VW & Porsche - Die Chronik eines Machtkampfes

Platz 71: 1. Dezember 1930
Ferdinand Porsche machte sich mit einem eigenen Konstruktionsbüro selbstständig.

Platz 70: 25. April 1931
Das Konstruktionsbüro wird als Dr. Ing. h.c. F. Porsche Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Konstruktionen und Beratungen für Motoren und Fahrzeugbau im Register für Gesellschaftsfirmen eingetragen. Die Firmenanteile lagen unter anderem zu 70 % bei Porsche und zu 15 % bei Porsches Schwiegersohn, dem Wiener Rechtsanwalt Anton Piëch.

Platz 69: 1931
Von Porsche wurde für NSU der Mittelklassewagen Porsche Typ 32 entworfen. Dieser wies bereits viele Gemeinsamkeiten mit dem VW Käfer auf.

Platz 68: Ab 1934
Dieser Auftrag entwickelte sich zur wirtschaftlichen Basis des Konstruktionsbüros. Zudem wird Porsche das Konstruktionsbüro des neu gegründeten Volkswagenwerks. In diesem wird Ferdinand Porsche Hauptgeschäftsführer und Mitglied des Aufsichtsrats.

Platz 67: 22. Juni 1934
Mit dem Bau eines Prototyps des Volkswagens wird Ferdinand Porsche beauftragt.

Platz 66: 1937 bis April 1945
Das Volkswagenwerk begleicht der Porsche KG Rechnungen in einer Gesamthöhe von 20,6 Millionen RM für Entwicklungs- und Versuchsaufwendungen sowie sonstige Dienstleistungen.

Platz 65: 1948
Ferdinand Porsche schließt mit dem Volkswagenwerk einen Vertrag, der die finanzielle Basis für die zukünftige Autofabrik und die Handelsgesellschaft Porsche Holding darstellt.

Platz 64: 1951
Ferdinand Porsche stirbt und vererbt unter anderem seiner Tochter Louise, die mit Anton Piëch verheiratet ist, die Hälfte der Unternehmensanteile.

Platz 63: 1972
Ferry Porsche und Louise Piëch entscheiden, dass in den Folgegenerationen keine Familienmitglieder mehr in den Gesellschaften arbeiten dürfen. Bis heute bleiben die Stammaktien im Besitz der Familien Piëch und Porsche.

Platz 62: 1. Januar 1993
Ferdinand Piëch, ein Enkel von Ferdinand Porsche, übernimmt den Vorstandvorsitz der Volkswagen AG.

Platz 61: Herbst 2005
Porsche wird für rund 3 Mrd. Euro mit einem Anteil von 20 % größter Aktionär bei VW. Damit möchte man einer feindlichen Übernahme durch VW vorbeugen.

Platz 60: November 2006
Porsche erhöht den Anteil an VW auf 27,4 Prozent.

Platz 59: 26. März 2007
Der Anteil Porsches an VW beträgt mittlerweile 30,9 Prozent. Das macht den Sportwagenhersteller mit Abstand zum größten Anteilseigner vor dem Land Niedersachsen mit 20,20 Prozent. Porsche möchte das VW-Gesetz kippen und die Sitzeverteilung im Aufsichtsrat der VW AG den neuen Eigentümerverhältnissen anpassen.

Platz 58: 28. März 2007
Porsche gibt bekannt, die Führung bei VW nicht ändern zu wollen.

Platz 57: 26. Juni 2007
Im Zuge der Anteilsaufstockung bei VW wird auf Beschluss einer außerordentlichen Hauptversammlung das operative Geschäft der Porsche AG in eine neu gegründete Tochtergesellschaft Porsche Vermögensverwaltungs AG ausgegliedert.

Platz 56: 23. Oktober 2007
Der Europäische Gerichtshof befindet das VW-Gesetz als europarechtswidrig.

Platz 55: 16. September 2008
Der Anteil von Porsche an VW liegt nun bei 35,14%. Das macht VW rechtlich zu einem Tochterunternehmen Porsches.

Platz 54: 28. Oktober 2008
Im Zuge der Anteilsaufkäufe kommt es zu einer starken Verknappung der VW-Aktien und der Kurs liegt zeitweise über 1.000 Euro, was VW kurzzeitig zum teuersten Unternehmen der Welt macht.

Platz 53: 13. November 2007
Die Volkswagen AG soll laut Porsche als eigenständiges Unternehmen erhalten bleiben. Zudem erteilte Wiedeking einer Fusion der beiden Unternehmen eine Absage. "Porsche bleibt Porsche und Volkswagen bleibt Volkswagen."

Platz 52: 5. Januar 2009
Mittlerweile hält Porsche 50,76% der Volkswagen-Stammaktien und ist damit Mehrheitseigner der Volkswagen AG.

Platz 51: 25. Februar 2009
Porsche ringt mit den Banken um die Refinanzierung eines Zehn-Milliarden-Kredits, der auch für die VW-Übernahme gebraucht wird. Die Verhandlungen gestalten sich aufgrund der aktuellen Lage an den Finanzmärkten "nicht ganz einfach".

Platz 50: 06. April 2009
Die Porsche Automobil Holding SE will einem Pressebericht zufolge Teile ihres Vermögens gegen Volkswagen-Aktien eintauschen. Auf diese Weise könne der Sportwagenhersteller seine Beteiligung an dem Wolfsburger Automobilhersteller aufstocken, ohne sich noch mehr zu verschulden.

Platz 49: 23. April 2009
Volkswagen spielt einem Pressebericht zufolge eine Übernahme seines Großaktionärs Porsche durch. Die Wolfsburger wollen sich die aktuelle Schwäche des Zuffenhausener Sportwagenherstellers zunutze machen.

Platz 48: 6. Mai 2009
Porsche strebt die Schaffung eines integrierten Automobilkonzerns mit der Volkswagen AG an. Der Plan einer Übernahme muss aufgrund der Finanzierungsprobleme bei den Bankkrediten aufgegeben werden.

Platz 47: 10. Mai 2009
Die künftigen Mehrheitsverhältnisse im neuen Konzern scheinen nach Medienberichten weitgehend geklärt, ebenso die künftige Firmenzentrale. Diese soll demnach in Wolfsburg oder Hannover angesiedelt werden. Ebenso heißt es, dass die beiden Familien Porsche und Piëch an der neuen Gesellschaft je nach Bewertung insgesamt zwischen 45 und 55 Prozent der Aktien halten können.

Platz 46: 12. Mai 2009
Porsche sieht offenbar einer Untersuchung durch die BaFin entgegen, so die „WirtschaftsWoche“. Die Staatsanwaltschaft sei noch nicht informiert worden, wird eine BaFin-Sprecherin zitiert. Dies werde erst geschehen, wenn die BaFin weitere Anhaltspunkte für eine Marktmanipulation habe. Die Untersuchung wurde nach Angaben der BaFin durch einen Bericht der "WirtschaftsWoche" vom vergangenen Freitag ausgelöst. Diese hatte von Hinweisen berichtet, dass Porsche möglicherweise schon deutlich früher als bislang bekannt das Ziel verfolgte VW zu übernehmen.

Platz 45: 13. Mai 2009
Porsche hat die in der „WirtschaftsWoche“ erhobenen Vorwürfe der Marktmanipulation zurückgewiesen. Das Blatt hatte berichtet, Porsche-Vertreter hätten schon Mitte Februar letzten Jahres gegenüber der niedersächsischen Landesregierung die Absicht geäußert, Volkswagen beherrschen zu wollen. „Diese Behauptung ist falsch“, so Porsche.

Platz 44: 17. Mai 2009
Im Ringen um einen Zusammenschluss mit dem Volkswagen-Konzern hat der Autobauer Porsche einen Rückschlag erlitten. Die Wolfsburger haben die Gespräche über eine Fusion am Sonntag abgebrochen. Der VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh habe die Unterbrechung eingefordert. Demnach biete sich derzeit keine Atmosphäre für konstruktive Gespräche, hieß es. Aus Kreisen war zu vernehmen, dass derzeit von Seiten der Stuttgarter "kein nachhaltiges Interesse an einer Lösung mit VW" zu erkennen sei.

Platz 43: 18. Mai 2009
Der Aufsichtsratsvorsitzende von Volkswagen, Ferdinand Piëch, hat seine Teilnahme an der Aufsichtsratssitzung bei Porsche abgesagt. Gründe wurden zunächst nicht genannt. Das heutige Treffen hatte entscheidende Impulse für eine Fusion der beiden Autobauer bringen sollen, nachdem die Wolfsburger die Gespräche über einen Zusammenschluss am vorigen Wochenende auf Eis gelegt hatten.

Platz 42: 19. Mai 2009
Der Machtkampf geht in die nächste Runde: Porsche setzt seine Suche nach einem externen Investor fort. Ein potenzieller Geldgeber könnte Porsche auch Volkswagen-Aktien sowie Volkswagen-Optionen abnehmen. Dabei sollen bereits intensive Gespräche geführt werden.

Platz 41: 20. Mai 2009
Der angeschlagene Sportwagenhersteller Porsche macht den Weg frei für den Einstieg eines möglichen Investors. Der Aufsichtsratsvorsitzende von Volkswagen, Ferdinand Piëch und die Familie Porsche sei sich diesbezüglich einig geworden, hieß es am Mittwoch. Bislang hatte sich Piëch stets gegen einen möglichen Investor gestemmt, mit dem die Stuttgarter ihren Schuldenberg reduzieren könnten.

Platz 40: 25. Mai 2009
Porsche hat möglicherweise ein weitaus größeres Finanzloch, als bislang angenommen. Presseangaben zufolge habe der Konzern im März vor der Insolvenz gestanden und konnte nur durch einen Überbrückungskredit vom VW-Konzern, der 700 Millionen Euro zur Verfügung gestellt hat, gerettet werden. Porsche dementierte den Bericht.

Platz 39: 02. Juni 2009
Ohne Nachrichten zieht die VW-Aktie deutlich an, obwohl Spekulationen zufolge die Kaufoptionen des Stuttgarter Porsche-Konzerns im Juni auslaufen. Dann dürften wieder zahlreiche Anteilsscheine der Wolfsburger am Markt zur Verfügung stehen - dies sollte den Kurs allerdings drücken. Hartnäckig halten sich unterdessen Gerüchte über einen Investor bei Porsche, der den Konzern durch seinen Einstieg aus seiner prekären Finanzlage befreien könnte.

Platz 38: 04. Juni 2009
Wie angekündigt hat Porsche bei der staatlichen KfW-Bank einen Kreditantrag eingereicht. Wie Konzernsprecher Anton Hunger bestätigte, sei ein Darlehen in Höhe von 1,75 Milliarden Euro beantragt worden, das nach marktüblichen Konditionen verzinst werden soll. Eine Entscheidung zur Genehmigung oder Ablehnung des Antrags kann sich allerdings noch hinziehen.

Platz 37: 06. Juli 2009
Der verschuldete Porsche-Konzern hat Medienberichte zurückgewiesen, nach denen man zusätzlich zu dem Emirat Katar mit weiteren Interessenten Gespräche über eine Übernahme der VW-Optionen führe. Die Verhandlungen mit Katar seien exklusiv, so Konzernsprecher Albrecht Bamler. "Wir wissen nicht, wo diese Äußerung herkommt. Wir müssen sie daher zurückweisen", betonte er weiter. Zuvor hatte das "Handelsblatt" berichtet, dass fünf weitere Investoren Interesse an einem Einstieg bei dem Stuttgarter Konzern angemeldet hätten.

Platz 36: 07. Juni 2009
Porsche hat Presseangaben zufolge einen Investor gefunden. Wie das Magazin "Focus" berichtet, hat Konzernchef Wendelin Wiedeking dem Emir von Katar eine mündliche Zusage für einen Einstieg bei dem Stuttgarter Konzern abgerungen. Vertragliche Vereinbarungen seien allerdings noch nicht getroffen worden. Eine offizielle Bestätigung von Seiten der Beteiligten bleibt bislang noch aus. Wie es weiter hieß, werde mit dem Staatsfonds Qatar Investment Authority (QIA) sowohl über einen Einstieg bei VW verhandelt.

Platz 35: 09. Juni 2009
Presseangaben zufolge will das arabische Emirat Katar 25 Prozent an dem deutschen Sport- und Geländewagenhersteller Porsche übernehmen. Das berichtet die "Financial Times" am Dienstag. Die Verhandlungen seien bereits in einem fortgeschrittenen Stadium. Unter Berufung auf mit den Verhandlungen vertraute Personen heißt es weiter, das Emirat könne einen Anteil von bis zu 25 Prozent an dem Autobauer übernehmen. Noch sei man mit der Buchprüfung beschäftigt, die Transaktion könne in wenigen Wochen fest gemacht werden.

Platz 34: 17. Juni 2009
Der Sportwagenbauer Porsche hat Medienberichte dementiert, nach denen es Probleme beim geplanten Einstieg des arabischen Emirats Katar bei dem Stuttgarter Konzern geben könnte. "Die Familie steht geschlossen hinter den Gesprächen mit einem Investor", so ein Unternehmenssprecher am Mittwoch. Zuvor hatte es Presseangaben zufolge geheißen, dass Großaktionär Ferdinand Piëch bei einem Treffen der Eigentümerfamilien einen raschen Einstieg von Katar verhindert habe.

Platz 33: 19. Juni 2009
Der Sportwagenbauer Porsche hat einen Pressebericht dementiert, nach dem der Stuttgarter Konzern mit seinem Antrag auf einen Kredit bei der staatlichen KfW-Bank gescheitert ist. "Wir sind nach wie vor in Verhandlungen mit der KfW und der Politik", so ein Sprecher. Zuvor hatte die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, dass das Darlehen abgelehnt worden sei, da Porsche die Voraussetzungen für Staatshilfe nicht erfülle.

Platz 32: 19. Juni 2009
Der Sport- und Geländewagenhersteller Porsche hat in den ersten neun Monaten seines Geschäftsjahres weniger umgesetzt. Die Erlöse gaben im Vorjahresvergleich um 15 Prozent auf 4,6 Milliarden Euro nach, was insbesondere der Branchenflaute zu schulden war. Auch auf operativer Basis lief es weniger gut als vor Jahresfrist: Man liege hier unter dem Vorjahr, hieß es. Genaue Zahlen blieb das Unternehmen wie gewohnt aber schuldig. Man betonte lediglich, dass man infolge der VW-Beteiligung sein Ergebnis "deutlich" steigern konnte.

Platz 31: 19. Juni 2009
Der Autobauer Daimler liebäugelt Presseangaben zufolge mit einem Einstieg bei dem angeschlagenen Sportwagenhersteller Porsche. Das berichtet das "manager magazin". Die Gespräche befänden sich bereits in einem fortgeschrittenen Stadium, so das Blatt weiter. Im Gespräch sei dabei, dass Daimler über eine Kapitalerhöhung Anteile von Porsche übernimmt.

Platz 30: 25. Juni 2009
Im Ringen um einen Investor für den verschuldeten Autobauer Porsche könnte das arabische Emirat Katar Presseangaben zufolge auch einen direkten Einstieg bei dem Wolfsburger Volkswagen-Konzern in Erwägung ziehen. Das berichtet die "Financial Times Deutschland" und beruft sich dabei auf Finanzkreise. Man sei in fortgeschrittenen Verhandlungen mit Katar über den Verkauf von Optionen auf VW-Stammaktien.

Platz 29: 29. Juni 2009
Volkswagen hat dem Großaktionär Porsche offenbar einen Rettungsvorschlag geschickt, mit dem die Stuttgarter ihre massiven Finanzprobleme lösen könnten. Ein Sprecher von Porsche bestätigte dies. Die Pläne aus Wolfsburg sehen demnach vor, dass VW sich mit knapp 50 Prozent an Porsche beteiligt und dafür drei bis vier Milliarden Euro auf den Tisch legt. Auch das Ultimatum wurde bestätigt: "Es wurden uns Fristen bis Ende Juni gesetzt", so der Sprecher.

Platz 28: 29. Juni 2009
Der Sport- und Geländewagenhersteller Porsche kommt seinem Ziel im Ringen um einen Investor näher. Das Emirat Katar wird konkret und hat den Stuttgartern schriftlich eine Offerte für einen Einstieg unterbreitet. Demnach wollen die Araber Anteile an den Deutschen erwerben und zeitgleich Aktien von Volkswagen übernehmen. Auf Basis des Angebots wolle man nun konkrete Gespräche über den Kaufpreis führen, hieß es von Porsche am Montagabend.

Platz 27: 11. Juli 2009
Das Emirat Katar will laut Kreisen für seinen Einstieg bei Porsche offenbar sieben Milliarden Euro auf den Tisch legen. Demnach habe sich der deutsche Konzern mit den Arabern über die Geldspritze geeinigt, mit der der Autobauer seine Schulden, die infolge der missglückten VW-Übernahme auf mindestens neun Milliarden Euro beziffert werden, deutlich reduzieren könnte. Das Geld will das Emirat für den Kauf von Stammaktien sowie die Übernahme von VW-Optionen zahlen. Eine endgültige Entscheidung dürfte die Hauptversammlung am 23. Juli bringen.

Platz 26: 15. Juli 2009
Am Vormittag hieß es zunächst, Porsche wolle nur noch Katar als Investor in Erwägung ziehen - Volkswagen sei Presseangaben zufolge keine Alternative. Am Nachmittag nun wurde laut, dass Porsche-Chef Wiedeking abtreten wolle und eine Übernahme durch VW alles andere als vom Tisch sei. Auch wenn das Unternehmen dies dementierte, blieben die Gerüchte im Markt.

Platz 25: 16. Juli 2009
Presseangaben zufolge steht der Chef des Sport- und Geländewagenherstellers Porsche, Wendelin Wiedeking, trotz zahlreicher Dementis doch vor dem Aus. Der "Spiegel" berichtet, dass sich die Eigentümerfamilien bereits auf einen neuen CEO geeinigt haben: Michael Macht, bisher Produktionsvorstand des verschuldeten Unternehmens, soll Wiedeking beerben. Der Konzern dementiert.

Platz 24: 18. Juli 2009
Wie am Wochenende laut wurde, haben sich die Eigentümerfamilien auf eine Komplettübernahme des Porsche-Sportwagengeschäfts durch VW geeinigt. Nun soll in zwei Schritten das gesamte Geschäft nach Wolfsburg gehen. Acht Milliarden Euro soll dies dem Magazin "Der Spiegel" zufolge nach in die leeren Stuttgarter Kassen spülen - Porsche könnte damit seine Schulden weitgehend tilgen. Die Eigentümerfamilien würden dem Blatt zufolge mehr als 50 Prozent an einem vereinten VW-Porsche-Konzern halten, das Land Niedersachsen behalte seine Sperrminorität.

Platz 23: 20. Juli 2009
Die Komplettübernahme des Sportwagengeschäfts von Porsche durch Volkswagen könnte an den Finanzbehörden scheitern. Wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, drohen im Zusammenhang mit der Transaktion Steuerzahlungen in Höhe von bis zu drei Milliarden Euro. Aktuell suche man nach Möglichkeiten, die Zahlungen an den Fiskus zu vermeiden. Sollte dies nicht gelingen, sei der Deal hinfällig, so das Blatt unter Berufung auf Aufsichtsratskreise des Sportwagenbauers.

Platz 22: 23. Juli 2009
Nach einer überraschend vorgezogenenen außerordentlichen Aufsichtsratssitzung hat Porsche den Weg für einen integrierten Konzern mit Volkswagen frei gemacht. Eine Kapitalerhöhung über fünf Milliarden Euro und der Einstieg des Emirats Katar sollen die durch die fehlgeschlagene VW-Übernahme angehäuften Schulden deutlich senken. Damit hat sich die VW-Führung durchgesetzt, Porsche-Chef Wiedeking sowie Finanzvorstand Holger P. Härter werden den Konzern mit sofortiger Wirkung verlassen. Neuer Konzernchef soll Michael Macht werden.

Platz 21: 23. Juli 2009
VW wird wohl zunächst rund 49 Prozent an Porsche übernehmen und dann, in einem zweiten Schritt, komplett schlucken. Porsche würde dann zur zehnten VW-Marke. Ex-Porsche-Chef Wiedeking und Niedersachsens Ministerpräsident Wulff bestätigten bereits aus Unternehmenskreisen, dass Katar rund 17 Prozent am VW-Konzern über VW-Optionen übernehmen wird. Porsche hält knapp 51 Prozent an VW sowie Optionen auf rund 20 Prozent der VW-Aktien. Der VW-Aufsichtsrat hat bereits grünes Licht für die Verschmelzung gegeben. Porsche solle dabei eigenständig bleiben, so VW-Chef Winterkorn.

Platz 20: 25. Juli 2009
Presseangaben zufolge ist die finanzielle Situation bei Porsche noch deutlich schlimmer, als bislang angenommen. Nachdem der Konzern selbst bislang Schulden zwischen neun und zehn Milliarden Euro kommuniziert hatte, die infolge der fehlgeschlagenen Übernahme von Volkswagen angefallen waren, spricht das Magazin "Focus" von einem Schuldenberg in Höhe von 14 Milliarden Euro. Dem Blatt zufolge sei die Einigung mit VW in letzter Minute gekommen, anderenfalls wären die Stuttgarter in rund zwei Wochen zahlungsunfähig gewesen.

Platz 19: 26. Juli 2009
Presseangaben zufolge wird das Emirat Katar deutlich weniger von Porsche übernehmen, als bislang gedacht. Angaben der "Automobilwoche" zufolge, die sich auf Porsche-Kreise berft, hätte die Familien Porsche und Piech bei ihrer Aufsichtsratssitzung vergangene Woche nur eine Beteiligung zehn Prozent beschlossen. Der übrige Teil der fünf Milliarden Euro schweren Kapitalerhöhung soll von Seiten der Familien und Vorzugaktionäre aufgebracht werden. Bislang war die Rede von einer Beteiligung der Araber von bis zu 25 Prozent gewesen.

Platz 18: 27. Juli 2009
Der Wolfsburger Autobauer Volkswagen plant offenbar eine Kapitalerhöhung, um die Übernahme des Stuttgarter Porsche-Konzerns stemmen zu können. Angaben der "Financial Times Deutschland" soll diese ein Volumen von vier Milliarden Euro haben. Mit der Aktion wolle man sein Kreditrating wahren, so das Blatt unter Berufung auf Konzernkreise weiter.

Platz 17: 27. Juli 2009
Presseangaben zufolge plant der Wolfsburger Volkswagen-Konzern, seine Kapitalerhöhung über die Ausgabe neuer Vorzugsaktien durchzusetzen. Damit will das Unternehmen dem "Handelsblatt" zufolge die Interessen der Großaktionäre schützen, deren Anteile im anderen Fall verwässert werden würden. Das Blatt beruft sich auf übereinstimmende Informationen aus Finanz- und Unternehmenskreisen. Offiziell wollte der Autobauer den Bericht nicht kommentieren.

Platz 16: 29. Juli 2009
Der Sport- und Geländewagenhersteller Porsche rechnet mit einem milliardenschweren Verlust durch den Verkauf von Optionen auf den Volkswagen-Konzern. Dem Autobauer zufolge wird mit einem Minus von bis zu fünf Milliarden Euro im aktuellen Geschäftsjahr 2008/2009 gerechnet. Ein Abfluss von Liquidität sei unterdessen nicht zu erwarten. Zudem würde die geplante Veräußerung in der Optionsstruktur gebundene Barmittel in erheblicher Größenordnung freisetzen, hieß es weiter.

Platz 15: 01. August 2009
Presseangaben zufolge könnte Porsche am Ende weit weniger als die angestrebte Mehrheit an dem geplanten integrierten Autokonzern mit Volkswagen halten. Wie die "WirtschaftsWoche" berichtet, könnte der angehäufte Schuldenberg dazu führen, dass die Eigentümer-Familien Porsche und Piëch nur auf eine Beteiligung von rund 40 Prozent kommen werden. Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff rechnet offenbar mit einem Anteil von maximal 39,5 Prozent für die Familien, so das Blatt weiter.

Platz 14: 13. August 2009
Im Ringen um einen Zusammenschluss zwischen Volkswagen und Porsche ist der Weg für einen integrierten Konzern frei. Nachdem am Nachmittag bereits der VW-Aufsichtsrat der Grundlagenvereinbarung zugestimmt hatte, folgte am Abend auch das Kontrollgremium des Sport- und Geländewagenherstellers. Den Plänen zufolge soll VW 42 Prozent an der Porsche AG im Rahmen einer Barkapitalerhöhung mit einem Gesamterlös von bis zu 3,3 Milliarden Euro übernehmen.

Platz 13: 14. August 2009
Das Emirat Katar steigt bei VW ein. Katar erhalte zehn Prozent der Stammaktien aus dem Besitz der Familiengesellschafter Porsche und Piëch. Parallel dazu hätten sich Porsche und Katar auf die Übernahme des Großteils der VW-Optionen verständigt. Damit werden für Porsche liquide Mittel von über einer Milliarde Euro verfügbar.

Platz 12: 16. August 2009
VW zeigt sich zuversichtlich, die Integration des Porsche-Konzerns schneller unter Dach und Fach bringen zu können, als geplant. "Wenn es auch konjunkturell runder läuft oder die Situation an den Finanzmärkten besonders günstig ist, können wir auch mehr Gas geben und die Konzerne durchaus schon 2010 verschmelzen", so der Finanzvorstand der Wolfsburger, Hans Dieter Pötsch, gegenüber der Zeitung "Die Welt". Der urspüngliche Fahrplan hatte eine Verschmelzung 2011 vorgesehen.

Platz 11: 20. August 2009
Der Sportwagenhersteller Porsche hat einen Pressebericht bestätigt, nach dem Ex-Chef Wiedeking ins Visier der Staatsanwaltschaft geraten ist. Beamte hätten Geschäftsräume der Unternehmens durchsucht und diverse geschäftliche Unterlagen beschlagnahmt, hieß es in einer Stellungnahme des Unternehmens. Auch der Vorwurf der Staatsanwaltschaft - mögliche Verletzungen von Veröffentlichungspflichten und Marktmanipulation - wurde bestätigt.

Platz 10: 19. August 2009
Presseangaben zufolge hat das Emirat Katar Porsche auch Teile seiner Optionen auf stimmrechtslose Vorzugsaktien von Volkswagen abgenommen. Das berichtet das "manager-magazin" unter Berufung auf Finanzkreise. Bislang war nur bekannt, dass das Emirat Optionen auf 17 Prozent der VW-Stammaktien übernimmt.

Platz 9: 30. August 2009
Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff ist optimistisch, dass es nach der Fusion von Volkswagen mit Porsche keinen Abbau von Arbeitsplätzen geben wird. "Das Geschäft ist nur dann sinnvoll, wenn Eins und Eins Drei ergibt", so das VW-Aufsichtsratsmitglied gegnüber dem "Hamburger Abendblatt". Er fügte hinzu: "Ich hoffe, dass durch die Fusion von VW und Porsche zusätzliche Arbeitsplätze entstehen." Schließlich wolle der Konzern seine Produktion von derzeit gut sechs Millionen Fahrzeugen im Jahr auf bis zu neun Millionen steigern.

Platz 8: 01. September 2009
Im Zuge der Ermittlungen wegen möglicher Marktmanipulationen bei Porsche hat eine weitere Hausdurchsuchung gegeben, bei der Beweismaterial sichergestellt worden sei. Dies bestätigte eine Sprecherin der Stuttgarter Staatsanwaltschaft. Angaben zu dem verdächtigen Porsche-Mitarbeiter wurden nicht gemacht. Die Ermittler prüfen den Verdacht auf Marktmanipulation und unbefugte Weitergabe von Insiderinformationen beim Übernahmedrama zwischen VW und Porsche.

Platz 7: 02. September 2009
Der Einstieg des Emirats Katar beim Sportwagenbauer Porsche ist abgeschlossen. Die Qatar Holding LLC aus Doha hält seit vergangenem Freitag 8,75 Millionen Stammaktien beziehungsweise zehn Prozent der Stimmrechte der Porsche Holding, teilten die Stuttgarter mit.

Platz 6: 14. September 2009
Porsche führt derzeit Gespräche mit seinen Banken, um seine bestehende Kreditlinie über 10,75 Milliarden Euro durch eine neue zu ersetzen. Der neue Kredit soll über acht Milliarden Euro laufen und eine Laufzeit von bis zu drei Jahren haben. Von Unternehmensseite war lediglich zu vernehmen, dass man über die in rund einem halben Jahr auslaufende Kreditlinie Verhandlungen führe.

Platz 5: 14. September 2009
Trotz aller Schwierigkeiten und ungeklärter Details soll die Fusion der beiden Autobauer Volkswagen und Porsche bis zum Jahr 2011 unter Dach und Fach sein. Der Aufsichtsratschef der Stuttgarter, Wolfgang Porsche, erklärte am Montagabend: "Ich bin sehr zuversichtlich". Ob man bereits im kommenden Jahr eine Verschmelzung erreichen könne, müsse jedoch abgewartet werden. Porsche betonte erneut die Eigenständigkeit des Konzerns: "Porsche bleibt Porsche."

Platz 4: 28. September 2009
Das Emirat Katar, das sich beim Sport- und Geländewagenhersteller Porsche eingekauft hat, strebt einen Aufsichtsratsposten bei dem Stuttgarter Autobauer an. Die Araber, die zehn Prozent halten, wollen darüber hinaus allerdings keinen personellen Einfluss auf die Führungsebenen nehmen. Im Rahmen seiner Anteile will sich Katar zudem an der geplanten Kapitalerhöhung von Porsche beteiligen. Das Investment sei dabei langfristig und strategisch.

Platz 3: 20. Oktober 2009
Der Wolfsburger Autobauer Volkswagen hat bei seinen Plänen, den Sport- und Geländewagenhersteller Porsche zu übernehmen, gleich richtig zugeschlagen. Wie am Dienstag bekannt wurde, übernehmen die Wolfsburger bereits im ersten Schritt knapp 50 Prozent des Stuttgarter Unternehmens. Dies ist mehr, als angekündigt. 3,9 Milliarden Euro gehen für den Kauf der Anteile über den Tisch, die über eine Kapitalerhöhung finanziert werden soll.

Platz 2: 04. Dezember 2009
Die Volkswagen AG kann planmäßig den Sportwagenbauer Porsche übernehmen. Die VW-Aktionäre stimmten nach stundenlanger Debatte für die milliardenschwere Kapitalerhöhung. Zudem wurden die Sonderrechte des Landes Niedersachsen als zweitgrößtem Aktionär nach Porsche in der Satzung des DAX-Konzerns zementiert. In den kommenden fünf Jahren will VW bis zu 135 Mio neue, stimmrechtslose Vorzugsaktien ausgeben. Nach aktuellem Kurs könnten die Wolfsburger dafür rund 8 Mrd. EUR einsammeln.

Platz 1: 07. Dezember 2009
Wie angekündigt hat Volkswagen heute für 3,9 Milliarden Euro mit 49,9 Prozent knapp die Hälfte am Sportwagenhersteller Porsche übernommen. Für die Übernahme der Stuttgarter hatte sich Europas größter Autobauer von den Eigentümern auf der Hauptversammlung vergangene Woche grünes Licht für eine milliardenschwere Kapitalerhöhung geben lassen.
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