekam auch der deutsche Branchenprimus zu spüren: In den ersten neun Monaten ging es für den Anteilsschein um knapp 45 Prozent abwärts.

Platz 21: Siemens AG
Mit einem Kurseinbruch um knapp 40 Prozent gehörte der Technologiekonzern Siemens zu den zehn schlechtesten DAX-Performern im ersten Dreivierteljahr. Der Skandal um Schmiergeldzahlungen und Schwarze Kassen wirkt weiter nach.

Platz 20: METRO AG
Trotz der anhaltend positiven Entwicklung der Wachstumstreiber Media Markt und Saturn machte sich die sinkende Kaufbereitschaft der Konsumenten auch bei dem Handelskonzern Metro bemerkbar. Die Aktie brach zwischen Januar und September um mehr als 38 Prozent ein.

Platz 19: Deutsche Post AG
Der Logistikkonzern Deutsche Post konnte im dritten Quartal zeitweise von dem Verkauf der Deutschen Postbank an den Branchenprimus Deutsche Bank profitieren. Dennoch konnte sich der Anteilsschein nicht gegen den negativen Markttrend stemmen, in den ersten neun Monaten verlor die Post-Aktie mehr als 37 Prozent an Wert.

Platz 18: Bayerische Motoren Werke AG
Hohe Ölpreise und steigende Rohstoffkosten haben sich deutlich in der Entwicklung der BMW-Aktie niedergeschlagen. Eine drastische Gewinnwarnung verstärkte den Abwärtstrend - mit einem Minus von knapp 36 Prozent landete der Anteilsschein des Automobilkonzerns auf Platz 18 der 30 DAX-Werte.

Platz 17: Allianz SE
Die Zeiten, in denen der Versicherungsriese Allianz von einem Rekordgewinn zum nächsten eilte, sind vorbei. Insbesondere die Beinahe-Pleite des US-Konkurrenten AIG hatte die Münchener im dritten Quartal in Mitleidenschaft gezogen. Dadurch ergab sich in den ersten neun Geschäftsmonaten bei der Allianz-Aktie ein Minus von knapp 35 Prozent.

Platz 16: BASF SE
BASF-Titel verloren in den ersten neun Geschäftsmonaten mehr als 33 Prozent. Damit landeten die Ludwigshafener auf Platz 16 der DAX-Performer.

Platz 15: Henkel KGaA
Wenig Freude hatten Aktionäre des Konsumgüterkonzerns Henkel an ihrem Investment. Die Aktie brach im bisherigen Jahresverlauf knapp 33 Prozent ein.

Platz 14: RWE AG
Trotz rekordhoher Energiepreise hatte der Energieversorger RWE in den letzten neun Geschäftsmonaten mit Kursabschlägen zu kämpfen. Mit einem Minus von fast 30 Prozent landetet der Konzern auf Rang 14 der Top-DAX-Werte.

Platz 13: Deutsche Telekom
Anteilseigner der Deutschen Telekom sind beim Blick auf die Kursentwicklung der ehemaligen Volksaktie Kummer gewöhnt. Auch zwischen Januar und September 2008 entwickelte sich die Aktie erneut schlechter und verlor 28 Prozent an Wert.

Platz 12: adidas AG
Obwohl der Sportartikelhersteller adidas von der Fußball-Europameisterschaft und guten Zahlen der Konkurrenz profitierte, spiegelte sich dies in der Kursentwicklung während der ersten neun Monate kaum wider. Die Aktie gab mehr als 26 Prozent nach.

Platz 11: E.ON AG
Das Indexschwergewichtes E.ON büßte nach einer moderaten Halbjahresperformance im dritten Quartal ein und verpasste den Sprung unter die Top 10. Die Aktie gilt zwar in Zeiten volatiler Märkte gemeinhin als vergleichsweise stabile Anlagealternative, dennoch verlor sie in den ersten neun Monaten 25 Prozent.

Platz 10: Deutsche Lufthansa AG
Weiterhin hohe Ölpreise sorgen insbesondere in der Luftfahrtbranche für erhebliche Belastungen. Auch der deutsche Flugkonzern Lufthansa hat mit explodierenden Treibstoffkosten zu kämpfen. Zudem gehen die Konsolidierungsprozesse in der Branche weiter. Die Aktie gibt in den ersten neun Monaten um mehr als 24 Prozent nach - Platz 10 unseres Rankings.

Platz 9: Bayer AG
Mit einem Kursminus von mehr als 17 Prozent landete die Bayer-Aktie auf Rang 9 und konnte sich damit im Vergleich zum Halbjahr um einen Platz nach vorn schieben.

Platz 8: Continental AG
Anteilsscheine des Automobilzulieferers Continental konnten im dritten Quartal von Übernahmespekulationen profitieren und das Minus des ersten Halbjahres weitgehend ausgleichen. Mit dem Einstieg des Familienkonzerns Schaeffler war die Phantasie jedoch bereits wieder raus, die Aktie brach im Neunmonatszeitraum um mehr als 17 Prozent ein.

Platz 7: Linde AG
Aktien des Industriegasekonzerns Linde, die in den ersten beiden Quartalen noch vergleichsweise geringe Kurseinbußen hinnehmen mussten, bauten ihr Minus im dritten Quartal aus. Mit einem Abschlag von 16,5 Prozent landet Linde auf Platz 7.

Platz 6: Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft AG
Titel des Rückversicherers Münchener Rück haben sich in den ersten neun Monaten schlechter entwickelt und rutschten um mehr als 16 Prozent ab. Damit sicherte sich der Konzern Platz 6 unter dem Top-Performern und hat unter den Finanztiteln im DAX trotz der sich ausweitenden Krise am Besten abgeschnitten.

Platz 5: Merck KGaA
Der Darmstädter Merck-Konzern landete mit einem Kursminus von 14 Prozent zwischen Januar und September auf Platz 5 unseres Rankings. Das Darmkrebsmittel Erbitux hat als Umsatzgarant größere Kurseinbrüche bei dem Pharmakonzern verhindert.

Platz 4: Fresenius Medical Care AG
Fresenius Medical Care kann nach neun Monaten auf einen nahezu unverändert gebliebenen Aktienkurs zurückblicken. Das sichert dem Unternehmen Platz 4 in der Liste der DAX-Performer.

Platz 3: SAP AG
Die Aktie des Walldorfer Softwarekonzerns SAP landete mit einem Kursplus von rund sechs Prozent auf Platz 3 der Top-DAX-Performer. Besonders in den letzten drei Monaten legte der Anteilsschein den Turbo ein: Im ersten Halbjahr hatten sich die Aktionäre noch über ein Minus bei dem Oracle-Konkurrenten abfinden müssen.

Platz 2: K+S AG
Der Düngemittel- und Salzhersteller K+S hat den Sprung unter die Standardwerte erst im dritten Quartal des laufenden Jahres geschafft. Der Aufstieg in den DAX half der Aktie kräftig auf die Sprünge, auch die anhaltend hohe Nachfrage nach Düngemitteln trieb den Anteilsschein in den ersten neun Monaten um knapp 20 Prozent nach vorn.

Platz 1: Volkswagen
Aktionäre des Wolfsburger Autobauers Volkswagen können sich in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres über ein kräftiges Kursplus freuen. Die Aktie des Automobilkonzerns zieht von Januar bis September um 78 Prozent an und profitiert dabei auch von der Kontrollübernahme durch den Sport- und Geländewagenhersteller Porsche. Anleger spekulieren auf eine Komplettübernahme.
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